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WordPress Plugins - das sind die wichtigsten Plugins

Durch Plugins ist es heute möglich, nahezu jede Art von Privat- und Unternehmenswebseite mit WordPress umzusetzen. Vom einfachen Blog über einen kompletten Onlineshop bis hin zum großen Portal ist alles realisierbar.

Plugins ermöglichen es, die eigene Wordpress-Installation genau auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen. Schätzungen zufolge kommt WordPress derzeit bei mehr als einem Viertel aller Webseiten zum Einsatz. Dies zeigt eindrucksvoll die enorme Bedeutung des CM-Systems und ist auch der Grund dafür, warum es für kein anderes System eine so große Anzahl an verschiedenen Erweiterungen gibt.

Die große Auswahl macht es in der Praxis allerdings nicht leicht, das richtige Plugin für die eigene Webseite zu finden. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, sich einen Überblick über die mittlerweile zehntausenden von Plugins zu verschaffen.

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir im Folgenden die wichtigsten Plugin-Kategorien für Sie zusammengefasst. Da WordPress selbst nicht mit einer eigenen Kategorienübersicht arbeitet, ist es empfehlenswert, sich vorab darüber Gedanken zu machen, für welche Bereiche der Webseite überhaupt ein Plugin benötigt wird. Daher geben wir Ihnen über die Kategorienübersicht hinaus noch einige Empfehlungen für Plugins an die Hand. So erhalten Sie nicht nur einen schnelleren Überblick, sondern können auch schneller eine Entscheidung darüber treffen, welche Plugins für Ihre Webseite in Frage kommen.

Ein WordPress-Plugin installieren

Wenn Sie bereits wissen, welche Plugins Sie herunterladen und installieren möchten, können Sie unserer separaten Anleitung zur Installation von Plugins folgen, denn darauf gehen wir in diesem Artikel nicht näher ein.

Risiken von Plugins

Bevor wir Sie ins kalte Wasser werfen und mit verschiedenen Empfehlungen, Hinweisen und Details zu Plugins konfrontieren, möchten wir Sie unbedingt auch für das Thema sensibilisieren. Denn Plugins haben nicht nur Vorteile. Häufig sind sie auch Einfallstor für Hacker und Schadsoftware. Je mehr Plugins Sie installieren, desto größer ist entsprechend das Gefahrenpotential.

Insbesondere als Einsteiger raten wir daher dringend davon ab, neue und unbekannte Plugins zu installieren, bei denen unklar ist, wie häufig Updates verfügbar gemacht werden und wie sicher das Plugin ist. Achten Sie daher stets darauf, dass das Plugin auch auf vielen anderen Seiten zum Einsatz kommt und informieren Sie sich vor der Installation über Blogs und Kommentare anderer Nutzer im Zweifel über die Sicherheit. Ein guter Indikator für einen hohen Sicherheitsstandard sind auch die Downloadzahlen bzw. die Angabe in der Plugin-Übersicht, auf wie vielen WordPress-Seiten es derzeit zum Einsatz kommt.

Weniger ist mehr: Grundsätzlich empfehlen wir, sich auf einige wenige aber nützliche Plugins zu beschränken und nicht einfach blind jedes interessante Plugin zu installieren, von dem Sie glauben, es könnte nützlich sein. Im schlimmsten Fall kann ein fehlerhaftes Plugin nicht nur das Einfallstor für Hacker sein, sondern es kann auch zu Konflikten mit anderen Plugins kommen. Dies kann die Funktionalität der Seite negativ beeinträchtigen oder lange Ladezeiten verursachen. Eine schlechte Performance oder eine fehlerhafte Seite sieht allerdings kein Besucher gern; Überlegen Sie daher stets genau, ob Sie die Funktion der entsprechenden Erweiterung wirklich benötigen und vor allen Dingen auch nutzen.

Eigenes Plugin für WordPress erstellen

Wer selbst Plugins für WordPress erstellen und veröffentlichen will, sollte natürlich entsprechende Programmierkenntnisse bzw. PHP-Kenntnisse mitbringen. Für genaue Anforderungen an die PHP-Dokumente gibt es von WordPress ein eigenes Handbuch. Dieses ist sehr ausführlich, allerdings nur in englischer Sprache verfügbar.

Das Handbuch können Sie hier einsehen, eine Anleitung auf Deutsch finden Sie in unserem Ratgeber WordPress Plugin erstellen.

Wenn Sie für Ihre Webseite bereits zusätzliche Funktionen selbst erstellt haben oder erstellen ließen, kann es durchaus sinnvoll sein, diese Leistung in Form eines Plugins auch anderen Webseitenbetreibern Verfügbar zu machen. So können Sie nicht nur den Bekanntheitsgrad Ihrer Webseite bzw. Ihrer Marke steigern, sondern es kann auch zu einer lukrativen zusätzlichen Einnahmequelle werden, sofern entsprechende zahlungspflichtige Funktionen implementiert werden oder das Plugin an sich kostenpflichtig ist.

Kostenlose und kostenpflichtige Plugins

Viele Plugins für WordPress sind kostenlos. Es gibt aber natürlich auch eine ganze Reihe von Plugins, die nur kostenpflichtig erworben beziehungsweise lizenziert werden können. Manchmal ist es auf den ersten Blick nicht gleich erkennbar, ob ein Plugin Geld kostet, wenn Sie es über eine gewisse Testphase hinaus nutzen oder bestimmte Funktionen freischalten möchten. Wenn Sie Wert darauf legen, dass das Plugin komplett kostenlos nutzbar ist, sollten Sie daher bei der Installation genau darauf achten, dass es als kostenloses Plugin deklariert ist oder es sich gegebenenfalls um ein Open Source Plugin handelt, bei dem der Quellcode frei zugänglich ist.

Das richtige Plugin finden

Mittlerweile gibt es so große Auswahl an verschiedenen Plugins, dass es insbesondere für einen Neuling auf dem Gebiet nahezu unmöglich ist, sich innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Daher empfehlen wir, zunächst einen Blick auf die von WordPress empfohlenen und vorgestellten Plugins zu werfen, die Sie auf der Plugin-Übersichtsseite finden können.

Darüber hinaus sollten Sie sich überlegen, welche Bereiche Ihrer Webseite Sie mit zusätzlichen Funktionen versehen möchten. So können Sie das Angebot zusätzlich eingrenzen und mithilfe bestimmter Suchbegriffe interessante Plugins für Ihre Seite finden.

Die Suchfunktion finden Sie oben rechts auf der Übersicht:

Arten von WordPress Plugins nach Kategorien

Im Folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Kategorien zusammenfassen, in die sich Plugins einteilen lassen. So erhalten Sie einen besseren Überblick, welche Arten von Plugins für Sie potentiell interessant sein könnten. Außerdem erhalten Sie einige Links zu empfehlenswerten Plugins der jeweiligen Kategorien. Sie finden die Erweiterungen aber natürlich auch über die WordPress-Suchfunktion direkt aus Ihrem Backend heraus.

SEO-Plugins

Suchmaschinenoptimierung wird mit SEO (Search Engine Optimization) abgekürzt. Entsprechend helfen SEO-Plugins dabei, Ihre Seite für Suchmaschinen - in erster Linie Google - zu optimieren. Sie zeigen beispielsweise an, wie gut der Inhalt für Mensch und Maschine lesbar ist, lassen Sie einfacher Keywords festlegen oder geben ergänzende Informationen zur Keyword-Dichte und so weiter. Das bekannteste SEO-Plugin ist Yoast SEO, mit dem sich sehr einfach direkt aus dem Beitrag heraus Meta-Titel, -Beschreibungen oder auch XML-Sitemaps erstellen lassen. Darüber hinaus gibt es viele weitere nützliche Funktionen, um Ihre Seite für Google zu optimieren. Im Prinzip ist das Tool für jeden Webseitenbetreiber empfehlenswert, der seine Sichtbarkeit erhöhen möchte. Nicht umsonst ist es heute auf mehr als fünf Millionen Wordpress-Seiten installiert.

Allerdings gibt es darüber hinaus natürlich auch weitere empfehlenswerte SEO-Plugins, die verschiedene Funktionen bieten. So ist beispielsweise der Broken Link Checker sehr empfehlenswert, um Ihre Seite regelmäßig auf nicht mehr funktionierenden Links zu externen Seiten hin zu überprüfen.

Social-Plugins

Wir leben in einer Gesellschaft des Teilens. Interessante Beiträge, die von Lesern geteilt werden, sind für viele Webseiten häufig der Schlüssel zum Erfolg. Natürlich muss das Teilen auch entsprechend einfach und komfortabel sein. Social-Plugins ermöglichen es, Like-Buttons, Sharing-Features oder sonstige Funktionen sozialer Netzwerke direkt auf der Seite einzubinden. Ein beliebtes Plugin für das einfache Einbinden von Social Media Buttons ist das gleichnamige Plugin Social Media Share Buttons & Social Sharing Icons. Hier sind verschiedene Verknüpfungsmöglichkeiten und Buttons sozialer Plattformen wie Twitter, Instagram, Google+, Facebook & Co. enthalten.

Zu den Social Plugins gehören aber auch Tools, die Ihre Seite um Funktionen wie RSS-Feeds erweitern oder das Einbinden von Social-Media Funktionen wie das Einloggen per Facebook-Account ermöglichen. BuddyPress ist hier ein bekanntes Beispiel.

eCommerce-Plugins

Wenn Sie einen Webshop mit WordPress umsetzen möchten, kommen Sie insbesondere als Gründer oder kleines Unternehmen um ein leistungsstarkes Plugin nicht herum. Der komplett eigene Aufbau eines Shops ist im Vergleich zu einer WordPress-Erweiterung um ein Vielfaches teurer, unsicherer und zeitaufwändiger. Zudem haben Sie den Vorteil, dass es für ein leistungsstarkes eCommerce-Plugin wie WooCommerce zusätzliche Erweiterungs-Plugins für verschiedene Funktionen wie beispielsweise die Checkout-Abwicklung gibt. Der WooCommerce Shop ist heute auf mehr als vier Millionen WordPress-Seiten installiert, sodass er entsprechend sicher ist und regelmäßig aktualisiert wird.

Affiliate-Plugins

Vergleichsseiten und Affiliate-Geschäftsformen boomen wie nie zuvor. Check24 ist hier wohl das berühmteste Beispiel, aber auch viele Reise- oder Vergleichsportale arbeiten nach dem Affiliate-Prinzip, also über Verkaufsprovisionen. Entsprechende Plugins helfen dabei, die eigene Affiliate-Seite benutzerfreundlicher zu gestalten und Abläufe zu automatisieren. Ein Plugin wie AAWP hilft Amazon Affiliate-Seiten beispielsweise dabei, Produktpreise automatisch zu aktualisieren, Übersichten über nicht mehr verfügbare Produkte zu erhalten oder Produktbilder automatisch zu erzeugen sowie Vergleichstabellen zu generieren.

Performance-Plugins

Eine hohe Performance der eigenen Seite ist nicht nur für die Nutzer von Vorteil, sondern auch Google achtet vermehrt auf Ladezeiten, CSS-Optimierungen sowie hohe Bild-Komprimierungsraten und aufgeräumte Javascripts. Über Google PageSpeed Insights kann jeder seine eigene Seite schnell auf die wichtigsten Performance-Indikatoren hin überprüfen. Die Kenntnis über Performance-Schwächen ist allerdings nur die eine Seite der Medaille, denn in einer aufwändigen WordPress-Installation kann es enorm zeitraubend sein, die Anforderungen von Google zu erfüllen und die Performance zu verbessern. Plugins wie Autoptimize oder WP Fastest Cache helfen dabei, ein gutes Cache-System aufzubauen und die Performance der Seite über automatische Optimierungen erheblich zu verbessern.

Datenschutz-Plugins

Der Datenschutz sollte nicht nur seit der neuen DSGVO jedem Webseitenbetreiber am Herzen liegen. Datenschutz beginnt bei einer sauberen und guten Datenschutzerklärung, hört hier aber noch lange nicht auf. Es ist heute von großer Bedeutung, die Besucher der Seite umfangreich über Cookies, Dienste und Datenverarbeitung sowie den Umgang mit personenbezogenen Daten zu informieren. Insbesondere kleine Unternehmen und Selbstständige stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Einfache Plugins wie WP DSGVO Tools machen die Arbeit deutlich einfacher.

Aber auch beim Entfernen unnötiger Funktionen, die datenschutzrechtlich bedenklich sind, kann ein Plugin helfen. Clearfy ist ein solches Tool, mit dem sich verschiedene Funktionen von WordPress deaktivieren lassen.

Sicherheits-Plugins

Die Sicherheit der eigenen Webseite sollten Sie nie aus den Augen verlieren. Insbesondere wenn Sie einen Hoster gewählt haben, bei dem Sie keine automatischen Backups erstellen können, sollten sie über WordPress-Erweiterungen wie BackWPup nachdenken, mit dem sich einfach und schnell die gesamte WordPress-Installation sichern lässt. Aber auch ein Plugin wie Wordfence Security, über das sich automatisch die gesamte Installation nicht nur vor ungebetenen Gästen schützen, sondern auch ein umfangreicher Malware-Scan durchführen lässt, ist sehr empfehlenswert.

Diverse Tools

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Werkzeugen, mit denen sich Funktionen in WordPress ergänzen oder erweitern lassen. So gibt es beispielsweise eine Reihe von Plugins, die die interne WordPress-Suchfunktion ersetzen und damit das Suchen auf der Seite deutlich komfortabler machen.

Auch Antispam-Plugins sind sehr beliebt, denn letztendlich profitiert nicht nur der Webseitenbetreiber von einem guten Spamfilter, sondern auch die Nutzer. Die Auswahl ist hier sehr groß und reicht von Google Captcha bis hin zu umfangreichen Antispam-Tools wie Akismet oder WP-SpamShield Anti-Spam.

Zu den allgemeinen Tools gehören aber auch Funktionserweiterungen für den Blog an sich. Beliebt sind beispielsweise Plugins zur Erstellung von Galerien, Lightboxen und Slidern wie beispielsweise NextGEN Gallery. Auch erweiterte Kalender, Eventplaner etc. sind sehr beliebte Tools, die die Funktionalität Ihrer Wordpress-Installation erweitern.

Einige Anbieter von Erweiterungen setzen auch auf ein Rundum-Paket. So bietet das Plugin Jetpack beispielsweise nicht nur umfangreiche Performance-Tools, sondern kombiniert diese mit Design-Funktionen sowie SEO- und Marketing Erweiterungen für die WordPress-Seite. Selbst Sicherheits- und Backup-Funktionen sind hier enthalten. Ein solcher Werkzeugkasten in Form eines einzigen Plugins kann insbesondere für Neueinsteiger sehr empfehlenswert sein. Nicht umsonst vertrauen mehr als fünf Millionen Anwender auf die Jetpack Toolbox.

Fünf empfehlenswerte Plugins für Selbstständige und Unternehmen

Jedes Unternehmen hat seine eigenen Anforderungen an den Internetauftritt. Entsprechend gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, welche Erweiterungen auf einer WordPress-Unternehmensseite installiert werden sollten. Allerdings gibt es eine Reihe von Plugins, die sich unabhängig von Branche und Art der Webseite bewährt haben.

Daher möchten wir Ihnen an dieser Stelle - über die oben bereits genannten Unternehmens-Plugins wie WooCommerce für Shopbetreiber, Yoast SEO oder auch Jetpack hinaus - fünf Erweiterungen mit auf den Weg geben, die Sie sich als Selbstständiger oder Verantwortlicher für eine Unternehmensseite auf jeden Fall anschauen sollten.

  • Contact Form 7
    Bei Contact Form 7 handelt es sich um ein einfaches aber sehr gutes Plugin für Ihr Kontaktformular. So können die Nutzer Ihrer Seite einfach und unkompliziert direkt über Ihre Webseite Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie zusätzlich Antispam-Maßnahmen wie Google Captcha nutzen.
  • Easy Testimonials
    Bei Easy Testimonials handelt es sich um eine Erweiterung, mit dessen Hilfe Sie sehr einfach Kundenmeinungen und Rezensionen in Ihre Seite einbinden können. Dies schafft Vertrauen bei potentiellen Neukunden.
  • WordPress Portfolio Plugin
    Insbesondere als Gründer oder Startup gilt es, neue Kunden mit seinen Referenzen und vergangenen Projekten von seiner Leistung zu überzeugen. So lassen sich mit dem WordPress Portfolio Plugin die eigenen Projekte in Form eines Portfolios übersichtlich und aussagekräftig zusammenfassen, was Vertrauen weckt und Professionalität ausstrahlt.
  • WP Customer Reviews
    Ebenso wichtig wie das eigene Portfolio und Testimonials sind auch Kundenmeinungen und Kundenbewertungen. Ein sehr gutes Plugin zur Einbindung von Kundenbewertungen ist das WP Customer Reviews. Es bietet die beliebte 5-Sterne Bewertungsfunktion, die sich selbst in den Suchergebnissen anzeigen lässt.
  • CleverReach
    Um mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben zu können, ist auch heute noch der altbewährte Newsletter ein sehr beliebtes Mittel. Das Plugin CleverReach ist das Pendant zum amerikanischen MailChimp und bietet umfangreiche Funktionen zur Newsletter-Erstellung und Anpassung auf Basis der Nutzerdaten Ihrer Unternehmensseite.
Autor: Carsten Podszun
Carsten hat Informatik und Betriebswirtschaft studiert und war 15 Jahre lang selbständig im Einzelhandel tätig. Seit 2014 ist er Berater für Startups, freier Autor und schreibt bei EXPERTE.de rund um die Themen Homepage, Hosting & IT-Security.