Beste Video-Plattformen - 6 YouTube Alternativen im Vergleich

Julia P. Manzau

Wenn es um Videos im Netz geht, ist YouTube zahlenmäßig weltweit immer noch die Nummer 1. Laut statista nutzten 2020 rund zwei Milliarden User das Video-Angebot monatlich. Doch ist YouTube wirklich allein auf weiter Flur, oder gibt es noch andere Video-Plattformen, die dem Platzhirsch den Rang streitig machen könnten?

In Anbetracht der Nutzerzahlen ist es kein Wunder, dass Unternehmen, Vlogger und Werber ihre kreativen Würfe gerne über den Marktführer ins World Wide Web senden. Hinter YouTube steht mit Google zudem der größte Internetgigant der Welt, der mit dem Video-Portal mittlerweile fast 20 Milliarden $ Umsatz im Jahr macht.

Diese Kommerzialisierung und eine auf Gewinnmaximierung ausgelegte Politik stößt bei YouTube-Nutzern aber auch auf Kritik – von Zensurmaßnahmen und unzureichenden Datenschutzbestimmungen ganz zu schweigen. Diese Mängel können bei Nutzern und Content Creators gleichermaßen für Frust sorgen und sie dazu bewegen, Alternativen zum Marktführer zu suchen. Wir haben sechs davon genauer unter die Lupe genommen.

Dailymotion

2005 gründeten Benjamin Bejbaum und Olivier Poitrey in Paris das Videoportal Dailymotion. Es zählt heute zu den stärksten Konkurrenten von YouTube. Laut Unternehmensangaben hat die Plattform weltweit mehr als 300 Millionen Nutzer, die monatlich rund 3,5 Milliarden Videos abspielen.

In Layout und Funktion erinnert Dailymotion stark an den Auftritt des Weltmarktführers. Statt grellem Rot dominiert aber elegantes Schwarz-Weiß. Der Aufbau der Plattform ist modern und aufgeräumt. Als Nutzer kann man seine Videos nach Stichworten, Kanälen oder Gruppe durchsuchen.

Dailymotion ist in dezentem Schwarz-Weiß gehalten; die Plattform ist aufgeräumt und übersichtlich.

Funktionen bei Dailymotion

Wer YouTube kennt, wird sich auch bei Dailymotion einigermaßen heimisch fühlen: Layout, Kategorien, Sortierung und Bedienung sind ähnlich aufgebaut wie beim Rivalen. Allerdings können reguläre Nutzer nur Videos bis zu einer Länge von 60 Minuten und einer Größe bis zu 2 GB hochladen. Für den Alltag sollte das in der Regel ausreichen, doch wer mehr ins Web schicken möchte, muss Partner werden.

Die Bedingungen dafür samt Prozedere sind jedoch erst auf den dritten Blick zu finden. Unter dem Menüpunkt Einstellungen unter Rückmeldungen & Nachforschung geht es zum Support-Center, wo man nach einigen Suchen per Klick den Account hochstufen kann. Die Terms & Conditions sind jedoch derart unübersichtlich präsentiert, dass einem schnell die Lust an einer Partnerschaft vergehen kann. Lässt man sich davon nicht abschrecken, erhält man einen eigenen, kostenfreien Kanal, den man analog zu denen bei YouTube gestalten und monetarisieren kann.

Um Videos hochzuladen, die länger als 60 Minuten und größer als 2 GB sind, muss man sich bei Dailymotion als Partner registrieren.

Mehr Freiheiten

Dailymotion zeigt durchaus Potenzial, ein wirklich ernstzunehmender YouTube-Konkurrent zu werden, wenngleich bisher vergleichsweise wenig Content zu finden ist und die Plattform in Deutschland bisher noch keine große Fangemeinde gewonnen hat. Das könnte sich ändern, denn auf Dailymotion finden sich häufig Inhalte, die bei YouTube gesperrt sind.

Videos lassen sich leicht teilen und per Code in die eigene Webseite einbinden; ein Branding wie bei YouTube gibt es dabei nicht. Als Partner hat man darüber hinaus die Möglichkeit, per Werbung Einnahmen zu generieren und per Analyse-Tool die Zuschauerentwicklung zu überwachen. Auch die App-Auswahl ist beeindruckend und sorgt dafür, dass Dailymotion bereits auf vielen Smart-TVs und Videokonsolen vorhanden ist. Mobil kann man per App sowohl über Android als auch Apple auf die Videoplattform zugreifen.

Echter Konkurrent

Wenngleich Dailymotion in Deutschland längst nicht an die Beliebtheit von YouTube heranreicht, lohnt es sich, die Plattform im Auge zu behalten. Gerade weil die Konkurrenz weniger Content bietet, kann man mit seinem Video schneller auf eine der sogenannten Trending-Listen kommen und es so promoten lassen. Vor allem für internationale Blogger, Newsportale und Unternehmen, die ein ausgesuchteres Publikum suchen, ist Dailymotion eine attraktive Alternative.

größte Reichweite nach YouTube

weniger Zensur

umfassende Upload-Funktionen (auch 4K)

übersichtliches Layout

zahlreiche Apps für Endgeräte

in Deutschland noch nicht sehr beliebt

wenig Content-Angebot

Vimeo

Anspruchsvoll und kreativ soll er sein, der Content, der bei Vimeo zu finden ist. Die US-amerikanische Plattform ging bereits 2004 an den Start und legte von Anfang an Wert auf hochwertige Clips. So hochwertig die Inhalte, so klein-fein auch der Nutzerkreis: Etwas mehr als 200 Millionen Nutzer wissen die Exklusivität von Vimeo zu schätzen. Dafür ist diese Community recht engagiert und teilt gerne Inhalte, die ihren Ansprüchen gerecht werden.

Themenschwerpunkte bei Vimeo sind Kurzfilme, Naturvideos, Musikclips, Animationen sowie Filme über extreme Sportarten. Angenehm für User ist, dass sie nicht mit nerviger Werbung penetriert werden wie bei YouTube. Mittlerweile ergänzen auch ein Livestream-Angebot sowie Präsentationen das Vimeo-Portfolio.

Vimeo legt Wert auf hochwertige und kreative Videos. Qualität ist hier wichtiger als bei anderen Plattformen.

Funktionen bei Vimeo

Dass Kreativität bei Vimeo im Mittelpunkt steht, erkennt man bereits auf der Startseite. Gut strukturiert erinnert der Videodienst an eine interaktive Galerie, die von Mitarbeitern ausgesuchte Werke präsentiert. Außerdem lassen sich Inhalte nach Stichworten suchen. Ein Extra sind die Videos On-Demand, die kostenpflichtige Werke bereithalten.

Um einen eigenen Kanal zu erstellen, kann man kostenfrei ein Konto eröffnen. Will man allerdings mehr als 500 MB pro Woche hochladen, muss man sich für einen Plus- oder Pro-Account entscheiden. Der kommt dann aber auch inklusive Toolset daher, wie Analyseprogramme, individuell gestaltete Player oder Videoschnittsoftware.

Neben hochwertigen Videos sind mit Vimeo auch Online-Events und Schulungen möglich.

Bewegte Bilder für höhere Ansprüche

Vimeo ist kein Portal für die Massen – und will das auch gar nicht sein. Dafür überzeugt es mit hochwertigem Content und einer kritischen, aber durchaus begeisterungsfähigen Community. Gerade das macht die Plattform für Künstler und ambitionierte Hobbyfilmer sowie für Marketing-Verantwortliche und Unternehmen mit professionellen Botschaften interessant. Reiseveranstalter können dort genauso ihr Publikum finden wie Anbieter von Extremsportarten.

Darüber hinaus bietet Vimeo zahlreiche Tutorials, eine Plattform für virtuelle Events sowie eine Erweiterung für Chrome, um Bildschirmaufnahmen zu teilen. Vimeo steht per App auch auf mobilen Betriebssystemen wie Android, iOS oder Windows-Smartphones zur Verfügung und findet ebenso seinen Weg in die Wohnzimmer via Apple TV, Spielekonsolen oder Smart-TVs.

Hochwertiger Nischenplayer

Vimeo verfolgt einen anderen Ansatz, der mit der Massenware von YouTube wenig gemein hat. Wenngleich bei weitem nicht so verbreitet wie YouTube, erreicht Vimeo ein spezielles, fokussiertes Publikum. Besonders geeignet ist die Plattform für Künstler und Filmschaffende, aber auch Grafiker und Designer können hier mit hochwertigem Content ein dankbares und engagiertes Publikum finden.

hochwertiger Content

weniger strenge Zensur, keine Werbung

Plattform für Profis

umfangreiche Tools (in der kostenpflichtigen Version)

hochaktive, anspruchsvolle Community

geringere Reichweite

maximale Videogröße im Gratis-Account beträgt 500 MB

keine Möglichkeit für Werbeeinnahmen

Rumble

Das kanadische Videoportal Rumble ist seit 2013 online. Anfangs fanden Nutzer dort überwiegend Nachrichten und virale Videos, vor allem Lustiges von Kindern und Tieren. Seit 2020 gewann die Plattform mit ernsteren Themen an Bedeutung, vor allem als Ausweichmöglichkeiten für andernorts zensierte Videos. Die monatlichen Nutzerzahlen stiegen schlagartig von 1,6 Millionen auf aktuell rund 31,9 Millionen User. Darüber hinaus bietet Rumble Google wegen Zensur und Manipulation der Suchergebnisse Stirn und führt im Moment eine Kartellklage gegen den Internetgiganten.

Das Videoportal präsentiert sich strukturiert und man findet von News über Entertainment, Vlogs, Sport, Wissenschaft, politischen Kommentaren bis hin zu Reisen und Kurzclips alles, was Menschen so auf einer Videoplattform suchen.

Lustige und private Inhalte standen am Anfang bei Rumble im Focus. Mittlerweile ist die Plattform auch Ausweichziel für viele, denen YouTube zu streng zensiert.

Funktionen bei Rumble

Als User kann man bei Rumble sowohl nach Themen als auch nach Trends und ausgesuchten Clips suchen. Alternativ kann man auch einfach in den jeweiligen Kategorien stöbern und Favoriten abonnieren, die dann im eigenen Feed angezeigt werden. Besonders beliebte Channels werden im Menü aufgelistet.

Wer selbst Videos hochladen will, muss einen Kanal erstellen. Die Gratisversion wird von Rumble-Werbung begleitet. Für werbefreies Senden und unlimitierte Streamingkapazitäten ist einer der kostenpflichtigen Pro-Pläne nötig. Das Dashboard für die Verwaltung der Videos ist übersichtlich und bietet hilfreiche Tools wie Statistiken und Analysen. Da die Monetarisierung ein wichtiger Punkt bei Rumble ist, widmet die Plattform auch der Finanzübersicht viel Raum.

Praktisch: Man kann einstellen, ob man seine Inhalte automatisch mit seinen Kanälen bei Facebook, YouTube und Vimeo verbinden. Während man bei YouTube vor allem mit Werbeeinblendungen Geld verdienen kann, generiert man bei Rumble das Einkommen durch Lizenzen für die Partner der Videoplattform, die bei Rumble veröffentlichte Videos auch Anbietern wie Microsoft News oder Yahoo! bereitstellen.

Auf einen Blick sieht man, was man mit seinem Content bei Rumble verdient.

Schicke Bühne für jedermann

Rumble bietet einer wachsenden Fangemeinde bunten, schrillen und vielfältigen Content, von seriösen Nachrichten bis zu apokalyptischen Propheten. Somit liegt die Bewertung der Inhalte auch in erster Linie bei den Nutzern, denn die Plattform hält sich mit pädagogischer Zensur zurück. Auf jeden Fall gehört Rumble zu den Videodienstanbietern, die Unternehmen, Vloggern und Privatpersonen eine freie Bühne für ihre Clips bieten und ist damit eine echte Alternative zum restriktiven Giganten YouTube.

wenig Zensur

wachsende Fangemeinde

Monetarisierung durch Lizenzen

keine Qualitätskontrolle

kostenpflichtig, will man alle Funktionen nutzen

DTube

Einen völlig anderen technischen Hintergrund als die bisherigen Plattformen hat der Videodienst DTube. 2016 ging das US-amerikanische Unternehmen Steemit mit seiner gleichnamigen dezentralen Social-Media- und Blogger-Plattform online, die auf der Blockchain-Technologie beruht und zu der auch DTube gehört.

Das Besondere an der Monetarisierung bei DTube: Die Entlohnung erfolgt per Kryptowährung Steem Dollar. Laut Angaben der Verantwortlichen nutzen fast 200.000 Content-Kreatoren den Dienst und laden durchschnittlich alle drei Minuten ein Video auf der Plattform hoch.

Bereits bei der Registrierung wird klar, dass DTube anders tickt: die Währungen dort heißen Voting Power und DTube Coins.

Funktionen bei DTube

Obwohl das Layout von DTube stark an den Google-Konkurrenten erinnert, unterscheidet es sich in Technik und Handling grundlegend. Für den Login benötigt man individuell generierte Schlüssel und wer ein Video uploaden will, dem stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung: Die anonymste Variante ist Peer-to-peer, wobei zwischen den Protokollen BTFS, Skynet und IPFS gewählt werden kann. Ansonsten funktioniert das Hochladen per Drittanbieter-URL, wobei die Clips per Link von anderen Plattformen eingebunden werden, oder per einfachem Datei-Upload, was sich anbietet, sofern die Datenmengen nicht zu groß sind.

Geld verdienen können Vlogger auf unterschiedliche Weise. Für alles, was zur Förderung der Plattform beiträgt, gibt es Belohnung in Form von Stablecoins, die man an Kryptobörsen in Fiat-Geld umtauschen kann. Zentral gibt es bei DTube weder Zensur, noch werden die Inhalte gesteuert. Das übernehmen die User selbst durch Up- und Downvotes des Contents.

Look & Feel von DTube erinnern an den Google-Konkurrenten. Innen aber tickt die alternative Videoplattform völlig anders.

Plattform mit Freiheitsanspruch

Obwoh DTube in seinen Funktionen YouTube sehr ähnlich ist, haben das Herz und die inneren Werte des Videodienstes nichts mit dem Marktführer gemein. Die Steemit-Plattform ist völlig gratis, frei von Zensur und Kontrolle und basiert auf Entlohnung durch Kryptowährung.

Der noch vergleichsweise wenige Content, der für Nutzer sicher ein Nachteil ist, könnte für Vlogger mit ordentlichen Inhalten zum Vorteil werden, denn mit jedem Like und jedem Kommentar fließen Coins. Der Freiheitsanspruch der DTube-Community macht die Plattform allerdings für Unternehmen weniger interessant, da sich die Zielgruppe nicht unbedingt für Werbung und Merchandising begeistern kann.

Content wird dezentral gespeichert

werbefrei

keine Zensur

noch überschaubarer Nutzerkreis

aktuell noch wenig Content

Odysee

Einer der jüngsten Videoplattformen ist Odysee, entwickelt von Jeremy Kauffman und seit September 2020 auf dem Markt. Der Dienst basiert, ähnlich wie DTube, auf einer Blockchaintechnologie (LBRY-Protokoll) samt Kryptowährung. Diese LBRY Credits können Nutzer verdienen, indem sie Inhalte veröffentlichen oder andere Kunden anwerben.

Man kann Odysee direkt über den Browser ansteuern, hat darauf aber auch Zugriff über spezielle Apps. Design und Aufbau erinnern stark an das Layout von YouTube, sodass auch Neulinge sich recht einfach zurechtfinden können.

Odysee erinnert in Aufbau und Design sehr an YouTube. Das ist vor allem für Neulinge eine Erleichterung.

Funktionen bei Odysee

Um aktiv bei Odysee mitmachen zu können, muss man ein Konto anlegen. Dann aber verdient man mit so gut wie jeder Aktivität LBRY Credits. Sei es, wenn man einen Kanal anlegt, was genauso leicht funktioniert wie bei YouTube, Videos likt oder kommentiert, Playlisten anlegt oder anderen Usern folgt. Unter dem Menüpunkt Prämien findet man eine Auflistung, was an bereits erwirtschaftet hat.

Allerdings kann man pro Tag nur drei Boni einfordern. Umgekehrt kostet zudem auch das Hochladen von Content LBRY Credits. Wer mit seinen Inhalten Geld verdienen will, kann festlegen, dass seine Videos nur gegen Gebühr freigeschaltet werden. Das allerdings dürfte nur für erfahrene Nutzer, die bereits über eine weitreichende Fan-Community verfügen, interessant sein.

Bei Odysee gibt es für jede Handlung Credits der plattformeigenen Kryptowährung. Pro Tag können drei Boni eingefordert werden.

Noch in den Kinderschuhen

Wie alle neuen Ideen, so braucht auch Odysee noch etwas Zeit, bis es ausgereift ist, auch wenn die Ansätze vielversprechend sind. Eine Konkurrenz zu YouTube ist der Dienst zwar (noch) nicht, aber für Blogger und Kreative, die Wert auf eine zensurfreie Umgebung legen, vielleicht doch eine echte Alternative.

werbefrei

Inhalte werden dezentral gespeichert

zensurfrei

Nutzerzahl übersichtlich

entwicklungs- und ausbaufähig

Utreon

2019 gründete der gebürtige Schweizer Sean Duncombe die kanadische Videoplattform Utreon. Ziel des kanadischen Unternehmens ist es, für Kreative wie Zuschauer zu einer echten Alternative zu YouTube zu werden, mit fairer und transparenter Monetarisierung, einfacher Navigation und modernen Tools. Daher laufen viele Features auch immer noch als Betaversion.

Punkten kann Utreon aber heute schon mit strengen Datenschutzbestimmungen, die beim Konkurrenten YouTube eher lax gehandhabt werden. So versichert das Unternehmen, auf keinen Fall Userdaten zu verkaufen.

Die Aufmachung von Utreon erinnert allerdings durchaus an den großen Konkurrenten, was es Wechselwilligen einfach macht, sich auf der Plattform heimisch zu fühlen. Praktisch: Wer ein Konto eröffnet und bereits einen Kanal bei YouTube hat, kann diesen mit einem Klick zu Utreon importieren. Ergänzend kann man seine Social Media Konten mit der Plattform verknüpfen.

Erinnert an YouTube, möchte aber künftig noch sehr viel mehr bieten: Utreon.

Funktionen bei Utreon

Man findet bei Utreon viele Features, die es auch auf YouTube gibt, und noch etwas mehr. Dabei legt das Unternehmen viel Wert auf die Interaktion zwischen Content-Erstellern und Fans. Das ist mit ein Grund, warum man auf Utreon eine recht engagierte Community findet. Das macht die Plattform durchaus interessant für Vlogger, aber auch für Unternehmen und Marketingspezialisten.

Hinzu kommt, dass sich Duncombe und seine Crew auf die Fahnen geschrieben haben, die grobe Zensur, die YouTube mittlerweile an den Tag legt, zu vermeiden. Allerdings: Es braucht Geduld bei Utreon, denn es fehlen noch viele Funktionen. Aber die Chance für Early Adoptors liegt im Potenzial der Plattform.

Utreon steckt noch in den Kinderschuhen, verfügt aber über viel Potenzial.

Noch keine Konkurrenz

Utreon sollte man im Auge behalten, denn hinter dem Unternehmen steht eine kleine, schlagkräftige Entwicklermannschaft, die sich einiges vorgenommen hat. Aktuell jedoch kann die Plattform dem Google-Giganten und ausgereifteren Video-Plattformen nicht das Wasser reichen.

hohe Datenschutzstandards

aktive Community und Interaktionsmöglichkeiten mit Fans

viel Potenzial

eingeschränkte Funktionen

kleiner Userkreis

Fazit

YouTube ist zwar immer noch der Platzhirsch unter den Video-Plattformen, doch aktuell ist viel Bewegung auf dem Markt. Es gibt viele alte und neue Konkurrenten zum Google-Giganten, die teilweise bewusst auf die Schwächen des Marktführers – Zensur, fehlender Datenschutz, Werbung, nervige Algorithmen – reagieren.

Dailymotion und Vimeo gehören mit Sicherheit zu den etabliertesten Alternativen, die weniger streng zensieren und trotzdem eine große Reichweite bieten. Wer für neue Technologien offen ist und kreative Geschäftsmodelle unterstützen will, kann auch bei Anbietern wie DTube oder Odysee ein Publikum finden, deren Reichweite jedoch bisher vergleichsweise klein ist.

Autor: Julia P. Manzau
Julia P. Manzau verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung in leitenden Positionen in Redaktion und Marketing, unter anderem für Unternehmen aus dem Bereich Premium-Automotiv, Maschinenbau und Medizin. Sie hat Politik und Geschichte in Bonn sowie Marketing an der St. Galler Business School studiert und einen Abschluss als Bachelor of Media Engineering (CCI). Seit 2015 arbeitet sie als freie Autorin. Auf EXPERTE.de schreibt sie über die Themen Software, Internet und Marketing.