Buchhaltung

FastBill Test 2022: Bringt die Buchhaltungssoftware Ordnung ins Business?

Martin Gschwentner
Autor
Letzte Aktualisierung

Ob Freiberufler, Kleinunternehmen oder Start-up: Buchhaltung ist Pflicht. Mit der richtigen Software kann man sich dabei viel Frust, Arbeit und Ärger mit dem Finanzamt sparen. Das Buchhaltungs-Tool FastBill verspricht, Ordnung in Rechnungen, Belege und Banking zu bringen. Wir schauen uns an, was dahintersteckt.

Was ist FastBill?

FastBill ist ein cloudbasiertes Buchhaltungs-Tool des gleichnamigen Start-ups aus Frankfurt. Es richtet sich gezielt an Selbstständige und kleinere Unternehmen, die damit nicht nur Rechnungen und Angebote schreiben, sondern auch ihre Buchhaltung automatisieren und für ihren Steuerbereiter vorbereiten können.

Heute hat FastBill mehr als 70.000 Kunden. Ob wir uns in diese Riege einreihen würden, lesen Sie in unserem Test.

Testbericht

Testurteil
2,2
09/2022
gut
zum Anbieter
Rechnungen erstellen
Note 1,3
Dokumentation & Support
Note 2,0
Schnittstellen & Erweiterungen
Note 2,3
Einrichtung & Bedienung
Note 2,7
Buchhaltung
Note 2,7
1.

Pro & Contra

exzellente Rechnungsfunktionen

integrierte Steuerberatung

hoher Preis

EÜR und andere Funktionen nur im teuren Premium+ Tarif möglich

fehlende Funktionen (beispielsweise Kassenbuch oder Anlagebuchhaltung)

2.

Einrichtung & Bedienung

FastBill bietet wie die meisten Buchhaltungs-Programme eine kostenlose Testphase, was die Anmeldung recht unkompliziert macht. Klicken Sie einfach auf den Button 14 Tage kostenlos testen auf der FastBill-Homepage, um zur Registrierung zu gelangen.

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und folgen Sie den Anweisungen, die in Ihrem Postfach landen. In weniger als einer Minute ist Ihr Account erstellt.

Die Registrierung bei FastBill ist schnell und kostenlos.

Wenn Sie sich zum ersten Mal bei FastBill einloggen, müssen Sie einige Fragen beantworten und grundlegende Daten zu Ihrem Unternehmen angeben. Neben Ihrer Adresse müssen Sie beispielsweise auch die Rechtsform Ihres Unternehmens mitteilen und können ein paar optionale Angaben machen – außerdem möchte FastBill wissen, ob die Kleinunternehmer-Regelung bei Ihnen greift.

Manche Angaben sind Pflicht (Adresse, Rechtsform), andere optional (Branche, Mitarbeiteranzahl).

Wenn Sie diese Angaben gemacht haben, landen Sie im FastBill-Kundenportal. Jenes ist optisch etwas angestaubt, wirkt jedoch bereits auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und übersichtlich. Über die Hauptmenüleiste navigieren Sie zwischen den wichtigsten Funktionen des Programms:

  • Dashboard
  • Kunden
  • Dokumente
  • Banking
  • Finanzen

Praktisch ist die in die Menüleiste integrierte Suchfunktion, mit der Sie blitzschnell bestimmte Features und Einstellungsmöglichkeiten finden. Zu den Kontooptionen, persönlichen Daten, Add-ons und weiteren Einstellungen gelangen Sie, indem Sie oben rechts auf Ihren Namen klicken.

Die Benutzeroberfläche von FastBill ist etwas altbacken, aber intuitiv und aufgeräumt.

Im Dashboard, der Startseite des FastBill-Benutzerbereichs, gelangen Sie über Quicklinks schnell zu einigen der wichtigsten Funktionen: Angebote, Rechnungen und Ausgaben. Neue Dokumente, beispielsweise Belege, können Sie zudem direkt hier hochladen.

Darüber hinaus gibt es im Dashboard ein paar Module, die über wichtige Entwicklungen und Statistiken informieren: Sie finden eine Übersicht über aktuelle und fällige Rechnungen, sowie Top-Kunden, Top-Ausgaben, Kunden und Dokumente.

Im Dashboard behalten Sie den Überblick über aktuelle Rechnungen, Kunden und Ausgaben.

Belege können Sie entweder als Dateien direkt im FastBill-Dashboard hochladen, oder per Smartphonbe-App. Letztere ist für Android und iOS erhältlich, und rein für den Beleg-Upload gedacht. Unterwegs Rechnungen schreiben oder einsehen können Sie damit nicht.

Mit der FastBill-App können Sie unkompliziert mit dem Smartphone Belege scannen, die dann im Dashboard gespeichert und ausgelesen werden.

Die FastBill-Benutzeroberfläche ist funktional: Man findet sich schnell zurecht und erreicht die wichtigsten Funktionen mit wenigen Klicks. Dennoch wäre ein kurzes Tutorial nett, das durchs Dashboard führt, wie es viele andere Buchhaltungsprogramme bieten.

Das würde uns auch dabei helfen, gesuchte Funktionen ausfindig zu machen. Während die Kundenverwaltung ihren eigenen Menüpunkt in der Navigationsleiste erhält, ist die Artikelverwaltung ins Account-Menü relegiert – selbst die Suchfunktion konnte uns dabei zunächst nicht weiterhelfen. Auch die Detailansicht von Rechnungen, sowie erweiterte Funktionen wie die wiederkehrende Rechnung, sind etwas versteckt. Das Layout ist also manchmal etwas konfus.

Zudem sind nicht alle Bedienelemente intuitiv: Klickt man im Dashboard unter Quicklinks beispielsweise auf Ausgabe erfassen, kann man zwar einen Beleg hochladen, muss alle Informationen aber manuell eingeben. Nur wenn man unter Dokumenten-Upload auf Datei auswählen klickt, versucht FastBill automatisch, die Daten zu erfassen.

Note: 2,7

3.

Rechnungen erstellen

Die Rechnungsfunktionen von FastBill sind über die simple Benutzeroberfläche verteilt. Besonders einfach ist die Rechnungserstellung, wenn Sie bereits Kunden und Artikel für Rechnungsposten angelegt haben. Sehen wir uns also zunächst das Kundenmenü an.

Kunden- und Produktverwaltung mit FastBill

Klicken Sie im Bereich Kunden auf Neuen Kunden anlegen, um einen Kunden Ihres Unternehmens hinzuzufügen. FastBill weist automatisch eine aufsteigende Kundennummer zu, alles andere füllen Sie aus.

Sie unterscheiden zwischen Privat- und Geschäftskunden und geben Informationen wie Adresse, Währung, UST-IDNr., Leitweg-ID sowie die Zahlungsart und Konditionen an. Wenn alles ausgefüllt ist, klicken Sie unten rechts auf Kunde anlegen. Alle Ihre Kunden werden im Kundenbereich alphabetisch aufgelistet (andere Filter gibt es nicht).

Legen Sie zunächst Kunden an, die Sie schließlich bei der Rechnungsstellung nur noch auswählen müssen.

Die Produktverwaltung finden Sie in der Dropdown-Auswahl im Account-Menü oben rechts unter Leistungen/ Produkte. Hier können Sie Artikel anlegen, die Sie später ganz einfach als Rechnungsposten Ihrer Rechnung hinzufügen können.

Wieder weist FastBill automatisch eine Artikelnummer zu, Sie füllen den Rest aus: Einheit, Titel, Beschreibung, Preis und MWSt-Satz. Sie können Dienstleistungen, digitale Produkte, Leistungen und physische Produkte anlegen, außerdem lassen sich die Artikel mit Tags weiter kategorisieren.

Fügen Sie Produkte hinzu, sie Sie später als Rechnungsposten verwenden können.

Rechnungen erstellen

Wenn Sie Kunden und Artikel angelegt haben, können Sie mit wenigen Klicks Ihre Rechnungen schreiben. Zur Rechnungserstellung gelangen Sie entweder per Quicklink im Dashboard oder unter Dokumente > Rechnung erstellen.

Wählen Sie nun zunächst einen Kunden aus und fügen Sie einen Rechnungsposten hinzu. Klicken Sie unter Art.Nr. auf suchen, um ein zuvor angelegtes Produkt auszuwählen; Sie können aber auch manuell eine Leistung angeben. Praktisch: Rechts finden Sie stets eine Live-Vorschau, in der Sie überprüfen können, wie die Rechnung am Ende aussehen wird.

Die Rechnungsmaske von FastBill

Rechnung versenden

Versenden können Sie die Rechnung nun entweder per E-Mail oder per Post. Für letztere Option benötigen Sie Credits, die Sie kostenpflichtig aufladen können. Um Rechnungs-E-Mails von einer eigenen E-Mail-Domain aus zu versenden, sollten Sie einen eigenen SMTP Server einrichten, um die Gefahr zu reduzieren, dass Ihre E-Mail im Spamordner Ihrer Kunden landet. Das ist mit FastBill problemlos möglich.

Rechnungen versenden Sie per E-Mail oder Post.

Weitere Rechnungsfunktionen

Wir können nicht auf alle Rechnungs-Features im Detail eingehen. Hier finden Sie eine Auswahl weiterer wichtiger Funktionen:

  • Englischsprachige Rechnungen: Sie können mit FastBill auch englischsprachige Rechnungen erstellen. Wählen Sie dafür in der Rechnungsmaske unter Rechnungsvorlage einfach die englischsprachige Vorlage aus.
  • Mahnwesen: In der Detailansicht von Rechnungen können Sie manuelle Mahnungen verschicken. Automatisches Mahnwesen unterstützt FastBill ebenfalls – allerdings nur gegen einen monatlichen Aufpreis als Add-on.
  • Angebote: Natürlich können Sie mit FastBill auch Angebote erstellen. Wenn das Angebot angenommen wurde, verwandeln Sie es mit wenigen Klicks in eine Rechnung um, indem Sie in der Detailansicht auf Tools > Abrechnen klicken.
  • Zeiterfassung: Sie können mit FastBill auch die Zeit tracken, die Sie für bestimmte Kunden aufbringen, und daraus Rechnungen erstellen. Dafür müssen Sie zunächst ein konkretes Projekt für einen Kunden erstellen, um die Zeit diesem Projekt zuzuweisen. Die Umwandlung der erfassten Zeit in Rechnungen bekommen andere Programme etwas unkomplizierter hin.

Tracken Sie die Zeit, die Sie mit bestimmten Projekten verbringen, und erstellen Sie Rechnungen basierend auf diesen Daten.

  • Wiederkehrende Rechnungen: Die wiederkehrende Rechnung ist – genau wie viele andere Rechnungsfunktionen – etwas versteckt. Klicken Sie in der Detailansicht einer Rechnung (jene erreichen Sie unter Dokumente > Einnahmen > Alle anzeigen > Zahnradsymbol > Details) auf Tools, um basierend auf der ausgewählten Rechnung eine wiederkehrende Rechnung zu erstellen. Sie können die Rechnung wöchentlich, alle zwei Wochen, alle vier Wochen, jeden Monat, alle zwei Monate oder jedes Quartal automatisch generieren.
  • XRechnung: Sie können Ihre FastBill-Rechnung auch in eine elektronische XRechnung verwandeln, die sich in der Detailansicht downloaden lässt. Leider müssen Sie jene dann manuell per E-Mail versenden, ein Versand über die FastBill-Plattform ist nicht möglich.

Einige Rechnungsfunktionen finden Sie nur in der Detailansicht.

Auch wenn man manche Features etwas länger sucht und die Benutzeroberfläche hin und wieder für Frust sorgt, ist der Rechnungs-Funktionsumfang von FastBill groß und liefert nicht nur die Basics, sondern auch einige praktische Extras.

Note: 1,3

4.

Buchhaltung

Seine Buchhaltungs-Features hat FastBill, das einst als reines Rechnungsprogramm startete, im Laufe des Jahres immer weiter ausgebaut. Auch heute eignet es sich jedoch vor allem als vorbereitendes Programm, mit dem Sie Ihrer Steuerberatung die Arbeit erleichtern – denn einige Standard-Ermittlungsmethoden sind mit FastBill nicht selbstständig durchführbar. Aber beginnen wir mit den Funktionen, die vorhanden sind.

Automatische Belegerkennung

Sie können Belege entweder im Web-Interface und per Smartphone-App hochladen, oder sie (ab dem Pro-Tarif) an Ihre Referenz-E-Mail-Adresse schicken. Die automatische Erkennung von Eingaben funktionierte in unserem Test bei PDF-Uploads recht gut, sodass wir nur wenige Eingaben ergänzen mussten. Beim Scan eines Tankbelegs war auf die automatische Erfassung weniger Verlass.

FastBill kann Ihre Belege automatisch auslesen.

Sie können die Bezahlung eines Belegs in der Detailansicht manuell erfassen. Noch einfacher geht es natürlich mit der automatischen Zuweisung. Dafür müssen Sie Ihr Bankkonto mit FastBill verknüpfen; dann sucht das Programm automatisch nach Übereinstimmungen von Transaktionen mit Rechnungen und Belegen – Sie müssen die Zuweisung nur noch bestätigen.

Die Buchung von Belegen und Rechnungen erfolgt standardmäßig nach dem SKR03-Kontenrahmen.

Wenn Sie Ihr Bankkonto einbinden, können Sie offene Rechnungen auch direkt aus FastBill heraus bezahlen, ohne dass Sie sich bei Ihrer Bank einloggen müssen.

Im Starter-Tarif können Sie nur ein Bankkonto einbinden, ab dem Pro-Tarif sind es fünf.

Auswertungen und Finanzdokumente

Sie können mit FastBill regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen und sie auch ohne ElsterOnline direkt an das Finanzamt übermitteln. Zudem erhalten Sie einen regelmäßigen Finanzreport über Ihre Ein- und Ausgaben, sowie offene Posten.

Weitere, steuerrelevante Auswertungen sind jedoch nur für Nutzer verfügbar, die den Premium+ Dienst von FastBill in Anspruch nehmen – also einen deutlich kostenintensiveren Tarif, der Ihnen einen digitalen Steuerberater zur Verfügung stellt. Ohne diesen Service können Sie weder eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), noch eine Gewinn-und-Verlustrechnung (GuV) oder die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) anfertigen.

Wenn Sie diese Buchhaltungs-Aufgaben selbst übernehmen möchten, ist FastBill also nicht das richtige Programm für Sie. Zumindest eine EÜR würden wir eigentlich schon gerne selbst anfertigen können.

Die Umsatzsteuervoranmeldung ist mit FastBill kein Problem.

Lohnbuchhaltung ist ebenfalls nur im Premium+ Tarif mit Steuerberater möglich, eine Kassenbuchfunktion fehlt leider völlig. Wenn Ihr Unternehmen viel Bargeld nutzt, ist FastBill also weniger geeignet. Auch Anlagenbuchhaltung ist mit FastBill nicht möglich.

Insgesamt ist FastBill ein Rechnungs-Tool, das sich für die Vorbereitung Ihrer Buchhaltung nutzen lässt, aber alles Wesentliche der Steuerberatung überlässt.

Note: 2,7

5.

Schnittstellen, Erweiterungen und zusätzliche Funktionen

Die Auswahl der Erweiterungen, die Sie mit FastBill nutzen können, ist überschaubar. Sie erreichen sie im Account-Menü unter Add-ons. Dort finden Sie:

  • DATEVconnect: DATEVconnect online ist eine Schnittstelle für die Übertragung Ihrer Belege von FastBill heraus direkt zur Steuerberatung in DATEV Unternehmen online.
  • Steuerberater-Zugang: Unter Einstellungen > Grundeinstellungen können Sie Ihrem Steuerberater Zugang zu Ihrem FastBill-Monatsreport gewähren, der alle Rechnungen und Belege enthält. Sie müssen nur dessen E-Mail-Adresse eingeben und ein Passwort festlegen.

Geben Sie Ihrem Steuerberater Zugang zu Ihren FastBill-Daten.

  • CentralStationCRM: CentralStationCRM ist eine Cloud-CRM-Software für kleine und mittlere Unternehmen. Durch die FastBill-Schnittstelle können Sie Kundendaten, Dokumente, Rechnungen und Angebote synchronisieren.
  • GetMyInvoices: Sie können das Tool GetMyInvoices einbinden, das Rechnungen aus zahlreichen Quellen bündelt und automatisch zu FastBill importiert.

FastBill bietet eine kleine Auswahl praktischer Add-ons.

Fehlende Buchhaltungsfunktionen – das Kassenbuch beispielsweise – werden auch nicht durch Schnittstellen oder Erweiterungen ausgeglichen. Besonders fehlt uns zudem eine Anbindung an Online-Shops wie Shopify oder WooCommerce, wie sie viele andere Rechnungs- und Buchhaltungsprogramme bieten.

Note: 2,3

6.

Dokumentation & Support

Klicken Sie auf den Support-Button im Dashboard, um ein Support-Fenster zu öffnen, in dem Sie per Suchfunktion zu passende Hilfeartikeln navigieren können. Dieselben Artikel finden Sie natürlich auch im FAQ-Bereich auf der FastBill-Website.

Mit der Auswahl und Qualität der Support-Beiträge waren wir zufrieden. Sie enthalten viele Screenshots und verlinken praktischerweise direkt zu FastBill-Funktionen im Dashboard.

Der Support-Bereich von FastBill

Wenn Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, können Sie FastBill per Nachricht kontaktieren (eine Support-Hotline oder einen Live-Chat gibt es nicht). Klicken Sie dafür entweder im Support-Widget auf den Button Kontaktaufnahme oder im Support-Bereich der Website auf Anfrage einreichen.

Eine Antwort auf unsere Fragen erhielten wir bereits nach etwa einer Stunde. Wir erlebten den FastBill-Support also als schnell und zuverlässig - dennoch wären umfangreichere Kontaktmöglichkeiten schön.

Note: 2,0

7.

Preisgestaltung

Bei FastBill haben Sie die Wahl zwischen drei Tarifen: Starter, Pro und Premium. Bereits der Starter-Tarif enthält alle wichtigen Rechnungsfunktionen, Einschränkungen gibt es vor allem bei der Buchhaltung: Ausgaben-Reports, Belegerfassung mit E-Mail Inbox und DATEV-Übertragung sind nicht verfügbar, zudem sind Sie auf ein Bankkonto und einen Benutzer limitiert.

Im Pro-Tarif gibt es fünf Nutzer und Bankkonten, sowie die oben genannten Buchhaltungs-Features. Doch sowohl für Pro- als auch für Starter-Kunden sind Dienste wie der automatische Beleg-Import oder das automatische Mahnwesen nur kostenpflichtig zubuchbar.

Jene sind schließlich im Premium-Tarif enthalten, wie auch die Kategorisierung von Ein- und Ausgaben und monatliche Statusreports. Außerdem können Premium-Nutzer optional die vollständige Finanzbuchhaltung von einer digitalen Steuerkanzlei übernehmen lassen. Dies kostet natürlich einen Aufpreis.

Eine aktuelle Preis- und Funktionsübersicht von FastBill finden Sie hier:

StarterProPremium
Preis
Einrichtungsgebühr 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Grundpreis pro Monat 8,99 € 26,99 € 53,00 €
Vertragslaufzeit (Monate) 1 - 12 1 - 12 1 - 12
Buchhaltungsfunktionen
Digitale Belegerfassung
Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Umsatzsteuer-Voranmeldung
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
Rechnungsfunktionen
Kunden unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Rechnungen / Monat unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Zeiterfassung
Wiederkehrende Rechnungen
Mahnwesen
XRechnung
Schnittstellen
Bankdatenimport
Steuerberater-Zugang
DATEV-Export
API / Integrationen

Und wie schlägt sich FastBill im Vergleich mit anderen Buchhaltungsprogrammen? In der folgenden Tabelle vergleichen wir die Tarife aller Anbieter, die eine Einnahme-Überschuss-Rechnung unterstützen. Weil jene bei FastBill nur im Pro-Tarif mit einem externen Steuerberater verfügbar ist, belegt FastBill – mit Abstand – den letzten Platz.

Allerdings: Selbst ohne EÜR im mittleren Pro-Tarif ist FastBill noch teurer als alle anderen Programme aus unserem Vergleich. Es gibt also viele günstigere Optionen auf dem Markt, die im Bereich Buchhaltung noch mehr Funktionen bieten.

Papierkram
Pro
96,00 €
zum Anbieter
Lexware
L
101,40 €
zum Anbieter
sevDesk
Buchhaltung
190,80 €
zum Anbieter
Billomat
Business
192,00 €
zum Anbieter
WISO
Web S
192,00 €
zum Anbieter
BuchhaltungsButler
Selbstbucher
299,40 €
zum Anbieter
FastBill
Premium +
1.788,00 €
zum Anbieter

Fazit

Testurteil
2,2
09/2022
gut
zum Anbieter
Rechnungen erstellen
Note 1,3
Dokumentation & Support
Note 2,0
Schnittstellen & Erweiterungen
Note 2,3
Einrichtung & Bedienung
Note 2,7
Buchhaltung
Note 2,7

Ob FastBill das richtige Programm für Ihre Bedürfnisse ist, hängt davon ab, wofür Sie es nutzen möchten: Als reine Rechnungssoftware ist das Programm exzellent. Es unterstützt alle wichtigen Rechnungsfunktionen – schade ist nur, dass automatische Mahnungen extra kosten.

Als Buchhaltungsprogramm ist FastBill nicht ganz so ausgegoren, weil selbst grundlegende Berichte wie EÜR nicht selbst angefertigt werden können. Wenn Sie all dies an Ihre Steuerberatung abgeben (oder sogar die digitale Steuerberatung des FastBill Premium+ Tarifs nutzen), ist das weniger schlimm, allerdings wäre etwas mehr manuelle Kontrolle gut.

Bei der Benutzeroberfläche gibt es noch etwas Luft nach oben, denn die wirkt auf den ersten Blick etwas simpler und intuitiver, als sie am Ende ist. Dennoch ist FastBill ein solides Programm für kleinere Unternehmen und Freiberufler, die unkompliziert Rechnungen schreiben und Daten für die Steuerberatung sammeln möchten.

FastBill Buchhaltung Test
FastBill Buchhaltung
(183)
exzellente Rechnungsfunktionen
integrierte Steuerberatung
hoher Preis für Buchhaltung
fehlende Funktionen
Tarif
Starter
Buchhaltung
1 Funktion
Schnittstellen
3
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
FastBill Starter
8,99 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Testurteil
2,2
gut

Kundenbewertungen

FastBill kommt in den von uns erfassten Bewertungsportalen auf eine „gute“ Gesamtnote. Nutzer loben die Usability, die Einfachheit der Rechnungserstellung oder die gute Einbindung anderer Programme.

Testurteil
3,9 / 5
183 Bewertungen
gut
Wir haben die Erfahrungsberichte und Bewertungen von verschiedenen Bewertungsportalen untersucht und dabei 183 Bewertungen mit einer Gesamtwertung 3,9 von 5 ermittelt.
Quellen anzeigen

Alternativen

Wenn Sie Ihre Buchhaltung mit EÜR und sogar GuV selbst in die Hand nehmen und weniger dafür bezahlen möchten, sind unsere Testsieger lexoffice und sevDesk einen Blick wert. Auch Funktionen wie ein Kassenbuch oder Anlagenbuchhaltung finden Sie dort.

Sie arbeiten projektbasiert und suchen ein Tool, das sich noch mehr auf die Zeiterfassung konzentriert? Dann könnten Sie bei Papierkram fündig werden. Dessen Grundversion gibt es sogar völlig kostenlos.

Die besten Alternativen zu FastBill finden Sie hier:

lexoffice Buchhaltung Test
lexoffice Buchhaltung
(13.239)
viele Buchhaltungs-Funktionen
einfache und doppelte Buchführung
sehr benutzerfreundlich
zahlreiche Schnittstellen
kein automatisches Mahnwesen
lexoffice ein mächtiges Rechnungs- und Buchhaltungs-Tool, das auch preislich überzeugt. Dem Anbieter gelingt das Kunststück, zahlreiche Funktionen unterzubringen, ohne dass die Übersicht verloren geht.
Tarif
L
Buchhaltung
3 Funktionen
Schnittstellen
4
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
Lexware L
8,45 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
50% Rabatt sichern
Testurteil
1,2
sehr gut
sevDesk Buchhaltung Test
sevDesk Buchhaltung
(4.859)
riesiger Funktionsumfang
einfache und doppelte Buchführung
viele Erweiterungen und API
schneller, hochwertiger Support
keine Lohnbuchhaltung
Tarif
Buchhaltung
Buchhaltung
3 Funktionen
Schnittstellen
5
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
sevDesk Buchhaltung
15,90 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Testurteil
1,3
sehr gut
BuchhaltungsButler Buchhaltung Test
BuchhaltungsButler Buchhaltung
(95)
simple, intuitive Benutzeroberfläche
exzellenter Funktionsumfang
smarte Belegverwaltung
Rechnungsfunktionen etwas karg
langsamer Support
Tarif
Vorbucher
Buchhaltung
1 Funktion
Schnittstellen
5
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
BuchhaltungsButler Vorbucher
19,95 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Testurteil
2,1
gut
Billomat Buchhaltung Test
Billomat Buchhaltung
(650)
stimmiger Funktionsumfang
gute Auswahl an Schnittstellen
hilfreicher Support
sperrige Benutzeroberfläche
keine GuV
Tarif
Business
Buchhaltung
2 Funktionen
Schnittstellen
5
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
Billomat Business
16,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Testurteil
2,1
gut
Papierkram Buchhaltung Test
Papierkram Buchhaltung
(135)
ausgereifte Zeiterfassung
unkomplizierte Rechnungsstellung
unterstützt EÜR und BWA
keine Bilanz/ GuV
keine Rechnungen in Fremdwährungen
Tarif
Pro
Buchhaltung
3 Funktionen
Schnittstellen
4
Rechnungen erstellen
unbegrenzt
Papierkram Pro
8,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Testurteil
2,2
gut
Autor: Martin Gschwentner
Martin Gschwentner hat Amerikanistik und Medienwissenschaft in Deutschland, den USA und Frankreich studiert und arbeitet als freier Redakteur in Paris. Er forscht als Doktorand am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Paris Diderot zum Einfluss des Geldes auf die US-Politik. Auf EXPERTE.de schreibt er über IT-Sicherheit, Datenschutz und Software für Selbständige und Kleinunternehmen.