Domains

Domain Bedeutung: Was ist eine Domain?

Autor
Janis von Bleichert
Letzte Aktualisierung

Wenn Sie eine eigene Website erstellen möchten, müssen Sie sich früher oder später mit der Wahl der richtigen Domain beschäftigen. Doch was ist eine Domain überhaupt, wo liegt der Unterschied zur URL, und noch wichtiger – woher bekommt man eine Domain?

In diesem Artikel finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Domains.

Definition: Das ist eine Domain

Eine Domain ist, vereinfacht ausgedrückt, der Name einer Website und die Adresse, an der eine Website im Internet aufzufinden ist.

Eigentlich lassen sich Websites durch ihre IP-Adressen zuordnen, die aus langen Zahlenreihen bestehen. Doch IP-Adressen wie 104.26.5.112 sind natürlich nicht besonders einprägsam. Deshalb wird die IP-Adresse einer Website von einem sogenannten Nameserver in eine besser verständliche Buchstaben- und Zahlenreihe übersetzt – die Domain. Aus 104.26.5.112 wird www.experte.de.

Was ist der Unterschied zwischen Domain und URL?

Der Name einer Website – ist das nicht die URL? Jein: Die Domain ist Teil der URL, denn die URL (Uniform Resource Locator oder auf Deutsch: „einheitlicher Ressourcenanzeiger") führt zu einer ganz bestimmten Seite einer Website. Sie enthält zudem auch andere Informationen, wie das Protokoll (beispielsweise https).

  • Die URL dieser Seite lautet also https://www.experte.de/domains/domain-bedeutung.
  • Die Domain dieser Website lautet hingegen www.experte.de.

Domain-Aufbau: Die Bestandteile einer Domain

www.support.experte.de

Third-Level-Domain (Subdomain)

Third-Level-Domain (Subdomain)

Second-Level-Domain

Top-Level-Domain

Jede Domain besteht aus mehreren Komponenten. Der vollständige Name einer Domain wird als Fully Qualified Domain Name (auf Deutsch: vollqualifizierter Domain-Name) bezeichnet. Jenen kann man in drei Teile zerlegen:

  1. Top-Level-Domain
  2. Second-Level-Domain
  3. Third-Level-Domain

Es gibt noch eine vierte Komponente einer Domain, das sogenannte Root-Label. Im hierarchischen Datenbanksystem des Domain Name Systems – jenes können wir uns als Telefonbuch des Internets vorstellen, das die Korrespondenz zwischen Domainnamen und IP-Adressen ermöglicht – steht das Root-Label ganz oben.

Der Aufbau des FQDM, inklusive Root-Label.

Die Root-Domain ist in dann in die Top-Level-Domains unterteilt. Weil das Root-Label beim FQDN jedoch als „leer“ definiert und nicht dargestellt wird, können wir es ignorieren. Somit beginnt die Hierarchie – in der Domain von rechts nach links gelesen – mit der Top-Level-Domain.

Sehen wir uns die Komponenten einmal im Einzelnen an:

1.

Top-Level-Domain (TLD)

Die Top-Level-Domain ist die Domainendung, also der Teil hinter dem letzten Punkt. Bei www.experte.de ist die Top-Level-Domain also das „de“. Weitere Beispiele für Top-Level-Domains sind .com, .net oder .org. Dabei gibt es verschiedene Arten von Top-Level-Domains:

  • Generische Top-Level-Domains (gTLDs – generic top level domains)
    Generische TLDs sind international im Einsatz und nicht an bestimmte Länder gebunden. Sie können von jedem verwendet werden.
    Beispiele: .com. , .info. , .net. und .org
  • Länderspezifische Top-Level-Domain (ccTLD – country code top level domain)
    Hier handelt es sich um die typischen Domainendungen, die zugehörigen Ländern zugeordnet sind.
    Beispiele: .de, .us, .fr, .jp
  • Gesponserte Top-Level-Domains (sTLDs - sponsored top level domains)
    Hierbei handelt es sich um Domainendungen, die von bestimmten Organisationen oder Interessensgruppen benutzt werden, beispielsweise Universitäten.
    Beispiele: .gov, .edu, .jobs

Top-Level-Domains sind zwar der letzte Part einer Domain, stehen in der Hierarchie aber an erster Stelle: Bei der Namensauflösung, also der Übersetzung von Domain zu IP-Adresse, werden sie als erstes gelesen. Dadurch werden Websites zunächst in verschiedene Regionen oder Kategorien sortiert, ehe sie weiter unterteilt werden.

Insgesamt gibt es mehr als 1.500 Top-Level-Domains, die von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) verwaltet werden.

Die Rolle der ICANN

Die ICANN ist eine der wichtigsten Internetbehörden und die Hüterin der Domains. Die gemeinnützige Organisation ist für die „Sicherheit, Stabilität und Interoperabilität des Internets“ verantwortlich. Sie ermöglicht die Verwaltung von Top-Level-Domains und managt das Domain Name System (DNS). Auch die Genehmigung neuer TLDs ist eine Aufgabe der ICANN – zwischen 2013 und 2016 genehmigte die ICANN beispielsweise mehr als 1.200 neue gTLDs, unter anderem .shop oder .blog.

2.

Second-Level-Domain

Die Second-Level-Domain ist der Part der Domain, der den eigentlichen Website-Namen enthält. Er kann frei gewählt werden, sofern er nicht bereits vergeben ist – denn jede Kombination aus Second- und Top-Level-Domain kann es im Internet nur einmal geben (mehr dazu im nächsten Kapitel).

3.

Third-Level-Domain (Subdomain)

Bei Third-Level-Domains handelt es sich auch um Subdomains. Diese Unteradressen können verschiedene Bereiche innerhalb einer Website voneinander abtrennen. Es gibt beispielsweise mehrsprachige Websites, die verschiedene Sprachen auf verschiedene Subdomains aufteilen – beispielsweise könnte man de.experte.de und en.experte.de unterscheiden. Auch verschiedene Funktions- und Inhaltsbereiche einer Website lassen sich unterteilen, beispielsweise mit Subdomains wie blog oder shop.

Und auch beim www-Part handelt es sich um eine Third-Level-Domain.

Domain registrieren: So erhalten Sie eine Domain

Jetzt wissen Sie, was es mit der Domain auf sich hat – doch wie kommen Sie nun an die Domain Ihrer Wahl? Die Registrierung findet einfach und bequem online statt. Wenn Sie sich für einen Domainnamen entschieden haben, müssen Sie nur zum Domain-Anbieter Ihrer Wahl gehen und dort zunächst prüfen, ob die Domain überhaupt noch frei ist. Dafür gibt es in der Regel eine Suchfunktion beim Anbieter, beispielsweise hier bei IONOS:

Wenn die Wunschdomain bereits vergeben ist, schlagen die Domain-Dienste in der Regel Alternativen vor.

Wenn die gewünschte Domain verfügbar ist, können Sie sie beim Domain-Anbieter erwerben. Jener übermittelt die Domain nach dem Verkauf an die zuständige Vergabestelle. Falls Sie einen Homepage-Baukasten nutzen, können Sie Ihre Domain in der Regel auch direkt dort erwerben.

Falls die Domain Ihrer Wahl bereits vergeben ist, müssen Sie sie entweder umändern bzw. leicht anpassen oder versuchen, die Domain vom derzeitigen Inhaber abzukaufen. Dafür müssen Sie den aktuellen Inhaber natürlich erst ausfindig machen, was nicht immer ganz einfach ist. Wie es geht, lesen Sie im EXPERTE.de-Tutorial zum Thema Domaininhaber ermitteln.

Worauf Sie beim Domain-Kauf noch achten müssen und welche Anbieter infrage kommen, lesen Sie im EXPERTE.de-Domain-Vergleich.

Fazit

Die Domain ist der Name Ihrer Website, über die jene eindeutig zugeordnet werden kann. Sie besteht aus verschiedenen Komponenten, wie der Top-Level-Domain (beispielsweise .de oder .com), der Second-Level-Domain (dem eigentlichen Namen der Website) und verschiedenen Third-Level-Domains bzw. Subdomains.

Eine Domain können Sie ganz einfach bei einem Domain-Anbieter registrieren. Doch jede Kombination aus Top- und Second-Level-Domain kann es nur einmal geben – falls Ihre gewünschte Domain bereits vergeben ist, können Sie aber versuchen, den Domaininhaber ausfindig zu machen und die Domain abzukaufen.

Häufige Fragen & Antworten

Was ist eine Domain?
Eine Domain ist der weltweit einzigartige Name einer Website im Internet. Sie ist das einprägsamere Pendant zur IP-Adresse, die vom sogenannten Nameserver in den Domainnamen umgewandelt wird. Aus der IP-Adresse 104.26.5.112 wird somit die Domain www.experte.de, die einfach über den Browser aufgerufen werden kann.

Wie bekomme ich eine Domain?
Eine Domain kann man bei einem Domain-Anbieter kaufen und registrieren. Allerdings kann es jede Domain nur einmal geben: Falls die von Ihnen gewünschte Domain bereits vergeben ist, können Sie aber versuchen, den Domaininhaber ausfindig zu machen und die Domain abzukaufen.

Welche Vorteile hat eine eigene Domain?
Wenn Sie eine professionelle Website erstellen möchten, ist eine eigene Domain unverzichtbar. Die Domain ist das erste, was Besucher Ihrer Website sehen, und weshalb der Domainname gut gewählt sein sollte. Mit einer eigenen Domain können Sie auch eine eigene E-Mail-Adresse verknüpfen, als Alternative zu E-Mail-Diensten wie Gmail oder GMX.

Autor: Janis von Bleichert
Janis von Bleichert hat Wirtschaftsinformatik an der TU München und Informatik an der TU Berlin studiert. Er ist seit 2006 selbständig und ist der Gründer von EXPERTE.de. Er schreibt zu den Themen Hosting, Software und IT-Security.