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Digitale Produkte online verkaufen: So geht’s & darauf müssen Sie achten

Martin Gschwentner
Autor
8. Feb. 2022
Letzte Aktualisierung

Digitale Produkte sind nicht greifbar, und doch sind sie überall: die Musik aus unseren Lautsprechern, die Bücher auf unseren E-Readern, die Software auf unseren Bildschirmen. Ihr Wert ist nur schwer zu bestimmen, schließlich lassen sie sich in der Regel endlos kopieren. Dies macht digitale Güter aber auch zu einem lukrativen Geschäft für Online-Shops, weil die Probleme physischer Lieferketten wegfallen.

Das heißt aber nicht, dass der Verkauf digitaler Güter nicht ebenfalls Herausforderungen mit sich bringt. In diesem Beitrag erklären wir, was Sie beim Verkauf digitaler Produkte beachten müssen und wie Sie dabei vorgehen können.

Warum digitale Güter verkaufen?

Wenn Sie mit der Idee spielen, einen Online-Shop aufzuziehen, aber noch nicht genau wissen, was Sie verkaufen möchten, sollten Sie die Vor- und Nachteile digitaler und physischer Produkte genau abwägen. In vielerlei Hinsicht ist der Verkauf digitaler Güter unkomplizierter, doch Herausforderungen bringt der digitale Handel ebenfalls mit sich.

Vorteile des Verkaufs digitaler Güter

  • Geringe Gemeinkosten
    Alle möglichen Kosten, die für den Verkauf physischer Güter nötig sind, fallen beim digitalen Verkauf weg. Dazu zählen Lager- und Lieferkosten und alle anderen Kosten, die entlang der Lieferkette anfallen.

  • Hohe Gewinnmargen
    Weil sich digitale Güter unendlich reproduzieren lassen, fallen nach der ursprünglichen Entwicklung des Produkts wenige Kosten an. Somit bleibt vom Umsatz besonders viel Gewinn übrig.

  • Bestand ohne Grenzen
    Ein digitales Produkt ist im Gegensatz zu physischen Gütern immer vorrätig. Somit müssen Sie nie auf Einnahmen verzichten, weil ein Produkt gerade ausverkauft ist oder die Lieferkette unterbrochen wird.

  • Bequem und unmittelbar für Kunden
    Nicht nur Sie müssen keine Lieferungen bezahlen, auch für Kunden fallen die Kosten weg – genau wie Wartezeiten, denn digitale Produkte lassen sich meist sofort nutzen.

Herausforderungen beim Verkauf digitaler Güter

  • Wertbestimmung schwieriger
    Physische Produkte erhalten ihren Wert unter anderem durch ihre Einzigartigkeit, Seltenheit, die verwendeten Materialien und die bei der Erstellung verursachten Kosten. Die Wertbestimmung digitaler Güter ist schwieriger, weil sie endlos verfüg- und kopierbar sind.

  • Viel Konkurrenz
    Software, Filme, Bücher: Im Netz gibt es viele Dinge kostenlos oder im Streaming-Paket. Dazu ist es wesentlich einfacher (und gesellschaftlich akzeptierter), digitale Güter zu stehlen, beispielsweise durch illegale Film- und Musikdownloads. Somit konkurrieren Sie nicht nur mit anderen Anbietern ähnlicher Produkte, sondern auch mit allerlei kostenlosen Gütern und illegalen Downloads.

  • Raubkopien
    Natürlich können auch Ihre eigenen Produkte Opfer von Raubkopierern werden. Es könnte also sein, dass Dinge, in die Sie viel Geld und Zeit gesteckt haben, massenweise geklaut werden.

Welche digitalen Güter eignen sich für den Online-Verkauf?

Um Dinge wie Produktion oder Import müssen Sie sich bei digitalen Produkten nicht kümmern. Das heißt aber nicht, dass Sie keine Arbeit in die Herstellung dieser digitalen Güter stecken müssen. Wie viel, hängt ganz davon ab, was genau Sie verkaufen. Zu den beliebtesten Produkten dieser Art zählen beispielsweise:

  • Software & Apps
    Wer eine Idee für eine nützliche Software oder Smartphone-App hat – und das Talent, jene zu entwickeln – kann mit ihrem Verkauf viel passives Einkommen generieren. Zudem lässt sich Software nicht nur per Lizenz, sondern auch als Abonnement verkaufen, was die Einnahmen noch erhöhen kann.

  • Online-Kurse & Tutorials
    Wer etwas lernen möchte, beginnt heutzutage meist mit einer Suche im Internet. Bildungsprodukte erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit. Zwar ist das Netz voll von Gratis-Tutorials, doch für hochwertige Kurse, ob in Buch- oder Videoform, bezahlen viele Menschen gutes Geld.

  • E-Books
    Die Self-Publishing-Industrie boomt und die Veröffentlichung ohne Verlag war nie einfacher. Weil elektronische Bücher nur aus Text bestehen, sich auf entsprechenden Plattformen einfach verbreiten lassen und von jedem überall gelesen werden können, eignen sie sich besonders für den Online-Verkauf.

  • Stockmedien
    Redakteure benötigen Bilder, Podcaster Jingles, Filmemacher Soundeffekte: Es gibt alle möglichen Medienprodukte, die Medienschaffende nicht selbst herstellen können oder möchten, und stattdessen online kaufen. Mit der Herstellung und dem Verkauf dieser digitalen Assets lässt sich deshalb gut verdienen.

  • Kunst, Bild, Musik & Film
    Von Kunst sollte man leben können. Online gibt es allerlei Möglichkeiten, künstlerische Erzeugnisse zu monetarisieren.

  • Templates
    Ob für Präsentationen, E-Mails oder Homepage-Baukästen: Templates nehmen einem viel Formatierungs- und Designarbeit ab. Wer gute Templates erstellen und anderen online zur Verfügung stellen kann, hat somit eine gute Einnahmequelle.

  • Online-Dienstleistungen
    Auch viele Dienstleistungen lassen sich digital verkaufen. Dies umfasst beispielsweise Design- und andere kreative Arbeiten, wie die Anfertigung von Logos oder Werbetexten, oder auch Coaching und andere beraterischen Tätigkeiten.

Dies war nur eine Auswahl: Es gibt noch viele weitere digitale Produkte und Dienstleistungen, die sich online verkaufen lassen. Zu wissen, was als „digitales Produkt“ gilt, ist dabei unter anderem auch für die Besteuerung wichtig.

Steuern beim Verkauf digitaler Produkte

Wer verkauft, muss Steuern bezahlen. Speziell geht es dabei um die Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer, die von Kunden bezahlt, also dem Verkaufspreis hinzugerechnet wird. Bei digitalen Produkten in der EU hängt diese Steuer von zwei wichtigen Aspekten ab:

  1. 1.
    Wo befinden sich Käufer und Verkäufer?
  2. 2.
    Beim Verkauf ins EU-Ausland: Handelt es sich um einen B2B-Verkauf an andere Unternehmen, oder um einen B2C-Verkauf an Endkunden?

Steuer im EU-Inland

Generell müssen Sie die Mehrwertsteuer in Ihrem Heimatland berechnen. Wenn Sie beispielsweise in Deutschland sitzen und digitale Waren nach Deutschland verkaufen, müssen Sie also nach deutschem Umsatzsteuerrecht vorgehen und den deutschen Mehrwertsteuersatz (19%) anwenden.

Natürlich können Sie auch von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen: Wenn Ihr Umsatz im Vorjahr bei unter 22.000 € lag und im aktuellen Jahr 50.000 € voraussichtlich nicht überschreiten wird, müssen Sie keine Umsatzsteuer abführen, dies aber auf Ihren Rechnungen kenntlich machen.

Steuer beim B2C-Verkauf ins EU-Ausland

Wenn Sie digitale Produkte ins EU-Ausland an Direktkunden verkaufen, müssen Sie in der Regel den Mehrwertsteuersatz des Landes Ihres Kunden anwenden. Dies gilt jedoch erst bei grenzüberschreitenden Umsätzen ab 10.000 €.

Die Kleinunternehmerregelung ist für diese Verkäufe nicht relevant: Auch wenn Sie unter deren Summen bleiben, müssen Sie sich mit den Mehrwertsteuergesetzen der Aufenthaltsorte Ihrer Kunden auseinandersetzen.

Steuer beim B2B-Verkauf ins EU-Ausland

Wenn Sie digitale Produkte ins EU-Ausland an andere Unternehmen verkaufen, greift das sogenannte Reverse-Charge-Verfahren. Jenes kehrt die Umsatzsteuerschuld um, sodass nicht Sie als Leistungserbringer, sondern der Leistungsempfänger (also Ihr Kunde) die Mehrwertsteuer abführen muss. Dies entlastet Unternehmer, weil Sie ansonsten in jedem Land, an das Sie verkaufen, separate Steuererklärungen einreichen würden müssen.

Steuern außerhalb der EU

Bei Verkäufen außerhalb der EU gelten ähnliche Regeln. Bei B2C-Verkäufen müssen Sie die Umsatzsteuer der jeweiligen Länder der Käufer anwenden, bei B2C-Verkäufen greift das Reverse-Charge-Verfahren.

Nicht ohne Steuerberater

Steuergesetze sind komplex. Deshalb sollten Sie am besten beim Steuerberater Ihres Vertrauens nachfragen, um auf der sicheren Seite zu sein, was die richtige Besteuerung Ihrer digitalen Verkäufe im In- und Ausland angeht.

Wo kann ich digitale Produkte verkaufen?

Sie wissen, was Sie verkaufen möchten und welche Steuerregeln Sie beachten müssen. Bleibt nur noch zu klären, welche Plattform Sie für den Verkauf nutzen.

Eigene Website

Wo könnte man seine digitalen Produkte besser anbieten, als auf der eigenen Website? Deren Erstellung ist heutzutage einfacher als je zuvor: Sie können sie entweder selbst programmieren oder professionelle Entwickler damit beauftragen.

Wer lieber selbst Hand anlegen möchte, aber weder Programmier- noch Design-Kenntnisse mitbringt, kann alternativ auch einen Homepage-Baukasten oder ein speziell für Online-Shops gebautes Shopsystem nutzen. Welche sich für den Verkauf digitaler Produkte am besten eignen, verraten wir weiter unten.

Mit einem Homepage-Baukasten wie Wix können Sie auch ohne Programmier-Kenntnisse eine Website erstellen.

E-Commerce-Plattformen

Eine eigene Website ist ein großes Plus, aber nicht zwingend notwendig. Wenn Sie sich keinen eigenen Online-Shop aufbauen möchten, können Sie natürlich auch auf bestehende E-Commerce-Plattformen zugreifen. Bei Amazon lassen sich beispielsweise alle möglichen digitalen Produkte verkaufen, von Software bis zu E-Books.

Bei E-Commerce-Plattformen wie Amazon können Sie auch digitale Produkte verkaufen.

Spezialisierte Plattformen

Abhängig von der Art von Produkten, die Sie anbieten, könnten sich auch spezialisierte Plattformen als Verkaufsort für Ihre digitalen Güter eignen. Stockfotos lassen sich beispielsweise bei Stockfoto-Diensten wie Depositphotos verkaufen. Wenn Sie Apps oder Templates für Homepage-Baukästen anbieten, können Sie sie meist direkt in deren Marktplätzen zum Verkauf stellen. Auch für E-Books und viele weitere Produktarten gibt es spezielle Plattformen.

Freelance-Plattformen

Wenn Sie digitale Dienstleistungen verkaufen, lohnt sich auch ein Blick zu Freelance-Plattformen wie Upwork oder Fiverr. Hier können Sie Ihre Dienstleistungen in unterschiedlichen Kategorien, beispielsweise Design oder Werbetexten, auf Stunden- oder Projektbasis anbieten.

Geeignete Baukästen & Shopsysteme für den Verkauf digitaler Produkte

Viele Verkäufer betrachten die eigene Website als wichtigsten Vertriebskanal. Wer sich nicht selbst eine Website programmieren oder jemanden damit beauftragen möchte, greift oft zu den bereits erwähnten Homepage-Baukästen. Doch weil man bei diesen Plattformen auf integrierte Funktionen angewiesen ist, eignen sich nicht alle davon gut für den Verkauf digitaler Produkte.

In unseren Rezensionen von Homepage-Baukästen und Shopsystemen haben wir auch darauf geachtet, ob sich damit digitale Produkte ohne Umschweife verkaufen lassen. Unsere Favoriten, bei denen dies möglich ist, stellen wir im Folgenden kurz vor.

Wix

Testsieger 2023
Wix Homepage Baukasten Test
Wix Homepage Baukasten
(75.407 )
Wix triumphiert mit einer unerreichten Feature-Fülle, intuitiven Baukasten-Editoren und einem vollgepackten App-Marktplatz. Nur bei der Blog-Funktionen sehen wir noch Luft nach oben.
Kostenloser Einsteiger-Tarif
sehr viele hochwertige Templates
einfache & intuitive Bedienung
vollgepackter App-Marktplatz
Domains nur ein Jahr kostenlos
1,2
sehr gut
Speicher
0,5 - 50 GB
Domains
0 - 1
Templates
550+
Laufzeit
0 - 24 Monate
Wix Kostenlos
0,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Dauerhaft kostenlos

Wix ist unser Favorit unter den Website-Baukästen, weil er eine einfache Bedienung mit vielen Funktionen, Templates und Apps kombiniert. Auch der Verkauf digitaler Produkte ist mit Wix problemlos möglich: Im Produktmenü geben Sie dabei an, ob es sich um einen physischen oder einen digitalen Artikel handeln soll.

Bei Wix können Sie nicht nur physische, sondern auch digitale Produkte zum Kauf anbieten.

Unterstützt werden beim digitalen Download mehrere Formate:

  • Bilddateien (jeweils bis zu 50MB): .jpg, .png, .gif
  • Audiodateien (jeweils bis zu 100MB): WAV, FLAC, M4A (Apple lossless, MP3)
  • Dokumente (jeweils bis zu 40MB): .doc, .docx, .xls, .xlsx, .ppt, .pptx, .odt, .odp, .pdf, .epub
  • PLZ (jeweils bis zu 1GB): .zip

Somit macht der EXPERTE.de-Testsieger unter den Homepage-Baukästen auch beim Verkauf digitaler Produkte eine gute Figur.

Testergebnis
1,2
sehr gut
zum Anbieter
zum Testbericht
Features
Note 1,0
Marketing, SEO & E-Commerce
Note 1,0
Support
Note 1,3
Templates & Design
Note 1,3
Einrichtung und Bedienkomfort
Note 1,3

Squarespace

Squarespace Homepage Baukasten Test
Squarespace Homepage Baukasten
(9.474 )
Squarespace besticht mit makellosen Designs und hochwertigen Templates, die die Erstellung professioneller Websites zum Selbstläufer machen - kostet aber auch etwas mehr als die meisten anderen Anbieter.
qualitativ hochwertige Templates
einfache Handhabung
guter Kundensupport
verschiedene mobile Apps
vergleichsweise teure Tarife
1,5
sehr gut
Speicher
unbegrenzt
Domains
1 Domain
Templates
100+
Laufzeit
1 - 12 Monate
Squarespace Persönlich
11,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
14-tägige Probephase

Squarespace ist besonders für seine schicken Designs bekannt, doch neben eleganten Templates punktet der Homepage-Baukasten auch mit hoher Benutzerfreundlichkeit, vielseitigen Funktionen und recht starken E-Commerce-Möglichkeiten. Dafür ist Squarespace für unseren Geschmack etwas zu teuer, vor allem in den E-Commerce-Tarifen.

Squarespace unterstützt physische und digitale Produkte, Dienstleistungen und Abos.

Auch der Verkauf digitaler Produkte ist bei Squarespace möglich. Im Gegensatz zu Wix können Sie dabei alle Dokumenttypen anbieten, das Limit liegt jedoch durch die Bank bei 300 MB, zudem kann jedes digitale Produkt nur eine Datei beinhalten.

Testergebnis
1,5
sehr gut
zum Anbieter
zum Testbericht
Einrichtung und Bedienkomfort
Note 1,0
Features
Note 1,3
Support
Note 1,3
Marketing, SEO & E-Commerce
Note 1,7
Templates & Design
Note 2,0

1&1 IONOS MyWebsite

1&1 IONOS MyWebsite Test
1&1 IONOS MyWebsite
(14.041 )
1&1 IONOS MyWebsite macht den Einstieg etwas komplizierter, belohnt Hobby-Bastler ohne Programmier-Kenntnisse dafür mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für einzigartige Websites.
Leistungsstarker Editor
Unterstützt mehrsprachige Seiten
24/7 Telefon-Support
Großer, etablierter Anbieter
Templates mehr Masse als Klasse
1,6
gut
Speicher
unbegrenzt
Domains
1 Domain
Templates
400+
Laufzeit
1 - 12 Monate
1&1 IONOS Starter
5,00 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
30 Tage Geld-zurück-Garantie

Gerade im Vergleich zum Testsieger Wix und anderen Baukästen, die besonders anfängerfreundlich daherkommen, ist der MyWebsite-Editor von 1&1 IONOS etwas komplizierter in der Handhabung. Hat man sich an die vielen Einstellungsmöglichkeiten und Eingabefelder gewöhnt, offenbart sich ein mächtiger Editor, der viel Raum für Personalisierung bietet.

MyWebsite von 1&1 IONOS unterstützt Dateigrößen von bis zu 10 GB.

Auch der Verkauf digitaler Produkte ist bei MyWebsite möglich, allerdings erst in den höheren Tarifen. Je nach Tarif können Sie dafür Dateien von bis zu 10GB Größe zum Verkauf bieten.

Testergebnis
1,6
gut
zum Anbieter
zum Testbericht
Features
Note 1,3
Support
Note 1,3
Templates & Design
Note 1,7
Marketing, SEO & E-Commerce
Note 1,7
Einrichtung und Bedienkomfort
Note 2,0

Shopify

Shopify Test
Shopify
(40.572 )
Shopify ist erfrischend unkompliziert und verpackt zahlreiche Funktionen gekonnt in einem benutzerfreundlichen Dashboard. Durch flexible Erweiterungen ist es auch für größere Shops geeignet.
für kleine und große Shops
einfach zu bedienen
großer App-Store
tolles Support-Zentrum
1,7
gut
Anzahl Produkte
unbegrenzt
Transaktionsgebühr
0,5 - 2 %
Verkaufskanäle
7+
Bezahloptionen
7+
Shopify Basic
22,79 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
14 Tage kostenlos testen

Shopify ist ein Website-Builder, der stark auf Online-Shops ausgerichtet ist. Die E-Commerce-Möglichkeiten sind somit noch etwas größer als bei der Konkurrenz um Wix & Co. Darüber hinaus bietet Shopify eine intuitive Bedienung, die auch Anfänger abholt, und eine vielseitige Open-Source Template-Engine, die das Tool auch für fortgeschrittene Nutzer interessant macht.

Der Verkauf von digitalen Produkten ist bei Shopify über Apps aus dem App-Store möglich.

Der Verkauf digitaler Produkte ist mit Shopify kein Problem. Allerdings müssen Sie eine zusätzliche App aus dem Shopify-App-Store installieren, um Ihren Kunden den Download des gekauften Produkts zu ermöglichen. Dafür gibt es die (kostenlose) Shopify-eigene App „Digital Downloads“, aber auch alle möglichen Drittanbieter-Anwendungen. Die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten hängen somit ganz von der App ab, die Sie verwenden.

Testergebnis
1,7
gut
zum Anbieter
zum Testbericht
Einrichtung & Bedienung
Note 1,3
Marketing & Analytics
Note 1,3
Produkte verkaufen
Note 1,7
Produkte verwalten
Note 1,7
Personalisierung des Shops
Note 1,7
Support
Note 2,7

BigCommerce

BigCommerce Test
BigCommerce
(1.839 )
BigCommerce ist ein leistungsstarkes Shopsystem mit einer gelungenen Produktverwaltung, vielen Verkaufsmöglichkeiten und soliden Analytics-Funktionen. Es eignet sich insbesondere für umfangreichere E-Commerce-Projekte.
intuitives Bedienkonzept
gelungene Produktverwaltung
viele Marketing-Funktionen
Interface nur auf Englisch
1,7
gut
Anzahl Produkte
unbegrenzt
Transaktionsgebühr
0 %
Verkaufskanäle
7+
Bezahloptionen
6+
BigCommerce Standard
29,36 €
mtl. Effektivpreis
zum Anbieter »
Kostenlos testen

Auch BigCommerce zählt wie Shopify zur Gattung der Shopsysteme und eignet sich somit besonders für den Aufbau eines Online-Shops. Die (leider nur auf Englisch verfügbare) Plattform konnte uns mit seinem intuitiven Bedienkonzept, dem unkomplizierten Verkauf in mehreren Währungen und der soliden Produktverwaltung überzeugen. Produktlimits gibt es zudem nicht – und das in keinem der Tarife.

In den Produktinformationen können Sie bei BigCommerce angeben, ob es sich um ein digitales Produkt handelt.

Der Verkauf von digitalen Produkten ist bei BigCommerce ohne Weiteres möglich. Dafür müssen Sie im Produktmenü unter „Basic Information“ einfach nur „Digital“ auswählen und eine Datei hochladen. Dabei gibt es ein Limit von 512 MB. Zusätzlich können Sie eine maximale Anzahl von Downloads festlegen oder angeben, dass der Download nur für einen gewissen Zeitraum verfügbar ist.

Testergebnis
1,7
gut
zum Anbieter
zum Testbericht
Produkte verkaufen
Note 1,3
Produkte verwalten
Note 1,3
Support
Note 1,3
Marketing & Analytics
Note 1,3
Einrichtung & Bedienung
Note 2,0
Personalisierung des Shops
Note 2,7

Alternativen

Dies waren nur einige Baukästen und Shopsysteme, die im EXPERTE.de-Test besonders gut abgeschnitten haben. Auch bei vielen weiteren Programmen ist der Verkauf digitaler Downloads problemlos möglich.

Einige Homepage-Baukästen vertrösten hingegen mit einer Kompromisslösung: Bei Jimdo gibt es keine dedizierte Funktion für den digitalen Verkauf, stattdessen müssen Sie etwas aufwändig eine Passwort-geschützte Download-Seite einrichten. Bei manchen Baukästen, Webnode beispielsweise, sind digitale Downloads überhaupt keine Option.

Achten Sie deshalb darauf, ob Anbieter digitale Downloads unterstützen, ehe Sie sich für ein Abo entscheiden.

Fazit

Im Vergleich zu physischen Produkten hat der Verkauf digitaler Produkte einige Vorteile: Die Gemeinkosten sind gering, die Margen hoch und um Dinge wie den Bestand müssen Sie sich keine Sorgen machen. Dafür ist die Konkurrenz noch größer, denn im Netz wimmelt es vor legalen und illegalen Downloads, und die Wertbestimmung kann bei digitalen Gütern schwierig sein.

Wenn Sie wissen, was Sie verkaufen möchten, sollten Sie sich genau über die Steuerregeln informieren und zur Vorsicht einen Steuerberater konsultieren. Dann bleibt nur noch die Auswahl der richtigen Verkaufsplattform: Neben E-Commerce-Plattformen wie Amazon eignet sich eine eigene Website bzw. ein eigener Online-Shop am besten für den Verkauf.

Besonders einfach ist die Erstellung einer Website mit Homepage-Baukästen oder Shopsystemen, mit denen sich auch digitale Produkte ohne Weiteres verkaufen lassen. Ausführliche Rezensionen von Anbietern beider Plattformen finden Sie bei EXPERTE.de:

Häufig gestellte Fragen

Welche digitalen Produkte gibt es?

Digitale Produkte sind alle Verkaufsgüter, die nicht materiell sind und online verkauft werden können. Dazu zählen beispielsweise E-Books, Software oder Musikdateien.

Welche digitalen Produkte lassen sich am besten verkaufen?
Wo kann ich digitale Produkte verkaufen?
Wie muss ich digitale Produkte versteuern?
Autor: Martin Gschwentner
Martin Gschwentner hat Amerikanistik und Medienwissenschaft in Deutschland, den USA und Frankreich studiert und arbeitet als freier Redakteur in Paris. Er forscht als Doktorand am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Paris Diderot zum Einfluss des Geldes auf die US-Politik. Auf EXPERTE.de schreibt er über IT-Sicherheit, Datenschutz und Software für Selbständige und Kleinunternehmen.
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