Shop Baukästen

Shopify vs. WooCommerce 2026: Welcher Shop-Baukasten ist besser?

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Shop-Baukästen gibt es viele. Wenn Sie eine wirklich zukunftstaugliche Plattform suchen, die stabil läuft, sich flexibel erweitern lässt und mit Ihrem Geschäft mitwächst, wird die Auswahl schon kleiner. Zwei Namen bleiben dabei fast immer übrig: Shopify und WooCommerce. Doch welches Shopsystem ist die bessere Wahl für Ihr Projekt?

In unserem Vergleich der besten Shop-Baukästen haben wir Shopify und WooCommerce ausführlich getestet. Am Ende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen – und beide Anbieter landeten in unserer Top 3. Grund genug, noch einmal genauer anzuschauen, welches System für welchen Einsatz die bessere Wahl ist.

Top Shop Baukästen 2026
Gesponsert
ab  2,75 €
pro Monat
Hostinger
ab  27,00 €
pro Monat
Shopify
ab  11,25 €
pro Monat
Wix
ab  15,13 €
pro Monat
IONOS

Shopify vs. WooCommerce

Shopify und WooCommerce haben viel gemeinsam, aber auch einige Unterschiede. Wenn Sie von Anfang an mit der richtigen Plattform starten, legen Sie eine solide Grundlage für Ihr Online-Geschäft– und sparen sich den Aufwand, später wechseln oder upgraden zu müssen.

So haben wir getestet

Wir haben alle Shop-Baukästen aus unserem Vergleich in sechs Kategorien bewertet. Jeder Teilbereich ist unterschiedlich gewichtet:

  • 1.

    Einrichtung & Bedienung (15 %)
    Wie einsteigerfreundlich ist die Plattform? Wie unkompliziert ist die Einrichtung? Gibt es eine kostenlose Testphase? Sind hilfreiche Tutorials und Anleitungen vorhanden?

  • 2.

    Templates & Design (15 %)
    Wie viele Designvorlagen gibt es? Wie hochwertig und vielfältig ist die Auswahl? Wie benutzerfreundlich und flexibel ist der Website-Editor? Wie groß ist die Gestaltungsfreiheit?

  • 3.

    Produktverwaltung (20 %)
    Welche Produkttypen werden unterstützt? Wie intuitiv ist der Editor? Wie flexibel sind Darstellung und Anpassung? Sind benutzerdefinierte Felder möglich? Welche Filter- und Organisationsfunktionen gibt es?

  • 4.

    Verkaufsoptionen (20 %)
    Wie umfangreich sind die Verkaufsfunktionen? Welche Zahlungsanbieter werden unterstützt? Wie flexibel sind Versand- und Steuereinstellungen? Welche Rabatt- und Gutscheinfunktionen gibt es? Wie gut ist die Bestellverwaltung?

  • 5.

    Support (10 %)
    Wie gut ist das Hilfezentrum aufgebaut? Wie verständlich und aktuell sind die Inhalte? Gibt es Videos oder Lernangebote? Welche Kontaktmöglichkeiten gibt es? Wie schnell und hilfreich reagiert der Support?

  • 6.

    Kosten (20 %)
    Wie ist die Tarifgestaltung aufgebaut? Wie viel kostet die Nutzung im Vergleich zu anderen Anbietern? Gibt es Zahlungsgebühren? Fallen versteckte Kosten an?

In jeder Kategorie vergeben wir Punkte, aus denen sich am Ende eine Gesamtnote errechnet. Shopify liegt in unserem Vergleich mit 79,5 von 100 Punkten auf dem ersten Platz – WooCommerce ist als Zweitplatzierter mit 77,25 Punkten aber dicht auf den Fersen.

Einen eindeutigen Sieger gibt es also nicht. Grund genug, dass wir uns die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Shopify und WooCommerce noch einmal genauer anschauen:

1.

Einrichtung & Bedienung

Beide Plattformen sind benutzerfreundlich, unterscheiden sich aber in ihrer Komplexität. Während Shopify als klassischer Baukasten auf einen möglichst einfachen Einstieg ausgelegt ist, richtet sich WooCommerce eher an Nutzer, die mehr Kontrolle wollen – und dafür auch bereit sind, etwas mehr Zeit in die Einrichtung zu investieren.

Shopify
WooCommerce
Einrichtung & Bedienung (15 %)
Einrichtung ?
3/4
  • schnelle Account-Erstellung ohne Zahlungsdaten
  • Checklisten & hilfreiche Starthilfe-Elemente
  • KI-Assistent „Sidekick“ hilft bei ersten Schritten
  • Testphase etwas kurz
2.5/4
  • Hosting, Domain und WordPress-Installation müssen selbst organisiert werden
  • WooCommerce-Installation meist mit wenigen Klicks möglich
  • Einrichtungsassistent führt durch grundlegende Shop-Einstellungen
  • mehr technischer Aufwand als bei klassischen Shop-Baukästen
Qualität der Benutzeroberfläche ?
6/8
  • klares, funktionales Dashboard mit guter Navigation
  • nicht immer klare Trennung zwischen Verwaltung und Shop-Design
  • moderne, aber eher zweckmäßige Optik
5/8
  • WooCommerce integriert sich logisch ins WordPress-Backend
  • Dashboard ist funktional und logisch aufgebaut
  • weniger modern und zugänglich als typische Baukasten-Dashboards
Performance ?
3/3
  • leichtgewichtige Bedienung trotz vieler Funktionen
  • flüssige Navigation ohne lange Verzögerungen
  • kurze Ladezeiten bei Menüwechseln
2.5/3
  • Performance stark abhängig von Hosting, Serverkonfiguration und Plugins
  • im Test (IONOS) stabile und insgesamt flüssige Bedienung
  12 / 15 Punkte 10 / 15 Punkte

Shopify: Schnell startklare „Plug-and-play“-Lösung

Shopify ist ein klassisches Baukastensystem: Sie schließen ein Abo beim Anbieter ab und erhalten im Gegenzug alles, was Sie für den Betrieb Ihres Online-Shops brauchen, aus einer Hand – inklusive Webhosting, Domain und technischer Infrastruktur.

Nach der Registrierung können Sie also direkt mit der Einrichtung Ihres Shops beginnen, Produkte hinzufügen und Ihren Store live bringen. Um Server, Updates oder Sicherheit müssen Sie sich nicht kümmern, das erledigt Shopify.

Das Shop-Dashboard ist flott, übersichtlich und auch für Anfänger intuitiv. Verwaltung und Gestaltung sind dabei logisch getrennt: Produkte, Bestellungen und Kunden verwalten Sie im Backend, das Design Ihres Shops bearbeiten Sie separat im Theme-Editor. Ein KI-Assistent, der nicht nur Ihre Fragen beantwortet, sondern auch konkrete Aufgaben anstoßen und Sie direkt zu den passenden Einstellungen führen kann, ist direkt integriert.

Das Shop-Dashboard von Shopify mit KI-Sidekick.

Shopify ist also eine echte „Plug-and-play“-Lösung, mit der Sie schnell loslegen und sich im Alltag auf Ihr Geschäft statt auf die Technik konzentrieren können. Auch Anfänger sollten mit dem System nach etwas Einarbeitung gut zurechtkommen.

WooCommerce: Mehr Eigenaufwand – dafür volle Kontrolle

WooCommerce ist keine Baukasten-Lösung, sondern ein Plugin für WordPress, mit dem Sie einer WordPress-Website einen Online-Shop hinzufügen können. Schon die Einrichtung ist dadurch etwas aufwendiger: Statt alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, müssen Sie sich selbst ums Hosting und die Domain kümmern, WordPress auf Ihrem Webspace installieren und anschließend WooCommerce als Plugin einrichten.

Das ist kein Hexenwerk, und auch Einsteiger sollten es hinbekommen – zumal viele Webhosting-Dienste mittlerweile komfortable One-Klick-Installationen anbieten. Es gibt auch spezielle WordPress- und WooCommerce-Hosting-Tarife, die speziell auf die Anforderungen der Systeme zugeschnitten sind. Trotzdem ist der Start im Vergleich zu einem Baukasten wie Shopify mit mehr Eigeninitiative verbunden.

Bei WooCommerce ist etwas mehr Eigenarbeit gefragt.

Die Bedienung ist grundsätzlich logisch aufgebaut, aber nicht ganz so einsteigerfreundlich wie bei Shopify. WooCommerce hat kein eigenes Dashboard, stattdessen verwalten Sie Ihren Shop direkt im Backend von WordPress.

Das WordPress-Dashboard ist funktional und übersichtlich, wenn auch etwas in die Jahre gekommen – es hat sich schließlich bewährt und schon seit vielen Jahren nicht mehr grundlegend verändert. Wer schon mit WordPress vertraut ist, ist hier definitiv im Vorteil.

Die Lernkurve für Einsteiger ist aber etwas größer als bei „normalen“ Shop-Baukästen: Die Oberfläche ist technischer und dadurch etwas weniger zugänglich als moderne Baukasten-Dashboards, die auf die Bedürfnisse absoluter Technik-Laien ausgerichtet sind.

Sieger: Shopify

Shopify ist schneller eingerichtet und für Normalo-Nutzer ohne technischen Hintergrund einfacher zu bedienen. WooCommerce bietet mehr Kontrolle und Flexibilität, erfordert dafür aber mehr Eigeninitiative und Einarbeitung.

Wenn Sie eine möglichst unkomplizierte, modern-intuitive Shop-Lösung suchen, bei der Sie sich nicht um die technische Basis kümmern müssen, ist Shopify die bessere Wahl. Doch auch WooCommerce ist für Anfänger grundsätzlich gut zu meistern – solange Sie bereit sind, etwas mehr Zeit in die Einarbeitung zu investieren.

2.

Templates & Design

Nicht nur Ihre Produkte sollten überzeugen, auch Ihr Online-Shop sollte optisch was hermachen. Eine Shop-Plattform muss also eine gute Auswahl an Templates bieten – und genug Designwerkzeuge mitbringen, um diese individuell anzupassen.

Sowohl bei Shopify als auch bei WooCommerce können Sie auf fertige Designvorlagen zurückgreifen und Ihren Shop flexibel gestalten. Bei WooCommerce sind die Design- und Gestaltungsmöglichkeiten durch das offene WordPress-System aber deutlich umfangreicher.

Shopify
WooCommerce
Templates & Design (15 %)
Template-Anzahl ?
2/2
1.000
2/2
3.000
Template-Qualität ?
2.5/3
  • hochwertige, moderne, verkaufsorientierte Shop-Designs
  • aber: nur 24 kostenlose Themes, Auswahl überwiegend ähnlich
3/3
  • riesige Auswahl an vielseitigen Themes für alle Bedürfnisse und Branchen
  • von minimalistischen bis extravaganten Shop-Designs alles dabei
  • keine kuratierte Auswahl, Qualität stark vom gewählten Theme abhängig
Editor ?
3.5/4
  • simpler No-Code-Editor
  • einfache Layouts mit Abschnitten und Blöcken
  • keine völlige Drag-and-drop-Freiheit
3/4
  • Gutenberg-Block-Editor ermöglicht visuelle, modulare Seitengestaltung
  • externe Page-Builder wie Elementor oder Divi erweitern Funktionsumfang deutlich
  • nicht ganz so intuitiv und einsteigerfreundlich wie klassische Shop-Baukästen
Anpassbarkeit der Shop-Seiten ?
4/4
  • globale Design-Einstellungen (Farben, Schriften, Buttons etc.)
  • Templates je Seitentyp (Produkte, Kollektionen, Startseite, …)
  • nahezu unbegrenzte Anpassung über Code (Liquid, CSS, JS)
  • alle Themes responsiv, mobile Vorschau + Anpassungen
4/4
  • vollständige Kontrolle über Produkt-, Kategorie-, Warenkorb- und Checkout-Seiten
  • globale Design-Einstellungen über Site-Editor möglich
  • nahezu unbegrenzte Individualisierung innerhalb des WordPress-Systems
  • responsive Gestaltung mit mobiler Vorschau
Eigener Code ?
2/2
  • kompletter Zugriff auf den Theme-Code (Liquid, HTML, CSS, JavaScript)
  • eigene Templates und Abschnitte können erstellt oder erweitert werden
2/2
  • vollständiger Zugriff auf Theme- und Template-Dateien (HTML, CSS, JavaScript, PHP)
  • WooCommerce-Templates können überschrieben und individuell angepasst werden
  • Open-Source-Architektur ohne systembedingte Einschränkungen
  14 / 15 Punkte 14 / 15 Punkte

Designvorlagen: Mehr Auswahl bei WooCommerce

Shopify bietet eine große Auswahl an modernen, verkaufsoptimierten Themes. Im eigenen Theme-Store finden Sie über 1.000 Vorlagen, die speziell für E-Commerce-Projekte entwickelt wurden.

Gegen WooCommerce kommt Shopify bei der schieren Auswahl trotzdem nicht ganz an: Hier greifen Sie nämlich auf das gesamte WordPress-Ökosystem zurück – und das ist riesig. Allein im offiziellen Verzeichnis gibt es tausende Themes, dazu kommen zahlreiche externe Anbieter und Premium-Marktplätze. Insgesamt ist die Auswahl deutlich größer als bei Shopify:

Anzahl Templates
WooCommerce
3.000
Shopify
1.000
Wix
500
BigCommerce
225
Squarespace
190
Hostinger
170
Ecwid
70
IONOS
47
Square
34
STRATO
23
Jimdo
12
Sellfy
11
Gambio
6

Shopify: Visuelle Gestaltung innerhalb fester Strukturen

Wenn Sie ein Theme ausgewählt haben, können Sie Ihren Shop im integrierten Editor anpassen. Hier können Sie das Design und die Inhalte Ihres Shops in klassischer Baukasten-Manier visuell bearbeiten.

Der Editor arbeitet mit festen Abschnitten und Blöcken. Das macht die Bedienung einfach und sorgt dafür, dass Ihr Shop stimmig aussieht und keine Elemente aus der Reihe tanzen. Gleichzeitig sind Sie aber an die Struktur des Themes gebunden: Elemente lassen sich nicht komplett per Drag-and-drop frei platzieren, so wie bei pixelgenauen Baukasten-Lösungen wie Wix.

Der Website-Editor von Shopify.

Wenn Sie rein visuell gestalten, stoßen Sie bei komplexeren Layouts früher oder später an Grenzen. Um wirklich individuelle Designs umzusetzen, müssen Sie in den Code eingreifen oder ein passendes Theme wählen. Hier ist Shopify immerhin offener als viele andere Baukästen: Der komplette Theme-Code ist zugänglich und kann mit Liquid, HTML, CSS und JavaScript angepasst werden.

Shopify bietet also solide visuelle Gestaltungsmöglichkeiten, doch um wirklich alles aus dem Design herauszuholen, braucht man Coding-Know-how (oder externe Hilfe).

WooCommerce: Maximale Freiheit bei Design und Inhalten

WooCommerce hat keinen eigenen integrierten Website-Editor wie Shopify oder andere Baukästen. Stattdessen nutzen Sie die Design-Möglichkeiten der WordPress-Plattform – und die sind beinahe unbegrenzt.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie Sie Ihren Shop gestalten können:

  • 1.

    Mit dem WordPress-Editor (Gutenberg)
    WordPress hat einen eigenen visuellen Block-Editor. Damit erstellen Sie die Seiten Ihres Shops in typischer Baukasten-Manier, indem Sie Inhalte wie Texte, Bilder oder Buttons per Drag-and-drop hinzufügen und flexibel anordnen.

  • 2.

    Mit externen Page-Buildern
    Alternativ können Sie auch einen externen Page-Builder für WordPress installieren. Diese sind im Vergleich zu Gutenberg meist intuitiver und flexibler in der Gestaltung. Page-Builder kombinieren die einfache Bedienung klassischer Website-Baukästen mit den Möglichkeiten von WordPress.

  • 3.

    Über individuellen Code
    Bei WordPress haben Sie vollständigen Zugriff auf Templates, Design und Code, sodass sich Ihr Shop bis ins Detail individuell anpassen lässt – von kleinen Änderungen bis hin zu komplett eigenen Layouts.

Der Gutenberg-Editor von WordPress.

Diese Freiheit bringt natürlich auch wieder mehr Komplexität mit sich. Es gibt keinen klar vorgegebenen Weg, sondern viele Möglichkeiten, die Sie selbst auswählen und kombinieren müssen. Generell kann WooCommerce aber alles, was Shopify kann – aber darüber hinaus noch deutlich mehr.

Sieger: WooCommerce

Beide Shop-Plattformen bieten schicke Templates und flexible Gestaltungsmöglichkeiten. WooCommerce ist durch die Offenheit von WordPress aber deutlich vielseitiger: Sie können Ihren Shop nicht nur mit dem Editor von WordPress gestalten, sondern auch externe Page-Builder einsetzen, oder das Design komplett individuell entwickeln.

Wenn Sie maximale Designfreiheit benötigen, ist WooCommerce also die bessere Wahl. Aber auch mit Shopify lassen sich professionelle und ansprechende Shops umsetzen.

3.

Produktverwaltung

Die Produktverwaltung ist das Herzstück jedes Online-Shops. Hier entscheidet sich, wie flexibel Sie Ihr Sortiment abbilden können – und wie gut die Plattformen mit wachsenden Inventaren und Anforderungen zurechtkommen.

Sowohl Shopify als auch WooCommerce bieten eine solide Basis für die Verwaltung von Produkten, Varianten und Beständen. Shopify hat hier mehr Funktionen „out of the box“, während Sie bei WooCommerce viele Funktionen über Plugins ergänzen müssen.

Shopify
WooCommerce
Produktverwaltung (20 %)
Produkttypen ?
3/4
  • Produkt-Bundles
  • Digitale Produkte
  • Physische Produkte
  • Geschenkkarten
  • Mitgliedschaft
  • Produkt-Abos
1.5/4
  • Produkt-Bundles
  • Digitale Produkte
  • Physische Produkte
Produkteigenschaften ?
3/3
  • alle wichtigen Produktattribute im Formular
  • zusätzliche individuelle Attribute über Metafelder
  • Massenbearbeitung im Produkt-Backend möglich
3/3
  • alle wichtigen Produktdaten (Beschreibung, Kurzbeschreibung, Bilder, Preis, SKU, Lagerbestand) direkt im Produktformular
  • eigene Produktattribute flexibel anlegbar
  • Varianten mit individuellen Preisen, Bildern, SKUs und Beständen
  • Massenbearbeitung von Produkten im Backend möglich
Produktvarianten ?
4/6
  • 3 Optionen
  • 2.048 Varianten
  • Individuelle SKU je Variante
  • Individuelles Bild je Variante
  • Individueller Preis je Variante
  • Individueller Bestand je Variante
6/6
  • unbegrenzt Optionen
  • unbegrenzt Varianten
  • Individuelle SKU je Variante
  • Individuelles Bild je Variante
  • Individueller Preis je Variante
  • Individueller Bestand je Variante
Preisgestaltung ?
3/3
  • variabler Preis & Streichpreis pro Variante
  • automatische Grundpreis-/Einheitspreisberechnung
  • Mengenrabatte
2/3
  • regulärer Preis und Angebotspreis mit Zeitraum standardmäßig enthalten
  • keine integrierten Staffelpreise oder komplexen Rabattlogiken
  • Grundpreisberechnung (z. B. €/kg) nur über zusätzliche Plugins umsetzbar
Kategorisierung ?
2/2
  • Shop-Struktur über Kollektionen & Produktkategorien
  • flexible Organisation mit Tags
  • Metafelder für intelligente Filter
2/2
  • hierarchische Produktkategorien und Tags (Schlagwörter)
  • Produktattribute zusätzlich als Filter nutzbar
  • einfache Filter-Widgets standardmäßig integriert
Inventar ?
2/2
  • umfangreiche Bestandsverwaltung über alle Kanäle
  • Unterstützung mehrerer Lagerstandorte
2/2
  • Lagerbestand pro Produkt und Variante verwaltbar
  • automatische Bestandsreduktion nach Bestellung
  • Benachrichtigungen bei niedrigem Lagerbestand möglich
  • komplexe Multi-Lager- oder POS-Synchronisation nur über externe Erweiterungen
  17 / 20 Punkte 16.5 / 20 Punkte

Produkttypen: Shopify hat mehr Bordmittel

Shopify unterstützt viele Produkttypen bereits von Haus aus: Neben physischen und digitalen Produkten sind auch Abos, Geschenkkarten oder Mitgliedschaften möglich. Für viele weitere Produkttypen gibt es offizielle Erweiterungen von Shopify selbst.

WooCommerce ist dagegen etwas „nackt“ – zumindest in der Grundversion. Standardmäßig sind nur physische und digitale Produkte vorgesehen, für alles Weitere (etwa Abos, Memberships oder personalisierbare Produkte) sind Plugins nötig. Das macht WooCommerce sehr flexibel, heißt aber auch, dass man wichtige Funktionen eigenständig nachrüsten muss, oft gegen Aufpreis.

Wix
Shopify
Physische Produkte
Digitale Produkte
Dienstleistungen
Mitgliedschaft
Geschenkkarten
Individualisierbare Produkte
Produkt-Abos
Produkt-Bundles
Summe
8
6

Produkte verwalten: Shopify zugänglicher, WooCommerce flexibler

Beide Plattformen bieten umfangreiche Funktionen zur Produktverwaltung. Shopify ist etwas zugänglicher und klarer strukturiert, dafür bietet WooCommerce mehr Flexibilität im Detail.

Shopify ist generell etwas stärker geführt und einfacher zu bedienen: Es gibt ein übersichtliches Produktformular, in dem Sie alle wichtigen Angaben und Einstellungen zentral pflegen können. Wenn die Standardfelder mal nicht ausreichen, können Sie sogenannte Metafelder verwenden, um zusätzliche produktspezifische Informationen zu ergänzen.

Der Produkteditor von Shopify.

Auch WooCommerce hat ein zentrales Produktformular, das direkt in die vertraute WordPress-Oberfläche integriert ist. Die Bedienung ist aber etwas technischer und weniger intuitiv.

Zudem zeigt sich auch hier wieder die modulare Struktur von WordPress: Einige Funktionen, die bei Shopify standardmäßig integriert sind – z. B. erweiterte Preis-Einstellungen auf Produktebene wie die automatische Grundpreis-Berechnung – erfordern bei WooCommerce spezielle Plugins oder individuelle Lösungen.

Das Produktformular in der WordPress-Oberfläche.

Produktvarianten: Shopify kommt schneller an Grenzen

Wenn Sie komplexere Produkte mit vielen Varianten anbieten, hat WooCommerce einen grundlegenden Vorteil: Hier gibt es nämlich keine fest definierten Varianten-Limits. Sie können Produkte in unendlich vielen Varianten und Kombinationen anlegen, und jeder davon eigene Attribute zuweisen.

Shopify setzt hingegen klare Grenzen: Sie können zwar pro Produkt bis zu 2.048 Varianten anlegen (was bereits Fortschritt ist – früher waren es nur 100), allerdings nur mit maximal drei Optionen (z. B. „Farbe“, „Größe“ und „Material“). Besonders das Options-Limit ist nervig, weil sich komplexere Produktstrukturen damit schnell nicht mehr sinnvoll abbilden lassen.

Shopify
Wix
Max. Anzahl Optionen
3
1000
Max. Anzahl Varianten
2048
1000
Individuelles Bild
Individueller Preis
Individuelle SKU
Individueller Bestand

Organisation und Verwaltung: Beide geeignet für größere Sortimente

Mal vom Varianten-Limit bei Shopify abgesehen, sind beide Plattformen gut für größere Sortimente aufgestellt. Produkte lassen sich sauber strukturieren und per Massenbearbeitung gesammelt editieren.

Shopify setzt bei der Organisation auf eine Kombination aus Kollektionen, Tags und den bereits genannten Metafeldern, mit denen Sie strukturierte Daten hinterlegen können.

Die Filterfunktionen sind ebenfalls sehr umfangreich – besonders, wenn Sie zusätzlich die von Shopify selbst entwickelte „Search & Discovery“ nutzen. Zeitsparende Automatisierungen, etwa die automatische Zuordnung von Kollektionen anhand vorher festgelegter Regeln, sind auch praktisch.

Sie können Produkte bei Shopify automatisch und regelbasiert bestimmten Kollektionen zuweisen.

Bei WooCommerce erfolgt die Organisation über die klassischen WordPress-Strukturen (Kategorien und Tags), kombiniert mit Produktattributen. Kategorien können hierarchisch aufgebaut werden und bilden die Grundlage für die Navigation im Shop. Tags sind flexibler und eignen sich, um Produkte mit zusätzlichen Merkmalen zu versehen.

Attribute dienen nicht nur als Basis für Varianten, sondern auch für Filter im Shop, die Ihre Besucher nutzen können, um die richtigen Produkte zu finden. Wieder mal gilt: Die Bordmittel sind solide, doch für komplexere Anforderungen – etwa mehrstufige Filter oder performante Suchfunktionen – sind zusätzliche Plugins nötig.

Bei WooCommerce organisieren Sie Ihr Sortiment mit Kategorien, Tags und Produktattributen.

Sieger: Unentschieden

Hier gibt es für uns keinen klaren Sieger, weil beide Plattformen unterschiedliche Stärken ausspielen.

  • Shopify punktet mit einer zugänglicheren Produktverwaltung und vielen integrierten Funktionen, stößt aber durch das strenge Options-Limit bei komplexen Produkten mit vielen Varianten schneller an Grenzen.

  • WooCommerce ist flexibler und nahezu unbegrenzt anpassbar, erfordert durch den modularen Aufbau jedoch mehr Eigenaufwand und zusätzliche Plugins.

Beide Plattformen sind nicht nur für einfache Shops geeignet, sondern auch für wachsende und komplexe Sortimente.

4.

Verkaufsoptionen

Bei den Verkaufsoptionen – Zahlungen, Steuern, Versand, Rabatte und mehr – werden die unterschiedlichen Ansätze der Plattformen besonders deutlich: Während Shopify von Haus aus viele Funktionen mitbringt, müssen Sie bei WooCommerce viele erweiterte Features erst über Plugins ergänzen.

Shopify
WooCommerce
Verkaufsoptionen (20 %)
Steuerberechnung ?
3/3
  • automatische Steuerberechnung, auch für Deutschland & EU
  • OSS-Unterstützung für EU-Weitverkauf
  • steuerliche Regeln je nach Produktkategorie
2/3
  • flexible Steuersätze und automatische Berechnung möglich
  • unterschiedliche Steuersätze nach Produkt oder Region definierbar
  • keine integrierte, speziell auf Deutschland/EU zugeschnittene Lösung (OSS, Grundpreise etc. nur per Plugin)
Versandoptionen ?
3/3
  • Versandzonen global & national definierbar
  • flexible Versandtarife flexibel (pauschal, preis- oder gewichtsabhängig)
  • lokaler Versand & Abholung im Geschäft möglich
  • Integration von Versanddienstleistern (z. B. DHL, DPD, Sendcloud)
2/3
  • Versandzonen mit individuellen Versandarten konfigurierbar
  • Pauschalpreise und kostenloser Versand standardmäßig enthalten
  • gewichtsbasierten oder komplexeren Versand nur über zusätzliche Plugins
  • Integrationen für Versanddienstleister (z. B. DHL, UPS) verfügbar
Rabatte ?
3/3
  • 4 Rabatt-Typen: Produkt-Rabatt, Warenkorb-Rabatt, Buy X Get Y, Gratis-Versand
  • umfangreiche Bedingungen & Einschränkungen
  • zielgruppenspezifische Rabatte
2/3
  • einfaches Gutscheinsystem mit festen oder prozentualen Rabatten
  • komplexe Rabattregeln (z. B. „3 für 2“, automatische Warenkorbregeln) nur per Plugin
Zahlungsdienstleister ?
3/3
  • 100 insgesamt
  • Paypal
  • Stripe
  • Klarna
  • Mollie
  • Eigener Zahlungsdienstleister
  • Manuell
  • Amazon Pay
2.75/3
  • 19 insgesamt
  • Paypal
  • Stripe
  • Square
  • Klarna
  • Mollie
  • Eigener Zahlungsdienstleister
  • Manuell
  • Amazon Pay
Bestellverwaltung ?
2/2
  • umfangreiche Bestellverwaltung mit vielen Filtern
  • kanalübergreifende Bestellübersicht (Online-Shop, Social, POS)
2/2
  • übersichtliche tabellarische Bestellansicht mit Filterfunktionen
  • automatische Statusverwaltung im Checkout-Prozess
Erweiterte Funktionen ?
6/6
  • Mehrere Sprachen
  • Mehrere Währungen
  • Martkplatz-Anbindung
  • Point of Sale
  • Dropshipping
  • E-Mail Marketing
  • App-Store
  • API
6/6
  • riesiges Plugin-Ökosystem für Mehrsprachigkeit, Multi-Währung, B2B, Dropshipping, POS etc.
  • REST-API für ERP-, CRM- und Warenwirtschafts-Anbindungen
  • Marktplatz-Integrationen (z. B. Amazon, eBay) über Erweiterungen
  20 / 20 Punkte 16.75 / 20 Punkte

Shopify: Rundes Gesamtpaket „out of the box“

Alle wichtigen Verkaufsfunktionen sind bei Shopify standardmäßig integriert und sauber aufeinander abgestimmt.

Die Auswahl an Zahlungsmethoden ist groß: Neben dem eigenen Gateway (Shopify Payments) können Sie auf eine riesige Auswahl externer Anbieter zurückgreifen. Auch manuelle Zahlungsmöglichkeiten sind kein Problem.

Shopify
Wix
Anzahl Zahlungsdienstleister
100
80
PayPal
Stripe
Square
Amazon Pay
Klarna
Mollie
Eigener Zahlungsdienstleister
Manuell

Bei der Steuerberechnung punktet Shopify mit zeitsparenden Automatisierungen und EU‑Tauglichkeit. Wenn Sie Ihre Steueradresse und Registrierungen festlegen (z. B. OSS für EU-Verkäufe), wendet Shopify die passenden Umsatzsteuersätze je nach Lieferland Ihrer Kunden automatisch an. Es ist auch möglich, Steuern automatisch anhand von Produktkategorien berechnen zu lassen.

Beim Versand sind die Bordmittel ebenfalls sehr umfangreich: Sie können Pauschalpreise und preis- oder gewichtsbasierte Tarife anlegen. Auch lokale Lieferoptionen werden unterstützt. Im App-Store finden Sie zudem Erweiterungen, mit denen Sie Versanddienstleister wie DHL oder DPD direkt einbinden können.

Versandeinstellungen bei Shopify.

Auch an der Rabatt-Front ist Shopify gut aufgestellt. Neben einfachen Prozent- und Festbetrag-Rabatten per Gutschein sind auch Aktionen wie „3 für 2“, Warenkorb-Rabatte oder kostenloser Versand möglich. Die Regeln dahinter können Sie relativ granular einstellen und beispielsweise festlegen, für welche Produkte, Varianten oder Kundengruppen ein Rabatt gelten soll.

WooCommerce: Flexibel, aber mehr Eigenarbeit nötig

WooCommerce bringt ebenfalls alle grundlegenden Verkaufsfunktionen mit. Allerdings sind die Bordmittel oft etwas begrenzt – und viele erweiterte Features müssen Sie selbst konfigurieren oder über Plugins hinzufügen.

Bei den Zahlungsanbietern ist die Auswahl solide: Woo hat ebenfalls ein eigenes Payment-Gateway (WooPayments), bietet aber auch viele weitere Integrationen und manuelle Zahlungen an.

Zahlungseinstellungen bei WooCommerce.

Steuern lassen sich flexibel berechnen, allerdings müssen Sie – sofern Sie kein spezielles Steuer-Plugin installiert haben – mehr selbst konfigurieren als bei Shopify. Dasselbe gilt für den Versand: Versandzonen und einfache Versandarten sind schnell eingerichtet, doch komplexere Modelle (z. B. gewichtsbasierter oder dynamisch berechneter Versand) erfordern Erweiterungen oder eigene Lösungen.

Auch das Gutschein-System deckt nur die Basics ab: Sie können unterschiedliche Rabattarten (prozentualer Nachlass, fester Warenkorb-Rabatt, fester Rabatt für Produkt, kostenloser Versand) einrichten und mit Einschränkungen wie Mindest- oder Maximalbestellwerten oder Nutzungslimits versehen. Wenn’s komplexer wird, z. B. für „3 für 2“-Rabatte oder Staffelpreise, muss ein Plugin her.

WooCommerce unterstützt Gutscheine und automatische Rabatte.

Generell gilt hier mal wieder: WooCommerce kann fast alles – aber nicht von Haus aus. Viele Funktionen müssen Sie erst über Plugins ergänzen und selbst einrichten.

Sieger: Shopify

Beide Plattformen sind mächtige Verkaufsmaschinen, doch Shopify bietet als All-in-One-Plattform das rundere Gesamtpaket für die meisten Shops: Alle wichtigen Funktionen sind direkt integriert, vielseitig konfigurierbar und sauber aufeinander abgestimmt. WooCommerce ist durch die Offenheit von WordPress insgesamt flexibler, aber nicht so bequem: Viele Funktionen müssen Sie erst über Plugins ergänzen.

5.

Support

Beim Support treffen zwei unterschiedliche Ansätze aufeinander: WooCommerce bietet als Open-Source-Projekt keinen klassischen Kundensupport, ist dafür bei den Community-Ressourcen gut aufgestellt. Shopify hingegen setzt auf klassischen, zentral organisierten Support.

Shopify
WooCommerce
Support (10 %)
Dokumentation & Tutorials ?
1.5/2
  • umfangreiches Hilfezentrum mit vielen praxisnahen Artikeln
  • Video-Tutorials
  • verschachtelte Navigation
2/2
  • umfangreiche Dokumentation (nur auf Englisch)
  • große WordPress-Community
  • viele Tutorials im Netz
Support-Kanäle ?
1/2
  • Live-Chat 24/7
  • Telefonsupport nur im teuersten Tarif
0.5/2
  • kein klassischer Kundenservice für das WooCommerce-Plugin
  • Support nur für kostenpflichtige Woo-Produkte
Geschwindigkeit und Qualität ?
1/3
  • schnelle Reaktionszeiten im Chat
  • Antworten oft nur generische Floskeln
  • kaum individuelle Problemlösung
0/3
  • nicht relevant/ kein klassischer Support
Bewertungen auf Review-Portalen ?
0/3
  • auffällig viel Kritik am Support
  • insgesamt überwiegend negative Erfahrungsberichte
0/3
  • überwiegend Kritik am Support auf Trustpilot
  3.5 / 10 Punkte 2.5 / 10 Punkte

Support bei Shopify: Standardkost

Shopify setzt auf ein klassisches Support-Modell: Es gibt ein umfangreiches Hilfezentrum mit Artikeln und Anleitungen zu allen wichtigen Funktionen des Shop-Baukastens, und bei Bedarf direkten Support über verschiedene Kontaktwege.

Die Dokumentation ist insgesamt zuverlässig und hilfreich: Wir konnten auf die meisten unserer Fragen schnell eine Antwort finden. Die Artikel sind verständlich geschrieben und praxisnah aufgebaut. Teils sind auch Tutorial-Videos integriert.

Das Hilfezentrum von Shopify.

Wenn Sie nicht weiterkommen, steht ein 24/7-Live-Chat zur Verfügung. Die Wartezeiten sind kurz: Wir waren meist innerhalb weniger Minuten mit einem Ansprechpartner verbunden. Telefon-Support gibt es allerdings nur im Enterprise-Tarif.

Leider haben uns die Antworten nicht immer weitergeholfen: Statt konkreter Lösungen kamen oft nur Floskeln oder vorgefertigte Textbausteine, die kaum auf unser Anliegen eingingen. Diese Erfahrung deckt sich auch mit vielen Nutzerbewertungen, in denen der Support stark in der Kritik steht.

Support bei WooCommerce: DIY ist gefragt

WooCommerce liefert als Open-Source-Plugin keinen klassischen Anbieter-Support – zumindest nicht für das System an sich. Direkten Support gibt es nur für kostenpflichtige Erweiterungen, die Sie über WooCommerce selbst gekauft haben.

Die Ressourcen für Selbsthelfer sind dafür sehr umfangreich: Es gibt eine offizielle Dokumentation, viele Tutorials, Videos und Webinare. Zusätzlich profitieren Sie von der riesigen WordPress-Community – für fast jedes Problem finden Sie irgendwo im Netz eine Anleitung oder Diskussion. WooCommerce ist also auch beim Support klar ein DIY-System.

Sieger: Shopify

Beide Anbieter haben einen soliden Support-Bereich mit Hilfeartikeln, Tutorials und Video-Anleitungen. Weil Shopify und WooCommerce zu den meistgenutzten Shop-Systemen überhaupt gehören, gibt es natürlich auch abseits der offiziellen Kanäle viele Tutorials und Community-Beiträge.

Starken Direktsupport sollten Sie bei keinem Anbieter erwarten: Bei WooCommerce gibt es ihn grundsätzlich nicht – bei Shopify schon, doch die Qualität ist oft durchwachsen. Weil Shopify aber zumindest einen festen Ansprechpartner bietet und man im Chat auch meist recht schnell mit jemandem verbunden wird, geht auch diese Runde an Shopify.

6.

Kosten

Shopify und WooCommerce verfolgen zwei grundsätzlich unterschiedliche Kostenmodelle: Während Sie bei Shopify eine monatliche Plattformgebühr zahlen, ist die Nutzung von WooCommerce an sich kostenlos – Sie bezahlen nur für Hosting, Plugins und Zusatzleistungen. Dazu kommen (bei beiden Anbietern) variable Zahlungsgebühren, die vom gewählten Zahlungsanbieter abhängen.

Diese unterschiedlichen Kostenstrukturen machen einen direkten Vergleich nicht ganz einfach. Schauen wir uns zunächst die Kostenstruktur der beiden Systeme genauer an.

Shopify
WooCommerce
Kosten (20 %)
Kosten für kleinen Shop ?
2/6
27,00 €
4/6
17,50 €
Kosten für mittleren Shop ?
5/6
27,00 €
6/6
17,50 €
Kosten für großen Shop ?
3/3
27,00 €
3/3
26,03 €
Preisgestaltung ?
2/3
  • vier Tarife: Basic, Grow, Advanced, Plus
  • bereits im Basic alle wichtigen Funktionen enthalten
  • Transaktionsgebühren variieren je nach Tarif (2,1 % → 1,6 % + 0,30 €)
2.5/3
  • sehr flexible Preisgestaltung
  • keine Transaktionsgebühren
  • Extra-Kosten durch Plugins
Testversion ?
1/2
  • kostenlose Testphase, aber nur 3 Tage
  • keine Geld-zurück-Garantie
2/2
  • WooCommerce kann grundsätzlich kostenlos genutzt werden
  • Kosten fallen nur für Hosting an
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Kosten bei Shopify: Planbares Abo-Modell

Shopify folgt einem klassischen Abo-Modell. Sie zahlen eine feste monatliche Gebühr und erhalten dafür Hosting, Infrastruktur und alle wichtigen Funktionen aus einer Hand.

Es gibt drei Standard-Tarife (Basic, Grow, Advanced), die sich vor allem bei den Transaktionsgebühren und ein paar Zusatzfunktionen unterscheiden. Hier sehen Sie die Shopify-Tarife im Überblick:

BasicGrowAdvanced
Monatlicher Effektivpreis
ab 27,00 €
ab 79,00 €
ab 289,00 €
Transaktionsgebühr
-
-
-
Vertragslaufzeit (Monate)
1 - 12
1 - 12
1 - 12
Produktverwaltung
Anzahl Produkte
unbegrenzt
unbegrenzt
unbegrenzt
Produktfilter
Produktvarianten
Produktbestand
Produktrezensionen
Internationalisierung
Mehrsprachigkeit
Mehrere Währungen
Automatische Steuerberechnung

Die Transaktionsgebühren sind vom gewählten Zahlungsanbieter abhängig. Wenn Sie Shopify Payments nutzen, liegen sie je nach Tarif zwischen 1,6 % und 2,1 % + 0,30 € pro Transaktion. Nutzen Sie externe Zahlungsanbieter, kommt oft noch eine zusätzliche Gebühr von Shopify obendrauf.

Mehr zu den Shopify-Kosten lesen Sie hier:

Kosten bei WooCommerce: Flexibel, aber weniger planbar

WooCommerce selbst ist als Open-Source-Plugin völlig kostenlos. Das betrifft aber nur die Nutzung des Plugins an sich – in der Praxis kostet der Betrieb eines WooCommerce-Shops natürlich trotzdem was.

Die wichtigste Kostenquelle ist das Hosting. Sie können selbst auswählen, bei welchem Hoster Sie Ihren Shop betreiben möchten. Je nach Anbieter und Leistungsumfang liegen die Kosten hier typischerweise zwischen 10 € und 30 € pro Monat. Die Kosten der Domain sind dabei im ersten Jahr meist inklusive.

Hinzu kommen oft weitere Ausgaben für Plugins, Themes oder externe Dienstleistungen. Viele Erweiterungen sind kostenpflichtig, teilweise als jährliche Lizenz. Gerade bei komplexeren Shops können sich hier einige laufende Kosten ansammeln. Und auch hier fallen Zahlungsgebühren an, die vom gewählten Anbieter und der Zahlungsmethode abhängen. Bei WooPayments kosten Kartenzahlungen beispielsweise 1,5 % + 0,25 €.

Wir haben für unseren WooCommerce-Test den Hosting-Anbieter IONOS gewählt. Hier sind die Tarife:

HostingHosting & MultilingualPress
Monatlicher Effektivpreis
ab 17,50 €
ab 26,03 €
Transaktionsgebühr
-
-
Vertragslaufzeit (Monate)
1 - 12
1 - 12
Produktverwaltung
Anzahl Produkte
unbegrenzt
unbegrenzt
Produktfilter
Produktvarianten
Produktbestand
Produktrezensionen
Internationalisierung
Mehrsprachigkeit
Mehrere Währungen
Automatische Steuerberechnung

Shopify und WooCommerce im Preisvergleich

Welcher Shop-Baukasten ist am Ende preislich effizienter? Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil die tatsächlichen Kosten stark vom Setup, dem Umsatz Ihres Shops und vielen weiteren Faktoren abhängen.

Um eine vergleichbare Basis zu schaffen, haben wir drei einfache Szenarien definiert und die jeweiligen „reinen Kosten“ der Anbieter berechnet:

  • Kleiner Shop: 10 Produkte, bis 10.000 € Umsatz pro Jahr, mit eigener Domain

  • Mittlerer Shop: 500 Produkte, bis 200.000 € Umsatz pro Jahr, mit Produktvarianten

  • Großer Shop: 10.000 Produkte, bis 2 Mio. € Umsatz pro Jahr, mit Varianten, Produktfiltern und Mehrsprachigkeit

Hier ist die Vergleichstabelle:

Kleiner ShopMittlerer ShopGroßer Shop
Wix
11,25 €
11,25 €
11,25 €
Shopify
27,00 €
27,00 €
27,00 €

WooCommerce ist in dieser Tabelle etwas günstiger – allerdings vergleichen wir hier „nur“ die Hosting-Kosten mit den Plattform-Kosten von Shopify. Plugins, Themes und weitere Zusatzkosten sind nicht berücksichtigt.

In der Praxis kommt es stark auf den Einzelfall an. Für Einsteiger und kleine Shops ist Shopify etwas einfacher kalkulierbar: Sie zahlen eine feste monatliche Gebühr, die alles Wichtige abdeckt.

Mit wachsendem Umsatz wird WooCommerce oft effizienter, weil Sie mehr Kontrolle über Ihre Kosten haben. Sie machen sich auch weniger von einem einzelnen Anbieter abhängig, weil Sie Hosting, Zahlungsanbieter und Erweiterungen jederzeit wechseln können. Wenn Shopify die Preise erhöht, müssen Sie das akzeptieren. Wenn Ihr Webhoster teurer wird, können Sie hingegen relativ einfach wechseln.

Allerdings hat diese Flexibilität ihren Preis: Selbst schlanke WooCommerce-Shops benötigen in der Praxis meist ein paar Plugins, und größere Shops brauchen entsprechend leistungsfähigeres Hosting. Auch die Arbeitszeit spielt eine Rolle: Einrichtung, Updates und Wartung kosten Zeit – oder Geld, wenn Sie Aufgaben auslagern.

Sieger: Unentschieden

Bei den Kosten gibt es für uns keinen eindeutigen Sieger: Wo Sie am Ende weniger zahlen, ist von Ihrem individuellen Setup abhängig.

  • WooCommerce ist preislich flexibler und langfristig oft günstiger, weil keine festen Plattformgebühren anfallen und Sie Ihre Ausgaben besser selbst steuern können.

  • Shopify bietet klar strukturierte, planbare All-in-One-Tarife, bindet Sie aber an feste monatliche Kosten – und die Gebühren und Konditionen eines einzigen Anbieters.

Fazit: Komfort vs. Kontrolle

Welcher Shop-Baukasten ist nun besser – Shopify oder WooCommerce? Wie so oft kommt es auf Ihren konkreten Anwendungsfall an. Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht – was nicht zuletzt daran liegt, dass Sie in beiden Fällen auf eine solide Lösung setzen.

Im Vergleich zu anderen Shop-Baukästen spielen beide Plattformen in der oberen Liga: Sie sind keine „Kinderspielzeuge“, die nur für einfache Shops gedacht sind, sondern professionelle E-Commerce-Lösungen, mit denen sich auch anspruchsvolle und skalierbare Projekte umsetzen lassen. Die Unterschiede liegen vor allem im Ansatz:

  • Shopify ist die bessere Wahl, wenn Sie schnell starten möchten, sich nicht um technische Details kümmern wollen und eine möglichst unkomplizierte, stabile Lösung suchen, die „out of the box“ funktioniert.

  • WooCommerce passt besser, wenn Sie maximale Kontrolle über Ihren Shop wünschen, individuelle Anforderungen umsetzen wollen und bereit sind, dafür mehr Zeit in Einrichtung, Wartung und Optimierung zu investieren.

Shopify und WooCommerce sind natürlich nur zwei von vielen Optionen. Vielleicht passt für Ihr Projekt aber auch eine ganz andere Plattform besser? In unserem Vergleich der besten Shop-Baukästen haben wir 13 Plattformen ausgiebig getestet.

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Martin ist seit über acht Jahren freiberuflicher Texter im B2B-Bereich und spezialisiert sich auf technische Fallstudien für Tech-Unternehmen wie Google Cloud. Er lebt in London und betreibt dort seine eigene Firma, GSCRIBE, die sich auf Customer Success Stories und Employer Branding fokussiert. Bei EXPERTE.de teilt er sein Wissen über Software und Strategien, die Selbstständigen dabei helfen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und effizienter zu arbeiten.
Geprüft durch: Janis von Bleichert
Janis von Bleichert hat Wirtschaftsinformatik an der TU München und Informatik an der TU Berlin studiert. Er ist seit 2006 selbständig und ist der Gründer von EXPERTE.de. Er schreibt zu den Themen Hosting, Software und IT-Security.
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