ConvertKit - E-Mail Marketing Software im Test

Ein gutes E-Mail-Marketing-Tool sollte Ihre Marketingstrategie bestmöglich unterstützen. Damit das gelingt, müssen Sie sich über Ihre Anforderungen genau im Klaren sein, denn besonders beim Bedienkomfort und Funktionsumfang unterscheiden sich die verschiedenen Dienste deutlich voneinander. Wesentlich ist, dass Ihre Kampagnen so umgesetzt und optimiert werden können, wie Sie es sich vorstellen. Doch welcher Anbieter bietet welche Features - und was benötigen Sie wirklich, um eine erfolgreiche Kampagne umzusetzen?

Um diese Fragen zu klären, haben wir einige der beliebtesten Lösungen auf den Prüfstand gestellt. Dazu zählt auch ConvertKit.

Was ist ConvertKit?

ConvertKit wurde im Jahr 2013 vom Blogger Nathan Barry gegründet. Bis heute zielt der Dienst vor allem auf Content-Creator ab - also Blogger, Podcaster, Streamer oder YouTuber. Zwar lassen sich mittlerweile auch Marketing-Kampagnen mit Produktfokus umsetzen, die Herkunft und Zielgruppe des Dienstes spürt man jedoch in jedem Bereich deutlich. Dies bringt Vor- und Nachteile: ConvertKit ist weniger ein universell einsetzbares, sondern eher ein spezialisiertes Tool, das nur für bestimmte Einsatzbereiche wirklich gut geeignet ist.

Für wen sich ConvertKit am besten eignet, wo seine Stärken und Schwächen liegen und was Sie sonst noch über den US-Dienst wissen müssen, haben wir uns in unserem Test genau angeschaut.

Testbericht

Testurteil
2,0
10/2020
gut
zum Anbieter
Einrichtung & Bedienung
Note 1,3
E-Mails sammeln
Note 1,7
Support
Note 1,7
E-Mails senden
Note 2,3
Tracking & Statistiken
Note 3,0
1.

Pro & Contra

hohe Zustellbarkeit durch den Fokus auf Klartext-Newsletter

einfache Navigation und Bedienung

gute Tagging- und Segmentierungsoptionen für Kontakte

guter Formular- und Landing-Page-Editor

einfacher und leistungsstarker Segment- und Workflow-Editor

Statistiken sehr überschaubar

Funktionen im Newsletter-Editor sehr eingeschränkt

keine Newsletter-Designvorlagen

komplette Webseite sowie Support nur in englischer Sprache

2.

Einrichtung & Bedienung

ConvertKit können Sie nicht nur gratis testen, es gibt seit Januar 2020 auch ein gänzlich kostenloses Paket mit eingeschränkten Funktionen. Registrierung und Einrichtung sind innerhalb weniger Minuten erledigt, denn Sie müssen keine Freischaltung abwarten und können gleich mit der Testphase loslegen. Dies funktioniert - mit Ausnahme der Automation - auch ohne das Hinterlegen von Zahlungsinformationen.

Bei ConvertKit liegt der Fokus voll auf den Abonnenten, ein klassisches Dashboard gibt es nicht. Stattdessen landen Sie gleich auf dem Reiter Landing Pages & Forms, wo Sie gefragt werden, ob Sie Abonnenten bevorzugt per Formular oder Landing-Page sammeln möchten. Spracheinstellungen gibt es leider nicht: ConvertKit steht ausschließlich auf Englisch zur Verfügung.

Statt Sie einfach ins kalte Wasser zu werfen, bietet ConvertKit beim Einstieg eine Checkliste, die Sie abarbeiten können. Hierüber werden Sie Schritt für Schritt durch alle Bereiche begleitet und lernen, wie Sie folgende Elemente erstellen:

  • Landing-Pages
  • Kontaktlisten
  • Formulare
  • Newsletter
  • E-Mail-Sequenzen
  • Automationen

Erste Schritte mit ConvertKit

In jedem Bereich erwartet Sie beim ersten Besuch ein ausführliches Tutorial-Video, in dem Ihnen alle Funktionen anschaulich erklärt werden. Über die Checkliste durchlaufen Sie nahezu alle Funktionen von ConvertKit, sodass Sie nichts weiter auf eigene Faust erkunden müssen, um Ihre erste Automation oder Ihren ersten Newsletter zu erstellen.

Falls Sie eine eigene Webseite betreiben und ConvertKit per Plugin verknüpfen möchten, lohnt sich ein Blick auf den Reiter Automations, wo sich der Unterpunkt Integrations befindet. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Schnittstellen, die zur Verfügung stehen.

Schnittstellen, Plugins und Apps bei ConvertKit

Die E-Mail-Adresse, mit der Sie sich registrieren, wird als Absender-Adresse automatisch hinzugefügt und per E-Mail link verifiziert. In den Einstellungen können Sie darüber hinaus eine eigene Domain für eine in ConvertKit erstellte Landing-Page oder für Ihre Absender-E-Mail-Adresse hinzufügen. Verifiziert wird die Domain in beiden Fällen über DNS-Records. Erweiterte Authentifizierungsmöglichkeiten per DKIM oder SPF (Sender Policy Framework) gibt es bei ConvertKit nicht.

Domain-Authentifizierung für Landing-Pages und E-Mails

Da sich ConvertKit überwiegend auf Text-E-Mails konzentriert und für die Einbindung des Tools auf der eigenen Webseite Plugins zur Verfügung stehen, ist die Zustellbarkeit insgesamt trotz eingeschränkter Authentifizierungsmöglichkeiten sehr hoch. Das Einbinden in WordPress ist dank API-Key und API-Schlüssel sehr unkompliziert. Beides kopieren Sie einfach aus den Einstellungen an die entsprechende Stelle im Plugin.

Bevor Sie Ihre ersten Newsletter verschicken, lohnt sich ein Blick in die Kontoeinstellungen. Hier stehen Ihnen zusätzlich Optionen zur Integration des DSGVO-konformen Double-Opt-In-Verfahrens sowie allgemeine Einstellungen zu Versandzeiten, der Landing-Page und mehr zur Verfügung.

Die Ersteinrichtung ist schnell abgeschlossen und wird durch die Checkliste sinnvoll unterstützt. Durch zahlreiche Integrationsmöglichkeiten in Drittanbieter-Dienste wie WordPress, Thrive Leads, Zapier oder Unsplash lässt sich der Dienst gut mit weiteren Tools verknüpfen. Eine allgemeine Schnittstelle zu nicht direkt unterstützten Tools gibt es jedoch nicht, und auch weitere Einstellungsmöglichkeiten zum Tracking oder zu Statistiken haben wir im Test vermisst.

Diese Konzentration aufs Wesentliche macht ConvertKit aber auch aus, und man spürt sie in jedem Bereich. Schade ist nur, dass keine deutsche Lokalisierung zur Verfügung steht.

Note: 1,3

3.

E-Mails sammeln

Für den Import bestehender Abonnenten gibt es bei ConvertKit drei Wege. Sie können sie:

Damit sind die wichtigsten Möglichkeiten zur Übernahme vorhandener Kontakte vorhanden. Gut gelöst ist zudem das automatische Zuweisen von einzelnen Kontakten oder ganzen Listen zu bestimmten E-Mail-Sequenzen. Außerdem können Sie neuen Empfängern gleich beim Anlegen verschiedene Tags (Kennzeichnungen) zuweisen, die dann wiederum als Auslöser für Sequenzen oder zur Kategorisierung von Kontakten dienen können. Kontaktlisten direkt mit Datenbanken zu synchronisieren ist jedoch nicht möglich.

Kontakte Anlegen oder importieren

Im Bereich Landing Pages & Forms haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Arten von Formularen oder schwebende Leisten anzulegen, die Sie per Link, Javascript, HTML-Code oder auch direkt in WordPress oder Unbounce (mit dem entsprechenden ConvertKit-Plugin) einbinden können. Alternativ ist es auch möglich, ein Formular direkt in eine bei ConvertKit erstellte Landing-Page einzubinden. Alle Formulare lassen sich auch als Auslöser definieren, um bestimmte Aktionen durchzuführen oder Tags zuzuweisen, wenn sich ein Nutzer über das Formular registriert.

Formulare bei ConvertKit

Der Formular-Editor ist selbsterklärend und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten, auch wenn wir uns ein wenig mehr Gestaltungsfreiraum beim Layout und Design gewünscht hätten. Generell lassen sich professionelle Formulare schnell anlegen, was das Sammeln neuer Kontakte einfach macht.

Nach der Erstellung des Layouts haben Sie über die Einstellungen im Formular-Editor die Möglichkeit, Einzelheiten wie die Weiterleitungs-Domain, die dazugehörige Landing-Page sowie Tag-Zuweisungen und mehr einzurichten. Außerdem können Sie das Formular ausblenden und alternative Inhalte für Besucher festlegen, die bereits registriert sind. Dies ist bei den meisten anderen Anbietern nicht so einfach möglich.

Formulareditor bei ConvertKit

Auch über eigene Landing-Pages, die Sie ebenfalls im Bereich Landing Pages & Forms erstellen können, lassen sich Kontakte sammeln. Der Editor ist recht unspektakulär und bietet nur eine Handvoll Design-Templates, enthält aber die wichtigsten Funktionen. Im Vergleich zu den meisten anderen Anbietern ist alles etwas simpler und übersichtlicher gehalten. Dennoch können Sie ohne großen Zeitaufwand professionelle Resultate erzielen und die wichtigsten Anpassungen vornehmen.

Über das WordPress-Plugin lassen sich hier erstellte Landing-Pages auch direkt in die eigene Webseite einbetten. Außerdem bietet ConvertKit bei Landing-Pages die Möglichkeit, Google Analytics, Facebook Business sowie Segment und Pinterest Tracking- und Analysedaten zu verknüpfen. Ähnlich wie bei den Formularen können Sie zudem unterschiedliche Inhalte für registrierte und nicht registrierte Nutzer anzeigen lassen.

Landing-Page-Editor

Unterm Strich ist der Funktionsumfang in den Editoren überschaubar. Es handelt sich auch nicht - wie bei den meisten Mitbewerbern - um Drag-and-Drop-Editoren, was das Personalisieren etwas umständlicher macht, zumal die Möglichkeiten insgesamt eingeschränkt sind. Dennoch überzeugen die Resultate, denn sowohl Landing-Pages als auch Formulare wirken professionell und sauber.

Das Anlegen von Kontaktlisten und das gezielte Zuweisen von Tags, Benutzergruppen & Co. funktioniert reibungslos. Damit bietet ConvertKit die wichtigsten Funktionen zum Sammeln von E-Mail-Adressen. Erweiterte Möglichkeiten wie SMS-Dialoge, Synchronisation mit Datenbanken oder eigene Felder für Adressdaten beim manuellen Anlegen sind aber leider nicht vorhanden, was die Möglichkeiten etwas einschränkt.

Note: 1,7

4.

E-Mails senden

Beim Erstellen von Kampagnen stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Broadcasts
  • Automationen
  • Sequenzen

Unter Broadcasts versteht ConvertKit klassische Newsletter, die Sie einmalig manuell an verschiedene Kontaktlisten oder an bestimmte Gruppen verschicken können. Hierfür steht ein eigener Reiter zur Verfügung. Mit einem Klick auf New Broadcast springen Sie direkt zur Auswahl der Kontakte, die den Newsletter erhalten sollen.

Newsletter bei ConvertKit erstellen

Im Bereich Automations können Sie drei verschiedene Arten von automatischen E-Mails anlegen:

  • Automationen (Workflows)
  • Sequenzen (E-Mail-Abfolgen)
  • RSS-Feeds (als automatische, wiederkehrende E-Mails)

Der Workflow-Editor im Bereich der Automationen ist sehr gelungen, da Sie ihn intuitiv bedienen können. Dank verschiedener Vorlagen, die sich individuell anpassen lassen, können Sie automatisierte E-Mail-Abläufe erstellen, die an bestimmte Ereignisse gekoppelt sind. Sie können Bedingungen festlegen, Verzögerungen einbauen, A/B-Tests implementieren und Aktionen festlegen. Auf den ersten Blick wirkt der Workflow-Editor recht komplex, doch wenn Sie sich etwas intensiver mit Automatisierungen befassen, werden Sie sich auch ohne Programmierkenntnisse schnell zurechtfinden.

Im Vergleich zu anderen Anbietern sind die Möglichkeiten im Bereich der Transaktions-Mails bei ConvertKit deutlich eingeschränkter. Das Einrichten von Bedingungen, um bestimmten Nutzergruppen auf sie zugeschnittene E-Mail-Inhalte zukommen zu lassen, ist hingegen sehr gut gelöst, genau wie das automatische Tagging bei bestimmten Ereignissen.

Alternativ können Sie statt an Bedingung geknüpfter Workflows auch E-Mail-Sequenzen erstellen. Diese richten sich an bestimmte Nutzergruppen, denen Sie E-Mails in einer bestimmten zeitlichen Abfolge zukommen lassen können. Ergänzend dazu gibt es im Bereich RSS die Möglichkeit, eine Verknüpfung zu einem bestehenden RSS-Feed herzustellen und dessen Inhalte zu bestimmten Zeiten an festgelegte Benutzergruppen oder Kontaktlisten zu versenden. Leider lassen sich RSS-Feed-Inhalte nicht in Broadcasts oder Automatisierungs-Abläufe integrieren. Auch können Sie die RSS-Feed-E-Mails nicht individuell gestalten.

Beim E-Mail-Editor handelt es sich um einen reinen Texteditor, der um einige Zusatzfunktionen wie das Einfügen von Bildern oder Buttons erweitert wurde. Ohne Drag-and-drop sind umfangreiche Designmöglichkeiten nicht möglich und der Editor erinnert eher an das Textfeld in einem klassischen E-Mail-Client.

Newsletter-Editor bei ConvertKit

Zwar gibt es insgesamt drei E-Mail-Vorlagen, aus denen Sie wählen können, auch hierbei handelt es sich aber mehr oder weniger um reine Text-E-Mail-Vorlagen. Dies hat bei ConvertKit allerdings System, denn der Dienst sieht sich nicht als Sales-Marketing-Tool, sondern konzentriert sich auf textlastige E-Mails. So sollen die Newsletter eher an persönliche E-Mails erinnern, statt an bunte Werbe-Mails, wie man sie von großen Konzernen erhält.

Die hohe Zustellrate gibt dem Anbieter durchaus recht und auch in unserem Test landete keine der versendeten Test-E-Mails im Spam-Ordner. Ein gutes Argument also für alle, die qualitativ hochwertigen Content statt aufwendig designter Prospekte im E-Mail-Format versenden möchten. Wenn Sie es dennoch etwas bunter und individueller mögen, müssen Sie auf den HTML-Import ausweichen und die Newsletter in einer externen Software gestalten.

Es ist uns etwas schwer gefallen, den E-Mail-Versand bei ConvertKit objektiv zu bewerten. Einerseits ist alles sehr einfach aufgebaut, es gibt komplexe Automatisierungsmöglichkeiten und auch die E-Mail-Sequenzen sind sinnvoll. Das Anlegen, Bearbeiten und Versenden ist intuitiv. Dank vordefinierbarer Code-Schnipsel und Bedingungen können Sie E-Mails zudem schneller erstellen, als in einem klassischen Mail-Client. Natürlich lassen sich auch Templates speichern und wiederverwenden. Der gesamte Ablauf ist damit in sich stimmig und unkompliziert.

Der Nachteil dabei ist, dass es praktisch keine Designmöglichkeiten gibt. Der textbasierte Ansatz zwingt Sie als Anwender praktisch dazu, für aufwendigere Designs auf externe Software zur Erstellung der Newsletter zurückzugreifen. Auch wenn dies durchaus so beabsichtigt und der Tatsache geschuldet ist, dass sich ConvertKit an Content-Creators richtet, hätten wir uns an dieser Stelle doch etwas mehr Freiheit gewünscht. Wenn Sie viel individuellen Gestaltungsspielraum brauchen, ist ConvertKit daher wahrscheinlich für Sie nicht das ideale Tool.

Note: 2,3

5.

Tracking & Statistiken

Bei den Reports und Statistiken offenbart ConvertKit seine größten Schwächen. Zwar bekommen Sie die wichtigsten Statistiken wie Klick-Raten, Öffnungsraten und Daten zu den Empfängern (Anzahl, Abmeldungen etc.) präsentiert, mehr aber auch nicht. Die genauen Raten zu Abmeldungen, Öffnungen oder Klicks werden ebenso wenig angezeigt wie Zustellungsraten. Letztere sind ausschließlich im teuersten Pro-Paket enthalten, das jedoch für Einsteiger und mittelgroße Projekte uninteressant ist.

Dass es keine GEO-Daten, Daten zur Live-Aktivität oder Bounce-Raten oder umfangreiche Reports gibt, ist insgesamt eher enttäuschend. Hier sind die meisten Wettbewerber deutlich besser aufgestellt. Vor allem, weil ConvertKit auch A/B-Tests ermöglicht, wären detaillierte Statistiken unbedingt erforderlich, um den Erfolg einzelner Kampagnen gezielt und schnell miteinander vergleichen zu können. Die Beschränkung aufs Wesentliche mag in den anderen Bereichen aufgehen, bei den Statistiken ist sie jedoch fehl am Platz.

Note: 3,0

6.

Support

ConvertKit bietet einen 24-Stunden-Support per Live-Chat und eine umfangreiche Dokumentation, in der praktisch alle technischen Fragen verständlich beantwortet werden. Der Live-Chat, der im Dashboard mit einem kleinen Button erreichbar ist, war im Test sehr verlässlich und es dauerte stets weniger als zwei Minuten, bis uns jemand zur Seite stand. Die Antworten waren freundlich, kompetent und auf Rückfragen wurde stets eingegangen. Alternativ können Sie ConvertKit auch per E-Mail kontaktieren, einen telefonischen Support gibt es jedoch leider nicht.

Hilfe-Center mit Live-Chat

Auch die Community-Plattform, die im Stile einer Social-Media-Plattform gehalten ist, gefällt uns gut. Hier tummeln sich Anwender und Experten von ConvertKit, die beratend unterstützen. Es können Beiträge kommentiert und verfasst sowie Nachrichten an bestimmte Nutzer geschickt werden.

Hilfe von der Community bei ConvertKit

Sieht man von der fehlenden Hotline und der Tatsache ab, dass der Support ausschließlich in englischer Sprache angeboten wird, ist ConvertKit in dieser Hinsicht mehr als solide.

Note: 1,7

7.

Preis

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es bei ConvertKit einen kostenlosen Basistarif, der jedoch keine Automationen und Sequenzen beinhaltet. Die kostenpflichtigen Tarife liegen preislich im Mittelfeld, was angesichts des insgesamt eingeschränkten Funktionsumfangs etwas zulasten des Preis-Leistungs-Verhältnisses geht. Anders sähe es natürlich mit einem Rabatt von 50% aus: Diesen bekamen wir im Test automatisch in Form eines Browser-Pop-ups angeboten, als wir das Abonnement kündigen wollten. Obwohl dies gängige Praxis bei vielen Dienstleistern ist, hinterlässt es bei uns stets ein ungutes Gefühl. Wer brav die regulären Preise bezahlt, wäre schließlich "dumm".

Aber auch zum regulären Preis kann sich ConvertKit lohnen, wenn Sie die Einfachheit zu schätzen wissen und keine ergänzenden Funktionen vermissen. Wenn Ihre Kontaktliste im Laufe der Zeit wächst, können Sie natürlich problemlos auf größere Pakete upgraden, sodass der Dienst dynamisch mit Ihnen mitwächst.

Da ConvertKit eine kostenlose Testphase bietet, in der Sie alle Funktionen 14 Tage lang ausprobieren können, können Sie unverbindlich prüfen, ob Sie an Grenzen stoßen oder mit dem Gebotenen zurechtkommen.

FreeComplete
Preise
Einrichtungsgebühr 0,00 € 0,00 €
Preis pro Monat 0,00 € ab 24,79 €
Vertragslaufzeit (Monate) 0 1
Limits
Kontakte bis zu 1.000 bis zu 900.000
E-Mails unbegrenzt unbegrenzt
Features
Segmentierung
Tagging
Marketing Automation
ohne Anbieter-Logo
Öffnungsrate tracken
Klick-Tracking
A/B-Testing

Fazit

Testurteil
2,0
10/2020
gut
zum Anbieter
Einrichtung & Bedienung
Note 1,3
E-Mails sammeln
Note 1,7
Support
Note 1,7
E-Mails senden
Note 2,3
Tracking & Statistiken
Note 3,0

ConvertKit ist ein spezialisiertes E-Mail-Marketing-Tool, das nicht für jeden infrage kommt. Es richtet sich gezielt an Content-Creators, die textbasierte E-Mails versenden und häufig mit Serien-E-Mails und Automatisierungen arbeiten möchten. Die gesamte Umsetzung ist sehr einsteigerfreundlich, es gibt keine verschachtelten Menüs und der Dienst konzentriert sich in allen Bereichen stets auf das Wesentliche.

Letzteres wird bei der E-Mail-Gestaltung und den Statistiken zur Schwachstelle, denn hier sieht es im Vergleich zu vielen Mitbewerbern eher mager aus. Wenn Sie detaillierte Auswertungen, umfangreiche A/B-Tests oder individuell designte Marketing-E-Mails benötigen, empfehlen wir, einen anderen Anbieter zu wählen.

ConvertKit
(200)
Für kleinere Content-Creator
gute Segmentierungsoptionen
leistungsstarker Workflow-Editor
keine Newsletter-Designvorlagen
Kontakte
1.000 - 900.000
E-Mails / Monat
unbegrenzt
Marketing Automation
✗ Nein
ConvertKit Free
0,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
2,0
gut

Erfahrungen

Falls Sie noch unschlüssig sind, ob sich ConvertKit für Sie lohnt, helfen Ihnen vielleicht die Bewertungen von aktiven Nutzern weiter. Wir haben Rezensionen von verschiedenen Bewertungsportalen für Sie zusammengefasst.

Kundenbewertung
4,5 / 5
200 Bewertungen
sehr gut
Wir haben die Erfahrungsberichte und Bewertungen von verschiedenen Bewertungsportalen untersucht und dabei 200 Bewertungen mit einer Gesamtwertung 4,5 von 5 ermittelt.
Quellen anzeigen

Alternativen

Wenn Sie viel Wert auf umfangreiche Statistiken legen und sich größere Freiheiten bei der Gestaltung der E-Mails wünschen, sollten Sie einen Blick auf ActiveCampaign werfen. Der Bedienkomfort ist hier allerdings nicht ganz so hoch, denn es dauert eine Weile, bis man alle Funktionen verstanden hat.

Auch CleverReach ist eine gute Alternative, wenn Sie einen Anbieter suchen, der einen kostenlosen Basistarif ohne große Einschränkungen (abgesehen von der Empfängeranzahl) anbietet. Auch hier erwartet Sie ein einfaches Bedienkonzept in Verbindung mit vielen Plugins sowie umfangreichen Automations- und Autoresponder-Funktionen.

GetResponse
(4.167)
viele Templates
sehr guter Editor
Autofunnel-Funktion für Kampagnen
umfangreiche Statistiken
GetResponse überzeugt durch einen hohen Bedienkomfort, exzellente Anpassungsmöglichkeiten, umfangreiche Statistiken und zahlreichen Vorlagen. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Vielsender.
Kontakte
bis zu 100.000
E-Mails / Monat
unbegrenzt
Marketing Automation
✗ Nein
GetResponse Basic
13,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
1,3
sehr gut
Sendinblue
(3.284)
unbegrenzte Anzahl an Kontakten
viele Funktionen & Statistiken
hoher Bedienkomfort
Daten in Deutschland
Sendinblue ist ein durchweg empfehlenswerter E-Mail-Marketing-Dienst, der mit umfangreichen Funktionen und hohem Bedienkomfort überzeugt. Besonders geeignet ist er für den Versand automatisierter Kampagnen.
Kontakte
unbegrenzt
E-Mails / Monat
9.000 - 350.000
Marketing Automation
✓ Ja
Sendinblue Kostenlos
0,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
1,3
sehr gut
ActiveCampaign
(6.769)
umfangreiche Automatisierung
integriertes CRM
viele Templates und Layouts
große Auswahl an Plugins
ActiveCampaign ist eine voll integrierte Vertriebs- und Marketingplattform inklusive CRM-System, komplexen Automatisierungen und Multi-Channel-Marketing.
Kontakte
10.000 - 100.000
E-Mails / Monat
unbegrenzt
Marketing Automation
✓ Ja
ActiveCampaign Lite
12,82 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
1,4
sehr gut
rapidmail
(1.080)
Deutscher Anbieter
vielfältige Design-Vorlagen
sehr guter FAQ- und Support-Bereich
umfangreiche Statistiken
Der deutsche Anbieter rapidmail überzeugt mit hohem Bedienkomfort, erstklassigem Support und umfangreichen Analysemöglichkeiten. Lediglich bei der Automatisierung gehört er nicht zu den stärksten Anbietern.
Kontakte
bis zu 100.000
E-Mails / Monat
unbegrenzt
Marketing Automation
✓ Ja
rapidmail Flatrate
9,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
1,4
sehr gut
CleverReach
(29)
Deutscher Anbieter
kostenloses Einsteiger-Paket
intuitiver Editor
viele Schnittstellen zu CMS
CleverReach ist ein deutscher E-Mail-Marketing-Dienst, der mit durchdachten Funktionen, intuitiven Editoren und vielen Features glänzt und zudem ein kostenloses Paket für Einsteiger bereitstellt.
Kontakte
250 - 100.000
E-Mails / Monat
1.000 - ∞
Marketing Automation
✓ Ja
CleverReach Lite
0,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter
Testurteil
1,5
sehr gut
Autor Carsten Podszun
Carsten Podszun hat Informatik und Betriebswirtschaft studiert und war 15 Jahre lang selbständig im Einzelhandel tätig. Seit 2014 ist er Berater für Startups, freier Autor und schreibt bei EXPERTE.de rund um die Themen Homepage, Hosting & IT-Security.