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vServer Vergleich - 200+ Tarife im Vergleich

Hilft Ihnen unser Vergleich?
4.7

Virtuelle Server (vServer) bieten viele Vorteile und sind sehr flexibel einsetzbar. Wer sich für einen vServer entschieden hat und sein eigenes Internetprojekt realisieren möchte, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Produktvarianten und Leistungsstufen diverser Anbieter. Es stehen vServer mit unterschiedlicher Anzahl virtueller Prozessorkerne, verschieden großem virtuellem Arbeitsspeicher und unterschiedlichem Speicherplatz zur Verfügung. Mit dem EXPERTE.de vServer Vergleich finden Sie schnell und einfach den passenden vServer für Ihr Projekt.

Speicherplatz
0
RAM
0
CPU-Kerne
0
Server-Art
Betriebssystem
Features
Kundenbewertung
Serverstandort
Vertragslaufzeit
netcupnetcup Server
 1233
2,69 €
∅ mtl. Effektivpreis
ohne Vertragslaufzeit
7 Euro Gutschein für Neukunden
große Auswahl an Konfigurationen
Anbieter mehrfach ausgezeichnet
Managed oder Root-Server
netcup VPS 200
vServer (Linux)
1
CPU-Kern
2
GB RAM
20
GB Speicher (SSD)
1blu1blu Server
 161
2,95 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
große Auswahl an Konfigurationen
günstige Preise
geringe Kundenzufriedenheit
unzureichender Support
1blu vServer 4R (12 Monate)
vServer (Linux)
1
CPU-Kern
4
GB RAM
60
GB Speicher (SSD)
ContaboContabo Server
 922
3,99 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
sehr günstige vServer
viele Konfigurationsmöglichkeiten
Linux oder Windows möglich
ausgezeichneter Support
Contabo VPS 300
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
4
GB RAM
300
GB Speicher (HDD)
STRATOSTRATO Server
 2655
5,00 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
große Auswahl an Konfigurationen
bietet Linux und Windows Server
viele Server auch managed
häufige Preisänderungen
STRATO V-Server Linux V10 (12 Monate)
vServer (Linux)
1
CPU-Kern
2
GB RAM
50
GB Speicher (SSD)
dogadodogado Server
 1654
5,90 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
Windows zum gleichen Preis
flexible Vertragslaufzeit
SSD bei allen Servern
vServer vermarktet als Cloud Server
dogado Cloud Server S 2.0
vServer (Linux)
1
CPU-Kern
2
GB RAM
100
GB Speicher (SSD)
AlfahostingAlfahosting Server
 2092
5,99 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
automatische, tägliche Backups
vServer alle mit SSD
vServer auch mit Windows
vServer vermarket als Cloud Server
Alfahosting Cloud Server S (12 Monate)
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
2
GB RAM
50
GB Speicher (SSD)
1&1 IONOS1&1 IONOS Server
 5785
9,17 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
große Auswahl an Konfigurationen
bietet echte Cloud Server
bietet Linux oder Windows Server
Rechenzentrum USA möglich
1&1 IONOS VPS M (12 Monate)
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
2
GB RAM
80
GB Speicher (SSD)
Host EuropeHost Europe Server
 2874
9,99 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
alle Server mit SSD oder HDD
alle Server mit Linux oder Windows
kurze Vertragslaufzeit
missverständliche Namen der Server
Host Europe Virtual Server Starter
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
2
GB RAM
100
GB Speicher (SSD)
GreatnetGreatnet Server
 748
9,99 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
übersichtliche Preisstruktur
kurze Vertragslaufzeit
geringe Auswahl
keine SSD möglich
Greatnet Entry v2
vServer (Linux)
1
CPU-Kern
1
GB RAM
60
GB Speicher (HDD)
webgowebgo Server
 859
20,78 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
alle Server als Root oder managed
alle Server mit SSD oder HDD
Managed Server mit Let's Encrypt
mit DDoS Protection
webgo vServer Starter
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
8
GB RAM
300
GB Speicher (HDD)
GoneoGoneo Server
 154
22,36 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
Server von Goneo gemanaged
Let's Encrypt SSL kostenlos
externe Domains kostenlos
bietet keine SSD
Goneo Webserver Start (12 Monate)
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
3
GB RAM
200
GB Speicher (HDD)
HetznerHetzner Server
 650
35,95 €
∅ mtl. Effektivpreis
monatlich kündbar
große Auswahl an Konfigurationen
sehr günstige Preise
bietet echte Cloud Server
1 Gbit/s Anbindung
Hetzner MC40
vServer (Linux)
2
CPU-Kerne
8
GB RAM
200
GB Speicher (SSD)
MittwaldMittwald Server
 692
37,13 €
∅ mtl. Effektivpreis
12 Monate Laufzeit
Server von Mittwald gemanaged
alle Server mit SSD-Festplatten
automatische Backups inklusive
Kostenloses Let's Encrypt SSL
Mittwald Managed vServer L (12 Monate)
vServer (Linux)
4
CPU-Kerne
6
GB RAM
150
GB Speicher (SSD)

vServer Vergleich - So finden Sie den passenden Server

Virtuelle Server (vServer) bieten viele Vorteile und sind sehr flexibel einsetzbar. Wer sich für einen vServer entschieden hat und sein eigenes Internetprojekt realisieren möchte, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Produktvarianten und Leistungsstufen diverser Anbieter. Je nach Produkt und Leistungsfähigkeit eignen sie sich für bestimmte Projekte besser oder weniger gut. Sie sollten bei der Wahl des vServers darauf achten, dass er die Anforderungen Ihres Internetauftritts, des Onlineshops oder der Internetanwendung erfüllt und genügend Reserven besitzt, um auch Lastspitzen zu bewältigen.

Es stehen vServer mit unterschiedlicher Anzahl virtueller Prozessorkerne, verschieden großem virtuellem Arbeitsspeicher und unterschiedlichem Speicherplatz zur Verfügung. Auch das Betriebssystem, ob Windows oder eine bestimmte Linux-Distribution, ist in der Regel wählbar. Zusätzlich zu den technischen Ausstattungsmerkmalen und Leistungsdaten sind vertragliche Aspekte wie Vertragslaufzeiten oder der Standort der Leistungserbringung bei der Beauftragung eines vServer-Produkts zu berücksichtigen. In den folgenden Kapiteln erhalten Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Merkmale, die die Wahl des richtigen vServers für Ihr Internetprojekt beeinflussen.

Einführung

Wie es der Name schon verrät, handelt es sich bei einem vServer um einen Server, der virtuell bereitgestellt wird. Er steht Ihnen nicht auf einer dediziert zugeordneten Hardware zur Verfügung, sondern ist als eine virtuelle Server-Instanz auf einem Hostsystem realisiert. Auf dem Hostsystem sind weitere vServer anderer Kunden konfiguriert, die sich die Ressourcen der gemeinsamen Hardware-Plattform teilen. Da die Ressourcen nicht dediziert einem einzigen Server zugewiesen sind, können sich die einzelnen Systeme trotz softwaremäßiger Abschottung unter Umständen in ihrer Leistungsfähigkeit gegenseitig beeinflussen. Für den Anwender erscheinen die vServer jedoch wie eigene Server. Der Anwender hat exklusiven Zugriff auf seinen vServer und kann seine Server-Funktionen voll kontrollieren.

Flexible Leistung

Die Leistungsfähigkeit des Servers ist maßgeblich von den zugewiesenen virtuellen Ressourcen abhängig. Soll ein vServer mehr Leistungsfähigkeit erhalten, ist dies schnell und unkompliziert möglich, indem der Provider ihm weitere virtuelle Ressourcen zuteilt. Weder zusätzliche Hardware muss installiert werden noch ist der Betrieb des vServers zu unterbrechen. Diese flexible Zuteilung virtueller Server-Ressourcen ist einer der großen Vorteile der vServer. Das Gegenstück zum vServer ist der Dedicated Server, bei dem die Hardware dem Server fest zugeordnet ist und nur durch Hardwareerweiterungen verändert werden kann. Dank vollem Root-Zugriff haben Anwender große Freiheiten in der Konfiguration ihres vServers. Die von den Providern eingesetzten Virtualisierungslösungen bleiben für die Kunden in der Regel verborgen. Typische Virtualisierungslösungen sind beispielsweise VMware, Virtuozzo oder Microsoft Hyper-V. vServer sind für solche Anwender ideal geeignet, die die Freiheit eines eigenen Servers benötigen und gleichzeitig auf ein günstiges Serverangebot zugreifen möchten. Virtuelle Server stellen eine kostengünstige und flexible Alternative zu einem Dedicated Server oder zu einem Managed Server dar. Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Speicherkapazität sind vom gebuchten Tarif abhängig.

Root Server

Wie bereits erwähnt, haben Anwender in der Regel volle Root-Berechtigung auf ihrem vServer. Lediglich die Funktionen und Konfigurationen der Virtualisierungslösung und der Zugriff auf die eigentliche Hardware-Plattform sind dem Provider vorbehalten. Dank Root-Berechtigung ist der Zugriff auf alle wichtigen und für das Hosting eigener Internetprojekte relevanten Funktionen möglich. Programme wie Datenbanken, Skriptsprachen oder Server-Software lassen sich installieren. Beliebige Anwendungen und Services sind auf dem Server betreibbar. Aufgrund dieser Freiheiten ist der Anwender voll für das Management seines virtuellen Servers verantwortlich. Hierfür benötigt er entsprechendes Server-Know-how. Um alle Belange der gemeinsamen Hardware-Plattform, der Virtualisierungslösung, der Zuteilung virtueller Ressourcen und der Anbindung des vServers an das Internet kümmert sich der Provider.

Vorteile & Nachteile

Der virtuelle Server verhält sich für den Anwender wie ein eigener Server und bietet die vollen Freiheiten des Root-Zugriffs

vServer sind in der Regel günstiger als Dedicated Server oder Managed Server und bieten ähnlichen Leistungsumfang

Die vServer verschiedener Kunden sind logisch voneinander getrennt

Die Leistung der Server lässt sich durch Zuweisung von virtuellen Ressourcen schnell und flexibel verändern

Tarife und Leistungsstufen sind in der Regel ohne Betriebsunterbrechung upgradebar

Ausfälle lassen sich abfangen, indem der vServer auf der Hardwareplattform beliebig verschiebbar ist

Betriebssysteme wie Windows und Linux sind wählbar

Verschiedene Kunden teilen sich die Leistung der gemeinsamen Hardware-Plattform und beeinflussen sich unter Umständen gegenseitig

Die Leistung des vServers kann abhängig von anderen virtuellen Servern auf der Plattform schwanken

Anwender benötigen Server-Know-how und müssen sich selbst um die Installation und das Management von Software kümmern

Betriebssysteme

Fast alle Anbieter virtueller Server lassen den Kunden beim Betriebssystem freie Wahl. Meist stehen verschiedene Windows-Server-Varianten und Linux-Distributionen zur Verfügung. Typische Betriebssysteme für vServer sind:

  • Windows Server 2012 R2
  • Windows Server 2016
  • Linux Ubuntu
  • Linux CentOS
  • Linux Debian
  • Linux openSUSE

Das Betriebssystem steuert den Server und all seine für das Webhosting oder die Webanwendungen benötigten Funktionen. Je nach Betriebssystem hat der vServer spezifische Vor- und Nachteile für bestimmte Anwendungen oder Internetprojekte. In manchen Fällen bestimmt die auf dem vServer zu betreibende Software oder Anwendung aufgrund von Kompatibilitätsanforderungen das Betriebssystem. Linux ist sehr beliebt und weitverbreitet, wenn es um die Realisierung von Internetauftritten mit Content-Management-Systemen wie Joomla oder Wordpress geht. Windows ist häufig im Microsoft-Umfeld zu finden und hat seine Stärken im Projekt- und Kommunikationsumfeld. Windows-vServer sind sehr gut in bestehende Microsoft-Umgebungen integrierbar.

Linux vServer

Im Webhosting- und Serverumfeld zählt Linux mit seinen verschiedenen Distributionen zu den Pionieren. Weltweit sind viele virtuelle Server mit diesem Betriebssystem ausgestattet und arbeiten sicher und flexibel. Linux ist als freie Software verfügbar und zeichnet sich durch seine Flexibilität und die zahlreichen verfügbaren Erweiterungen mit Open-Source-Lizenz aus. Vor allem, wenn Content-Management-Systeme auf dem Server betrieben werden, die auf MySQL-Datenbanken und der Skriptsprache PHP basieren, arbeitet Linux sehr effizient und performant. Für die Administration eines vServers mit Linux-Betriebssystem stehen sowohl Tools mit grafischer Benutzeroberfläche als auch Kommandozeilenanwendungen zur Verfügung. Um einen Server sicher mit Linux zu betreiben, ist entsprechendes Linux-Know-how notwendig.

Windows vServer

Auch Windows ist auf vielen vServern zu finden. Es stehen Server-Varianten des Microsoft-Betriebssystems wie Windows Server 2012 R2 oder Windows Server 2016 zur Verfügung. In bestimmten Fällen ist die Verwendung von Windows zwingend erforderlich, beispielsweise wenn Microsoft-Anwendungen wie SharePoint oder Exchange auf dem vServer betrieben werden sollen. Bestimmte Microsoft-Websoftware setzt das Betriebssystem Windows voraus. Lange Zeit erforderte auch das ASP.NET Web-Application-Framework Windows. Inzwischen kann es ebenfalls auf Linux-Systemen bereitgestellt werden. vServer mit Windows bieten ideale Lösungen, wenn es um die Integration von Services und Anwendungen in vorhandene Microsoft-Umgebungen von Unternehmen geht. So ermöglicht ein Windows-vServer das gemeinsame Arbeiten an Dateien von Microsoft-Office-Anwendungen oder in Projektverzeichnissen. Administriert wird der Windows-vServer per grafischer Benutzeroberfläche und verschiedenen Kommandozeilentools. Eine typische Virtualisierungslösung für Windows-Server ist Microsoft Hyper-V.

Technische Ausstattung

Auch wenn vServern keine dedizierten, sondern nur virtuelle Ressourcen zugeordnet sind, handelt es sich dennoch um leistungsfähige Serversysteme, auf denen sich verschiedene Anwendungen und Internetservices betreiben lassen. Wie ein dedizierter Server besitzt der vServer bestimmte Merkmale wie Anzahl der Prozessorkerne, Arbeitsspeicher und Festplattengröße, die seine Leistungsfähigkeit bestimmen. Der vServer erhält quasi Rechte zur Nutzung der Hardware-Ressourcen der zugrundeliegenden Plattform. Er besitzt damit die gleichen Leistungsmerkmale wie ein physischer Server. Für die Leistungsfähigkeit eines vServers sind folgende virtuelle Ausstattungsmerkmale maßgeblich verantwortlich:

  • Typ des virtuellen Prozessors
  • Anzahl der virtuellen Prozessorkerne
  • Größe des virtuellen Arbeitsspeichers
  • vorhandene virtuelle Festplattenkapazität
  • Typ des zugrundeliegenden Festplattenspeichers - HDD oder SSD

Im Gegensatz zum Dedicated Server erfordert die Neuzuweisung von Ressourcen bei einem vServer keinen physischen Austausch von Hardware. Solange die gemeinsame Hardware-Plattform noch Kapazitäten anbietet, lassen sich virtuelle Ressourcen den einzelnen virtuellen Servern zuweisen. Downtimes des vServers entstehen durch ein Leistungsupgrade in der Regel nicht. Die neuen Ressourcen stehen binnen kürzester Zeit zur Nutzung im laufenden Betrieb zur Verfügung.

Prozessor

Wie bei einem dedizierten Server hängt beim virtuellen Server die Rechenleistung maßgeblich von dem Prozessortyp und der Anzahl virtueller Prozessorkerne (vCores) ab. Je größer die Anzahl an virtuellen Kernen ist, die der vServer verwenden kann, desto mehr Berechnungen und Aufgaben kann er gleichzeitig ausführen. Die Anzahl der virtuellen Prozessorkerne stellt ein Maß für seine Multitaskingfähigkeit dar. Wichtig kann dies beispielsweise sein, wenn ein Onlineshop mit vielen gleichzeitigen Besuchern betrieben werden soll. Typische Werte für die Anzahl an virtuellen Kernen sind eins, zwei, vier, acht und 16.

Arbeitsspeicher

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Leistungsfähigkeit des virtuellen Servers ist der zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher (RAM). Je mehr virtueller Arbeitsspeicher einem Server zugewiesen ist, desto mehr Daten können für die Verarbeitung durch den Prozessor direkt bereitgestellt werden. Ist der Arbeitsspeicher zu klein, muss der Prozessor warten, bis die Daten von dem langsameren Festplattenspeicher geladen wurden. Der Prozessor kann in dieser Zeit nicht arbeiten und die Performance des virtuellen Servers sinkt. Werden Anwendungen betrieben, die große Datenmengen schnell verarbeiten sollen, ist der Arbeitsspeicher entsprechend groß zu wählen. Typische Werte sind zwei, vier, acht oder 16 Gigabyte RAM und mehr.

Festplatte

Der Festplattenspeicherplatz wird dem vServer ebenfalls virtuell zugewiesen. Allerdings bestimmt die zugrundeliegende physische Festplattentechnik der gemeinsamen Hardware-Plattform die Geschwindigkeit und Performance des virtuellen Festplattenspeichers. Grundsätzlich stehen die beiden Festplattentechniken HDD (Hard Disk Drives) und SSD (Solid State Drives) zur Verfügung. Während HDD-Festplatten mit mechanischen Teilen und rotierenden Magnetplatten arbeiten, ist das Funktionsprinzip der SSD-Festplatten rein elektronisch. HDD-Festplatten bieten günstigeren Speicherplatz, sind allerdings langsamer im Zugriff und aufgrund der Mechanik fehleranfälliger. SSDs arbeiten schneller, haben keine Mechanik, die ausfallen kann, sind aber teurer. Abhängig von Anbieter und vServer-Produkt stehen HDDs, SSDs oder Mischformen aus beiden Techniken für den vServer in verschiedenen Größen zur Verfügung. Die zugrundeliegende Technik kann den jeweiligen Produktmerkmalen des vServers entnommen werden. Mehr und mehr setzen sich reine SSD-Lösungen oder SSD-HDD-Mischformen durch. Reine HDD-Lösungen sind bei vServern nur noch selten vorzufinden. Mischformen bieten den Vorteil, dass sie einen guten Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit erzielen. Häufig abgerufene Daten lassen sich auf den schnellen SSDs speichern und weniger oft benötigte, aber große Datenmengen auf den günstigeren HDDs.

Um die Datensicherheit zu gewährleisten und die Kunden vor Datenverlust zu schützen, betreiben die Provider die Festplattenspeicher im Hintergrund oft in einem RAID-Verbund. Dies ist für die Kunden transparent und in den Leistungsmerkmalen der vServer oft nicht dargestellt, sorgt aber für schnellere Datenzugriffe oder die Spiegelung der gespeicherten Daten. RAID steht für (Redundant Array of Independent Disks) und bezeichnet eine Technik, die mehrere Festplatten zu einer logischen Einheit zusammenfasst. So ermöglicht ein RAID-Laufwerk mit RAID-Level 0 eine höhere Transferrate dank zweier kombinierter Laufwerke. Der RAID-Level 1 sorgt für parallel auf zwei Festplatten gespeicherte Daten, die bei einem Hardwaredefekt einer Platte weiterhin vorhanden sind. RAID-Level 10 kombiniert Level 1 und Level 0 und sorgt sowohl für Datenspiegelung als auch für höhere Schreib-/Lesegeschwindigkeiten. Auf Basis der verschiedenen Festplattenkonfigurationen weisen die Anbieter den einzelnen vServern jeweils virtuellen Festplattenspeicherplatz zu. Für die Kunden erhöht sich dadurch die Performance und Datenausfallsicherheit.

Vertragslaufzeit

In Ergänzung zu den technischen Leistungsmerkmalen sind vertragliche Regelungen wichtige Kriterien zur Auswahl eines vServers. Die Laufzeit eines Vertrags bestimmt, wie lange sich ein Kunde an einen bestimmten Anbieter und seine vServer-Produkte bindet. Eine vorzeitige Beendigung des Vertrags ist in der Regel nicht möglich. Lediglich innerhalb der verschiedenen vServer-Produkte eines Anbieters kann zu höheren Leistungsstufen gewechselt werden (Upgrades). Wer einen Anbieter und die Leistungsfähigkeit seiner vServer nicht kennt und sich die Möglichkeit eines Providerwechsels nicht verbauen möchte, sollte möglichst kurze Laufzeiten wählen. Mit längeren Laufzeiten hingegen lassen sich Kosten in der Bereitstellung des vServers sparen.

Standort

Auch wenn der vServer virtuell arbeitet und lediglich eine Instanz auf einem physischen System ist, gibt es dennoch einen Bereitstellungsstandort. Dieser ist in der Regel das Rechenzentrum des Anbieters. Der Standort kann entscheidenden Einfluss auf die Wahl eines bestimmten Providers oder Produkts haben. Nur bei Standorten innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union ist die Einhaltung der strengen deutschen und europäischen Datenschutzrichtlinien sichergestellt. Sind strenge Anforderungen der zu betreibenden Anwendungen in dieser Hinsicht zu erfüllen, scheiden vServer mit Standorten außerhalb Europas oft aus. Der Standort ist unter Umständen ein Kriterium für die Ladezeiten von Internetseiten. Je näher sich der Standort am User der Services befindet, desto weniger Wegstrecke haben die Datenpakete zurückzulegen. Allerdings kann ein nicht performant an das Internet angebundener vServer in Deutschland eine schlechtere Performance haben als ein vServer beispielsweise in den USA mit hoher Internetbandbreite.

Autor: Stefan Luber
Stefan Luber ist Dipl-Ing. (FH) Nachrichtentechnik, freiberuflicher IT-Consultant, Texter und technischer Redakteur mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Auf EXPERTE.de schreibt er zu den Themen Hosting und Business-Software.