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WordPress Pagespeed optimieren

Wordpress ist ein fantastische Plattform – doch vor allem, wenn die Inhalte umfangreicher werden, können sich die Ladezeiten der Website mitunter stark verlangsamen. Und das ist gar nicht gut – denn Menschen die im Internet surfen sind grundsätzlich ungeduldig. Um den Pagespeed von Wordpress-Seiten zu erhöhen, gibt es glücklicherweise einige Maßnahmen, die sofortige Wirkung zeigen.

Neben dem Informationsgehalt, den eine Website haben muss, um erfolgreich zu sein, muss sie vor allem auch technisch einwandfrei funktionieren. Denn es gibt kaum etwas, dass User weniger mögen, als langsam ladende Websites. Man kennt es von sich selbst: Ist eine Seite nicht innerhalb weniger Sekunden geladen, neigt man schnell dazu, die Geduld zu verlieren, und sich die benötigten Informationen von woanders zu holen. Für die Betreiber der Wordpress-Seite bedeutet dies letztlich eine kürzere Verweildauer und mitunter das Abhandenkommen von potentiellen Kunden.

Es sollte also unbedingt im Interesse jeden Website-Betreibers liegen, die Ladezeiten so gering wie möglich zu halten. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Denn auf vielen Websites sind tonnenweise Elemente enthalten, welche die Website zwar einerseits funktioneller machen, zugleich aber auch bremsen. Wenn man die hier aufgelisteten Tricks beachtet, kann man seine Wordpress-Seite jedoch recht einfach optimieren, und wieder fit für das World Wide Web machen.

Wie schnell ist Ihre Wordpress-Seite?

Zunächst sollte man die Geschwindigkeit testen, in der die Wordpress Seite lädt. Nur so kann man herausfinden, ob es überhaupt notwendig ist, Maßnahmen zu ergreifen, um den Speed zu erhöhen. Wie schnell die Website auf dem eigenen Rechner oder Smartphone lädt, darf hierbei nicht als Gradmesser herangezogen werden. Denn der Browser speichert viele Elemente jener Websites im Cache, die man am häufigsten ansteuert. Und das ist bei den eigenen Websites nahezu immer der Fall. Beim Pagespeed muss man aber vor allem von den Ladezeiten ausgehen, die ein User hat, der die Website zum ersten Mal besucht. Um den Pagespeed von Wordpress-Websites zu testen, gibt es spezielle Tools – eines von ihnen ist Pingdom. Es handelt sich um ein gratis Tool, mit dem man sogar testen kann, wie die Ladezeiten in verschiedenen Ländern sind – denn je nach Region und Land kann es mitunter große Unterschiede geben.

Durchschnittlich sollten die Ladezeiten von Wordpress-Websites bei nicht mehr als 2 Sekunden liegen. Es gilt zudem: Je schneller umso besser. Und schon wenige Millisekunden können einen Unterschied ausmachen.

Aber nun zum Wesentlichen - So optimieren Sie Ihren Wordpress-Pagespeed:

1. Caching-Plugin nutzen

Wordpress-Seiten zählen zu den dynamischen Websites. Dies bedeutet, dass die Website sich mit jedem Besucher neu aufbaut und zusammengestellt. Jeder User, der also deine Website ansteuert, greift auf die Datenbanken und Scripte deines Servers zu – und das macht Websites langsamer. Sogenannte Caching-Plugins kürzen diesen gesamten Prozess ab: Sie „rendern“ deine Website vorweg und liefern jedem User diese „vorgerenderte“ Ansicht aus dem Cache. Man kennt das Caching beispielsweise von Webbrowsern. Bei Browsern wie Chrome oder Safari werden Websites lokal auf deinem Rechner gespeichert, sodass diese bei Bedarf schneller laden. Im Falle eines Wordpress-Caching-Plugins wird der Cache auf jenem Server gespeichert, auf dem Ihre Website liegt.

2. Bilder optimieren

Einer der wichtigsten Faktoren für einen hohen Pagespeed sind die Bilder. Dabei gilt: Je größer die Bilddateien und je mehr Bilder auf einer Seite vorhanden sind, umso langsamer lädt auch die Website. 

Die Auswahl der richtigen Bilder-Dateigröße ist hierbei ebenso entscheidend, wie schwierig festzulegen: Denn Bilder werden naturgemäß umso pixeliger, je geringer die Auflösung, und somit die Dateigröße ist. Wenn man also bei den Bildgrößen zu viel Komprimierung vornimmt, leidet die optische Qualität deiner Website.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich genügend Zeit zu nehmen, die Bildqualität vor dem Hochladen festzulegen. In Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop lässt sich dies im Detail erledigen. Ein weiterer hilfreiche Trick ist nicht zuletzt auch auf Dateiformate zurückzugreifen, die weniger Speicher in Anspruch nehmen. Die gängigsten Formate sind hierbei JPEG und PNG, wobei PNG deutlich weniger Speicher benötigt.

Die Bildqualität und Dateigröße ist ein wichtiger Faktor für den Pagespeed, und sollte von Anfang an berücksichtigt werden. Vor allem bei Websites mit vielen Bildinhalten, können ansonsten sehr große Speichermengen verbraucht werden – und eine nachträgliche Änderung ist überaus aufwändig. Wer diesen Vorgang automatisieren möchte, kann hierfür auch auf Plug-Ins zurückgreifen. WP-Smushit ist ein gutes Beispiel für ein Tool für die Komprimierung der Bilder.

3. Regelmäßig Updates durchführen

Auch die Entwickler der Wordpress-Plattform sind daran interessiert, die Ladezeiten möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund werden bei Wordpress regelmäßig Optimierungen im Code vorgenommen, welche den Pagespeed erhöhen. Dies ist, neben der Sicherheit ein weiterer wichtiger Grund weshalb man Wordpress stets aktuell halten sollte. Je älter die Wordpress-Version, umso langsamer sind in der Regel auch die Ladezeiten. Glücklicherweise kann man sich bei Wordpress für automatische Updates entscheiden, sodass man daran gar nicht mehr zu denken braucht.

Dasselbe gilt übrigens auch für die Themes und Plug-Ins, die man auf der Website verwendet. Auch diese sollten stets aktuell gehalten werden, um den Pagespeed hoch zu halten. Achtung allerdings bei der Durchführung: Jedes Plug-In-Update sollte vor dem Upgrade auf seine Funktionalität hin getestet werden.

4. Plug-Ins – brauche ich wirklich jedes einzelne?

Wordpress hat mit den Plug-Ins einen riesigen Benefit: Durch eine sehr einfache Installation kann man seine Website um nützliche Funktionen erweitern und somit seinen Usern einen echten Mehrwert bieten. Doch Achtung: Wenn man zu viele Plug-Ins verwendet, kann dies auch negative Auswirkungen auf den Pagespeed haben, denn sie alle verbrauchen Ressourcen. Man sollte sich also bei jedem Plug-In gut überlegen, ob man es auch wirklich braucht. Im Zweifelsfalle lieber deinstallieren!

5. Plug-Ins, die deine Website schneller machen

Während manche Plug-Ins deine Website verlangsamen können, so gibt es einige, die genau das Gegenteil bewirken. „Autoptimizing“ und „minifying“ lauten die Funktionen, welche diese beherrschen. Was diese Plug-Ins bewirken?

Sie optimieren die CSS, HTML und Java Script Files des Wordpress-Themes. Dies bedeutet, sie nehmen Optimierungen in der Wordpress-Software selbst vor. Durch diese Maßnahmen kann man durchaus gute Ergebnisse erzielen, was Plug-Ins wie Autoptimize oder Wordpress Minify besonders beliebt macht.

6. Wähle einen Premium-Webhoster

Bei der Wahl des richtigen Webhoster neigt man gerne dazu, den günstigsten Anbietern den Vorzug zu geben. Schon für wenige Euros pro Monat bekommt man heutzutage einen Webspace, auf dem sich Wordpress-Seiten meist ohne großen Aufwand installieren lassen. Dabei wird meist mit “unlimitiertem Traffic” geworben. Doch “unlimited” ist nicht alles – der Server Speed und die Bandbreite sind mindestens ebenso wichtig. Meist fällt der langsame Speed zunächst nicht auf – doch mit steigenden Zugriffszahlen können sich die Ladezeiten von Websites rasch deutlich verlangsamen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, in qualitativ hochwertiges WordPress-Hosting zu investieren – denn die Zufriedenheit der User ist langfristig doch wichtiger, als ein paar Euros einzusparen.

7. Das passende Wordpress-Theme wählen

Das Design der Website odes des Blogs wird zurecht von vielen Betreibern und Publishern sehr ernst genommen. Schließlich soll die Website dem eigenen Brand entsprechen und allgemein ansprechend aussehen, bei zugleich guter Usability. Und genau hierbei kann man auch schon den nächsten Fehler begehen, der schließlich zu verringertem Pagespeed führt.

Viele Themes, die besonders hochwertig aussehen und das ein oder andere dynamische Feature mitbringen, sind so aufwändig programmiert und mitunter voll mit nutzloser Bloatware, dass sie die Ladezeiten von Wordpress deutlich reduzieren können. Die Folge ist Frust bei den Usern – da hilft auch nicht mehr, dass die Seite grundsätzlich gut aussieht. Aus diesem Grund sollte man, bevor man sich für ein Theme entscheidet, dieses immer auch hinsichtlich dessen Ladegeschwindigkeit testen.

8. Nützen Sie ein Content Delivery Network

Diesen Trick wenden sehr viele der populären Wordpress-Blogs und Websites an: Alle statischen Files einer Websites, wie CSS und Java Scripts, werden hierbei an ein Content Delivery Network ausgelagert - was so viel bedeutet wie Inhalt-Bereitstellungs-Netzwerk. Was dieses damit macht? Nun, es sorgt dafür, dass diese für den Seitenaufbau wichtigen Files dem User genau dort zur Verfügung stehen, wo er sich befindet. Durch die Nutzung von Server Netzwerken kann so die lokal bedingte Ladezeit für User entscheidend verringert werden.

9. Wordpress Datenbank optimieren

Das ganze Internet besteht im Grunde aus Datenbanken. Und bei der eigenen Website ist dies nicht anders: Texte, Bilder, Podcasts, PDFs – sämtliche Daten, aus denen eine Website besteht, sind letztlich in Datenbanken gespeichert. Und eben diese Datenbanken sind nicht selten weit entfernt davon, effizient strukturiert zu sein. Vor allem, wenn eine Website schon sehr lange online ist und viele Inhalte aufweist, können sich durch alte Datenbanken, die ineffizient strukturiert sind, Verzögerungen bei den Ladezeiten ergeben. Nun sollte man auf keinen Fall selbst damit beginnen, die Datenbanken zu bereinigen – zu hoch ist hierbei das Risiko, relevante Daten unwiederbringlich zu löschen. Stattdessen empfiehlt es sich, ein Plug-In zu verwenden, welches die Optimierung der Datenbanken von Wordpress übernimmt. Nützliche Tools hierfür sind etwa WP-Optimize oder WP-DB-Manager.

10. Kommentare aufteilen

Dieser Aspekt der Wordpress-Optimierung ist vor allem für solche Websites empfohlen, die über eine aktive Community verfügen: Seiten, die über dutzende, manchmal hunderte Kommentare verfügen, mitunter sogar mit Bilddateien, können sehr viel Zeit zum Laden in Anspruch nehmen. Um zu verhindern, dass die User die Website wieder verlassen, bevor sie die Inhalte konsumiert haben, kann man glücklicherweise auf ein Wordpress-internes Tool zurückgreifen: Unter „Einstellungen/Diskussion“, findet man eine Funktion, die es erlaubt, Kommentare auf mehrere Seiten aufzuteilen. So kann man etwa festlegen, dass zunächst nur 10 Kommentare unter einem Post erscheinen, was den Pagespeed deutlich erhöhen kann.

Wenn man also mit zu langsamen Ladezeiten auf der Wordpress Website zu kämpfen hat, so braucht man nicht zu verzweifeln. Mit den hier genannten 10 Schritten kann man den Pagespeed meist entscheidend erhöhen! Somit kann man erreichen, dass User länger auf den Websites verweilen, wodurch man seine Inhalte optimal präsentieren kann. Es lohnt sich also auf jeden Fall, gegen zu langsame Ladezeiten etwas zu unternehmen!