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Homepage erstellen
Alles zu Homepage Baukästen, WordPress & Hosting

Eigene Homepage erstellen - 3 Möglichkeiten für jeden Anspruch

Von Freiberuflern, Unternehmen und Künstlern über Vereine und Dienstleister bis hin zum aktiven Hobbytreibenden – kaum jemand, der online gefunden, gesehen oder gehört werden will, kommt um eine eigene Homepage herum. Wer nicht gerade technisch sehr affin ist, der gerät schnell in Panik, denn es gibt schließlich vieles zu beachten. Das stimmt zwar, doch wir zeigen Ihnen hier, dass es heute für jeden möglich ist, eine professionelle eigene Homepage zu erstellen, ohne gleich ein Vermögen dafür investieren oder gar Webentwicklung studieren zu müssen. 

Welche Möglichkeiten Sie haben, worauf Sie achten sollten und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Varianten mit sich bringen, haben wir für Sie recherchiert und zusammengefasst. Wenn Sie eine eigene Homepage benötigen, werden Sie, nachdem Sie den Artikel gelesen haben, genau wissen, wie Sie mit Ihrem Webseitenprojekt weiter vorankommen.

Wie Sie Ihre eigene Homepage erstellen können

Nicht jeder benötigt eine hochprofessionelle Internetpräsenz mit ausgefeiltem Shop- und Sicherheitssystem in Verbindung mit umfangreichen Funktionen. Häufig macht es mehr Sinn, die Webseite über die Zeit wachsen zu lassen. Wenn die Grundstruktur, die ersten Inhalte und das Design erst einmal stehen, ist der Großteil der Arbeit bereits geschafft und man kann sich nach und nach den Erweiterungen, Inhalten und Verbesserungen widmen.

Wir stellen Ihnen drei verschiedene Möglichkeiten vor, wie Sie zu Ihrer eigenen Homepage kommen:

  1. Homepage Baukasten
  2. Homepage selbst programmieren oder programmieren lassen
  3. Homepage mit WordPress (oder einem anderen CMS) erstellen

Behalten Sie bei der Entscheidungsfindung stets im Hinterkopf, welchem Zweck Ihre Seite dient, was Sie wirklich benötigen und worauf Sie verzichten können, denn alle drei Varianten haben sowohl Vorteile als auch Nachteile.

1. Homepage mit einem Baukasten erstellen

Insbesondere für Einsteiger ist das Baukastensystem ideal. Aber auch Fortgeschrittene können je nach Projekt durchaus auf Baukästen zurückgreifen, denn meist ist in den Paketen vom Design über das Hosting und den Editor bis hin zur Domain alles enthalten. Dadurch erspart man sich manuelle Einstellungen und Anpassungen, sodass ein Projekt schnell realisiert werden kann. Für kleinere Projekte oder Webseiten, die nur ein geringes Maß an individueller Anpassung benötigen, ist ein Baukasten häufig die kosteneffizienteste Wahl. 

Anbieter für Baukastensysteme gibt es viele. Zu den bekanntesten gehören beispielsweise Jimdo, Wix.com, Weebly oder auch 1&1 Ionos. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Systeme bieten, können Sie unserem Homepage Baukasten Vergleich entnehmen. Für welchen Anbieter Sie sich hier entscheiden, hängt von Ihren Anforderungen und Ihrem persönlichen Geschmack ab, denn die Editoren und der Grundaufbau unterscheiden sich teilweise recht deutlich voneinander. Unsere Empfehlung lautet daher, sich über eine kostenlose Testphase – die Sie bei fast jedem dieser Anbieter in Anspruch nehmen können – zunächst mit dem Interface vertraut zu machen und ausgiebig zu prüfen, ob Sie mit dem Editor gut zurechtkommen. 

Das Prinzip ist aber hinter allen Baukasten-Systemen ähnlich. Letztendlich geht es um einen möglichst einfachen Aufbau, eingeschränkte Individualisierungs- und Personalisierungs-Möglichkeiten mit dem Ziel, innerhalb kürzester Zeit auch ohne html-, php- oder sonstige Programmierkenntnisse eine Webseite aufbauen zu können. Die Pflege und Updates der Software werden in der Regel durch den Anbieter selbst vorgenommen, der Wartungsaufwand ist daher minimal. 

Meist verlangen die Anbieter monatlich eine Gebühr zwischen 5 und 10 Euro. Bei dauerhaft kostenlosen Homepage-Baukastensystemen werden meist Werbeanzeigen eingeblendet, über die sich der Anbieter refinanziert.

Schritt für Schritt zur eigenen Webseite im Baukasten

Die Vorgehensweise ist bei Baukastensystemen meist ähnlich. In der Regel wählen Sie zunächst eine Branche oder eine bestimmte Art von Webseite aus, die Sie erstellen möchten. Beispielsweise einen Blog oder eine Seite für einen Einzelhandelsbetrieb und so weiter.

Über eine Design-Vorauswahl können Sie auf verschiedene Pakete zugreifen und Ihre Seite im Editor individuell anpassen, Texte und Fotos einfügen und so weiter.

Alternativ bieten die meisten Anbieter auch die Möglichkeit, zwischen verschieden komplexen Baukästen zu wählen. So können Sie beispielsweise bei WIX entweder die Seite komplett selbst erstellen oder sich von WIX ADI anhand mehrerer Multiple-Choice-Fragen eine Seite erstellen lassen, was das Ganze nochmals vereinfacht.

Wenn Sie sich ein Design ausgesucht und die Seite mit Inhalt gefüllt haben, wählen Sie Ihre Wunschadresse und das war’s im Prinzip schon. Fortan ist Ihre Seite erreichbar und in der Regel stehen Ihnen auch E-Mail-Adressen für Ihre neue Domain zur Verfügung.

Vor- und Nachteile von Baukasten Systemen

Baukastensysteme haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Entsprechend sind sie nicht für jedes Projekt gleichermaßen geeignet. Die wichtigsten Stärken und Schwächen haben wir hier kurz für Sie zusammengefasst.

Vorteile

Sehr einfache Bedienung

Auch für blutige Anfänger ohne Web-Kenntnisse geeignet

Gute Design-Vorauswahl und viele Ideen

Vieles automatisiert

Geringer Wartungsaufwand

Technische Hilfe bei Problemen und Fragen

Nachteile

Funktionalität je nach Baukasten eingeschränkt

Personalisierungs- und Individualisierungs-Möglichkeiten nicht so umfangreich

Für komplexe Projekte ungeeignet

Teurer als eigenes Hosting

2. Homepage selbst programmieren oder programmieren lassen

Das genaue Gegenteil zu Baukastensystemen ist das eigene Programmieren einer Webseite. Hierfür sind entweder erweiterte Kenntnisse über php, html sowie Skriptsprachen und CSS von Nöten, oder man bedient sich alternativ der Dienste eines Programmierers, der die Homepage exakt nach Ihren Wünschen selbst zusammenbaut. 

Unerlässlich ist dies bei komplexen Projekten oder bei Webseiten, die einen ganz bestimmten Zweck verfolgen, der sich mit Baukästen oder vorgefertigten Templates und Designs nicht umsetzen lässt. 

Wenn eine Webseite von Grund auf neu aufgesetzt wird, gibt es natürlich keinerlei Einschränkungen hinsichtlich des Designs, des Aufbaus und der Funktionalität. Im Gegensatz zu vorgefertigten Systemen müssen Sie bei einer selbst erstellten Internetseite allerdings deutlich mehr beachten: Es gibt beispielsweise keine vorgefertigten Plugins (wie z.B. für die Zahlungsabwicklung, das Einbinden von Videos oder einem Forum und so weiter). Es muss hier alles selbst aufgebaut, programmiert und erdacht werden. Dies beginnt beim Design oder einem Mockup, geht über die Funktionalität und endet bei der End-Umsetzung. Wer sich ohne Vorkenntnisse hier heran wagen möchte, der wird es nicht leicht haben, denn es werden umfangreiche Kenntnisse benötigt, um letztendlich das Endresultat erreichen zu können, das man sich vorgestellt hat. Dies betrifft nicht nur die Funktionalität und den Aufbau, sondern insbesondere auch die Sicherheit der Webseite. Eine selbst erstellte Webseite bedarf intensiver Wartung und Pflege, um sie stets den aktuellen Browsern, Sicherheitslücken und Gegebenheiten anzupassen. 

Wenn Sie hierfür eine Agentur beauftragen müssen, gehen die Kosten auch für scheinbar nicht sehr komplexe Projekte schnell in die Tausende Euro, da die benötigten Skills so umfangreich und der Zeitaufwand so hoch ist. 

Lohnt es sich, das Coden selbst zu erlernen?

Das kommt natürlich ganz auf Ihre Ziele und Interessen an. Wenn Sie langfristig planen, Projekte mit eigenen Programmierkenntnissen umsetzen oder unterstützen zu können, dann natürlich. Wenn Sie hingegen nur einmalig ein komplexes Projekt realisieren möchten, macht dies wenig Sinn, da die Lernkurve schnell sehr flach wird und es Jahre dauern kann, bis ein umfängliches Verständnis und Know-How erworben und angewandt werden kann. 

Sollten Sie sich in die Materie einlesen wollen, empfehlen wir Seiten wie Codeacademy oder SELFHTML, um ein erstes Verständnis für den Themenkomplex zu erlangen. Hier gibt es einsteigerfreundliche Tutorials, mithilfe derer in der Tat jeder das eigene Erstellen einer Webseite (Coden) erlernen kann. Die Frage ist lediglich, ob das Projekt bzw. Ihre Ziele den Aufwand rechtfertigen. 

Wenn Ihnen Screenshots wie der des Editors Atom (s.o.) – der gerne für die Erstellung von php, css oder html-Dateien genutzt wird – Kopfschmerzen bereiten, raten wir davon ab. Wenn er sie hingegen Neugierig macht, ist das Lernen an sich auf jeden Fall ein spannendes und zukunftsfähiges Projekt für sich. 

Vor- und Nachteile selbst programmierter Webseiten

Auch hier gilt: Nicht für jedes Projekt macht es Sinn, eine komplette Webseite selbst zu programmieren bzw. programmieren zu lassen. Welche Vor- und Nachteile das vollständig eigene Aufsetzen einer Webseite mit sich bringt, haben wir hier kurz für Sie zusammengefasst.

Vorteile

Maximale Flexibilität und Individualität

Es müssen lediglich Webhoster und Domain gezahlt werden

Es lassen sich beliebig komplexe Projekte umsetzen

Beliebig erweiterbar

Nachteile

Keine Supportunterstützung

Hoher Wartungsaufwand

Das Erlernen ist ein langfristiger Prozess

Kosten und Aufwand sind häufig nicht oder nur schwer abschätzbar

Homepage mit WordPress (oder einem anderen CMS) erstellen

Content Management Systeme (CMS) wie Wordpress bilden den goldenen Mittelweg zwischen eigener Programmierung und Baukasten-Systemen. Mittlerweile gibt es auch eigens auf WordPress-Webseiten ausgerichtete Hoster, bei denen Sie komplette WordPress-Pakete inklusive Hosting und Domain sowie teilweise auch Wartung und Support als Abo buchen können. Dadurch wird das Aufsetzen einer WordPress-Seite auch für Laien immer besser möglich.

WordPress steht an dieser Stelle stellvertretend für CM-Systeme im Allgemeinen, denn es gibt mit Joomla, TYPO3 oder auch Kirby sehr gute Alternativen. WordPress ist allerdings das mit Abstand größte CMS weltweit und Schätzungen gehen mittlerweile davon aus, dass rund 30% aller Webseiten im Internet auf WordPress basieren. Damit hat der kostenlose Open Source Anbieter einen Marktanteil in der CMS-Branche von rund 60%. Der Grund dafür ist einfach: mit WordPress lassen sich eine Vielzahl von Projekten realisieren; Vom einfachen Blog (wofür es ursprünglich konzipiert wurde) über einen kompletten WordPress-Onlineshop bis hin zu komplexen Web-Applikationen mit großem Funktionsumfang ist alles möglich. Zwar sind die Freiheiten nicht ganz so groß wie beim eigenen Programmieren einer Webseite, über WordPress Plugins wird der Funktionsumfang aber ständig erweitert und auch ohne erweiterte Programmierkenntnisse können Sie von der zunehmenden Komplexität und Individualität profitieren. Das Grundprinzip ist ähnlich wie beim Baukasten-System, allerdings deutlich komplexer.

Da viele Funktionen bereits standardmäßig enthalten und noch mehr Funktionen über Plugins hinzugefügt werden können, eignen sich WordPress-Webseiten für viele kleine und mittelgroße Projekte. Der Aufwand, die Seite zu erstellen, ist im Vergleich zum Baukasten-System zwar höher, im Vergleich zur eigenen Programmierung aber deutlich geringer. Wer mit einigen Einschränkungen leben kann und keine sehr speziellen Anforderungen an den Funktionsumfang oder den Aufbau der Seite hat, der wird mit einem CMS wie WordPress das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis erzielen. 

Zahlreiche Agenturen übernehmen bei Bedarf natürlich auch die Erstinstallation, falls Sie sich damit nicht auseinandersetzen möchten. Der große Vorteil eines CMS ist neben der Benutzerverwaltung und der guten Erweiterbarkeit das sehr einfache Ergänzen von Inhalten und Beiträgen über das WordPress-Backend. Durch die gute Übersicht und die einfache Bedienung kann der Wartungs- und Pflegeaufwand der Webseite auf ein Minimum reduziert werden. Dies kommt insbesondere kleinen Unternehmen sehr entgegen. Unterm Strich gilt: je mehr Sie von Aufgaben wie Design, Hosting, Domain, Support sowie Installation, Wartung und Pflege selbst übernehmen, desto günstiger wird es. Da WordPress selbst nichts kostet, lassen sich die finalen und laufenden Kosten sehr gut kalkulieren und über Eigenleistung im Rahmen halten.

Schritt für Schritt zur eigenen WordPress Seite

Sie finden auf unserer Webseite viele weitere Informationen zur Installation von WordPress. Falls Sie sich vorher selbst schlau lesen möchten, was genau WordPress ist, wie es funktioniert und was genau es kann, empfehlen wir hierzu die Homepage von WordPress selbst. Hier gibt es eine aktive Community, zahlreiche Tutorials und Informationen rund um das berühmteste aller Content Management Systeme.

  • Eine WordPress Internetseite kann selbst auf einem Webserver aufgesetzt oder über einen WordPress Hoster vorinstalliert angepasst werden. 
  • Dank vieler kostenloser und kostenpflichtiger Themes müssen Sie sich über das Design nicht zwangsläufig selbst Gedanken machen. Es kann ein vorgefertigter Theme installiert werden, der Funktionalität, Design und Aufbau im Wesentlichen vorgibt.
  • Über WordPress Plugins lassen sich zusätzliche Funktionen hinzufügen und im WordPress Backend können Beiträge erstellt, Inhalte hinzugefügt und Medien hochgeladen werden. 
  • Über die Anpassung an mobile Seiten sowie die Sicherheit in WordPress müssen Sie sich im ersten Schritt noch nicht im Detail befassen. Vieles ist hier bereits integriert und automatisiert.

Vor- und Nachteile von Content Management Systemen wie WordPress

Obwohl WordPress für viele Projekte sehr empfehlenswert ist, gibt es natürlich auch Nachteile. Welche wesentlichen Stärken und Schwächen Content Management Systeme bieten, haben wir hier für Sie nochmals zusammengefasst, damit Sie besser abwägen können, ob ein CMS die Lösung für Ihr Projekt ist.

Vorteile

Je nach Anteil der Eigenleistung und Wahl der Plugins sehr günstig

Für sehr viele Projekte (auch mehrsprachige) geeignet

Sehr gut erweiterbar und skalierbar

Kaum Vorkenntnisse nötig

Nachteile

Bei komplexen Projekten stößt man schnell an Grenzen

Plugins können zusätzliche Kosten verursachen

Deutlich komplizierter als Baukasten-Lösungen

Einschränkungen durch Themes und Plugins

Welche Lösung für die eigene Homepage ist für mich ideal?

Eine pauschale Antwort hierauf gibt es nicht. Wir raten Ihnen, sich alle Lösungen anzuschauen, selbst zu recherchieren und sich zu überlegen, wieviel Eigenleistung Sie erbringen möchten. Eine entscheidende Rolle spielt auch das Budget. Wenn Sie beispielsweise eine komplette eigene Homepage mit komplexen Funktionen benötigen, die sich im Baukasten nicht realisieren lässt, aber nur ein Budget von 1.000€ zur Verfügung haben, gibt es nur eine Lösung: WordPress oder ein anderes CMS mit einem hohen Anteil an Eigenleistung.

Wer hingegen einfach nur schnell eine recht einfache Webseite für sein Hobby, einen Verein oder ein Einzelunternehmen zu repräsentativen Zwecken mit minimalen Funktionen benötigt, der braucht kein großes Budget und wird mit einem Baukasten-System bereits gut zurechtkommen. Wird es etwas komplexer, lohnt sich hingegen wieder die Umsetzung in einem CMS. 

Selbst programmierte Seiten machen nur für größere und komplexere Projekte Sinn, bei denen die Verwendung eines CMS zu Einschränkungen führen würde. Allerdings muss hier mit erheblichem Aufwand oder einer großen Budgetsteigerung im Vergleich zu einem CMS der Baukasten gerechnet werden.

Eine Domain für Ihre Webseite registrieren

Wenn Sie sich für eine Variante entschieden oder bereits ein Projekt in einem Baukasten bzw. in einem CMS realisiert haben, bleibt eigentlich nur noch das Einrichten der Domain und das Hosting Ihrer Webseite, sofern noch nicht geschehen. Die Domain ist die Adresse, unter der Ihre Seite im Internet erreichbar ist (z.B. www.die-domain-ihrer-seite.de).

Wenn Sie sich für ein komplettes Hosting-Paket oder einen Baukasten entschieden haben, ist sehr häufig bereits eine Domain enthalten, die Sie frei wählen können. Ist dies nicht der Fall und Sie möchten WordPress beispielsweise auf einem eigenen Server installieren, können Sie die Domain natürlich auch selbst erwerben. Je nach Anbieter kostet sie meist zwischen 5 und 15€ pro Jahr, abhängig von der Endung. Welche Anbieter beispielsweise für .de-Domains empfehlenswert sind und was sie kosten, können Sie unserem .de Domain Preisvergleich entnehmen. 

Übrigens kaufen Sie mit der Domain auch gleich das Recht, sie als E-Mail-Adresse (Ihr-Name@Ihre-Domain.de) verwenden zu können. Dies ist natürlich deutlich professioneller, als E-Mails von Providern wie gmx, web.de oder gmail.com zu verschicken.

Tipps und Tricks für einen gelungenen Internetauftritt

Die Entscheidung, wie Sie die Webseite erstellen und welche Domain bzw. welches Hosting-Paket Sie nutzen möchten, ist zwar schon die halbe Miete, aber natürlich gibt es noch viele weitere Dinge, die Sie im Rahmen der Homepage-Erstellung beachten müssen. 

Einige Anregungen und Tipps möchten wir Ihnen im Folgenden mit auf den Weg geben, denn eine gute Planung erspart Ihnen später unter Umständen viel Ärger und Arbeit.

Wichtige Grundelemente auf der Homepage

Bei Baukasten-Systemen und auch bei WordPress sind viele Elemente wie beispielsweise eine Freitext-Suche, Einbettungsmöglichkeiten für Bilder und Videos, ein eigener Blog oder ein Forum bereits enthalten. Darüber hinaus gibt es aber eine Reihe weiterer inhaltlicher Dinge, die Sie beachten sollten. 

Viele Baukasten- und Content Management Systeme sind nicht zwingend an die lokalen Gesetze und Anforderungen angepasst. Es fehlen daher mitunter wichtige Elemente wie eine Umsetzungsmöglichkeit der Datenschutzerklärung gemäß DSGVO oder ein rechtskräftiges Impressum. Auch ist nicht unbedingt das passende Kontaktformular für Ihre Zwecke bereits vorhanden. Sie sollten sich daher zuvor unbedingt überlegen, welche Elemente Sie zwangsläufig benötigen und wie Sie diese am besten auf der Seite integrieren können. Für rechtliche Aspekte gibt es im Internet eine Reihe von Seiten, die Ihnen hier helfen können. Was WordPress angeht, können Sie vorher prüfen, ob für wichtige Elemente wie DSGVO-Richtlinien, Cookie-Richtlinien oder auch ein bestimmtes Kontaktformular-Layout passende Plugins vorhanden sind. Bei einem Baukasten-System sollten Sie prüfen, wie einfach es ist, ein Element auszutauschen oder zu ergänzen. Denn letztendlich nützt Ihnen das beste Baukasten-System nichts, wenn Sie zwingend ein Kontaktformular mit Feedback-Funktion benötigen oder sonstige spezielle Anforderungen haben, die sich damit letztendlich nicht umsetzen lassen. 

Zu wissen, welche Elemente Ihre Homepage zwangsläufig enthalten muss, ist daher ein wichtiger Schritt bei der Planung Ihrer Webseite und dem passenden System zur Umsetzung. Einzelne Dinge später umständlich ergänzen zu müssen, kann die Struktur und den logischen Aufbau der Seite zerstören, was wiederum zu Unzufriedenheit bei den Besuchern Ihrer Seite führen kann. Fassen Sie daher akribisch zusammen, was Sie alles benötigen, bevor Sie sich auf irgendeine Richtung festlegen oder die ersten Inhalte verfassen. 

Planung Ihrer Seite

Für eine gelungene Homepage ist eine gute Planung das A und O. Es macht keinen Sinn, einfach drauf loszulegen, ohne vorher eine genaue Vorstellung vom Endergebnis zu haben. Halten Sie sich daher unbedingt an folgende Grundstruktur bei der Planung:

  1. Erstellen Sie ein Wireframe – eine genaue Darstellung des Aufbaus 
  2. Verschaffen Sie sich eine erste Idee, wie die Seite designt sein soll
  3. Überlegen Sie sich, welche Inhalte und Funktionen Sie benötigen
  4. Prüfen Sie, welches CMS oder welcher Baukasten Ihre Anforderungen erfüllt
  5. Entscheiden Sie sich erst dann für ein CMS oder einen Baukasten
  6. Erst jetzt sollten Sie Texte und Inhalte erstellen oder die Seite über Plugins erweitern
  7. Optimieren Sie die Seite so weit wie möglich (SEO, Content, Funktionen)
  8. Veröffentlichen Sie die Seite und schalten Sie bei Bedarf Werbung

Suchmaschinenoptimierung – das Schreckgespenst SEO

Ein wichtiges Kriterium ist natürlich die Suchmaschinenoptimierung (SEO), also die Verbesserung des organischen Rankings Ihrer Webseite in Suchmaschinen. Bei vielen verursacht der Begriff alleine schon Panik – was muss ich beachten? Wie werde ich gefunden? Welche Agentur hilft mir? 

Unser Tipp: Bleiben Sie gelassen. Suchmaschinenoptimierung ist einfacher, als die meisten glauben. Wir empfehlen grundsätzlich, sich so viel Wissen wie möglich selbst anzueignen. Eine gute Webseite braucht nicht zwangsläufig eine Agentur, die Suchmaschinenoptimierung betreibt. 

Letztendlich müssen Sie eines verstehen: Suchmaschinenoptimierung ist letztendlich die Optimierung für Google. Doch die Algorithmen von Google kennt letztendlich neben einigen wenigen Google-Mitarbeitern niemand. Es gibt aber grundlegende Kriterien, die einerseits logisch sind und andererseits auch gar nicht so schwer einzuhalten sind:

  • Schreiben Sie regelmäßig interessante und authentische Inhalte, die zu Ihrer Seite passen. Niemand möchte Artikel lesen, die nur für die Suchmaschine gedacht sind. Arbeiten Sie mit Bildern und anderen Medien, integrieren Sie interne und externe Links und kopieren Sie keine Inhalte, denn ‘duplicate content‘ wird von Google schnell abgestraft.
  • Überlegen Sie sich Keywords, die Ihre Seite treffend beschreiben. Lange Keywords wie „wo kann ich in Bayern Nussknacker kaufen“ zählen ebenso dazu wie kurze Keywords wie „Nussknacker kaufen“. Bauen Sie diese auf natürliche Weise in Ihre Texte ein. 
  • Arbeiten Sie mit klaren Strukturen – Überschriften, Unterüberschriften, Seitenbezeichnungen und Meta-Beschreibungen.
  • Nutzen Sie Analyse-Tools wie Google Analytics und prüfen Sie, auf welchen Seiten die Besucher landen, wo sie wieder abspringen und finden Sie heraus, wo es Optimierungsbedarf gibt. 
  • Nutzen Sie in Content Management Systemen SEO-Plugins oder in Baukästen die Analyse-Tools, die Ihnen bei der Umsetzung und Kontrolle helfen.
  • Beobachten Sie die Konkurrenz und suchen Sie sich eine Nische, die noch nicht so stark besetzt ist. Mit Ihrer neuen Webseite zum Thema ‘Urlaub für Hundebesitzer und ihre Vierbeiner‘ beispielsweise zu versuchen, mit dem Schlüsselwort „Urlaub“ auf Seite 1 bei Google zu landen, ist wahrscheinlich zu ambitioniert. Vielleicht klappt’s aber mit dem Schlüsselwort „Urlaub auf Rügen mit dem Hund“? 

Natürlich steht es Ihnen frei, sich Erfahrungen und Know-How von einer SEO-Agentur zu holen. Am Ende des Tages werden Sie für langfristigen Erfolg aber nicht umhinkommen, sich mit dem Thema auch intensiv selbst zu befassen. Am besten fangen Sie daher gleich damit an, denn dann können Sie Ihre Seite von Beginn an bereits optimiert aufbauen und strukturieren. Lesen sich ein wenig schlau und gehen mit gesundem Menschenverstand vor. Das Ranking ohne zusätzliche Werbung bei Google zu steigern ist immer ein langfristiges Projekt – ob mit Agentur oder ohne. Fallen Sie daher nicht auf leere SEO-Versprechungen herein, die viel Geld kosten aber am Ende vielleicht nur wenig bringen. Stattdessen kann es insbesondere zu Beginn sinnvoller sein, dieses Geld in Social Media Werbung oder Google-Anzeigen zu investieren und sich parallel dazu selbst mit dem Thema SEO zu befassen.

Autor: Carsten Podszun
Carsten hat Informatik und Betriebswirtschaft studiert und war 15 Jahre lang selbständig im Einzelhandel tätig. Seit 2014 ist er Berater für Startups, freier Autor und schreibt bei EXPERTE.de rund um die Themen Homepage, Hosting & IT-Security.