
Sellfy Test 2026: Der beste Shop-Baukasten für digitale Produkte?
Wenn Sie ausschließlich digitale Produkte verkaufen möchten, sind Shopsysteme wie Shopify vielleicht etwas überdimensioniert. Viele Funktionen – von Versandoptionen bis zu komplexen Lager- und Steuerregeln – brauchen Sie schließlich gar nicht. Wenn Sie eine schlanke Alternative suchen, ist Sellfy einen Blick wert: Die Plattform wurde gezielt für den Verkauf digitaler Produkte entwickelt.
Doch wie gut funktioniert Sellfy, und für welche Anwendungsfälle ist die Plattform tatsächlich geeignet? Wir haben Sellfy getestet und zeigen, was damit möglich ist.
Sellfy* ist ein Shop-Baukasten, der speziell für den Verkauf digitaler Produkte wie E-Books, Online-Kurse, Software, Musik oder Videos entwickelt wurde. Die 2011 gegründete Plattform richtet sich vor allem an Solo-Selbstständige, Kreative und kleine Anbieter, die kein allzu komplexes Shop-System benötigen.
Im Unterschied zu klassischen Shop-Plattformen wie Shopify liegt der Fokus bei Sellfy ganz klar auf digitalen Produkten. Der Verkauf physischer Produkte ist zwar auch möglich, spielt aber eine untergeordnete Rolle.
Mit Shopify & Co. will Sellfy also gar nicht konkurrieren – muss sich aber natürlich trotzdem den Vergleich mit Allround-Shop-Systemen gefallen lassen, die schließlich auch bei digitalen Produkten gut aufgestellt sind. Ob Sellfy trotzdem eine Daseinsberechtigung hat und für wen die Plattform einen Blick wert ist, verrät unser Test.
Sellfy Shop-Baukasten Test
Fokus auf digitale Produkte
Downloads, Abos und die Auslieferung digitaler Inhalte sind bei Sellfy kein Zusatzfeature, sondern Kernfunktion. Die gesamte Plattform ist für Datei-Uploads ausgelegt.Schlanke, benutzerfreundliche Oberfläche
Das Dashboard ist übersichtlich und reaktionsschnell, die Shop-Erstellung und -Verwaltung auch für Anfänger unkompliziert.Integriertes Print-on-Demand
Eine Print-on-Demand-Plattform ist direkt in Sellfy integriert und ohne externe Anbieter nutzbar. Für Creators, die digitale Produkte mit Merch kombinieren möchten, ist das ein praktischer Bonus.
Sehr eingeschränkte Design- und Layout-Freiheit
Sie können Ihre Website nicht frei gestalten, sondern nur grob mit Modulen zusammenstellen, deren Layouts weitgehend vorgegeben sind. Die Auswahl an Templates ist zudem winzig.Begrenzte Funktionen und Integrationen
Von der Produktorganisation bis zu Versand und Zahlung: Sellfy liefert überall nur grundlegende Funktionen und lässt erweiterte Einstellungen oder Automatisierungen vermissen. Apps gibt es nur wenige.Fester Umsatzdeckel in allen Tarifen
Die festen Umsatzgrenzen machen Sellfy für größere oder stark wachsende Shops unattraktiv. Selbst im teuersten Tarif können Sie das Limit von 200.000 USD nicht überschreiten.
Einrichtung & Bedienung
| Einrichtung |
| 3/4 |
| Qualität der Benutzeroberfläche |
| 6/8 |
| Performance |
| 3/3 |
Sellfy richtet sich bewusst an Künstler und Creatives, die keine technische Erfahrung mitbringen. Entsprechend niedrig sind die Einstiegshürden: Sellfy ist in wenigen Minuten einsatzbereit und der erste Shop ist auch ohne technisches Vorwissen schnell online gebracht.
Erste Schritte: Account und Einrichtung
Die ersten Schritte mit Sellfy sind besonders unkompliziert. Die Registrierung ist in weniger als einer Minute erledigt, anschließend landet man direkt im Shop-Dashboard und kann sofort loslegen.
Positiv: Sellfy bietet eine 14-tägige kostenlose Testphase. Sie müssen also bei der Account-Erstellung keine Zahlungsdaten hinterlegen und können die Plattform erst einmal in Ruhe ausprobieren.
Zu Beginn führt Sellfy durch eine kurze Abfrage mit grundlegenden Fragen zur Website, etwa zum Namen des Shops, zu den geplanten Produkten und zum gewünschten Farbschema.

Der Einrichtungs-Assistent von Sellfy.
Schade für deutsche Nutzer: Das Sellfy-Dashboard gibt’s aktuell nur auf Englisch. Die Shop-Sprache, also die vorgegebenen Texte des Shops, etwa für Produktseiten und den Checkout, kann man aber auch auf Deutsch umstellen.
Shop-Verwaltung im Sellfy-Dashboard
Das Sellfy-Dashboard ist übersichtlich aufgebaut. Nach dem Login landen Sie auf einer zentralen Startseite mit einer kurzen Checkliste für die ersten Schritte und einfachen Kennzahlen zu den Verkäufen und Zugriffen Ihres Shops.
Die Navigation erfolgt über eine klar strukturierte Seitenleiste. Dort sind die wichtigsten Bereiche sauber voneinander getrennt. Produkte, Bestellungen, Kunden, Marketing-Funktionen und die Shop-Einstellungen haben jeweils eigene Menüpunkte.

Über das Hauptmenü im Sellfy-Dashboard navigieren Sie zu allen wichtigen Funktionen und Einstellungen.
Eins finden Sie hier nicht: einen Design- oder Baukasten-Bereich. Die Gestaltung des Shops ist etwas versteckt in den Shop-Einstellungen angesiedelt. Dort können Sie den sogenannten „Store Customizer“ aufrufen, mit dem Sie das Aussehen Ihrer Shop-Website anpassen.
An dieser Priorisierung der Funktionen zeigt sich bereits, dass Design bei Sellfy eher eine untergeordnete Rolle spielt. Es gibt nur wenige Vorlagen und kaum Möglichkeiten, das Erscheinungsbild des Shops individuell anzupassen. Der Fokus liegt klar auf Funktionalität und schnellem Setup – nicht auf gestalterischer Freiheit (mehr zum Editor im nächsten Kapitel). Benutzerfreundlich ist der Baukasten dadurch aber allemal.
Performance: Schlank & schnell
Durch den bewusst schlanken Funktionsumfang und das auf das Wesentliche reduzierte Dashboard ist Sellfy nicht nur sehr übersichtlich, sondern auch performant. Die Oberfläche lädt schnell und reagiert ohne spürbare Verzögerungen.
In unserem Test liefen sowohl Seitenwechsel im Dashboard als auch das Arbeiten im Store Customizer jederzeit flüssig. Einstellungen werden zügig übernommen, Menüs öffnen sich ohne Wartezeiten und auch bei wiederholtem Wechsel zwischen Bereichen kommt es nicht zu merklichen Ladepausen.

Angst vor einer steilen Lernkurve müssen Sie hier nicht haben: Sellfy ist nicht nur schnell eingerichtet, sondern auch schnell begriffen. Durch das bewusst schlanke Dashboard und die klare Aufteilung der Funktionen sollten sich auch Einsteiger sofort zurechtfinden.
Die einfache Bedienung hat aber auch eine Kehrseite: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind bei Sellfy nämlich deutlich eingeschränkt – mehr dazu im nächsten Kapitel.
Templates & Design
| Template-Anzahl | 11 | 0/2 |
| Template-Qualität |
| 1.5/3 |
| Editor |
| 1.5/4 |
| Anpassbarkeit der Shop-Seiten |
| 1/4 |
| Eigener Code |
| 0.5/2 |
Wer beim Design gern feilt und tüftelt, ist bei Sellfy an der falschen Baustelle: Es gibt nur wenige Vorlagen und begrenzte Anpassungsmöglichkeiten. Dafür kommt man schnell zu einem funktionierenden Shop, ohne sich lange mit Layoutfragen aufzuhalten.
Store Customizer: Der Shop-Baukasten von Sellfy
Alle Design-Anpassungen nehmen Sie im Store Customizer vor. Sie finden ihn in den Einstellungen Ihres Shops, wo Sie eine Vorschau Ihrer Website ansehen oder direkt den Website-Builder öffnen können:

Der Store Customizer ist der Website-Editor von Sellfy.
Der Editor erinnert an typische Homepage-Baukästen, ist aber stark vereinfacht. Links befindet sich ein festes Navigationsmenü, über das Sie Seiten, Inhalte und Einstellungen erreichen. In der Mitte sehen Sie eine Live-Vorschau der Website, die zunächst mit Beispiel-Produkten gefüllt ist. Über der Vorschau können Sie zwischen unterschiedlichen Ansichten – Desktop, Tablet und Mobil – wechseln.
In den „Store Settings“ finden Sie einige grundsätzliche Einstellungen für den Shop. In den General Settings können Sie etwa ein Logo hinterlegen und Funktionen aktivieren oder deaktivieren, z. B. den Einkaufswagen, die Suchfunktion oder die Anzeige von Breadcrumbs.

In den „Store Settings“ bearbeiten Sie das grundlegende Design.
Im Bereich „Store Style“ gibt es ein paar globale Design-Einstellungen zu Farben und Schriften, die auf der gesamten Website angewendet werden, sowie die Möglichkeit, die Vorlage zu wechseln.
Vorlagen bei Sellfy: Nur 11 Themes
Die Auswahl an Vorlagen (bei Sellfy „Themes“ genannt) ist allerdings stark begrenzt: Es gibt aktuell nur elf Themes, die sich optisch zwar unterscheiden, im Aufbau aber sehr ähnlich sind.
Die Qualität der Vorlagen ist okay: Grundsätzlich sind die Themes aufgeräumt, funktional und unaufdringlich. Vielfalt sieht jedoch anders aus: Große Layout-Unterschiede, unterschiedliche Seitenstrukturen oder ausgefallene Design-Elemente sollten Sie bei Sellfy nicht erwarten.

Bei der Template-Auswahl hat Sellfy noch Nachholbedarf.
Andere Shop-Baukästen sind hier deutlich besser aufgestellt. Während Sie bei Shopify, Wix & Co. teils Hunderte Vorlagen für unterschiedliche Branchen finden, beschränkt sich Sellfy auf einige wenige Beispiel-Templates.
| Anzahl Templates | |
|---|---|
![]() | 3.000 |
![]() | 1.000 |
![]() | 500 |
![]() | 225 |
![]() | 190 |
![]() | 170 |
![]() | 70 |
![]() | 47 |
![]() | 34 |
![]() | 23 |
![]() | 12 |
![]() | 11 |
![]() | 6 |
Shop-Inhalte anpassen: Fixe Module statt freiem Drag-and-drop
Die Gestaltungswerkzeuge sind bei Sellfy ziemlich grob gehalten. Die eigentliche Seitengestaltung erfolgt über sogenannte Module. Dabei handelt es sich um vordefinierte Inhaltsblöcke wie Produktlisten, Textbereiche, Bilder, Call-to-Action-Elemente oder Navigationsmodule.
Die Auswahl der Module ist überschaubar: Zur Verfügung stehen Hero-, Text-, Newsletter-, Kontakt- und Social-Module sowie ein Modul für verwandte Produkte, das man auf Produktseiten platzieren kann. Es ist auch nicht möglich, ein „leeres“ Modul zu erstellen und selbst beliebige Inhalte oder Layouts aufzubauen: Sie müssen sich mit den von Sellfy vorgegebenen Bauklötzen zufrieden geben.

Jede Sellfy-Seite besteht aus mehreren Modulen.
Sellfy bietet ein sogenanntes „Embed Code“-Modul, mit dem Sie externen Code einbinden können, etwa von Analyse-Tools, Formularen oder externen Widgets.
Einen direkten Zugriff auf den Quellcode oder einen vollwertigen Code-Editor wie bei Shopify gibt es jedoch nicht. Sellfy bleibt damit klar No-Code-orientiert und ist für Entwickler nicht interessant.
Jedes Modul lässt sich nur in begrenztem Rahmen konfigurieren: Sie können Inhalte wie Bilder und Texte anpassen und einige wenige Einstellungen (z. B. Abstände, Farben, Schriftgrößen) verändern. Freies Drag-and-drop gibt es aber nicht – Inhalte lassen sich also nicht beliebig verschieben oder frei anordnen.
Viele andere Baukästen ohne Drag-and-drop gleichen die fehlende Flexibilität durch unterschiedliche Layout-Presets aus, die zumindest etwas Variation bei der Struktur bieten. Doch auch hier ist Sellfy sehr sparsam: In manchen Modulen gibt es gar keine Layout-Optionen, in anderen nur zwei.
Die Grundstruktur jedes Moduls ist damit weitgehend vorgegeben – Sie können meist nur Inhalte austauschen oder über die Reihenfolge der Module insgesamt Einfluss nehmen.

Die Einstellungen für jedes Modul sind begrenzt.
Sie können zwar neue Seiten hinzufügen, klassische Seitenvorlagen stellt Sellfy jedoch nicht bereit. Jede Seite muss also mithilfe der von Sellfy bereitgestellten Module aufgebaut werden. Weil es hier, wie schon beschrieben, nicht viel Auswahl gibt, bleibt der Gestaltungsspielraum bei den Seitenlayouts entsprechend begrenzt.
Die Design-Freiheit ist bei Sellfy somit stark eingeschränkt: Der Shop-Baukasten liefert ein paar Schablonen, die Sie befüllen, einfärben und neu anordnen können – mehr nicht. Dadurch wirken viele Sellfy-Shops recht generisch. Gleichzeitig macht genau das den Einstieg leicht: Auch wenn Sie noch nie eine Website designt haben, sollten Sie bei Sellfy ohne große Probleme einen funktionalen Shop zustande bekommen.
Wie „responsive“ ist Sellfy?
Grundsätzlich sind alle Sellfy-Themes responsive aufgebaut. Ihr Shop passt sich also automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen an und wird sowohl auf dem Desktop als auch auf Tablet und Smartphone zuverlässig dargestellt.
Im Store Customizer können Sie zwischen Desktop-, Tablet- und Mobilansicht wechseln, um schnell zu prüfen, wie Ihr Shop auf verschiedenen Geräten aussieht. Das dient allerdings ausschließlich der Vorschau, gezielte Anpassungen nur für die mobile Ansicht sind nicht möglich.
Das ist bei Sellfy aber auch gar nicht unbedingt nötig, weil sich Layout und Inhalte ohnehin nicht frei anordnen lassen. Entsprechend gibt es auch mobil kaum ein Element, das „aus der Reihe tanzen“ könnte. Sellfy nimmt Ihnen das Thema Responsivität damit weitgehend ab.

Sellfy mag sich an Creatives richten – das gilt aber nicht für kreative Freiheit beim Webdesign. Der Homepage-Editor ist bewusst einfach gehalten: Es gibt nur wenige Templates und kaum Möglichkeiten, sie anzupassen.
Layout und Struktur sind also größtenteils vorgegeben, und die Ergebnisse wirken entsprechend etwas generisch. Dafür ist der Weg zum fertigen Shop bei Sellfy wirklich kinderleicht.
Produktverwaltung
| Produkttypen |
| 1.5/4 |
| Produkteigenschaften |
| 2/3 |
| Produktvarianten |
| 5.5/6 |
| Preisgestaltung |
| 1/3 |
| Kategorisierung |
| 0.5/2 |
| Inventar |
| 1/2 |
Die Produktverwaltung von Sellfy ist bewusst einfach gehalten und auf den Verkauf digitaler Produkte ausgerichtet. Entsprechend überschaubar fällt der Funktionsumfang aus.
Produkte anlegen: Digital hat Vorrang
Ihre Produkte verwalten Sie im Store-Menü unter „Product“. Hier können Sie mit wenigen Klicks ein neues Produkt anlegen. Dabei müssen Sie zunächst den Produkttyp auswählen.

Zunächst wählen Sie einen Produkttyp aus.
Während bei den meisten Shop-Plattformen physische Produkte der Standard sind und Downloads oft als „Extra“-Einstellung behandelt werden, verhält es sich bei Sellfy genau andersherum: Den Anfang machen digitale Produkte, bei denen Datei-Downloads hinterlegt und automatisch an Käufer ausgeliefert werden. Auch Abonnements mit wiederkehrenden Zahlungen sind möglich.
Die maximal zulässige Dateigröße hängt vom gewählten Tarif ab (10 GB im Starter-Tarif, 15 GB im Business-Tarif, 20 GB im Premium-Tarif). Die können aber pro Produkt auf bis zu 50 Dateien aufgeteilt werden.
Zusätzlich bietet Sellfy eine integrierte Print-on-Demand-Funktion. Damit können Sie individuell designte Produkte ohne eigenes Lager erstellen und verkaufen. Die Auswahl an Produkten ist recht groß und umfasst neben Modeartikeln wie T-Shirts, Hoodies, Hosen und Badekleidung auch Accessoires wie Handyhüllen oder Trinkflaschen sowie Merch wie Tassen, Poster oder Mousepads.

Sellfy bietet eine direkt integrierte Print-on-Demand-Plattform.
Der Verkauf physischer Produkte ist ebenfalls möglich, auch wenn er bei Sellfy – wie schon erwähnt – eher eine untergeordnete Rolle spielt.
Hier sehen Sie die von Sellfy unterstützten Produkttypen im Vergleich:
![]() Sellfy | ![]() Wix | ![]() Square | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Ecwid | ![]() BigCommerce | ![]() WooCommerce | ![]() Jimdo | ![]() Gambio | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | |
| Summe | 3 | 8 | 8 | 6 | 6 | 6 | 5 | 5 | 5 | 4 | 3 | 3 | 2 |
Simpler Produkte-Editor mit grundlegenden Einstellungen
Die Produkteinstellungen sind bei Sellfy bewusst schlank gehalten und aufs Wesentliche beschränkt. Im Produkteditor finden Sie mehrere Tabs, die je nach Produkttyp leicht variieren.
Im „General“-Tab nehmen Sie die grundlegenden Einstellungen vor und hinterlegen alle wichtigen Angaben – Name, Beschreibung, Produktbilder und Preis. Auch Produktvarianten verwalten Sie hier (mehr dazu gleich).

Der Produkteditor ist bewusst schlank gehalten.
Bei digitalen Produkten gibt es zusätzlich den Bereich „Files“, in dem Sie die zugehörigen Dateien hinterlegen. Sie können neue Dateien direkt von Ihrem Computer hochladen oder bereits hochgeladene Dateien erneut verwenden. Sellfy liefert die Dateien nach dem Kauf automatisch an die Käufer aus.
Bei physischen Produkten erscheint zusätzlich ein Tab für den Versand. Dort legen Sie Versandmethoden und Versandkosten fest (mehr dazu später).
Wenn die Standardfelder nicht ausreichen, können Sie in den „Store Settings“ unter „Custom fields“ eigene benutzerdefinierte Felder anlegen. Damit lassen sich zusätzliche Informationen beim Kauf abfragen.

Sie können Ihren Produkten auch benutzerdefinierte Felder hinzufügen.
Zur Auswahl stehen verschiedene Feldtypen, etwa einfache Textfelder, Zahlenfelder für individuelle Angaben, Dropdown-Menüs für feste Auswahloptionen, Checkboxen für Bestätigungen oder eine Datumsauswahl. Dadurch können Sie beispielsweise Personalisierungswünsche, Größenangaben oder zusätzliche Hinweise strukturiert erfassen.
Sellfy bietet also ein paar Möglichkeiten zur individuellen Anpassung einzelner Produkte, bleibt dabei aber bewusst einfach. Der Fokus liegt klar auf einem schnellen Setup und einer unkomplizierten Produktverwaltung – besonders für digitale Produkte und wiederkehrende Verkäufe.
Varianten bei Sellfy: Nur für einfache Optionen
Sellfy unterstützt Produktvarianten, allerdings nur in vereinfachter Form. Für jedes Produkt lassen sich mehrere Varianten anlegen, bei denen Preis, Gewicht, Lagerbestand und Produktbild individuell festgelegt werden können.
Die Varianten-Erstellung erfolgt aber für jede Variante komplett manuell. Während Sie bei anderen Shop-Baukästen Optionen (z. B. Größe, Farbe, Material) und Attribute (z. B. M, Gelb, Baumwolle) einmal definieren und daraus automatisch alle möglichen Varianten erzeugt werden, müssen Sie bei Sellfy jede Variante einzeln anlegen.
Wenn Sie also etwa ein Produkt in drei Größen und drei Farben verkaufen möchten, müssen Sie jede der insgesamt neun möglichen Kombinationen selbst separat erstellen. Hinzu kommt, dass der Preis nicht automatisch vom „Default“-Produkt übernommen wird. Entsprechend ist hier viel Handarbeit nötig.

Die Varianten-Erstellung ist bei Sellfy etwas umständlich.
Auch bei der Darstellung der Varianten gibt es keine Flexibilität. Jede Variante erscheint als Auswahl in einem einfachen Dropdown-Menü. Mehrere voneinander abhängige Variantenauswahlen oder visuelle Auswahlhilfen sind nicht vorgesehen.
Falls Sie mehrere Attribute abbilden möchten, ist es vermutlich sinnvoller, Varianten auf ein zentrales Merkmal zu reduzieren (z. B. Farbe) und dieses mit einem zusätzlichen Custom Field (z. B. Größe) zu kombinieren.
Hier zeigt sich, dass Sellfy generell nicht auf komplexe Produktkataloge ausgelegt ist. Wenn Sie viele Produkte mit mehreren Attributen und Kombinationen verkaufen möchten, stößt das System schnell an seine Grenzen.
Die Variantenfunktion eignet sich eher für einfache Szenarien – etwa unterschiedliche Lizenzstufen, Versionen digitaler Produkte oder wenige klar definierte Ausführungen eines physischen Artikels.
![]() Sellfy | ![]() WooCommerce | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Square | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Ecwid | ![]() BigCommerce | ![]() Wix | ![]() Jimdo | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Anzahl Optionen | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 6 | 6 | 3 | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 1000 | 2 |
| Max. Anzahl Varianten | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 250 | 250 | 2048 | unbegrenzt | 100 | unbegrenzt | unbegrenzt | 600 | 1000 | 36 |
| Individuelles Bild | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Individueller Preis | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Individuelle SKU | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Individueller Bestand | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
Preise und Rabatte: Wenig Spielraum
Die Preis-Einstellungen sind auf Produktebene insgesamt recht mager. Sie können lediglich die Währung und den festen Produktpreis festlegen sowie optional die „Pay what you want“-Funktion aktivieren. In diesem Fall entscheiden Käufer selbst, wie viel sie für ein Produkt bezahlen möchten.
Erweiterte Preislogiken oder Produktrabatte gibt es nicht. Sellfy bietet keine Streichpreise, keine Mengenrabatte und keine automatische Grundpreis-Berechnung.
Produktorganisation: Nur mit Kategorien
Auch bei der Produktorganisation zeigt sich, dass Sellfy eher für kleinere Produktkataloge ausgelegt ist. Die Organisation erfolgt ausschließlich über Kategorien. Es gibt keine Unterkategorien oder zusätzliche Organisationsebenen wie Tags, Filterlogiken oder Metafelder. Auch Automatisierungen, etwa regelbasierte Zuordnungen wie bei Shopify, fehlen.

Sie können Ihre Produkte in Kategorien unterteilen.
Die Darstellung der Kategorien im Shop ist ebenfalls recht grundlegend. Am besten legen Sie im Store Customizer für jede Kategorie eine eigene Seite an, auf der alle zugeordneten Produkte angezeigt werden.
Sie können Kategorie-Seiten im Menü auch als Unterseiten anzeigen, um zumindest optisch eine Struktur mit Unterkategorien abzubilden. Eine echte hierarchische Kategorielogik auf Produktebene ersetzt das aber nicht.
Keine nennenswerten Bestandsfunktionen
Weil Sellfy in erster Linie auf digitale Produkte ausgelegt ist, ist auch die Bestandsverwaltung keine Priorität – Downloads sind schließlich unbegrenzt verfügbar. Sie können lediglich einen festen Lagerbestand hinterlegen, der bei jedem Verkauf automatisch reduziert wird (das geht übrigens auch bei digitalen Produkten, die Sie damit künstlich begrenzen können).
Weitere Funktionen zur Bestandsüberwachung bietet Sellfy nicht. Es gibt keine Warnungen bei niedrigem Bestand, keine automatische Nachbestellung und keine Auswertungen zum Lagerverlauf.

Man merkt der Produktverwaltung an, dass Sellfy primär für kleinere Shops gedacht ist. Alles ist auf die schnelle Erstellung von digitalen Produkten ausgelegt, mit einfachen Uploads, Abo-Funktionen und großzügigen Datei-Limits. Auch eine umfassende Print-on-Demand-Lösung ist bereits integriert. Für „Digital Creators“ könnte das ausreichen.
Sobald das Sortiment wächst, wird es aber schnell unübersichtlich – sowohl für Sie als auch für Ihre Besucher. Die Kategorisierungsmöglichkeiten sind begrenzt, Varianten müssen manuell gepflegt werden, und erweiterte Preis- oder Bestandsfunktionen gibt es nicht.
Verkaufsoptionen
| Steuerberechnung |
| 1.5/3 |
| Versandoptionen |
| 1/3 |
| Rabatte |
| 2/3 |
| Zahlungsdienstleister |
| 0.75/3 |
| Bestellverwaltung |
| 1/2 |
| Erweiterte Funktionen |
| 2.5/6 |
Der Fokus auf kleine Shops und digitale Produkte macht sich natürlich auch bei den Verkaufsoptionen bemerkbar: Zahlungs-, Steuer-, Versand- und sonstige Funktionen sind bei Sellfy aufs Nötigste reduziert.
Zahlungsabwicklung: Stripe und PayPal
Ein eigenes Payment-Gateway, wie etwa Shopify oder Wix, betreibt Sellfy nicht. Stattdessen können Sie Zahlungen über zwei Zahlungsanbieter abwickeln: Stripe und PayPal.
Über Stripe sind Kredit- und Debitkarten sowie Apple Pay und Google Pay möglich. PayPal deckt zusätzlich Zahlungen per PayPal-Konto ab und bietet – je nach Land – auch lokale europäische Zahlungsarten.

Sellfy setzt auf die Zahlungs-Gateways Stripe und PayPal.
Wenn die von Ihnen gewünschte Zahlungsart nicht unterstützt wird, haben Sie bei Sellfy leider Pech gehabt. Es ist auch nicht möglich, manuelle Zahlungsarten – etwa Vorkasse oder Banküberweisung – einzurichten. Auch für den Point-of-Sale-Verkauf ist Sellfy nicht geeignet. Damit ist die Zahlungsabwicklung im Vergleich zu anderen Shop-Plattformen ziemlich eingeschränkt.
![]() Sellfy | ![]() WooCommerce | ![]() Shopify | ![]() Wix | ![]() STRATO | ![]() IONOS | ![]() Ecwid | ![]() Squarespace | ![]() BigCommerce | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Jimdo | ![]() Square | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Zahlungsdienstleister | 2 | 19 | 100 | 80 | 120 | 120 | 120 | 5 | 65 | 4 | 2 | 2 | 1 |
| PayPal | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Stripe | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Square | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ |
| Amazon Pay | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Klarna | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Mollie | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Eigener Zahlungsdienstleister | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Manuell | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
Steuer-Einstellungen: Automatische Berechnung in der EU
Die Steuerberechnung ist bei Sellfy teilweise automatisiert. Für Verkäufe in die EU und nach Großbritannien wird die Umsatzsteuer abhängig vom Kundenstandort automatisch korrekt berechnet und im Checkout ausgewiesen. Für alle anderen Regionen müssen Sie die Steuersätze im „Taxes“-Bereich manuell hinterlegen.

Steuer-Einstellungen bei Sellfy.
Erweiterte Steuer-Logiken fehlen. Sie können etwa keine unterschiedlichen Steuersätze für verschiedene Produktarten oder Produktkategorien festlegen. Wenn Sie global verkaufen und mit unterschiedlichen Steuersätzen oder komplexeren Vorgaben arbeiten müssen, sind andere Shop-Baukästen also deutlich flexibler aufgestellt.
Versand: Manuelle Verwaltung
Digitale Produkte benötigen keinen Versand – deshalb sind auch die Versandfunktionen bei Sellfy eher einfach gestrickt.
Neben der Möglichkeit, eine lokale Abholung (Local Pickup) anzubieten, können Sie manuelle Versandkosten über sogenannte „Shipping Profiles“ festlegen. Dabei handelt es sich um einfache Versandprofile, denen Sie Produkte zuweisen und für die Sie festlegen, in welche Regionen geliefert wird und welche Versandkosten anfallen.

Sellfy unterstützt pauschale und gewichtsbasierte Versandkosten.
Als Versandarten stehen im Wesentlichen zwei Modelle zur Verfügung:
Pauschale Versandkosten (Flat Rate)
Gewichtsbasierte Versandkosten
Live-Preise von Versanddienstleistern oder Fulfillment-Apps gibt es nicht: Die Kosten müssen immer manuell definiert werden. Auch Versandlabels lassen sich nicht direkt in Sellfy erstellen.
Vieles, was bei anderen Shop-Systemen vollautomatisch abläuft, erfordert bei Sellfy also manuelle Schritte. Wenn Sie regelmäßig auch physische Produkte verkaufen, wird das schnell etwas aufwendig.
Rabatte: Coupons, Sales und Upsells
Die Rabatt-Funktionen von Sellfy sind recht solide. Im „Discounts“-Bereich können Sie nicht nur Rabattcodes (Coupons) erstellen, sondern auch zeitlich begrenzte Sales, die automatisch auf ausgewählte Produkte oder den gesamten Shop angewendet werden.
Rabatte lassen sich entweder prozentual oder als fixer Betrag festlegen. Zusätzlich können Sie Start- und Enddatum definieren, die Anzahl der Einlösungen begrenzen und optional einen Countdown-Timer anzeigen lassen, um mehr Kaufdruck zu erzeugen. Rabatte können auf einzelne Produkte, mehrere Produkte oder das komplette Sortiment angewendet werden – allerdings immer produktbasiert, nicht auf Kategorien.
Ergänzend dazu bietet Sellfy eine integrierte Upselling-Funktion. Damit können Sie nach dem Hinzufügen eines Produkts oder im Checkout ein weiteres Produkt vergünstigt anbieten. Sie legen fest, bei welchem Produkt das Upsell angezeigt wird, welches Zusatzprodukt angeboten wird und wie hoch der Rabatt ausfällt. Das Upsell erscheint dann als einfaches Pop-up mit frei definierbarem Text.
Was Sellfy nicht bietet, sind komplexere Rabatt-Logiken wie „Buy X get Y“, Staffelrabatte, Warenkorbregeln oder kombinierbare Rabattaktionen. Rabatte werden priorisiert und nicht miteinander verrechnet.
Bestellverwaltung: Für kleine Shops ausreichend
Alle Bestellungen laufen in einer zentralen „Orders“-Übersicht zusammen. Hier sehen Sie auf einen Blick den Bestellstatus, die Zahlungsart, den Gesamtbetrag und die bestellten Produkte. Digitale Käufe werden automatisch als ausgeliefert markiert, bei physischen Produkten können Sie die Bestellung manuell als versendet kennzeichnen.
Auch hier fehlen natürlich viele Automatisierungen, die wir von Shop-Baukästen mit stärkerem Fokus auf physischen Verkäufen gewohnt sind: Sie müssen sich um die Bestellabwicklung, vom Verschicken der Versandbestätigungen bis zur Vergabe von Tracking-Nummern, größtenteils selbst kümmern.
Für digitale Downloads ist das natürlich unproblematisch, doch wenn Sie regelmäßig physische Produkte versenden, bedeutet das zusätzlichen Aufwand.
Wenig Extras: Sellfy setzt auf die Basics
Sellfy ist schon bei den Standard-Funktionen eher sparsam – also ist es wenig überraschend, dass auch das Angebot an Zusatzfunktionen nicht sonderlich aufregend ist. Für Multichannel-Verkauf, POS-Lösungen oder Dropshipping ist die Plattform etwa nicht ausgelegt.
Es gibt eine einfache E-Mail-Marketing-Funktion, mit der Sie Newsletter an Ihre Kunden verschicken können. Sie ist recht simpel, aber für einfache Benachrichtigungen ausreichend: Sie können E-Mails an alle Kunden, bestimmte Kundensegmente oder die Käufer ausgewählter Produkte senden.
Die Funktion eignet sich auch für Produkt-Updates. Wenn Sie etwa eine neue Version eines digitalen Produkts veröffentlichen, können Sie Kunden darüber informieren. In der E-Mail ist dann ein Download-Button integriert, über den Kunden direkt auf die aktualisierte Datei zugreifen können.

Sellfy hat eine einfache Newsletter-Funktion eingebaut.
Es gibt einen App-Markt, der sieht aber etwas trostlos aus: Zum Testzeitpunkt waren dort gerade einmal fünf Anwendungen gelistet – und keine sonderlich spannenden:

Der App-Markt von Sellfy ist mickrig.
Technisch lässt sich Sellfy zumindest über Webhooks an externe Systeme anbinden, etwa um Bestellungen weiterzuverarbeiten. Eine vollwertige, frei nutzbare API für eigene Erweiterungen oder tiefere Integrationen steht jedoch nicht zur Verfügung.
Praktisch ist wiederum, dass Sellfy mehrere Währungen unterstützt. Sie können eine Hauptwährung festlegen, die im gesamten Shop verwendet wird, oder einzelnen Produkten unterschiedliche Währungen zuweisen. Insgesamt stehen 25 Währungen zur Auswahl.
Auch mehrere Sprachen werden unterstützt – konkret Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch und Russisch. Ein wirklich „mehrsprachiger“ Shop, bei dem Kunden zwischen Sprachversionen wechseln können, ist aber nicht möglich: Sie können lediglich die Shop-Sprache manuell festlegen oder einstellen, dass die Sprache automatisch an den Standort bzw. die Sprache des Käufers angepasst werden soll.

Sellfy bringt die wichtigsten Verkaufsfunktionen mit, die für den Verkauf digitaler Produkte nötig sind, ist aber bei weitem nicht so flexibel wie andere Shopsysteme. Zahlungs-, Versand- und Steuer-Einstellungen sind bewusst einfach gehalten, und es fehlen zeitsparende Automatisierungen und Integrationen.
Für die Kernzielgruppe – Digital Creatives – kann das ausreichen. Doch sobald Sie mehr Produkte verkaufen, individuellere Verkaufsprozesse abbilden oder physische Artikel anbieten möchten, sind die Grenzen des mit Sellfy Machbaren schnell erreicht.
Support
| Dokumentation & Tutorials |
| 1.5/2 |
| Support-Kanäle |
| 1/2 |
| Geschwindigkeit und Qualität |
| 3/3 |
| Bewertungen auf Review-Portalen |
| 2/3 |
Sellfy hat ein übersichtliches Hilfezentrum mit Suchfunktion, das aber – wie die gesamte Benutzeroberfläche – nur auf Englisch zur Verfügung steht. Falls die Sprachbarriere kein Hindernis ist, sind die Inhalte ziemlich gut: Sellfy hat die Informationen verständlich aufbereitet und liefert nachvollziehbare Erklärungen zu allen wichtigen Funktionen, die mit dem Shop-Baukasten möglich sind.
Die Themenbereiche sind logisch gruppiert, die Artikel übersichtlich strukturiert, und sie enthalten viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Screenshots und Videos. Auf die meisten Fragen, die wir als Neu-Nutzer hatten, fanden wir hier rasch die richtige Antwort.

Das Hilfezentrum von Sellfy.
Direktsupport: Schnell, aber nur per E-Mail
Persönlichen Support liefert Sellfy ausschließlich per E-Mail. Es gibt also keine unmittelbare Hilfe per Chat oder Hotline, was bei schnellen und dringlichen Fragen natürlich ein Nachteil ist.
Leider mussten wir den Support zunächst etwas suchen. Der „Contact Support“-Button im Hilfebereich führte bei uns ins Leere, und das versprochene Kontaktformular wurde im Dashboard nicht angezeigt. Wir mussten die passende E-Mail-Adresse (support@sellfy.com) erst im Hilfezentrum ausfindig machen.
Immerhin ging es dann wirklich schnell: Wir hatten schon nach wenigen Minuten eine freundliche und ausführliche Antwort im Postfach. Da ist selbst der vermeintliche „Live-Chat“ mancher Anbieter langsamer.
Weil unsere Support-Erfahrung immer nur eine Momentaufnahme ist, hören wir uns zusätzlich auf Review-Portalen wie Trustpilot & Co. um. Auch hier fällt das Bild insgesamt recht positiv aus: Rezensenten beschreiben den Kundenservice als hilfsbereit, schnell reagierend, freundlich und kompetent. Ausreißer nach unten gibt es aber auch – zudem ist die Anzahl der Bewertungen bisher überschaubar.

Sellfy punktet mit einem übersichtlichen Hilfezentrum und schnellen Antworten per E-Mail, die dem Support auch in Review-Portalen viele positive Rückmeldungen abwinnen. Leider sind die Hilfeinhalte und der persönliche Support ausschließlich in englischer Sprache verfügbar – und eine Hotline oder einen Live-Chat gibt es nicht.
Kosten
| Kosten für kleinen Shop | 18,97 € | 4/6 |
| Kosten für mittleren Shop | 102,59 € | 0/6 |
| Kosten für großen Shop | - | 0/3 |
| Preisgestaltung |
| 2/3 |
| Testversion | 14-tägige Testversion | 2/2 |
Sie haben die Auswahl zwischen drei Tarifen: Starter, Business und Premium. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Produkte, sondern die Umsatzgrenze: In allen Tarifen ist der jährlich erzielbare Umsatz klar begrenzt.
Der Starter-Tarif richtet sich an Einzelpersonen und kleine Creators, die gerade erst mit dem Verkauf starten. Er erlaubt bis zu 10.000 USD Umsatz pro Jahr und deckt die wichtigsten Grundlagen ab – inklusive digitaler Downloads, Abos und Print-on-Demand.
Der Business-Tarif unterstützt jährliche Umsätze von bis zu 50.000 USD. Zusätzlich zu den Starter-Funktionen kommen Custom Fields, Produkt-Upsells, Warenkorbabbruch-E-Mails und Affiliate-Marketing hinzu.
Der Premium-Tarif erlaubt bis zu 200.000 USD Umsatz pro Jahr und enthält alle Funktionen aus den niedrigeren Tarifen. Zusätzlich bietet Sellfy hier Priority Support sowie Unterstützung bei der Migration von Produkten und Designs.
Transaktionsgebühren gibt es in keinem Tarif – zumindest nicht von Sellfy. Es fallen aber – je nachdem, welchen Payment-Anbieter Sie nutzen – Gebühren von PayPal oder Stripe an.
Sie können monatlich zahlen oder einen Jahrestarif abschließen, der aufs Monat gerechnet etwas billiger ist. Zudem bietet Sellfy eine 14-tägige Probeversion und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.
Hier sehen Sie die Tarife von Sellfy im Überblick:
| Starter | Business | Premium | |
|---|---|---|---|
| Monatlicher Effektivpreis | ab 18,97 € | ab 50,86 € | ab 102,59 € |
| Transaktionsgebühr | - | - | - |
| Vertragslaufzeit (Monate) | 1 - 12 | 1 - 12 | 1 - 12 |
| Produktverwaltung | |||
| Anzahl Produkte | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Produktfilter | ✗ | ✗ | ✗ |
| Produktvarianten | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktbestand | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktrezensionen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Internationalisierung | |||
| Mehrsprachigkeit | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mehrere Währungen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Automatische Steuerberechnung | ✓ | ✓ | ✓ |
Sellfy im Preisvergleich
Ein direkter Preisvergleich der Shop-Baukästen ist generell schwierig, da sich Tarifmodelle, Leistungsumfang und Zusatzkosten stark unterscheiden. Bei Sellfy kommt erschwerend hinzu, dass die Tarife nicht nach Funktionsumfang, sondern nach Umsatz gedeckelt sind, was bei wenigen anderen Anbietern der Fall ist.
Um dennoch eine faire Vergleichsbasis zu schaffen, haben wir – wie bei den anderen Anbietern – drei typische Shop-Szenarien definiert und die monatlichen Grundkosten gegenübergestellt:
Kleiner Shop: 10 Produkte, bis 10.000 € Umsatz pro Jahr, mit eigener Domain
Mittlerer Shop: 500 Produkte, bis 200.000 € Umsatz pro Jahr, mit Produktvarianten
Großer Shop: 10.000 Produkte, bis 2 Mio. € Umsatz pro Jahr, mit Varianten, Produktfiltern und Mehrsprachigkeit
Hier ist die Vergleichstabelle der Anbieter aus unserem Test:
| Kleiner Shop | Mittlerer Shop | Großer Shop | |
|---|---|---|---|
![]() | 2,75 € | 2,75 € | - |
![]() | 11,25 € | 11,25 € | 11,25 € |
![]() | 12,08 € | 12,08 € | 37,89 € |
![]() | 12,60 € | 33,61 € | - |
![]() | 15,13 € | 15,13 € | 79,50 € |
![]() | 17,50 € | 17,50 € | 26,03 € |
![]() | 18,00 € | 18,00 € | - |
![]() | 18,97 € | 102,59 € | - |
![]() | 24,95 € | 24,95 € | 24,95 € |
![]() | 25,00 € | 45,00 € | 105,00 € |
![]() | 25,00 € | 257,76 € | - |
![]() | 27,00 € | 27,00 € | 27,00 € |
![]() | 42,24 € | 42,24 € | - |
Im kleinen Shop-Szenario liegt Sellfy etwa im Mittelfeld der von uns getesteten Anbieter. Es gibt noch ein paar Anbieter, die etwas günstigere Einstiegs-Tarife bieten, doch auch für kleinere Shops sollten die monatlichen Kosten noch vertretbar sein.
Durch die fixen Umsatzobergrenzen müssen Sie aber relativ früh in den Business- oder Premium-Tarif wechseln, wenn der Shop wächst. Im mittleren Shop-Szenario gehört Sellfy dadurch bereits zu den teuersten Lösungen im Vergleich – ohne dabei funktional mit Plattformen wie Shopify oder WooCommerce ansatzweise mithalten zu können.
Für größere Shops ist Sellfy durch die strengen Umsatzgrenzen gar nicht geeignet.

Sellfy ist kein klassischer Allround-Shop-Baukasten, sondern eine spezialisierte Lösung für kleine, umsatzbegrenzte Shops mit Fokus auf digitale Produkte. In diesem Rahmen sind die Preise in Ordnung, vor allem für wirklich kleine Shops.
Wer jedoch wachsen möchte und höhere Umsätze plant, zahlt bei Sellfy relativ früh viel Geld für vergleichsweise wenig Flexibilität. Andere Shop-Systeme sind hier langfristig nicht nur leistungsfähiger, sondern oft auch wirtschaftlicher. Zudem gibt es eine feste Umsatzgrenze von 200.000 USD pro Jahr, ab der Sellfy als Plattform komplett aus dem Rennen fällt.
Fazit zu Sellfy: Eher was für den Anfang
Sellfy ist ein simpler Shop-Baukasten für digitale Produkte – nicht weniger, aber auch nicht (oder zumindest kaum) mehr. Der Einstieg ist niedrigschwellig, die Bedienung unkompliziert, und die gesamte Plattform ist für den Verkauf von Downloads, Abos und Print-on-Demand optimiert. Wer E-Books, Kurse, Musik oder andere digitale Inhalte anbieten möchte und keinen Kopf für Technik, Design oder komplexe E-Commerce-Logiken hat, hat es bei Sellfy einfach.
Für diese Einfachheit bezahlen Sie aber, neben der monatlichen Abo-Gebühr, mit mangelnder Flexibilität: Die Gestaltungsmöglichkeiten, Produktlogiken und Verkaufsfunktionen bleiben bewusst rudimentär, und für den Verkauf physischer Produkte ist Sellfy nur eingeschränkt geeignet. Dazu kommen strenge Umsatz-Limits, die dem Wachstum einen Riegel vorschieben.
Sellfy ist also kein Shopify-Killer und möchte das auch gar nicht sein. Trotzdem muss sich die Plattform dem Vergleich mit anderen Shop-Baukästen stellen – die bieten schließlich alles, was Sellfy kann, und mehr. Wenn Sie vorhaben, zu wachsen, greifen Sie besser gleich zu einer leistungsstärkeren Lösung, statt später wechseln zu müssen.

Sellfy Erfahrungen
Wie ist die Stimmung bei Kunden und Nutzern von Sellfy? Wir haben uns auf Bewertungsplattformen wie Trustpilot, Capterra und GetApp umgesehen und die wiederkehrenden Kommentare – positiv wie negativ – aus Nutzerbewertungen zusammengefasst.
Sehr einfacher Einstieg
Viele Nutzer heben hervor, wie schnell sich mit Sellfy ein funktionsfähiger Shop aufsetzen lässt, auch ohne technisches Vorwissen.Starker Fokus auf digitale Produkte & Print-on-Demand
Nutzern gefallen die integrierte Abwicklung digitaler Downloads sowie die Print-on-Demand-Funktion. Mehrere Reviews loben die Druckqualität und die einfache Handhabung ohne eigenes Lager.Hilfsbereiter Support (per E-Mail)
Viele Nutzer berichten von schnellen, freundlichen und kompetenten Antworten durch den Support.
Begrenzte Funktionen und wenig Flexibilität
Ein häufiger Kritikpunkt sind fehlende Funktionen. Nutzer vermissen detailliertere Statistiken, flexiblere Designoptionen, mehr Zahlungsanbieter oder erweiterte Verkaufslogiken.Probleme bei Abos, Zahlungen oder Tarifwechseln
Einige Negativbewertungen berichten von Problemen beim Wechsel des Tarifs oder bei der Abrechnung – teils mit drastischen Folgen wie gesperrten Shops oder Datenverlust.Eingeschränkte Zahlungsabwicklung je nach Region
Mehrere Nutzer kritisieren, dass lokale Zahlungsarten fehlen.
Alternativen zu Sellfy
Sellfy ist doch nicht der richtige Shop-Baukasten für Ihre Bedürfnisse? Vielleicht kommt ja eine dieser Alternativen infrage:
Flexibler als Sellfy
Wenn Sie mehr Funktionen und Wachstumsmöglichkeiten benötigen, sind Shopify oder WooCommerce einen Blick wert. Beide Plattformen bieten deutlich mehr Bordmittel, Anpassungsmöglichkeiten und Add-ons als Sellfy – sind dafür aber auch etwas komplexer in Einrichtung und Betrieb.Anfängerfreundliche Alternative
Sie suchen einen ähnlich anfängerfreundlichen Shop-Baukasten, der aber funktional nicht so stark eingeschränkt ist? Dann könnten Website-Builder mit Shop-Funktionen wie Wix oder Squarespace eine gute Alternative sein.Alternative aus Deutschland
Sie suchen einen Shop-Baukasten, der nicht nur in deutscher Sprache verfügbar ist, sondern auch in Deutschland entwickelt und betrieben wird? Eine Option ist der Shop-Baukasten von IONOS: Der integriert die leistungsstarke E-Commerce-Technologie von Ecwid in den eigenen Website-Builder. Allerdings bietet der Website-Editor selbst nur begrenzte Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung. Gambio ist flexibler, aber technisch veraltet und wenig anfängerfreundlich.
Die besten Alternativen zu Sellfy finden Sie hier:






























