
BigCommerce Test 2026: Wie schlägt sich die Onlineshop-Software?
Wenn Sie einen großen Online-Shop aufbauen möchten, stoßen Sie bei vielen einfachen Shop-Baukästen schnell an Grenzen. Nicht so BigCommerce: Der Fokus auf große Projekte steckt schließlich bereits im Namen. Heißt das, BigCommerce eignet sich nur für große Unternehmen – oder auch für kleinere Shops mit großen Ambitionen? Und wie schlägt sich BigCommerce im Vergleich zu Shopify & Co.?
Wir haben BigCommerce ausführlich getestet und zeigen, für wen sich die Plattform eignet.
BigCommerce* ist eine cloudbasierte E-Commerce-Plattform, mit der auch Nutzer ohne Design- und Programmierkenntnisse professionelle Online-Shops erstellen und betreiben können. Das Unternehmen wurde 2009 in Sydney, Australien, gegründet, hat seinen Hauptsitz mittlerweile aber in Austin, Texas.
Ähnlich international ist die Nutzerbasis, denn BigCommerce ist auf der ganzen Welt im Einsatz: Mehr als 130.000 Händler aus mehr als 150 Ländern betreiben ihre Online-Shops mit BigCommerce – von kleineren, wachsenden Shops bis hin zu großen, global ausgerichteten E-Commerce-Projekten.
Im Gegensatz zu vielen klassischen Shop-Baukästen, die sich eher auf einfache Projekte und Tante-Emma-Läden spezialisiert haben, positioniert sich BigCommerce klar als professionelle E-Commerce-Plattform für große Projekte. Entsprechend setzen auch bekannte Marken wie Muji, Skullcandy oder BMW auf BigCommerce.
Doch ist BigCommerce damit zu komplex für kleinere Shops – oder gerade die richtige Lösung für Händler, die schlank starten und ihren Online-Shop später gezielt skalieren möchten? Das und mehr verrät unser Test.
BigCommerce Shop-Baukasten Test
Skalierbare Lösung für große Shops
BigCommerce ist eine leistungsstarke E-Commerce-Plattform, der Sie nicht so schnell entwachsen: Auch größere Shops mit umfangreichen Sortimenten und hohen Umsätzen lassen sich stabil betreiben.Offenes, entwicklerfreundliches System
Dank Stencil-Framework, API und Headless-Fähigkeit ist BigCommerce deutlich flexibler als geschlossene Baukastensysteme. Individuelle Anpassungen sind kein Problem.Flexible Produktverwaltung
BigCommerce unterstützt auch große, komplexe Produktkataloge. Sie können benutzerdefinierte Felder anlegen und bis zu 600 Varianten pro Produkt anlegen. Eine effiziente Massenbearbeitung gibt es auch.Hochwertiges Hilfezentrum
BigCommerce punktet mit einem umfangreichen, gut strukturierten Hilfezentrum mit Anleitungen, Guides und Videos, die gerade Einsteigern helfen.
Steile Lernkurve für Einsteiger
Die Plattform ist funktional und logisch, aber komplex – besonders im Vergleich zu anfängerfreundlichen Shop-Baukästen.Page-Builder eher technisch und eingeschränkt
Der Website-Editor von BigCommerce ist eher zweckmäßig und weniger flexibel als pixelgenaue Homepage-Baukästen. Ohne Entwickler-Skills sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt.Viele Funktionen erst in höheren Tarifen oder per App
Einige Features, z. B. erweiterte Filter, B2B-Funktionen oder Steuerautomatisierung, sind nur in teureren Tarifen oder über kostenpflichtige Apps verfügbar.Schwächen beim Support
Der Support ist nur auf Englisch verfügbar und kommt in Kundenrezensionen nicht sonderlich gut weg.
Einrichtung & Bedienung
| Einrichtung |
| 3/4 |
| Qualität der Benutzeroberfläche |
| 5.5/8 |
| Performance |
| 1.5/3 |
BigCommerce ist kein Anfänger-Baukasten, sondern eine professionelle E-Commerce-Plattform für professionelle Shops. In Anbetracht der vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten ist BigCommerce dabei recht intuitiv, aber etwas anspruchsvoller als klassische Baukastensysteme.
Erste Schritte: Account und Einrichtung
Bevor Sie loslegen können, benötigen Sie einen BigCommerce-Account, der in wenigen Minuten erstellt ist. Dabei müssen Sie neben Ihrer E-Mail-Adresse, einer Telefonnummer und einem Passwort auch angeben, in welcher Region Ihr Shop gehostet werden soll.
Neue BigCommerce-Nutzer starten automatisch mit einer 15-tägigen Probephase. Sie können die Plattform also erst einmal unverbindlich ausprobieren, ohne Zahlungsdaten angeben zu müssen.
Nach der Registrierung landen Sie im zentralen Admin-Bereich: Hier verwalten Sie Ihren Shop und Ihre Verkaufskanäle, inklusive der Website.
Admin-Bereich von BigCommerce: Trotz vieler Funktionen übersichtlich
Das Dashboard ist klar strukturiert und bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Bereiche. Links finden Sie ein Navigationsmenü, das alle zentralen Funktionen abdeckt – darunter Bestellungen, Produkte, Kunden, Marketing, Analysen, Apps und Einstellungen.
Auf der Startseite, wo Sie grundlegende Statistiken zur Shop-Performance und eine Übersicht aktueller Bestellungen sehen, zeigt BigCommerce zu Beginn eine To-do-Liste mit den wichtigsten Schritten an.
Ansonsten werden Anfänger hier eher allein gelassen: BigCommerce nimmt einen nicht aktiv an die Hand, sondern setzt voraus, dass man sich selbstständig in die Oberfläche einarbeitet. Die Lernkurve ist also sicherlich etwas steiler als bei anfängerfreundlichen Shop-Baukästen.

Das Dashboard von BigCommerce.
Obwohl BigCommerce einen enormen Funktionsumfang bietet, wirkt die Oberfläche insgesamt recht aufgeräumt. Die einzelnen Bereiche und Unterbereiche sind logisch gebündelt und klar benannt, sodass man schnell die Einstellung findet, die man sucht.
Praktisch ist die in der Kopfleiste integrierte Suchfunktion, über die Sie nicht nur das Hilfezentrum durchsuchen, sondern auch direkt zu Bestellungen, Produkten oder Kunden springen können.

Mit der Suchfunktion können Sie schnell Produkte, Bestellungen oder Kunden ausfindig machen.
Online-Shop bearbeiten: Funktionaler Page-Builder
Backend und Frontend, also Administration und Storefront, sind bei BigCommerce sauber getrennt. Ihre Website verwalten Sie im Bereich „Online-Shop“, wo Sie Designs auswählen und anpassen und die Inhalte der Website – Seiten, Bilder, Blogbeiträge und mehr – pflegen können.

Im „Online-Shop“-Bereich gestalten und verwalten Sie die Website Ihres Shops.
Zur Bearbeitung Ihres Shops ist ein No-Code-Page-Builder integriert, mit dem Sie Inhalte visuell anpassen können. Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich, doch im Vergleich zu Allrounder-Website-Buildern wie Wix oder Squarespace ist der Page-Builder von BigCommerce etwas technischer aufgebaut (und natürlich speziell auf E-Commerce-Websites ausgerichtet).
Statt Inhalte pixelgenau zu verschieben, arbeiten Sie mit festen Layouts, Ebenen und Inhaltsblöcken, wofür ein gewisses Verständnis für grundlegende Webdesign-Strukturen hilfreich ist (mehr zum Page Builder im nächsten Kapitel).
Klar organisiert – nur manchmal etwas langsam
Insgesamt ist das Interface von BigCommerce durchdacht und funktional. Es vereint viele Funktionen in einem übersichtlichen, unaufgeregten Backend, ohne überladen zu wirken oder mit unnötigen Spielereien abzulenken.
Ein flottes Leichtgewicht ist das BigCommerce-Dashboard allerdings nicht: Man merkt dem System an, dass im Hintergrund ganz schön viel los ist. Beim Wechsel zwischen einzelnen Bereichen oder beim Laden verschachtelter Einstellungen vergehen schon mal ein paar Sekunden. Größere Bugs oder wirklich störende Verzögerungen sind im Test aber nicht aufgefallen.

BigCommerce ist benutzerfreundlich, aber nicht so zugänglich wie Shop-Baukästen für Anfänger: Die Plattform ist komplex und funktionsreich – und erfordert dementsprechend mehr Einarbeitung als einfachere Systeme. Glücklicherweise gibt es eine 15-tägige Testphase, dank der Sie BigCommerce erst einmal unverbindlich ausprobieren können.
Templates & Design
| Template-Anzahl | 225 | 1/2 |
| Template-Qualität |
| 2/3 |
| Editor |
| 2.5/4 |
| Anpassbarkeit der Shop-Seiten |
| 2.5/4 |
| Eigener Code |
| 2/2 |
BigCommerce bietet eine große Auswahl an Designvorlagen. Wie flexibel Sie diese anpassen können, hängt jedoch stark davon ab, ob Sie ausschließlich mit dem Page-Builder arbeiten oder auch auf Code-Ebene eingreifen.
Solide Auswahl an Designs, doch die meisten sind kostenpflichtig
Im Design-Marktplatz von BigCommerce finden Sie mehr als 200 Designs. Die überwältigende Mehrheit davon ist jedoch kostenpflichtig, wobei die Kosten für die meisten Templates zwischen 150 und 450 USD liegen. Zudem handelt es sich bei vielen Designs nur um leicht abgewandelte Variationen desselben Templates – etwa eine „Light“-Version und eine „Bold“-Version.

Im Design-Marktplatz können Sie ein Theme für Ihren Online-Shop auswählen.
Nur 12 Designs sind kostenlos, und die sind auf fünf Design-Familien mit ähnlichem Grundaufbau verteilt. Wenn Sie kein zusätzliches Geld in die Hand nehmen möchten, ist die Auswahl also sehr beschränkt und wenig vielfältig. Andere Shop-Baukästen bieten hier mehr:
| Anzahl Templates | |
|---|---|
![]() | 3.000 |
![]() | 1.000 |
![]() | 500 |
![]() | 225 |
![]() | 190 |
![]() | 170 |
![]() | 70 |
![]() | 47 |
![]() | 34 |
![]() | 23 |
![]() | 12 |
![]() | 11 |
![]() | 6 |
Neben den vorgefertigten Templates bietet BigCommerce auch die Möglichkeit, eigene Themes zu entwickeln und hochzuladen. Grundlage dafür ist das hauseigene Stencil-Framework, das auf Webtechnologien wie Handlebars, SCSS und JavaScript basiert.
Mit dem Command Line Interface von Stencil können Sie Themes lokal entwickeln, testen und anschließend in den Shop übertragen, indem Sie sie als ZIP-Datei hochladen. Dafür braucht es natürlich erfahrene Entwickler – aber die kann man ja bei Bedarf auch extern hinzuziehen.
BigCommerce ist also grundsätzlich deutlich flexibler als geschlossene Baukastensysteme: Wenn die Standard-Templates nicht ausreichen, können auch individuelle Anforderungen umgesetzt werden.
Das Standard-Design von BigCommerce ist „Cornerstone Light“. Zunächst wird also automatisch ein Demo-Shop in diesem Design angefertigt, der bereits mit Beispiel-Produkten gefüllt ist.
Wenn Sie das Design ändern möchten, müssen Sie erst im Design-Marktplatz ein neues Template auswählen und – falls es kostenpflichtig ist – kaufen. Dann können Sie es zu Ihren persönlichen Designs hinzufügen und im Page-Builder bearbeiten.

Sie können eine Vorschau des Designs anschauen, bevor Sie es hinzufügen.
Shop gestalten: Struktur vs. Inhalte
Bei BigCommerce ist die Shop-Gestaltung zweigeteilt: Struktur und Inhalte werden getrennt voneinander verwaltet. Das ist in technischen Website-Buildern gängig, erfordert aber ein gewisses Umdenken, wenn Sie Homepage-Baukästen wie Wix gewohnt sind, bei denen Seiten meist direkt per Drag-and-Drop im visuellen Editor gestaltet werden.
Die grundlegende Shop-Struktur verwalten Sie direkt im Dashboard im Bereich „Online-Shop“. Hier können Sie Ihr Logo hochladen, ein Karussell für die Startseite anlegen, Navigationsmenüs pflegen und die unterschiedlichen Seiten anlegen.

Neue Seiten fügen Sie nicht im Page-Builder, sondern im „Online-Shop“-Bereich unter „Webseiten“ hinzu.
Die Inhalte und Layouts auf Seitenebene passen Sie im Page-Builder an, den Sie erreichen, indem Sie unter „Online-Shop“ > „Designs“ im aktuellen Design auf „Benutzerdefiniert anpassen“ klicken.

Sie können das ausgewählte Design im Page-Builder anpassen.
Page-Builder von BigCommerce: Seitengestaltung mit Widgets
Der Page-Builder ist bei BigCommerce vor allem dafür da, Inhalte innerhalb eines bestehenden Themes zu platzieren und zu stylen. Sie bauen Seiten also nicht komplett frei auf einer leeren Leinwand, sondern arbeiten innerhalb vordefinierter Bereiche, die Ihr gewähltes Template bereitstellt.
Sobald Sie den Page-Builder öffnen, sehen Sie rechts eine Live-Vorschau Ihrer Seite und links die Einstellungen für Theme-Styles oder Widgets. Oben können Sie zwischen Desktop-, Tablet- und Mobilansicht wechseln, um zu prüfen, wie Ihre Shop-Website auf anderen Geräten aussieht.

Im Page-Builder bearbeiten Sie das Layout und die Inhalte Ihrer Shop-Oberfläche.
Neue Inhalte fügen Sie in Form von Widgets hinzu. Das sind Content-Blöcke wie Texte, Bilder oder Buttons, die Sie auf ausgewählten Bereichen Ihrer Shop-Seiten platzieren können.
Um ein Widget zu platzieren, ziehen Sie es einfach per Drag-and-drop aus der Widget-Leiste an die entsprechende Position auf der Seite. Dabei können Sie das Layout-Widget nutzen, um Inhalte in Spalten zu strukturieren. Es sind bis zu sechs Spalten möglich.

Widgets sind die Content-Bausteine Ihres Online-Shops.
Ansonsten deckt die Widget-Auswahl die wichtigsten Content-Typen ab: Neben dem Layout-Widget gibt es Content-Blöcke für Texte, Bilder, Videos, Banner, Karussells, Buttons, Produkt- und Produktslider, HTML sowie ein paar Layout-Helfer wie Abstandshalter und Trennlinien.
Was es nicht gibt, ist eine Bibliothek fertiger Vorlagen für komplette Seiten oder Abschnitte, die Sie nur noch befüllen müssen. Viele Homepage-Baukästen liefern vorgefertigte Abschnitts- oder Seitenlayouts, etwa für „Über uns“-, „Kontakt“- oder andere Seiten.
Alle Inhalte, die über die Grundstruktur des Templates hinausgehen und nicht bereits durch fest integrierte Elemente abgedeckt werden (wie das Startseiten-Karussell), müssen Sie bei BigCommerce selbst zusammenbauen.
Sobald Sie Widgets auf einer Seite platziert haben, können Sie die Inhalte im „Schichten“-Menü anordnen. Hier sehen Sie die Struktur der Seite und können Layouts und Widgets per Drag-and-drop neu anordnen.

Im „Schichten“-Menü können Sie die Reihenfolge der Elemente anpassen.
Wie responsive ist BigCommerce?
Alle Templates von BigCommerce sind grundsätzlich vollständig responsive aufgebaut. Über die Geräte-Vorschau können Sie jederzeit prüfen, wie sich Abstände, Spalten und Typografie in der mobilen Ansicht verhalten.
Eine gezielte Anpassung der Inhalte für andere Bildschirmgrößen ist hingegen nicht bzw. kaum vorgesehen. Es gibt vereinzelte mobil-spezifische Einstellungen bei bestimmten Widgets, etwa für abweichende Text- oder Button-Farben. Sie können aber – zumindest mit den Bordmitteln des Page Builders – Inhalte nicht komplett anders anordnen oder echte „mobile-only“-Layouts erstellen.

Sie können im Editor jederzeit die Ansicht wechseln.
BigCommerce für Coder: Viele Möglichkeiten jenseits des Page-Builders
Der Page-Builder ist also eher zweckmäßig und auf strukturierte Content-Pflege innerhalb vorgegebener Templates ausgelegt. Bei individuellen Anforderungen stößt er schnell an seine Grenzen. Diese Grenzen sind aber nicht unüberwindbar: BigCommerce ist nämlich – im Gegensatz zu einfacheren Shop-Baukästen – kein geschlossenes System, sondern bewusst entwicklerfreundlich aufgebaut.
Über das Stencil-Framework haben Sie Zugriff auf die vollständige Theme-Struktur und können Templates und Komponenten frei anpassen. Damit eignet sich BigCommerce auch für Agentur-Setups, maßgeschneiderte Shops oder Unternehmen mit eigenen Entwicklerressourcen.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind bei BigCommerce stark davon abhängig, ob Sie mit Code arbeiten möchten (bzw. können) oder nicht. Mit dem Page-Builder ist ein klassischer No-Code-Baukasten dabei, der aber etwas technischer und weniger flexibel ist als pixelgenaue Website-Builder wie Wix. Die Auswahl an Designvorlagen ist groß, doch die meisten sind kostenpflichtig.
Wenn Sie alles selbst und codefrei umsetzen möchten, ist BigCommerce also nicht die zugänglichste Lösung. Wenn Sie Entwickler-Know-how mitbringen – oder es sich extern dazuholen –, sind die Einschränkungen des Page Builders aber halb so schlimm: BigCommerce lässt sich auf Code-Ebene erweitern, sodass sich auch individuelle Layouts und Funktionen umsetzen lassen.
Produktverwaltung
| Produkttypen |
| 2/4 |
| Produkteigenschaften |
| 2.5/3 |
| Produktvarianten |
| 5/6 |
| Preisgestaltung |
| 3/3 |
| Kategorisierung |
| 1.5/2 |
| Inventar |
| 2/2 |
BigCommerce ist für größere Shops geeignet und bringt eine dementsprechend leistungsstarke Produktverwaltung mit, die auch für umfangreiche Sortimente bestens gerüstet ist.
Produkte verwalten: Strukturiert und übersichtlich
Im Produktbereich im Shop-Dashboard finden Sie eine tabellarische Übersicht Ihrer Artikel inklusive Status, Preis, Lagerbestand und SKU. Neue Produkte sind mit wenigen Klicks angelegt.

Die Produktverwaltung von BigCommerce.
Sie können Produkte einzeln bearbeiten oder mehrere Produkte auswählen und eine Sammelbearbeitung öffnen. Dort lassen sich die Attribute mehrerer Produkte gleichzeitig in einer Tabelle bearbeiten, auch per Copy & Paste.
Weil BigCommerce auf größere Sortimente ausgelegt ist, sind auch entsprechend viele Filter und Ansichten eingebaut, mit denen Sie Ihre Produkte schnell sortieren können. Es gibt eigene Reiter für vordefinierte Produktgruppen, etwa Produkte mit niedrigem Lagerbestand oder kostenlosem Versand. Zusätzlich können Sie weitere Filter anwenden und gezielt nach speziellen Produkteigenschaften suchen.

Sie können mehrere Produkte gleichzeitig bearbeiten.
Produkte anlegen: Umfangreicher Produkteditor
Auch das Anlegen neuer Produkte ist sehr intuitiv und übersichtlich gelöst. Das Produktformular selbst ist umfangreich, aber logisch aufgebaut. Es besteht aus einer Reihe von Modulen, die thematisch gegliedert sind.
In den „grundlegenden Informationen“ hinterlegen Sie den Produktnamen, die SKU, den Preis, die Marke und das Gewicht. Hier können Sie das Produkt auch einer oder mehreren Kategorien zuweisen, die Sie separat verwalten.

Der Produkt-Editor von BigCommerce.
Neben physischen Produkten unterstützt BigCommerce auch digitale Produkte. Digitale Dateien können direkt im Produkt hinterlegt werden, sodass Kunden nach dem Kauf automatisch einen Download-Link erhalten.
Der Speicherplatz für digitale Dateien ist mit 512 MB allerdings recht eng bemessen. Andere Shop-Systeme erlauben hier deutlich mehr – Shopify etwa unterstützt je nach Lösung Dateien mit bis zu mehreren Gigabyte.
Die Bordmittel von BigCommerce decken nur klassische Produkttypen ab. Integrierte Funktionen für Dienstleistungen, Abos oder Mitgliedschaften gibt es beispielsweise nicht – dafür müssen Sie Drittanbieter-Apps nutzen, die unter Umständen kostenpflichtig sind. Andere Shop-Baukästen sind hier teils noch etwas breiter aufgestellt.
Hier sind die standardmäßig unterstützten Produkttypen im Vergleich:
![]() BigCommerce | ![]() Wix | ![]() Square | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Ecwid | ![]() WooCommerce | ![]() Sellfy | ![]() Jimdo | ![]() Gambio | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | |
| Summe | 4 | 8 | 8 | 6 | 6 | 6 | 5 | 5 | 5 | 3 | 3 | 3 | 2 |
Varianten und Optionen: 600 Varianten pro Produkt
Sie können jedes Produkt in bis zu 600 Varianten anbieten. Jene verwalten Sie direkt im Produkteditor im Modul „Produktoptionen“.
Hier hinterlegen Sie die Varianten-Optionen (z. B. „Farbe“ oder „Größe“) und die einzelnen Werte (z. B. „Gelb“ oder „S“), woraufhin automatisch alle möglichen Varianten generiert werden. Die Attribute jeder Variante – also Preise, Bilder, SKUs und mehr – können Sie individuell bearbeiten.
Auch in der Sammelbearbeitung werden alle einzelnen Varianten angezeigt, sodass Sie Preise, Bestände oder SKUs effizient anpassen können.

Pro Produkt sind bis zu 600 Varianten möglich.
Praktisch ist auch die Möglichkeit, geteilte Optionen einzurichten. Damit können Sie Optionen anlegen, die sich shopweit auf Produkte anwenden lassen. Wenn Sie regelmäßig Produkte mit denselben Varianten-Optionen anbieten, müssen Sie diese also nicht jedes Mal neu anlegen.
Insgesamt ist die Variantenverwaltung flexibel und übersichtlich, und das Limit von 600 dürfte für die meisten Anwendungsfälle ausreichen.
![]() BigCommerce | ![]() WooCommerce | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Square | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Ecwid | ![]() Wix | ![]() Sellfy | ![]() Jimdo | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Anzahl Optionen | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 6 | 6 | 3 | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 1000 | unbegrenzt | 2 |
| Max. Anzahl Varianten | 600 | unbegrenzt | unbegrenzt | 250 | 250 | 2048 | unbegrenzt | 100 | unbegrenzt | unbegrenzt | 1000 | unbegrenzt | 36 |
| Individuelles Bild | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Individueller Preis | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Individuelle SKU | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Individueller Bestand | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
Zusätzliche Produktdaten mit benutzerdefinierten Feldern
Wenn die Standardfelder im Produkteditor nicht ausreichen, können Sie benutzerdefinierte Felder anlegen. Damit lassen sich zusätzliche Informationen hinterlegen.
Jedes Produkt kann bis zu 200 solcher Felder haben, jeweils mit bis zu 255 Zeichen. Sie eignen sich also für technische Details, Materialangaben oder Hinweise zur Nutzung am Produkt. Wenn Sie Produktfilter nutzen, können auch die benutzerdefinierten Felder als Filterkriterien dienen.

Sie können auch benutzerdefinierte Felder hinzufügen.
Die benutzerdefinierten Felder sind also praktisch für einfache Zusatzinfos, wenn auch weniger flexibel und mächtig als die Metafelder von Shopify, mit denen Sie auch komplexere Datenstrukturen abbilden können.
Solide Preis- und Rabattoptionen auf Produktebene
BigCommerce bietet bei der Preisgestaltung bereits auf Produktebene viele Möglichkeiten. Neben dem Standardpreis können Sie auch einen Verkaufspreis angeben – dann wird der reguläre Preis als Streichpreis angezeigt. Ein Feld für eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) ist ebenfalls vorhanden.

BigCommerce unterstützt Streichpreise, Mengenrabatte und mehr.
Zudem unterstützt BigCommerce mehrere Arten von Mengenrabatten, die Sie direkt im Produkt hinterlegen können. Sie legen dafür Preisstufen an und wählen den passenden Rabatt-Typ. Es gibt drei Optionen:
- 1.
Prozentualer Rabatt (z. B. 10 % ab 5 Stück)
- 2.
Fester Betrag (z. B. 5 € Rabatt ab 3 Stück)
- 3.
Preis pro Einheit (z. B. 12,90 € pro Stück ab 10 Stück)
Kategorien & Organisation: Auch für große Kataloge
BigCommerce ist von Grund auf auch für große Produktkataloge ausgelegt. Ein festes Produktlimit gibt es in keinem der Tarife. Entsprechend wichtig sind saubere Strukturen zur Organisation des Sortiments – und hier bringt BigCommerce viele nützliche Werkzeuge mit.
Die zentrale Organisationseinheit sind Kategorien. Sie können jedem Produkt eine oder mehrere Kategorien zuweisen. Kategorien lassen sich dabei auch hierarchisch aufbauen, also mit Haupt- und Unterkategorien, die als eigene Menüpunkte in der Shop-Navigation angezeigt werden können. Das sorgt gerade bei umfangreichen Sortimenten für Übersicht – sowohl im Backend als auch für Käufer im Frontend.

Sie können Ihre Produkte in Kategorien organisieren.
Ergänzende Produkt-Tags wie bei Shopify gibt es bei BigCommerce hingegen nicht. Um ähnliche Gruppierungen oder Filterlogiken abzubilden, können Sie benutzerdefinierte Felder in Verbindung mit Produktfiltern nutzen, doch eine klassische Tag-Funktion wäre für viele Anwendungsfälle natürlich noch komfortabler.
Erweiterte Filterfunktionen, mit denen Käufer Ihre Produkte schnell über Auswahlmenüs eingrenzen können, etwa nach Marke, Preis, Kategorie oder Varianten, sind erst ab dem Pro-Tarif integriert. Diese Filter sind für größere Sortimente eher Pflicht als Nice-to-have, was Sie bei der Tarifauswahl berücksichtigen sollten.
Funktionsstarke, erweiterbare Bestandsverwaltung
Die Bestandsverwaltung von BigCommerce ist solide, doch für komplexere Szenarien müssen Sie auf Integrationen oder Apps zurückgreifen.
Lagerbestände können entweder auf Produktebene oder – bei Varianten – auf Variantenebene geführt werden. Sobald eine Bestellung eingeht, werden die Bestände automatisch angepasst.
Es gibt auch ein integriertes Warnsystem für niedrige Lagerbestände. Sie können für Produkte oder Varianten einen Schwellenwert festlegen und werden per E-Mail benachrichtigt, sobald dieser erreicht ist. Das verschafft Ihnen etwas Vorlauf, um rechtzeitig nachzubestellen, bevor ein Artikel komplett ausverkauft ist.

Sie können den Bestand auf Produkt- oder Varianten-Ebene verfolgen.
BigCommerce unterstützt auch mehrere Lagerstandorte: In den Einstellungen können Sie unter „Standorte“ alle physischen Standorte hinterlegen, wo Ihr Inventar gelagert ist. Dann lässt sich das Inventar für unterschiedliche Standorte separat verwalten.

BigCommerce punktet mit einer leistungsfähigen und gut strukturierten Produktverwaltung, die auch und gerade für größere Sortimente geeignet ist. Sie können physische und digitale Produkte übersichtlich verwalten, flexibel organisieren und mit Filtern für Kunden leichter auffindbar machen.
Manche Funktionen, etwa erweiterte Filtermöglichkeiten oder standortübergreifendes Bestandsmanagement, sind aber nur in höheren Tarifen enthalten oder müssen per App nachgerüstet werden.
Verkaufsoptionen
| Steuerberechnung |
| 2/3 |
| Versandoptionen |
| 2.5/3 |
| Rabatte |
| 3/3 |
| Zahlungsdienstleister |
| 2.5/3 |
| Bestellverwaltung |
| 2/2 |
| Erweiterte Funktionen |
| 5/6 |
BigCommerce bietet sehr umfangreiche Verkaufsfunktionen und ist auch für Shops mit komplexeren Anforderungen oder größeren Sortimenten geeignet – auch wenn manche Features nur über (oft kostenpflichtige) Erweiterungen verfügbar sind.
Zahlungsabwicklung: 65+ Anbieter, kein eigenes Gateway
BigCommerce bietet kein eigenes Payment-Gateway wie Shopify Payments, unterstützt dafür aber eine große Auswahl externer Zahlungsanbieter. Je nach Region können Sie unter anderem PayPal, Stripe, Klarna, Amazon Pay oder lokale Zahlungsdienstleister anbinden.
Die Einrichtung erfolgt in den Einstellungen im Bereich „Zahlungen“. Dort wählen Sie die gewünschten Anbieter aus und hinterlegen die jeweiligen Zugangsdaten.

BigCommerce unterstützt eine große Auswahl an Zahlungsanbietern.
Unter „Offline-Zahlungsmethoden“ können Sie zudem auch manuelle Zahlungsarten wie Vorkasse, Barzahlung oder Banküberweisung einrichten, mit benutzerdefinierten Anweisungen für Ihre Käufer.
Nicht alle Zahlungsanbieter werden in allen Regionen unterstützt. Die beliebte Kassenlösung Square, die für POS-Verkäufe genutzt werden kann, ist beispielsweise in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien verfügbar, aber nicht in Deutschland.
Hier sehen Sie die Zahlungsanbieter von BigCommerce im Vergleich:
![]() BigCommerce | ![]() WooCommerce | ![]() Shopify | ![]() Wix | ![]() STRATO | ![]() IONOS | ![]() Ecwid | ![]() Squarespace | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Sellfy | ![]() Jimdo | ![]() Square | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Zahlungsdienstleister | 65 | 19 | 100 | 80 | 120 | 120 | 120 | 5 | 4 | 2 | 2 | 2 | 1 |
| PayPal | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Stripe | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Square | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ |
| Amazon Pay | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Klarna | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Mollie | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Eigener Zahlungsdienstleister | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Manuell | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
Steuern: Flexibel konfigurierbar, doch Automatisierung erfordert Apps
Die Steuerkonfiguration in BigCommerce ist grundsätzlich sehr flexibel. Auch für deutsche Shops können Sie die Umsatzsteuer korrekt abbilden, wobei Ihnen BigCommerce die Einrichtung nicht vollständig abnimmt, sondern zunächst eine manuelle Konfiguration erfordert.
Unter „Einstellungen“ > „Steuern“ können Sie Steuerregeln definieren, indem Sie unterschiedliche Steuerklassen, Steuersätze und Steuerzonen anlegen. Basierend auf Ihrem Shop-Standort schlägt BigCommerce bereits einige Standardwerte vor, die Sie aber in jedem Fall prüfen und anpassen sollten – etwa für den Regel- und ermäßigten Steuersatz in Deutschland.

Steuer-Einstellungen bei BigCommerce.
Eine automatisierte Steuerberechnung ist ebenfalls möglich, allerdings nur über Drittanbieter-Dienste wie Avalara. Hier sind andere Shopsysteme wie Shopify, die mehr Automatik für EU-Regelungen wie den One-Stop-Shop (OSS, früher VAT MOSS) direkt integriert haben, etwas komfortabler aufgestellt.
Versand: Manuelle Einrichtung oder Echtzeitpreise
Auch beim Versand bietet BigCommerce eine solide Grundausstattung. Sie können unterschiedliche Versandzonen definieren und für jede davon eigene Versandtarife anlegen – etwa kostenlosen Versand, Pauschaltarife oder Versandkosten, die an den Bestellwert oder das Gewicht gekoppelt sind. Auch die Abholung vor Ort lässt sich als Versandoption einrichten.

Versandeinstellungen bei BigCommerce.
Alternativ können Sie Versanddienstleister direkt einbinden, um Echtzeit-Versandkosten anzuzeigen. Die Standardauswahl ist allerdings begrenzt und auf den US-Markt fokussiert – mit Integrationen für FedEx und UPS. Im App-Marktplatz finden Sie jedoch weitere Integrationen, unter anderem auch für Anbieter wie DHL, und umfangreiche Versand- und Fulfillment-Apps wie ShipStation oder Sendcloud.
Mächtige Rabatt-Logik mit Aktionen und Gutscheinen
Was Rabatte angeht, ist BigCommerce exzellent aufgestellt. Das System unterscheidet grundsätzlich zwischen Gutscheincodes, automatischen Aktionen und Staffelpreisen, die sich jeweils recht detailliert konfigurieren lassen.
Bei Gutschein-Codes stehen mehrere Rabatt-Typen zur Verfügung: feste oder prozentuale Nachlässe auf Produkte, einzelne Artikel oder den gesamten Warenkorb sowie kostenloser Versand. Sie können Gutscheine auch gezielt auf bestimmte Produkte, Kategorien oder Marken beschränken und mit Bedingungen (z. B. Mindestbestellwert oder Ablaufdatum) versehen.
Daneben unterstützt BigCommerce automatische Rabattaktionen. Dazu zählen klassische Aktionen wie „2 für 1“, „Kaufe X, erhalte Y reduziert“, Mengenrabatte, Warenkorb-Rabatte ab einem bestimmten Bestellwert oder kostenlose Lieferung ab X Euro. Sie müssen dabei nicht auf starre, vorgegebene Rabattregeln zurückgreifen, sondern können die Aktionen über frei kombinierbare Wenn-Dann-Regeln sehr flexibel einrichten.

Mit dem Rabatt-Editor können Sie individuelle Rabatt-Regeln erstellen.
Aktionen können auch direkt im Shop kommuniziert werden, etwa mit einem Banner oder als Hinweis im Warenkorb. Insgesamt bietet BigCommerce sehr leistungsfähige Rabatt- und Aktionsfunktionen, die sich wirklich individuell konfigurieren lassen.
Weitere Verkaufsfunktionen von BigCommerce
BigCommerce ist ein sehr umfangreiches E-Commerce-System – besonders im Vergleich zu den vielen Shop-Baukästen aus unserem Vergleich, die sich eher an Anfänger und kleine Shops richten. Hier ist eine Übersicht weiterer Features, die wir bisher nicht erwähnt haben:
Mehrere Währungen
BigCommerce unterstützt den Verkauf in mehreren Währungen. Ihr Shop kann so konfiguriert werden, dass Preise automatisch in der bevorzugten Währung der Käufer angezeigt werden und der Checkout ebenfalls in dieser Währung erfolgt.Multi Storefront: Mehrere Shops in einem Store
Mit Multi Storefront können im gleichen Shop-Backend mehrere eigenständige Shop-Frontends betrieben werden – jeweils mit eigener Sprache, Domain, Währung und teils eigenem Sortiment. Das ist besonders für internationale Marken sinnvoll, bringt aber zusätzliche Kosten und mehr Komplexität in Pflege und Verwaltung mit sich.Mehrsprachige Shops
BigCommerce unterstützt mehrsprachige Shops, allerdings nicht so „out of the box“ wie manch andere Website-Builder (z. B. Shopify). Für kleinere Kataloge könnte ein Übersetzungs-Plugin wie Weglot ausreichen, doch für größere Shops ist die eben erwähnte Multi Storefront-Funktion die sauberste Option.Preislisten
Über Preislisten, die im Enterprise-Tarif verfügbar sind, können Sie kundenspezifische Preise definieren, etwa für B2B-Kunden, Großabnehmer oder bestimmte Kundengruppen. So lassen sich individuelle Preise, Rabatte oder Mindestpreise zentral steuern, ohne dass Sie dafür separate Produkte oder Shops anlegen müssen.Dropshipping
Auch Dropshipping lässt sich mit BigCommerce umsetzen, allerdings nur über Drittanbieter-Apps und Integrationen.Multichannel-Verkauf
BigCommerce unterstützt den Verkauf über externe Kanäle wie Amazon, eBay oder Google Shopping. Die Anbindung erfolgt meist über offizielle Integrationen oder spezialisierte Apps, die für die Synchronisierung von Produkten und Beständen sorgen.API-Zugriff
Für individuelle Anforderungen bietet BigCommerce eine leistungsfähige API. Damit lassen sich externe Systeme wie ERP, PIM oder individuelle Frontends anbinden.App-Markt
Wenn Sie eine Funktion nicht direkt im System finden, stehen die Chancen gut, dass es eine passende Erweiterung gibt: Im BigCommerce App-Marktplatz stehen mehr als 1.200 Apps zur Verfügung – von Marketing- und Versand-Tools bis hin zu B2B-, Reporting- oder Integrationslösungen.

Im App-Markt von BigCommerce finden Sie mehr als 1.200 Erweiterungen.
Grundsätzlich gibt es wenig, was mit BigCommerce nicht möglich ist – allerdings erfordern viele erweiterte Funktionen zusätzliche Erweiterungen oder Drittanbieter-Apps, die oft mit weiteren Kosten verbunden sind.

BigCommerce bietet ein sehr umfassendes Set an Verkaufsfunktionen mit flexibel konfigurierbaren Zahlungs-, Versand-, Steuer- und Rabatt-Einstellungen. Auch wachsende Shops mit größeren Sortimenten, mehreren Vertriebskanälen und internationalen Verkäufen sind hier gut aufgehoben.
Für erweiterte Funktionen sind oft zusätzliche Apps oder externe Dienste erforderlich, die mit zusätzlichen Kosten verbunden sein können. Zudem ist BigCommerce nicht vollständig auf den deutschen Markt zugeschnitten – etwa bei der Steuerautomatisierung oder bei Echtzeit-Versandtarifen europäischer Versanddienstleister.
Support
| Dokumentation & Tutorials |
| 2/2 |
| Support-Kanäle |
| 2/2 |
| Geschwindigkeit und Qualität |
| 1.5/3 |
| Bewertungen auf Review-Portalen |
| 0/3 |
BigCommerce ist ziemlich komplex, erfordert also etwas Einarbeitung. Entsprechend wichtig ist eine gute Dokumentation. Die bringt BigCommerce auch mit: Im Hilfezentrum finden Sie eine umfangreiche Wissensdatenbank mit Guides, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Videos. Eine eigene Lernplattform mit On-Demand-Schulungen und Coachings ist auch dabei.
Die Hilfeartikel selbst sind übersichtlich und logisch aufgebaut. Sie sind in klar abgegrenzte Kapitel gegliedert und arbeiten viel mit Screenshots und weiterführenden Links. Die Inhalte sind auch auf Deutsch verfügbar – allerdings merkt man schnell, dass es sich um automatische Übersetzungen handelt. Sprachlich ist das nicht immer rund, inhaltlich aber meist gut verständlich.

BigCommerce hat ein großes Hilfezentrum und eine Lernplattform namens „BigCommerce University“.
Wenn Sie lieber visuell lernen, stehen zahlreiche Video-Anleitungen zur Verfügung. Sie sind didaktisch gut gemacht, aber nur auf Englisch verfügbar.
Direkte Hilfe: Viele Kanäle, große Community
Falls Sie selbst nicht weiterkommen oder lieber direkt nachfragen möchten, bietet BigCommerce mehrere Support-Kanäle an. Zur Auswahl stehen E-Mail, Live-Chat und Telefon – allerdings ebenfalls nur auf Englisch. Ein recht aktives Community-Forum gibt es auch.
Vorsicht beim Telefon-Support: Den gibt es nur über eine +1-Rufnummer, die für deutsche Anrufer Kosten verursachen dürfte.
Unsere Erfahrungen mit der Erreichbarkeit waren insgesamt positiv. Im Live-Chat landet man zunächst bei einem KI-Agenten, wird auf Nachfrage aber sehr schnell an einen echten Support-Mitarbeitenden weitergeleitet – in unserem Fall dauerte das weniger als eine Minute. Auch per E-Mail kam relativ zügig eine Antwort.
Die Antworten waren OK, aber etwas oberflächlich. Gerade bei länderspezifischen Themen – etwa zu EU-relevanten Steuer- und Versandoptionen – konnte der Support kaum weiterhelfen.
Schlechte Bewertungen in Review-Portalen
Dass im Ernstfall möglicherweise kein Verlass auf den BigCommerce-Support ist, legt ein Blick zu Bewertungsportalen wie Trustpilot nahe: Dort überwiegt die Kritik. Viele Nutzer berichten von langsamen, wenig hilfreichen Antworten, stark standardisierten Support-Prozessen und fehlender technischer Kompetenz – insbesondere bei komplexeren oder geschäftskritischen Problemen.

BigCommerce punktet mit einer umfangreichen Dokumentation und einer großen Community. Im prall gefüllten Hilfezentrum konnten wir auf viele unserer Fragen schnell selbst Antworten finden. Für Einsteiger sind die Schritt-für-Schritt-Guides und Video-Anleitungen besonders hilfreich.
Beim direkten Support ist BigCommerce nicht ganz so gut aufgestellt. Zwar konnten wir per Chat und E-Mail schnell Mitarbeitende erreichen, die Antworten waren jedoch recht oberflächlich. In Kundenrezensionen schneidet der BigCommerce-Support zudem nicht sonderlich gut ab.
Kosten
| Kosten für kleinen Shop | 25,00 € | 3/6 |
| Kosten für mittleren Shop | 257,76 € | 0/6 |
| Kosten für großen Shop | - | 0/3 |
| Preisgestaltung |
| 1.5/3 |
| Testversion |
| 2/2 |
BigCommerce bietet vier Tarife an, die für unterschiedliche Umsatzstufen ausgelegt sind: Standard, Plus, Pro und Enterprise.
Der Standard-Tarif richtet sich an Einzelpersonen und kleine Shops bis zu einem Jahresumsatz von 50.000 USD.
Der Plus-Tarif ist für wachsende Shops mit Jahresumsätzen von bis zu 180.000 USD gedacht. Hier schalten Sie erweiterte Funktionen wie Kundengruppen oder ein Konversions-Tool für abgebrochene Warenkörbe frei.
Der Pro-Tarif richtet sich an größere Shops mit Jahresumsätzen von bis zu 400.000 USD. Erst ab hier gibt es erweiterte Produktfilter.
Der Enterprise-Tarif ist eine Profi-Lösung für richtig große Shops mit Umsätzen nördlich der Million. Die Kosten sind individuell: Um ein konkretes Angebot zu erhalten, müssen Sie den Vertrieb kontaktieren.
Produktlimits oder Transaktionsgebühren gibt es in keinem der Tarife. Sie zahlen nur die üblichen Gebühren des gewählten Zahlungsdienstleisters
Hier sehen Sie die Tarife von BigCommerce im Überblick:
| Standard | Plus | Pro | |
|---|---|---|---|
| Monatlicher Effektivpreis | ab 25,00 € | ab 68,10 € | ab 257,76 € |
| Transaktionsgebühr | - | - | - |
| Vertragslaufzeit (Monate) | 1 - 12 | 1 - 12 | 1 - 12 |
| Produktverwaltung | |||
| Anzahl Produkte | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Produktfilter | ✗ | ✗ | ✓ |
| Produktvarianten | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktbestand | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktrezensionen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Internationalisierung | |||
| Mehrsprachigkeit | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mehrere Währungen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Automatische Steuerberechnung | ✓ | ✓ | ✓ |
BigCommerce im Preisvergleich
Ein direkter Preisvergleich verschiedener Shop-Baukästen ist schwierig, da die tatsächlichen Kosten stark von individuellen Faktoren abhängen – etwa vom Umsatz, den gewählten Zahlungsanbietern oder zusätzlichen Add-ons. Um dennoch eine realistische Vergleichsbasis zu schaffen, haben wir drei einfache Szenarien definiert und die monatlichen Grundkosten gegenübergestellt:
Kleiner Shop: 10 Produkte, bis 10.000 € Umsatz pro Jahr, mit eigener Domain
Mittlerer Shop: 500 Produkte, bis 200.000 € Umsatz pro Jahr, mit Produktvarianten
Großer Shop: 10.000 Produkte, bis 2 Mio. € Umsatz pro Jahr, mit Varianten, Produktfiltern und Mehrsprachigkeit
Hier ist die Vergleichstabelle der Anbieter aus unserem Test:
| Kleiner Shop | Mittlerer Shop | Großer Shop | |
|---|---|---|---|
![]() | 2,75 € | 2,75 € | - |
![]() | 11,25 € | 11,25 € | 11,25 € |
![]() | 12,08 € | 12,08 € | 37,89 € |
![]() | 12,60 € | 33,61 € | - |
![]() | 15,13 € | 15,13 € | 79,50 € |
![]() | 17,50 € | 17,50 € | 26,03 € |
![]() | 18,00 € | 18,00 € | - |
![]() | 18,97 € | 102,59 € | - |
![]() | 24,95 € | 24,95 € | 24,95 € |
![]() | 25,00 € | 45,00 € | 105,00 € |
![]() | 25,00 € | 257,76 € | - |
![]() | 27,00 € | 27,00 € | 27,00 € |
![]() | 42,24 € | 42,24 € | - |
BigCommerce gehört damit nicht zu den günstigsten Shop-Lösungen. Die monatlichen Grundgebühren liegen höher als bei vielen anderen Anbietern in unserem Vergleich.
Gleichzeitig relativieren sich die Preise, wenn man sie im Verhältnis zu den Umsatzgrößen betrachtet, für die die jeweiligen Tarife ausgelegt sind. Für größere Shops fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis daher deutlich besser aus als bei einfachen Shop-Baukästen.
Beachten Sie aber, dass vermutlich zusätzliche Kosten hinzukommen – etwa für Design-Templates, kostenpflichtige Apps oder Entwickler-Arbeit, wenn Sie stärker individualisieren möchten. Auch die Multi-Storefront-Funktion kann zusätzliche Gebühren verursachen: Wenn Sie beispielsweise separate Shops für verschiedene Regionen betreiben möchten, wird jede weitere Storefront extra berechnet.

BigCommerce ist kein Discount-Baukasten, sondern ein Premium-E-Commerce-System, das entsprechend hohe Abo-Gebühren und Zusatzkosten mit sich bringt. Aus preislicher Sicht ist BigCommerce also vor allem für größere Shops sinnvoll, die die Plattform auch entsprechend ausreizen – für kleinere Projekte gibt es einfach günstigere Lösungen.
Fazit zu BigCommerce: Eher was für große Shops
BigCommerce ist eine leistungsstarke E-Commerce-Plattform, die ihre Stärken vor allem bei wachsenden Shops mit großen, komplexen Produktkatalogen ausspielt. Der Funktionsumfang ist enorm, die Produkt- und Verkaufs-Features sind umfangreich und durchdacht. Wer international verkaufen, viele Produkte verwalten oder dabei technisch flexibel bleiben möchte, findet bei BigCommerce ein solides Fundament.
Für kleinere, einfachere Shops ist die Plattform aber vermutlich etwas überdimensioniert: Die Bedienung ist recht komplex und der Page-Builder, mit dem Sie Ihren Shop gestalten, im Vergleich zu klassischen Baukästen etwas unflexibel. Wenn Sie wirklich individuelle Anpassungen umsetzen möchten, ist Entwicklerarbeit gefragt.
BigCommerce ist also eher im Mid-Market zu Hause – eine Stufe über einfachen Shop-Baukästen wie Wix oder Squarespace, aber nicht so schwergewichtig wie Magento oder Shopware in komplexen Enterprise-Setups. Damit konkurriert BigCommerce in erster Linie mit Shopify, das aber noch etwas zugänglicher ist.

BigCommerce Erfahrungen
Was halten Nutzer von BigCommerce? Um das herauszufinden, haben wir uns die Erfahrungsberichte auf gängigen Bewertungsportalen angeschaut – und hier gehen die Meinungen stark auseinander. Auf Trustpilot überwiegt die Kritik, während bei Capterra und G2 auch viele positive Reviews zu finden sind:
Übersichtliche Oberfläche & einfache Bedienung
Viele Nutzer berichten, dass sie nach etwas Einarbeitung gut zurechtkommen, und loben das saubere Interface und die unkomplizierte Produktpflege.Viele Integrationen
Mehrere Rezensenten heben die große Auswahl an Apps und Integrationen hervor.Gute Skalierbarkeit
Einige sehen BigCommerce als solide Alternative zu Shopify – gerade für größere Shops oder wenn B2B-Features wichtig sind.Gute Support-Erfahrungen
Es gibt Stimmen, die den Support als erreichbar, kompetent und hilfreich beschreiben.
Preise steigen mit dem Umsatz
Es wird öfter bemängelt, dass wachsende Shops automatisch in teurere Pläne rutschen oder Gebühren regelmäßig erhöht werden.Viele Kernfunktionen nur mit Apps
Ein häufiger Vorwurf ist, dass viele Funktionen nur mit kostenpflichtigen Integrationen und Apps verfügbar sind.Enttäuschender Support
Der Support von BigCommerce kommt gerade bei Trustpilot nicht gut weg.Probleme bei der Abrechnung
Einige Nutzer beschweren sich über komplizierte Kündigungswege, fehlende Rückerstattungen und Stress bei Jahrestarifen.
Alternativen zu BigCommerce
Sie haben sich doch gegen BigCommerce entschieden? Vielleicht kommt ja eine dieser Alternativen infrage:
Besseres Gesamtpaket
Die naheliegendste Alternative zu BigCommerce ist Shopify: Unser Testsieger bietet ein rundes Gesamtpaket mit umfangreichen Verkaufsfunktionen und einer großen Auswahl an Erweiterungen und Integrationen, ist aber etwas zugänglicher als BigCommerce.Flexibler als BigCommerce:
Wenn Sie mehr Freiheit bei Design, Funktionen und technischen Fragen möchten, ist das Shop-Plugin WooCommerce für WordPress eine interessante Alternative. Hier profitieren Sie von der großen Flexibilität von WordPress und dem riesigen Ökosystem an Themes und Plugins.Einfacher als BigCommerce:
Wenn Sie einfach nur einen simplen Shop für kleinere Sortimente erstellen möchten, können klassische Website-Baukästen mit Shop-Funktionen eine gute Lösung sein. Wix oder Squarespace sind gute Allrounder.
Die besten Alternativen zu BigCommerce finden Sie hier:






























