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Server-Art
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Arbeitsspeicher

Server Vergleich

alle TOP-Tarife auf einen Blick
16 Anbieter mit 554 Tarifen im Vergleich
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4.8
Server Vergleich - Eine Einführung

Um den eigenen Internetauftritt oder andere Webservices im Internet bereitzustellen, benötigen Sie einen geeigneten Server. Webhosting-Provider bieten eine große Auswahl an Server-Produkten mit unterschiedlichen technischen Merkmalen, Leistungen und Vertragsbedingungen. Je nach Komplexität des Internetprojekts, der benötigten Kapazität, den erwarteten Besucherzahlen und dem Traffic gilt es, das jeweils am besten geeignete Server-Produkt auszuwählen. Unser Server-Vergleich hilft Ihnen, den passenden Server für Ihr Internetprojekt zu finden. Die verschiedenen Server-Arten mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen sowie weitere Filterkriterien erklären wir Ihnen im Folgenden ausführlich.

Die verschiedenen Server-Arten

Wichtigstes Kriterium für die Auswahl ist zunächst die Server-Art. Sie bestimmt, welche grundsätzlichen Möglichkeiten sich Ihnen bieten und welche Leistungen Sie erwarten können. Die Produktnamen für die verschiedenen Server unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Oft kommt es in den Produkten zu Vermischungen von verschiedenen Serverleistungen. In der Regel basieren die Produkte jedoch auf diesen vier Server-Arten:

  • - Dedicated Server
  • - vServer
  • - Cloud Server
  • - Managed Server

Für jede Server-Art sind unterschiedliche Leistungspakete verfügbar, die für die Bereitstellung der benötigten Funktionen und Performance sorgen.

Dedicated Server

maximale Freiheiten und dedizierte Leistung

Wie der Name schon andeutet, bietet ein Dedicated Server dem Anwender dedizierte, exklusiv für ihn zur Verfügung stehende Server-Leistung. Im Gegensatz zu anderen Server-Produkten wie beispielsweise einem virtuellen Server (VServer) müssen Sie sich die Performance des Servers nicht mit anderen Kunden teilen. Der Server arbeitet mit seiner Hard- und Software exklusiv für Sie. Der Anwender hat volle Kontrolle über den Server und kann selbst entscheiden, welche Webserver-Software oder anderen Anwendungen er auf dem System installieren und betreiben möchte. Dadurch entsteht maximale Freiheit für die Umsetzung eigener Internetprojekte. Die Performance und die Möglichkeiten, die der Dedicated Server bereitstellt, lassen sich uneingeschränkt nutzen. Allerdings trägt der Anwender auch die volle Verantwortung für seinen Server. Der Anbieter stellt die Hardware und die Anbindung an das Internet in einem professionellen Rechenzentrum zur Verfügung. Das Management des Servers mit all seiner Software ist selbst zu leisten. Dedicated Server sind ideal für Anwender mit eigenem Server-Know-how, die ungeteilte Performance und maximale Freiheit für ihre Internetseiten und Webservices benötigen.

Vorteile
  • sämtliche Ressourcen des Servers stehen exklusiv zur Verfügung und müssen nicht mit anderen geteilt werden
  • der Anwender hat alle Freiheiten für die Installation und den Betrieb der Software
  • die Hardware wird in einem professionellen Rechenzentrum betrieben und bietet eine hohe Verfügbarkeit
  • der Anbieter stellt eine performante Anbindung an das Internet zur Verfügung
Nachteile
  • der Anwender ist für das Management des Servers selbst verantwortlich
  • Know-how und Arbeitskapazität für die Verwaltung des Servers ist bereitzustellen
  • zusätzliche Leistung lässt sich nur durch Erweiterung der Hardware realisieren

vServer

der günstige Einstieg

Bei einem virtuellen Server (vServer) handelt es sich nicht um einen exklusiv, auf eigener Hardware bereitgestellten Server, sondern um eine virtuelle Instanz auf einem Rechnersystem. Der VServer wird auf einer gemeinsamen Hardware-Plattform betrieben, auf der VServer für weitere Kunden installiert sind. Die Hardware-Ressourcen stehen den einzelnen VServern nicht exklusiv zur Verfügung und müssen mit den anderen VServern geteilt werden. Die virtuellen Server sind gegeneinander abgeschottet und verhalten sich für den Anwender wie eigene Server. Über ihren VServer haben die Anwender volle Kontrolle. Soll die Leistungsfähigkeit des VServers erhöht werden, ist dies sehr schnell und unkompliziert möglich, indem der Anbieter dem VServer mehr Hardware-Ressourcen zuteilt. Kommt es zu Hardwareausfällen beim Anbieter, kann dieser die VServer meist ohne Unterbrechung auf redundanter Hardware weiterbetreiben. VServer sind für Anwender gedacht, die auf die Freiheiten eines eigenen Servers nicht verzichten möchten und ein günstiges und flexibles Serverangebot benötigen. Sie sind eine kostengünstige Alternative zum Dedicated Server oder Managed Server.

Vorteile
  • der VServer verhält sich für den Anwender wie ein eigener Server und bietet viele Freiheiten
  • VServer sind in der Regel günstiger als Dedicated Server mit ähnlicher Leistung
  • die VServer verschiedener Kunden sind logisch voneinander getrennt
  • die Leistung der Server lässt sich durch Zuweisung von Ressourcen schnell und flexibel verändern
Nachteile
  • verschiedene Kunden müssen sich die Leistung der gemeinsamen Hardware-Plattform teilen
  • die Leistung des VServers kann schwanken
  • Anwender müssen sich selbst um die Installation und das Management von Software kümmern

Cloud Server

Hosting bedarfsgerecht abrechnen

Cloud Server werden wie VServer virtuell bereitgestellt und setzen sich aus frei wählbaren virtuellen Ressourcen zusammen. Merkmale wie Rechenleistung, Speicherplatz oder Größe des Arbeitsspeichers kann der Anwender selbst in Echtzeit anpassen. Ihm bietet sich maximale Flexibilität, um schwankende Leistungsanforderungen schnell selbst auszugleichen. So lassen sich beispielsweise Lastschwankungen im Weihnachtsgeschäft eines Onlineshops flexibel abfangen. Der Anwender muss seinen Server nicht überdimensionieren, um auf sich verändernden Traffic zu reagieren, sondern passt die Leistung des Cloud Server einfach an. Die Abrechnung der gebuchten Leistung erfolgt nutzungsabhängig. So rechnen verschiedene Anbieter verbrauchte Rechenleistungen, Speicherplatz oder Arbeitsspeicher minütlich oder stündlich ab. Nicht genutzte Leistung verursacht keine Kosten. Cloud Server sind ideal für Internetprojekte geeignet, bei denen die Anforderungen starken Schwankungen unterworfen sind oder die dynamisch wachsen sollen.

Vorteile
  • Systemressourcen wie Arbeitsspeicher, Rechenleistung und Speicherplatz lassen sich flexibel im laufenden Betrieb anpassen
  • keine Überdimensionierung des Servers notwendig
  • nutzungsabhängige Abrechnung der gebuchten Leistungen
  • einfaches Abfangen von Lastspitzen möglich
Nachteile
  • die Hardwareplattform muss mit anderen Kunden geteilt werden
  • die Leistung der Cloud Server kann schwanken
  • die Installation und das Management von Software muss zum Teil selbst geleistet werden

Managed Server

professionell gemanagte Server

Beim Managed Server übernimmt der Anbieter das komplette Management. Der Anwender muss sich um die Installation und Verwaltung von Software nicht selbst kümmern, sondern kann sich voll der Bereitstellung seiner Internetservices und seinem Kerngeschäft widmen. Er benötigt kein eigenes Know-how und keine Arbeitsressourcen für das Management seines Servers. Der Server selbst kann je nach Anbieter und Produkt ein dedizierter Server oder ein virtuell bereitgestellter Server sein. Es handelt sich aber immer um einen eigenen Server für den Kunden, der um die Serviceleistungen des Anbieters für das Management ergänzt ist. Anwender genießen ein hohes Maß an Flexibilität und Freiheit, können sich aber gleichzeitig auf ein professionelles Management durch kompetente IT-Fachleute verlassen. Der Anbieter überwacht die Software und das Betriebssystem auf dem Server und führt die Aktualisierungen oder Wartungsarbeiten aus. Managed Server sind für Kunden mit hohen Ansprüchen geeignet, die wenig Erfahrung in der Administration von Servern haben oder die Aufgabe an einen Provider übertragen möchten. Die durch das Management des Servers verursachten Aufwendungen des Anbieters spiegeln sich im höheren Preis im Vergleich zu einem ungemanagten Servers wider.

Vorteile
  • kein Know-how und keine Ressourcen für das Management des Servers notwendig
  • hohe Professionalität im Management des Servers dank kompetenter IT-Fachleute
  • hoher Sicherheitslevel erreichbar
Nachteile
  • höhere Preise durch den Managementaufwand beim Anbieter
  • es entsteht eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter
  • Arbeitsabläufe zwischen Kunden und Anbieter sind genau zu definieren
Die verschiedenen Betriebssysteme

Wie normale PCs, Tablets oder Smartphones benötigen Server ein Betriebssystem, um die an sie gestellten Aufgaben zu erfüllen. Im Serverumfeld sind hauptsächlich die Betriebssysteme Windows von Microsoft und Linux üblich. Wer einen Server für sein Internetprojekt sucht und beauftragt, für den stellt sich die Frage, ob Linux oder Windows auf dem System installiert sein soll. Je nach Anwendungen und benötigtem Funktionsumfang haben die beiden Betriebssysteme spezifische Vor- und Nachteile. Sie sind für die verschiedenen Aufgaben unterschiedlich gut geeignet. Oft bestimmen die zu betreibenden Anwendungen und ihre jeweilige Kompatibilität mit den verschiedenen Betriebssystemen, ob Windows oder Linux benötigt wird. Grundsätzlich lässt sich festhalten, das Linux häufig zum Einsatz kommt, wenn Content-Management-Systeme für Webauftritte betrieben werden sollen. Windows zeigt seine Stärken im Zusammenspiel mit anderen Microsoft-Produkten und im Kommunikationsumfeld.

Linux Server

das Standard-Betriebssystem

Linux ist ein echtes Urgestein im Webhosting-Umfeld. Es ist als freie Software in vielen verschiedenen Distributionen verfügbar und lässt sich sehr flexibel den vielen unterschiedlichen Anforderungen des Webhostings anpassen. Linux Server zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität aus. Das Betriebssystem ist sehr gut für die Installation eines Webservers oder anderer Serverdienste geeignet und bietet eine hohe Performance. Lizenzkosten für die Nutzung des Betriebssystems fallen in der Regel nicht an. Content-Management-Systeme wie WordPress oder Joomla, die auf PHP und MySQL basieren, arbeiten sehr gut mit Linux zusammen. Zahlreiche verfügbare Open-Source-Anwendungen für Linux erweitern den Funktionsumfang des Betriebssystems, ohne weitere Kosten zu generieren. Für die Administration des Betriebssystems existieren grafische Benutzeroberflächen und nützliche Tools. Viele Aufgaben lassen sich aber auch direkt per Kommandozeile ausführen. Anwender benötigen entsprechendes Linux-Know-how, um das Betriebssystem und die installierte Software zu managen.

Windows Server

für besondere Anforderungen

Auch Microsoft stellt mit Windows Server seit Anfang der 90er Jahre mit Windows ein Betriebssystem für Server zur Verfügung. Die Software ist proprietär und kommerziell. Für das Betriebssystem werden Microsoft-Lizenzen benötigt, die meist der Server-Anbieter bereitstellt. Einige Microsoft-Anwendungen wie Exchange oder SharePoint setzen exklusiv das Betriebssystem Windows voraus. Beim Web-Application-Framework ASP.NET war dies lange Zeit ebenfalls der Fall. Inzwischen ist ASP.NET auch mit Linux kompatibel. Windows zeigt seine Stärken, wenn es um die Einbindung des Servers in die Microsoft-Welt und das gemeinsame Arbeiten an Projekten im Unternehmensumfeld geht. Die Bedienung von Windows ist über die grafische Benutzeroberfläche und verschiedene Tools sowie per Kommandozeile möglich.

Technik

Geht es um die technische Ausstattung der Server und ihre Performance, sind unabhängig davon, ob es sich um dediziert oder virtuell bereitgestellte Server handelt, in der Regel die folgenden Größen maßgeblich verantwortlich:

  • - Anzahl der Prozessorkerne
  • - Größe des Arbeitsspeichers
  • - vorhandene Festplattenkapazität
  • - Typ des Festplattenspeichers

Es kann sich je nach Server-Typ um tatsächlich vorhandene Ressourcen oder virtuell für den Server bereitgestellte Ressourcen handeln. Dedizierte Ressourcen lassen sich nur durch den Einbau neuer Hardware erweitern, virtuell bereitgestellte Ressourcen sind per Konfiguration online änderbar. Je komplexer und aufwendiger die auf dem Server betriebenen Anwendungen sind und je mehr Besucher oder Traffic der Server bedienen muss, desto mehr Systemressourcen benötigt er. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit steigt auch der Preis des Servers.

Prozessor(-kerne)

Art und Anzahl

Der Prozessor oder die CPU (Central Processing Unit) ist das Herz jedes Servers. Die Leistungsfähigkeit des Prozessors bestimmt, wie schnell Anwendungen ausgeführt werden können und welche maximale Rechenleistung vorhanden ist. Die Anzahl der Prozessorkerne beschreibt, wie viele Tasks der Rechner parallel bearbeiten kann, und ist ein Maß für seine Multitaskingfähigkeit. Ein Server mit zwei Prozessorkernen kann vereinfacht ausgedrückt doppelt so viele Prozesse bedienen wie eine Server mit nur einem Prozessorkern. Je mehr Prozessorkerne vorhanden sind, desto mehr gleichzeitige Besucher verkraftet das System. Typische Werte sind zwei, vier, sechs, acht oder mehr Prozessorkerne.

Arbeitsspeichers

Die Größe zählt

Eine weitere wichtige Komponente für die Leistungsfähigkeit eines Servers ist die Größe seines Arbeitsspeichers. Sie bestimmt, wie viele Daten der Server im Speicher vorhalten kann, ohne auf einen Festplattenspeicher zugreifen zu müssen. Auf die Daten im Arbeitsspeicher kann der Rechner wesentlich schneller zugreifen als auf die Daten der Festplatte. Je größer der Arbeitsspeicher ist, desto mehr Daten stehen für die direkte Weiterverarbeitung durch die CPU zur Verfügung und desto schneller ist die Datenverarbeitung.

Festplatte

Kapazität und Typ

Grundsätzlich kann bei den Festplatten zwischen günstigen, langsameren HDD-Festplatten (Hard Disk Drives) und schnelleren, teuren SSD-Festplatten (Solid State Drives) unterschieden werden. Server mit SSD-Festplatten haben kürzere Zugriffszeiten und sind aufgrund ihrer vollständig elektronischen Arbeitsweise ohne mechanische Komponenten sehr robust und ausfallsicher. HDD-Festplatten sind hingegen günstiger und stellen bei gleichem Preis höhere Speicherkapazität zur Verfügung. Kommt es vor allem auf Geschwindigkeit und Performance an, sind SSD-Festplatten eine gute Wahl. Sollen auf dem Server große Datenmengen gespeichert werden, kann die HDD-Festplatte die passendere Lösung sein. Auch Mischlösungen aus HDDs und SSDs sind unter Umständen sinnvoll. Das System lässt sich dann so konfigurieren, dass beispielsweise das Betriebssystem, zentrale Anwendungen und wichtige Daten besonders schnell von der SSD geladen werden und weniger oft benötigte Anwendungen und Daten auf der HDD gespeichert sind. Eine solche Konfiguration erzielt einen guten Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit.

Viele Anbieter ermöglichen es, ihre Server mit einem RAID-System (Redundant Array of Independent Disks) zu bestücken. Es handelt sich dabei um ein System aus mehreren Festplatten (HDD oder SSD), das zu einem logischen Laufwerk kombiniert wird und mehr Datensicherheit oder größeren Durchsatz bietet. Die Steuerung der Festplatte übernehmen spezielle RAID-Controller. Je nach Organisation der Festplatten existieren unterschiedliche RAID-Level. Beim RAID-Level 0 sind mehrere Festplatten zu einer logischen Festplatte mit höherer Transferrate verbunden. Der RAID-Level 1 spiegelt die Festplatten und speichert die gleichen Daten mehrfach auf unterschiedlichen physikalischen Festplatten. Erleidet eine Festplatte einen Defekt, sind sämtliche Daten auf einer anderen Festplatte direkt weiter verfügbar. Der sogenannte RAID-Level 10 ist eine Mischform aus RAID-Level 1 und RAID-Level 0 und besteht aus mindestens vier physikalischen Festplatten. Er sorgt sowohl für Datenspiegelung als auch für höhere Schreib-/Lesegeschwindigkeiten. Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere RAID-Level, die es bei der Auswahl der Serverkonfiguration zu beachten gilt. Sollen Daten vor Verlust geschützt oder hohe Datenraten erzielt werden, empfiehlt es sich, einen Server mit RAID-Laufwerk und geeignetem RAID-Level zu wählen.

Die Laufzeit des Vertrags

Ein wichtiges nicht-technisches Kriterium für die Auswahl eines Servers ist die Vertragslaufzeit. Sie legt fest, für wie lange man sich an den jeweiligen Anbieter bindet. Die Auswahl reicht von Vertragslaufzeiten von nur wenigen Wochen bis hin zu zwei Jahren. Sind Sie beispielsweise mit Ihrem Anbieter oder dem Server-Produkt unzufrieden und möchten zu einem anderen Anbieter wechseln, haben aber eine lange Vertragslaufzeit gewählt, kann es teuer für Sie werden. Unter Umständen müssen Sie über einen längeren Zeitraum zwei Anbieter gleichzeitig bezahlen. Wer sich über die Dauer der benötigten Serverleistung nicht sicher ist oder die Zuverlässigkeit des Providers nicht einschätzen kann, wählt besser kurze Vertragslaufzeiten. Lange Vertragslaufzeiten können Kosten sparen, wenn ein Wechsel des Anbieters über einen längeren Zeitraum nicht geplant oder notwendig ist.

Der Standort des Servers

Der Standort des Servers, ob in Deutschland oder in einem fremden Land oder Kontinent, kann aus zweierlei Hinsicht Einfluss auf die Wahl des Anbieters haben. Zum einen bestimmt der Ort des Servers zu einem gewissen Teil die Ladegeschwindigkeit und Antwortzeit von Webseiten, zum anderen hat er Einfluss auf die Einhaltung der Datenschutzvorgaben. Je kürzer die Entfernung zwischen Server und User ist, desto weniger Zeit benötigen die Datenpakete für die Übertragung im Netz. Allerdings spielt auch die Anbindung des Servers an das Internet eine wichtige Rolle. So kann ein Server mit großer Internetbandbreite in den USA unter Umständen schneller antworten als ein mangelhaft angebundener Server in Deutschland.

Server in Deutschland und Europa sind den strengen deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen unterworfen. Anwendungen mit kritischen Daten oder strengen Compliance-Vorgaben können daher den Betrieb des Servers in einem deutschen oder europäischen Rechenzentrum erfordern. Bei ausländischen Standorten gelten die strengen Vorgaben in der Regel nicht. Einige Provider bieten im Bedarfsfall eigene Datenschutzlevel, denen sie sich verpflichtet fühlen und die sie gegenüber ihren Kunden einhalten. Es fehlt in solchen Fällen jedoch meist die gesetzliche Grundlage. Oft sind ausländische Betreiber gesetzlich dazu verpflichtet, staatlichen Institutionen in besonderen Fällen Zugang zu Rechenzentren und Daten zu gewähren.

Mit der Einführung der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) sind grundsätzlich alle Betreiber, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten (auch außerhalb der EU), verpflichtet, die europäischen Vorgaben einzuhalten.