
Jimdo Online-Shop im Test 2026: Gelingt der eigene Shop?
Wenn Sie auf der Suche nach einem einfachen Shop-Baukasten für Ihren Online-Shop sind, landen Sie vermutlich zuallererst bei großen, multinationalen Plattformen wie Shopify. Dabei gibt es auch deutsche Anbieter, die gerade für kleinere Unternehmen spannend sein können – Jimdo zum Beispiel. Doch kann Jimdo mit der internationalen Konkurrenz wirklich mithalten?
Wir haben den Shop-Baukasten von Jimdo ausführlich getestet und verraten, warum er bestenfalls für Hobby-Projekte und sehr kleine Online-Shops geeignet ist.
Jimdo* ist ein deutscher Website- und Shop-Baukasten, der sich speziell an Freelancer, kleine Unternehmen und lokale Dienstleister richtet. Der Fokus liegt auf einer schnellen, unkomplizierten Einrichtung ohne technisches Vorwissen: Auch absolute Anfänger sollten mit dem Jimdo-Baukasten schnell eine Website erstellen und erste Produkte verkaufen können.
Jimdo ist keine Lösung für große oder komplexe Shops: Laut Anbieter eignet sich der Baukasten am besten für kleine Sortimente mit bis zu 100 Produkten. Einen Shopify-Killer sollten Sie hier also nicht erwarten, denn Jimdo ist bewusst auf die Bedürfnisse kleiner Shops ausgerichtet. Ob die bei Jimdo wirklich gut aufgehoben sind, verrät unser Test.
Jimdo Shop-Baukasten Test
Für absolute Anfänger geeignet
Jimdo schränkt den Funktionsumfang und die Gestaltungsmöglichkeiten bewusst ein, um die Bedienung so einfach wie möglich zu machen. Auch Anfänger können mit wenigen Klicks einen Shop erstellen.Günstiger Einstiegstarif
Jimdo bietet einen der günstigsten Einstiegstarife der Anbieter aus unserem Vergleich. Transaktionsgebühren gibt es nicht.
Kaum Gestaltungsspielraum
Die von Jimdo automatisch generierten Templates sind generisch. Die Anpassungsmöglichkeiten sind begrenzt, sodass alle mit Jimdo erstellten Shops am Ende ziemlich ähnlich aussehen.Begrenzter Funktionsumfang
Die Produkt- und Verkaufsfunktionen sind aufs Nötigste beschränkt. Sie sind nur für sehr kleine Produktkataloge geeignet – und selbst hier vermisst man einige Features und Einstellungsmöglichkeiten.Kaum Wachstumsmöglichkeiten
Jimdo ist nicht darauf ausgelegt, mit Ihrem Shop mitzuwachsen. Es fehlen Schnittstellen, Automatisierungen, Marktplatz-Anbindungen und grundlegende Backend-Funktionen.Verwirrende Produktpolitik
Jimdo bietet zwei voneinander unabhängige Editoren mit abweichenden, jeweils unvollständigen Funktionen, deren Unterschiede nicht klar kommuniziert werden.
Einrichtung & Bedienung
| Einrichtung |
| 2.5/4 |
| Qualität der Benutzeroberfläche |
| 6/8 |
| Performance |
| 2/3 |
Jimdo ist für absolute Anfänger gedacht, was sich in einer grundsätzlich einfachen Bedienung widerspiegelt. Das Produktangebot mit zwei parallel existierenden Editoren, von denen keiner ganz rund ist, ist jedoch etwas verwirrend.
Erste Schritte und Shop-Erstellung
Weil Jimdo einen kostenlosen Grundtarif bietet, mit dem Sie Ihre Website auf einer Jimdo-Subdomain hosten können, sind die ersten Schritte recht unkompliziert. Sie müssen kein Abo abschließen und keine Zahlungsdaten hinterlegen, sondern einfach nur einen kostenlosen Jimdo-Account erstellen.
Um zu Ihrem Shop- und Website-Dashboard zu gelangen, müssen Sie zunächst ein neues Projekt erstellen. Hier kommt die erste wichtige Entscheidung: Jimdo bietet nämlich zwei unterschiedliche Plattformen: den Jimdo Website-Baukasten und den Jimdo Creator.

Welcher Editor soll es sein?
2 Editoren: Website-Baukasten vs. Creator
Diese Zweiteilung gibt es bei Jimdo schon lange, auch wenn die unterschiedlichen Varianten im Laufe der Zeit unterschiedliche Namen hatten. Früher hieß der einfache Editor beispielsweise „Dolphin“, doch mittlerweile bezeichnet Jimdo ihn einfach als „Jimdo Website-Baukasten“.
Der Jimdo Website-Baukasten ist mittlerweile das Standardprodukt. Hier gibt es keine klassischen Design-Templates, sondern ein Assistent erstellt automatisch ein Grundlayout auf Basis einiger Angaben zu Branche und Stil. Anschließend passen Sie Farben, Bilder, Texte und einzelne Abschnitte an.
Der Jimdo Creator bietet dagegen mehr Freiheiten im Layout und erlaubt einfache Individualisierungen wie HTML-Widgets. Er bietet manche Funktionen, die im Baukasten bisher ganz fehlen – z. B. Blogging. Allerdings wirkt er ziemlich angestaubt und scheint schon länger nicht mehr aktiv weiterentwickelt zu werden.
Der Ansatz, unterschiedliche Bedienkonzepte für verschiedene Zielgruppen bereitzustellen, ist im Prinzip sinnvoll. Die Umsetzung bei Jimdo ist aber nicht wirklich intuitiv und wird auch nicht transparent genug kommuniziert.
Bereits die Beschreibungen der Editoren sind nämlich etwas irreführend. Der „Creator“ wird als Tool für Fortgeschrittene verkauft, liefert aber lediglich ein paar zusätzliche Module. Eine wirkliche Profi-Plattform, die „hochgradig individualisierbare Websites“ ermöglicht, ist er nicht.
Zudem wirkt der Creator technisch überholt. Wer darauf klickt und hofft, damit eine moderne Alternative zum Anfänger-Baukasten zu bekommen, wird enttäuscht. Doch weil bestimmte Funktionen – z. B. Blogging – nur im Creator verfügbar sind, müssen Nutzer dafür bewusst den „alten“ Editor wählen.
Jimdo macht es Nutzern also zunächst etwas komplizierter, als es sein müsste – und das bei einem Produkt, das sich eigentlich „Einfachheit“ auf die Stirn geschrieben hat.
Weil der Website-Baukasten mittlerweile klar im Fokus steht und zudem einige Shop-Funktionen unterstützt, die im Creator fehlen (z.B. Buchungen), konzentrieren wir uns in diesem Review auf den einfacheren Baukasten.
Shop-Erstellung im Website-Baukasten
Wenn Sie ein neues Projekt mit dem Jimdo Website-Baukasten starten, müssen Sie zunächst ein paar Fragen zu Ihrem Vorhaben beantworten. Basierend auf diesen Angaben erstellt Jimdo automatisch eine erste Website-Struktur.
Jimdo möchte etwa wissen, welche Funktionen Sie benötigen, ob Sie die Produkte, die Sie verkaufen, selbst herstellen oder von einem Dritten produzieren lassen, und wo Sie verkaufen: nur online oder zusätzlich auch lokal im Geschäft.

Die Shop-Erstellung bei Jimdo ist automatisiert.
Nach den inhaltlichen Angaben folgen noch ein paar Fragen zu Stilvorlieben. Die Auswahl ist allerdings recht oberflächlich: Sie entscheiden lediglich zwischen ein paar groben Layout-Richtungen und Farbschemata.
Am Ende präsentiert Jimdo zwei Designvorschläge, aus denen Sie eine Ausgangsbasis wählen können. Der Prozess ist schnell und unkompliziert, auch wenn die Ergebnisse recht generisch sind (mehr dazu im nächsten Kapitel).
Jimdo-Dashboard: Nicht immer klare Trennung zwischen Shop und Baukasten
Wenn Sie Ihr Projekt erstellt haben, landen Sie im Jimdo-Dashboard, der Verwaltungszentrale Ihres Online-Shops. Hier können Sie den Fortschritt im Blick behalten, Ihr Produktsortiment pflegen, Ihre Shop-Seiten verwalten und auf Marketing-Tools zugreifen.
Das Dashboard ist logisch aufgebaut und übersichtlich. Links finden Sie ein Navigationsmenü mit allen wichtigen Bereichen – von „Website-Baukasten“ über „Onlineshop“ und „Smart Forms“ bis hin zu „Statistiken“, „Marketing“, „Kontakte“ und „E-Mail“.

Das Jimdo-Dashboard, Ihre Shop-Zentrale.
Oberflächlich sind der Website-Bereich, in dem Sie Ihre Seiten gestalten, und der Shop-Bereich, wo Sie Produkte, Zahlungen und Bestellungen verwalten, also voneinander getrennt. Wirklich konsequent ist diese Trennung aber nicht, denn die beiden Bereiche greifen ständig ineinander über.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Produktverwaltung: Es gibt kein zentrales Produktformular, in dem Sie alle Informationen komfortabel verwalten können. Stattdessen bearbeiten Sie Produkte direkt auf der entsprechenden Produktseite. Sie klicken also in der Live-Vorschau auf die Bereiche – Bilder, Titel, Beschreibung –, die Sie ändern möchten.
Das ist zwar für einzelne Produkte ganz praktisch, weil Sie alles direkt „vor Ort“ bearbeiten, wird aber schnell unübersichtlich, sobald man ein größeres Sortiment pflegen will. Hier macht sich Jimdos Fokus auf sehr kleine Shops bemerkbar, bei denen sich die Pflege direkt im Frontend noch gut handhaben lässt.

Bei Jimdo bearbeiten Sie Produkte direkt auf der Produktseite im Editor.
Um Ihnen die ersten Schritte zu erleichtern, zeigt Jimdo in der Mitte des Dashboards eine kleine To-do-Liste („Richte deinen Shop ein“), die Schritt für Schritt durch die grundlegenden Aufgaben führt – vom ersten Produkt bis zum Veröffentlichen des Shops.
Stabil, aber manchmal etwas zäh
Die Performance des Baukastens war in unserem Test im Großen und Ganzen in Ordnung. Der Editor lief stabil und reagierte meistens schnell genug.
Der Seitenwechsel könnte aber etwas dynamischer sein. Oft wird die komplette Seite neu geladen, obwohl man eigentlich nur eine kleine Einstellung öffnen möchte. Dadurch wirkt die Bedienung manchmal ein bisschen holprig und abgehackt.

Ist Jimdo so anfängerfreundlich wie versprochen? Jein. Wenn Sie erstmal im Dashboard des Website-Baukastens angekommen sind, ist die Bedienung tatsächlich ziemlich unkompliziert: Die Shop-Zentrale ist übersichtlich, die wichtigsten Funktionen sind schnell gefunden und der Baukasten, mit dem Sie Ihre Seiten bearbeiten, ist fast schon idiotensicher.
Allerdings verkompliziert Jimdo die Sache mit zwei Editoren, deren Unterschiede nicht wirklich klar kommuniziert werden – und die einander auch nicht sinnvoll ergänzen. Es wäre besser, den älteren Editor ganz in den Ruhestand zu schicken und stattdessen den modernen Baukasten konsequent weiterzuentwickeln. Zudem könnten Shop-Verwaltung und Design besser voneinander getrennt sein.
Templates & Design
| Template-Anzahl | 12 | 0/2 |
| Template-Qualität |
| 1/3 |
| Editor |
| 1.5/4 |
| Anpassbarkeit der Shop-Seiten |
| 1.5/4 |
| Eigener Code |
| 0.5/2 |
Design spielt bei Jimdo eher eine Nebenrolle: Der Baukasten ist darauf ausgelegt, mit möglichst wenig Handgriffen ein professionelles Ergebnis zu erzielen. Dementsprechend halten sich kreative Möglichkeiten sehr in Grenzen.
Generische KI-Layouts statt echter Designvorlagen
Klassische Design-Templates gibt es im Website-Baukasten von Jimdo nicht. Basierend auf Ihren Antworten wird automatisch ein Layout zusammengestellt, das als Startpunkt für Ihren Shop dient.
Leider sind die Ergebnisse nicht sonderlich beeindruckend: In unseren Versuchen kam stets nur generischer Einheitsbrei mit leicht unterschiedlichen Layouts oder Farbprofilen heraus. Das ist nicht verwunderlich, denn Jimdo baut die Vorlagen schließlich nur mit den im Editor vorhandenen Möglichkeiten – und die sind ziemlich limitiert.

Die von Jimdo generierten Vorlagen sind recht generisch.
Mit dieser bewusst in Kauf genommenen Einheitsoptik tut sich Jimdo keinen Gefallen. Wenn die Gestaltungsmöglichkeiten schon bewusst reduziert gehalten werden, wäre es doch schön, zumindest ein paar handgemachte Vorlagen serviert zu bekommen, die zeigen, was mit den vorhandenen Werkzeugen in talentierten Händen möglich ist.
Jimdo-Shops sind grundsätzlich responsiv, passen sich also automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen an. In der Vorschau können Sie zwischen Desktop- und Mobilansicht wechseln. Eine separate mobile Gestaltung ist allerdings nicht möglich. Sie müssen darauf vertrauen, dass Jimdo die Blöcke auf kleineren Geräten passend umsortiert.
Klassische Vorlagen gibt es nur im alten Creator. Hier stehen insgesamt rund 75 Vorlagen, davon aber nur 12 speziell für Shops. Und die sind – genau wie der Editor selbst – nicht gerade „State of the Art“.
| Anzahl Templates | |
|---|---|
![]() | 3.000 |
![]() | 1.000 |
![]() | 500 |
![]() | 225 |
![]() | 190 |
![]() | 170 |
![]() | 70 |
![]() | 47 |
![]() | 34 |
![]() | 23 |
![]() | 12 |
![]() | 11 |
![]() | 6 |
Shop-Design anpassen: Bauen mit groben Bauklötzen
Im Website-Baukasten können Sie das Design und Layout Ihres Shops gestalten. „Gestalten“ ist dabei allerdings großzügig formuliert, denn wirklich kreativ können Sie bei Jimdo nicht werden. Statt neue Elemente zu platzieren oder per Drag-and-drop umherzuschieben, wie bei Wix oder Squarespace, arbeiten Sie mit groben Bauklötzen innerhalb streng abgesteckter Grenzen.
Im Design-Bereich können Sie ein paar globale Designregeln festlegen, die auf die gesamte Website angewendet werden. Die Möglichkeiten sind begrenzt: Sie können die Farbpalette, Schriftpaare, Schriftgröße, Button-Form und Scroll-Animationen anpassen.

Globale Design-Einstellungen bei Jimdo.
Die Layout-Gestaltung ist ebenfalls stark vorgegeben. Jede Seite besteht aus Blöcken, die nur in festen Strukturen funktionieren. Für die meisten Blöcke gibt es ein paar Layout-Presets zur Auswahl, die sich bei der Platzierung der Bilder und Texte etwas unterscheiden.
Elemente innerhalb dieser Blöcke können aber nicht frei verschoben oder individuell positioniert werden. Sie können lediglich auswählen, welche Elemente sichtbar sein sollen, und kleinere Formatierungen anpassen – aber immer innerhalb des engen Layout-Korsetts.
Wenn Sie mit dem Website-Baukasten arbeiten, sind Sie bei der Gestaltung Ihres Shops auf die No-Code-Bordmittel beschränkt. Code-Anpassungen sind nur im Creator möglich – und der ist, wie schon erwähnt, technisch und gestalterisch überholt.
Einheitliche Shop- und Produkt-Layouts
Die genannten Einschränkungen gelten natürlich auch für Shop- und Produktseiten: Auch hier können Sie nur innerhalb der vorgegebenen Strukturen arbeiten. Es stehen ein paar Layout-Presets zur Verfügung, die sich vor allem in der Anordnung von Bildern, Text und Buttons unterscheiden.
Wenn Sie Produkte Kategorien zuweisen, erstellt Jimdo automatisch eine Kategorieseite, auf der die entsprechenden Artikel im Raster dargestellt werden. Auch hier bleibt der Gestaltungsspielraum überschaubar: Die Sortierung und Darstellung sind weitgehend vorgegeben.

Die Layout-Optionen sind begrenzt.
Für Produktseiten selbst gibt es drei Layout-Varianten, bei denen sich hauptsächlich die Position von Bild und Beschreibung unterscheidet. Immerhin können Sie unterhalb des Produktbereichs zusätzliche Blöcke einfügen. Falls Sie zu einem Artikel mehr Informationen bereitstellen möchten – etwa eine Größentabelle, ein paar Kundenstimmen oder weitere Fotos –, lässt sich das damit gut ergänzen.

Jimdo möchte Ihnen dabei helfen, Ihren Shop so schnell wie möglich online zu bringen, und schränkt den Gestaltungsspielraum dafür bewusst ein. Das Grund-Design Ihrer Seiten ist starr vorgegeben und lässt sich mit den vorhandenen Optionen nur sehr grob anpassen.
Wenn Sie einen wirklich individuellen Shop aufbauen möchten, sind Sie bei Jimdo also an der falschen Adresse. Dafür geht die Erstellung angenehm schnell, wobei das Ergebnis auch entsprechend generisch wirkt.
Produktverwaltung
| Produkttypen |
| 1.5/4 |
| Produkteigenschaften |
| 1/3 |
| Produktvarianten |
| 0/6 |
| Preisgestaltung |
| 1.5/3 |
| Kategorisierung |
| 1/2 |
| Inventar |
| 1/2 |
Jimdo ist klar auf die Bedürfnisse kleiner Shops mit weniger als 100 Produkten ausgelegt. Dementsprechend einfach – aber auch begrenzt – fällt die Produktverwaltung aus.
Nur physische Produkte
Die Produktverwaltung finden Sie im Bereich „Onlineshop“ unter „Produkte“. Hier sehen Sie alle bereits erstellten Produkte aufgelistet und können neue Produkte hinzufügen.

Die Produktverwaltung bei Jimdo.
Jimdo unterstützt ausschließlich physische Produkte. Sie können also keine digitalen Downloads verkaufen und auch keine rein digitalen Dienstleistungen über den Shop abrechnen. Buchungen werden zwar unterstützt, allerdings nur im teuersten VIP-Tarif.
Nett ist die Möglichkeit, einfache Personalisierungen anzubieten – etwa für eine Widmung oder einen individuellen Namen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein echtes Konfigurationssystem, sondern lediglich um ein Freitextfeld, in dem Kunden beim Kauf einen Wunsch eingeben können. Preise oder Lieferzeiten ändern sich dadurch nicht automatisch.
Hier sehen Sie die von Jimdo unterstützten Produkttypen im Vergleich:
![]() Jimdo | ![]() Wix | ![]() Square | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Ecwid | ![]() BigCommerce | ![]() WooCommerce | ![]() Sellfy | ![]() Gambio | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | |
✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | |
| Summe | 3 | 8 | 8 | 6 | 6 | 6 | 5 | 5 | 5 | 4 | 3 | 3 | 2 |
Grundlegende Produkteinstellungen
Wenn Sie ein neues Produkt anlegen, werden Sie zunächst aufgefordert, Produktbilder hochzuladen. Anschließend landen Sie direkt im Produktformular, das bei Jimdo nicht in einem separaten Backend liegt, sondern direkt auf der entsprechenden Produktseite im Editor. Sie bearbeiten also alle Angaben genau an der Stelle, an der sie später auch angezeigt werden.
Das ist in gewisser Hinsicht intuitiv, weil Sie sofort sehen, wie Ihre Änderungen im Shop wirken. Für einzelne Produkte funktioniert das also noch ganz gut. Sobald Sie mehr als nur ein paar Artikel pflegen wollen, wird der Ansatz aber schnell etwas fummelig.

Sie bearbeiten die Produkte direkt auf der Produktseite, die für Käufer angezeigt wird.
Es gibt keine übersichtliche Tabelle, in der man mehrere Artikel gleichzeitig bearbeiten kann. Sie müssen Attribute wie Preise, Titel und Varianten Produkt für Produkt anpassen – und dafür immer erst in die jeweilige Produktseite wechseln und dort den entsprechenden Bereich anwählen. Das ist auf Dauer ziemlich mühsam.
Zudem sind Sie an die vorhandenen Eingabefelder gebunden. Sie können also keine eigenen Attribute oder technischen Datenfelder anlegen.
Jimdo ist somit nicht dafür geeignet, umfangreiche oder komplexe Produktkataloge zu verwalten. Fairerweise muss man hier natürlich sagen, dass Jimdo diese Zielgruppe gar nicht anspricht. Doch selbst für kleine Shops könnte die Produktverwaltung noch etwas flexibler und intuitiver sein.
Produktvarianten: 2 Optionen pro Produkt
Jimdo unterstützt Produktvarianten, allerdings nur im kleinen Rahmen. Sie können zwei Variantenoptionen anlegen – etwa Größe und Farbe – und diesen jeweils mehrere Werte zuordnen.
Für die Anzahl der Varianten gibt es keine harte Grenze, allerdings empfiehlt Jimdo, nicht mehr als 36 Varianten pro Produkt und nicht mehr als 450 Varianten im gesamten Shop zu verwenden. Mehr könne sich negativ auf die Ladezeit auswirken.

Jimdo unterstützt Produktvarianten mit zwei Optionen.
Die Variantenverwaltung ist zudem recht eingeschränkt. Sie können nicht für jede einzelne Variante eigene Preise hinterlegen, sondern immer nur für eine der beiden Optionen. Wenn Sie also Varianten wie Farbe und Größe anbieten, können Sie für die Farben unterschiedliche Preise festlegen, doch alle Größen innerhalb dieser Farbe müssen dann gleich viel kosten. Individuelle Produktfotos für einzelne Varianten sind gar nicht möglich.
Auch die Darstellung der Varianten ist sehr schlicht: Kunden wählen immer über Dropdown-Menüs – alternative Darstellungen wie Farbpunkte, Bildauswahl oder Buttons gibt es nicht.
Hier sehen Sie die Varianten-Funktionen der Shop-Baukästen im Vergleich:
![]() Jimdo | ![]() WooCommerce | ![]() STRATO | ![]() Squarespace | ![]() Square | ![]() Shopify | ![]() IONOS | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Ecwid | ![]() BigCommerce | ![]() Wix | ![]() Sellfy | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Anzahl Optionen | 2 | unbegrenzt | unbegrenzt | 6 | 6 | 3 | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | 1000 | unbegrenzt |
| Max. Anzahl Varianten | 36 | unbegrenzt | unbegrenzt | 250 | 250 | 2048 | unbegrenzt | 100 | unbegrenzt | unbegrenzt | 600 | 1000 | unbegrenzt |
| Individuelles Bild | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Individueller Preis | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Individuelle SKU | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Individueller Bestand | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
Preisgestaltung und Rabatte auf Produktebene
Neben dem regulären Produktpreis können Sie den Preis auch pro Einheit festlegen. Unterstützt werden die Einheiten Kilogramm, Liter, Meter, Quadratmeter, Kubikmeter oder Stück. Es ist außerdem möglich, einen Rabattpreis zu hinterlegen, der als durchgestrichener „Vorher-Preis“ angezeigt wird.
Weitere Rabattformen (z. B. Mengenrabatte) gibt es auf Produktebene nicht. Grundsätzlich sind Rabatte ansonsten nur über Gutscheincodes möglich (mehr dazu im nächsten Kapitel).

Sie können Preise pro Einheit festlegen.
Produktorganisation mit Kategorien
Weil Jimdo nur für kleine Produktkataloge vorgesehen ist, fällt auch die Kategorisierung entsprechend einfach aus. Sie können Produkte einer oder mehreren Kategorien zuordnen. Jimdo erstellt daraus automatisch eine Kategorieseite im typischen Rasterlayout.
Filter, Tags oder Sortierlogiken (z. B. „Neuheiten zuerst“) sind nicht vorgesehen. Auch eine Suchfunktion fehlt. Die Möglichkeiten reichen also nur für sehr kleine Shops mit einigen wenigen, klar abgegrenzten Produktbereichen, die auf einer Seite angezeigt werden können.

Sie können Kategorien erstellen, um Ihre Produkte zu organisieren.
Einfache Bestandsverwaltung ohne Extras
Die Bestandsverwaltung ist – wie vieles bei Jimdo – auf das Wesentliche reduziert. Sie können für jedes Produkt einen Lagerbestand hinterlegen und optional festlegen, ob ein Artikel bei Bestand „0“ automatisch als ausverkauft markiert werden soll. Mehr gibt es aber nicht.
Automatische Nachbestellhinweise, Warnmeldungen, Mindestbestände oder komplexere Inventur-Workflows fehlen. Auch eine Massenaktualisierung des Bestands ist nicht möglich. Wenn Sie also regelmäßig viele Produkte aktualisieren müssen, wird das schnell zur Routinearbeit.

Jimdo hält die Produktverwaltung ganz bewusst schlank, weil es sich klar an Nutzer richtet, die ein kleines Sortiment ohne viel Aufwand online bringen möchten. Vergleiche mit Shop-Baukästen wie Shopify oder WooCommerce, die ein komplexes Shop-Backend bieten, wären somit unfair.
Wenn Sie einen kleinen Shop mit wenigen Produkten und klar abgegrenzten Kategorien aufziehen wollen, könnten die vorhandenen Funktionen vollkommen ausreichen. Shops mit größeren Sortimenten, individuellen Produkten oder mehreren Varianten stoßen hier aber schnell an Grenzen.
Verkaufsoptionen
| Steuerberechnung |
| 0.5/3 |
| Versandoptionen |
| 1.5/3 |
| Rabatte |
| 1/3 |
| Zahlungsdienstleister |
| 0.75/3 |
| Bestellverwaltung | einfache Übersicht über offene, erfüllte und archivierte Bestellungen | 1/2 |
| Erweiterte Funktionen |
| 1/6 |
Auch bei den Verkaufsfunktionen bleibt Jimdo ziemlich einfach gestrickt. Es gibt grundlegende Zahlungs-, Versand- und Steuer-Einstellungen, doch es fehlt an Automatisierungen und tieferen Konfigurationsmöglichkeiten.
Zahlungsabwicklung über PayPal und Stripe
Jimdo unterstützt zwei Zahlungsanbieter: PayPal und Stripe. Die meisten Zahlungsmöglichkeiten – inklusive SEPA, Debit- und Kreditkarten, Giropay, Sofort und iDEAL – werden über PayPal abgedeckt.
Weitere Gateways wie Klarna, Amazon Pay oder Mollie gibt es nicht. Es ist auch nicht möglich, manuelle Zahlungsarten (z. B. Zahlung per Vorkasse) zu hinterlegen.

Jimdo unterstützt zwei Zahlungsanbieter: PayPal und Stripe.
Hier sehen Sie die Zahlungsanbieter der Shop-Baukästen im Vergleich:
![]() Jimdo | ![]() WooCommerce | ![]() Shopify | ![]() Wix | ![]() STRATO | ![]() IONOS | ![]() Ecwid | ![]() Squarespace | ![]() BigCommerce | ![]() Hostinger | ![]() Gambio | ![]() Sellfy | ![]() Square | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Zahlungsdienstleister | 2 | 19 | 100 | 80 | 120 | 120 | 120 | 5 | 65 | 4 | 2 | 2 | 1 |
| PayPal | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ |
| Stripe | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Square | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ |
| Amazon Pay | ✗ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Klarna | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Mollie | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Eigener Zahlungsdienstleister | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Manuell | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
Keine automatische Steuerberechnung
Auch die Steueroptionen sind bei Jimdo sehr überschaubar. Eine automatische Steuerberechnung gibt es nicht – ebenso wenig länderspezifische Regeln oder spezielle Steuerlogiken (z. B. OSS für EU-Verkäufe).
Grundsätzlich werden alle Preise im Shop mit dem Hinweis „inkl. MwSt.“ angezeigt. Wenn Sie unterschiedliche Steuersätze benötigen oder grenzüberschreitend verkaufen, müssen Sie diese komplett selbst im Blick behalten und entsprechend manuell berücksichtigen.
Es ist lediglich möglich, im Bereich „Unternehmensprofil“ die Kleinunternehmerregelung zu aktivieren. Dann wird bei den Produkten automatisch ein Hinweis auf § 19 UStG angezeigt und der Mehrwertsteuer-Zusatz fällt weg.

Kleinunternehmer können auf die Mehrwertsteuer verzichten.
Versand in Deutschland, Europa und international
Jimdos Versandmodul ist übersichtlich und funktional. Es ist in vier Versandzonen unterteilt: Deutschland, die EU, Europa außerhalb der EU und der Rest der Welt. Für jede Zone legen Sie fest, welche Versandkosten gelten und wie lang die Lieferzeit ist.
Die Kosten können pauschal oder abhängig vom Bestellwert festgelegt werden. Kostenloser Versand ab einem bestimmten Warenkorbwert ist ebenfalls problemlos möglich. Zudem steht eine Option für Click & Collect zur Verfügung, falls Kunden ihre Bestellung vor Ort abholen sollen.

Versandeinstellungen bei Jimdo.
Komplexere Versandlogiken oder Automatisierungen werden aber nicht unterstützt. Sie können die Versandkosten beispielsweise nicht ans Gewicht der Lieferung koppeln. Es gibt auch keine Einbindung von Versanddienstleistern wie DHL oder UPS und keine automatischen Etiketten.
Der Versandbereich ist also klar auf einfache Fälle ausgelegt, die Sie ohne viel Konfiguration manuell abwickeln können.
Rabattaktionen bei Jimdo: Nur mit Gutscheinen
Jimdo liefert (neben den Streichpreisen im Produktbereich) nur eine Möglichkeit, Rabatte anzubieten: Gutscheincodes. Damit können Sie Ihren Kunden entweder einen festen Betrag oder einen prozentualen Nachlass gewähren. Rabatte lassen sich dabei an einen Mindestbestellwert oder ein Enddatum koppeln.
Was Jimdo hingegen nicht unterstützt, sind automatische Rabatte, Mengenrabatte („3 für 2“), Gratisartikel oder komplexere Aktionslogiken.

Rabatte gibt es bei Jimdo primär über Gutscheine.
Bestellverwaltung: Übersichtlich, aber sehr simpel
Auch die Bestellübersicht ist gewohnt geradlinig gehalten. Unter „Onlineshop > Bestellungen“ sehen Sie auf einen Blick, welche Bestellungen offen, erfüllt oder archiviert sind.
Ein Klick auf eine Bestellung öffnet die Detailansicht, in der Sie die wichtigsten Aktionen direkt ausführen können. Hier können Sie die Bestellung drucken, die Käuferin oder den Käufer kontaktieren, Versandinformationen hinterlegen, eine Bestellung als storniert markieren oder sie archivieren.
Stornieren bedeutet nicht, dass Jimdo automatisch eine Rückerstattung auslöst. Diese müssen Sie immer direkt bei PayPal oder Stripe durchführen.
Ansonsten ist auch die Bestellverwaltung aufs Nötigste beschränkt. Teilrückerstattungen, Teillieferungen oder interne Workflows unterstützt Jimdo nicht. Auch Schnittstellen zu Warenwirtschafts- oder ERP-Systemen fehlen.
Wie so oft bei Jimdo gilt: Für kleine Shops mit wenigen Bestellungen könnten die Bordmittel ausreichen. Sobald Prozesse komplexer werden, stößt das System jedoch schnell an seine Grenzen.
Kaum erweiterte Funktionen
Recht viel mehr gibt es hier nicht zu sehen: Jimdo belässt es bei den grundlegenden Verkaufsfunktionen, die für simple Shops nötig sind.
Im Marketing-Bereich können Sie Facebook for Business anbinden, um Produkte auf Facebook und Instagram zu präsentieren. Weitere Multichannel-Optionen – etwa Anbindungen an Marktplätze wie Amazon oder eBay – gibt es nicht. Ein POS-System für den stationären Verkauf fehlt ebenso. E-Mail-Marketing finden Sie im Marketing-Bereich auch nicht.

Sie können auch auf Facebook und Instagram verkaufen.
Zwar unterstützt der Shop unterschiedliche Währungen, doch Sie können immer nur eine einzige Shop-Währung gleichzeitig verwenden. Eine automatische Umrechnung für internationale Kundschaft gibt es nicht. Mehrsprachige Shops sind technisch möglich, aber nur über einen Workaround, bei dem Sie im Homepage-Baukasten eine komplette Navigationsebene manuell als Sprachauswahl anlegen.
Einen App-Store oder eine API finden Sie bei Jimdo nicht. Der Shop-Baukasten ist ein geschlossenes System, das nicht darauf ausgelegt ist, erweitert zu werden.

Jimdo deckt die grundlegenden Verkaufsfunktionen ab, die man für einen kleinen Online-Shop benötigt. Die Zahlungs-, Steuer-, Versand- und Rabattfunktionen sind jedoch sehr einfach gehalten und bieten kaum Spielraum oder Automatisierungen. Wenn Ihr Shop wächst oder Ihre Abläufe komplexer werden, werden Sie Jimdo schnell entwachsen.
Support
| Dokumentation & Tutorials |
| 1/2 |
| Support-Kanäle |
| 1/2 |
| Geschwindigkeit und Qualität |
| 2/3 |
| Bewertungen auf Review-Portalen |
| 1/3 |
Jimdo stellt ein Hilfezentrum mit Suchfunktion bereit, in dem die Inhalte sauber in Kategorien gegliedert sind. Die Artikel selbst sind solide: Viele enthalten hilfreiche Hyperlinks, einige werden durch Screenshots oder kurze Video-Tutorials ergänzt. Auf grundlegende Fragen findet man hier schnell eine Antwort.

Das Hilfezentrum von Jimdo.
Hier ist etwas problematisch, dass Jimdo ja zwei verschiedene Editoren bietet, die sich bei der Bedienung und dem Funktionsumfang voneinander unterscheiden. Jimdo hat das Hilfezentrum zwar entsprechend in zwei Bereiche unterteilt, doch diese Trennung ist nicht immer auf Anhieb erkennbar. Wenn man über Google in einem Hilfeartikel landet, ist zunächst oft unklar, auf welchen Editor sich der Artikel bezieht.
Inhaltlich könnte das Hilfezentrum außerdem etwas umfangreicher sein. Bei mehreren Funktionen war uns nicht klar, ob Jimdo sie grundsätzlich nicht unterstützt oder wir sie nur nicht gefunden haben – und auch im Hilfezentrum konnten wir oft keinen Hinweis darauf finden. Hier wäre mehr Transparenz wünschenswert, auch hinsichtlich der Grenzen des Systems.
Direktsupport: Nur per Ticket
Sie brauchen persönliche Hilfe? Dann können Sie das Jimdo-Team kontaktieren, indem Sie ein Support-Ticket aufmachen. Das geht direkt über das stets unten rechts eingebettete Chat-Fenster.
Hier chatten Sie zunächst mit einem virtuellen Assistenten. Der liefert aber keine KI-Antworten, sondern verlinkt basierend auf Ihren Fragen nur passende Artikel aus dem Hilfezentrum. Wenn jene Ihre Fragen nicht beantworten, können Sie auf „Support kontaktieren“ klicken, um eine Nachricht an das Team zu senden.

Das Support-Fenster ist direkt ins Dashboard eingebaut.
Jimdo nennt keine ungefähren Antwortzeiten, verspricht aber, sich während der Geschäftszeiten (7–17 Uhr CET) „schnellstmöglich“ zu melden. Bei uns kam eine ausführliche Antwort schon nach etwa zwei Stunden. Telefon-Support oder einen Live-Chat bietet Jimdo leider nicht.
Kundenfeedback: Gemischte Reaktionen
Unser Eindruck aus dem Test ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme. Ein besseres Stimmungsbild liefert ein Blick in Bewertungsportale wie Trustpilot – und dort fällt der Tenor gemischt aus.
Es gibt zwar einiges Lob für freundliche, hilfsbereite Mitarbeitende, doch man findet auch zahlreiche Berichte über lange Reaktionszeiten, schwer erreichbaren Support und fehlende Eskalationsmöglichkeiten, gerade bei geschäftskritischen Problemen.

Das Hilfezentrum von Jimdo ist in Ordnung, könnte aber noch etwas umfangreicher sein und die Inhalte zu den beiden Editoren klarer voneinander abgrenzen. Direktsupport gibt es ausschließlich per Ticket, doch in unserem Test erhielten wir schnell eine zufriedenstellende Antwort. In Review-Portalen ist das Bild gemischt. Der Support ist also solide, aber ausbaufähig.
Kosten
| Kosten für kleinen Shop | 12,60 € | 5/6 |
| Kosten für mittleren Shop | 33,61 € | 4/6 |
| Kosten für großen Shop | - | 0/3 |
| Preisgestaltung |
| /3 |
| Testversion |
| 1.5/2 |
Jimdo bietet drei Shop-Tarife, die sich beim Funktionsumfang und den Ressourcen-Limits unterscheiden:
Der Basic-Tarif enthält nur die Grundfunktionen und beschränkt den Speicherplatz auf 30GB. Sie können keine Produktvarianten anlegen oder Rabatte erstellen, auch Streichpreise und der Verkauf über Facebook und Instagram werden nicht unterstützt. Zudem ist die Zahl der Unterseiten auf 10 beschränkt.
Im Business-Tarif schalten Sie die restlichen Shop-Funktionen frei. Der Speicherplatz ist auf 50GB begrenzt, die Zahl der Unterseiten auf 50.
Erst im VIP-Tarif ist die Zahl der Unterseiten unbegrenzt, doch ein Speicherlimit gibt es weiterhin (500GB). Hier ist zudem auch das Buchungsmodul integriert.
Transaktionsgebühren vonseiten Jimdo fallen in keinem der Tarife an. Je nachdem, welchen Zahlungsanbieter Sie nutzen, können jedoch dessen übliche Gebühren greifen.
Hier sehen Sie die Tarife von Jimdo im Überblick:
| Basic | Business | VIP | |
|---|---|---|---|
| Monatlicher Effektivpreis | ab 12,60 € | ab 16,81 € | ab 33,61 € |
| Transaktionsgebühr | - | - | - |
| Vertragslaufzeit (Monate) | 1 - 24 | 1 - 24 | 1 - 24 |
| Produktverwaltung | |||
| Anzahl Produkte | 10 | 50 | unbegrenzt |
| Produktfilter | ✗ | ✗ | ✗ |
| Produktvarianten | ✗ | ✓ | ✓ |
| Produktbestand | ✓ | ✓ | ✓ |
| Produktrezensionen | ✗ | ✗ | ✗ |
| Internationalisierung | |||
| Mehrsprachigkeit | ✗ | ✗ | ✗ |
| Mehrere Währungen | ✗ | ✗ | ✗ |
| Automatische Steuerberechnung | ✗ | ✗ | ✗ |
Jimdo im Preisvergleich
Wie teuer ist Jimdo im Vergleich zu anderen Shop-Baukästen? Ein direkter Vergleich ist gar nicht so einfach, weil jeder Anbieter seine Tarife unterschiedlich strukturiert und die Kosten in der Praxis noch von vielen weiteren Funktionen abhängig sind – vom Zahlungsanbieter bis zu den kostenpflichtigen Templates und Add-ons.
Um die Kosten einigermaßen vergleichbar zu machen, haben wir drei typische Szenarien definiert und die reinen Basiskosten für den Shop-Baukasten selbst berechnet:
Kleiner Shop: 10 Produkte, bis 10.000 € Umsatz pro Jahr, mit eigener Domain
Mittlerer Shop: 500 Produkte, bis 200.000 € Umsatz pro Jahr, mit Produktvarianten
Großer Shop: 10.000 Produkte, bis 2 Mio. € Umsatz pro Jahr, mit Varianten, Produktfiltern und Mehrsprachigkeit
Hier ist die Vergleichstabelle der Anbieter aus unserem Test:
| Kleiner Shop | Mittlerer Shop | Großer Shop | |
|---|---|---|---|
![]() | 2,75 € | 2,75 € | - |
![]() | 11,25 € | 11,25 € | 11,25 € |
![]() | 12,08 € | 12,08 € | 37,89 € |
![]() | 12,60 € | 33,61 € | - |
![]() | 15,13 € | 15,13 € | 79,50 € |
![]() | 17,50 € | 17,50 € | 26,03 € |
![]() | 18,00 € | 18,00 € | - |
![]() | 18,97 € | 102,59 € | - |
![]() | 24,95 € | 24,95 € | 24,95 € |
![]() | 25,00 € | 45,00 € | 105,00 € |
![]() | 25,00 € | 257,76 € | - |
![]() | 27,00 € | 27,00 € | 27,00 € |
![]() | 42,24 € | 42,24 € | - |
Was die absoluten Mindestkosten angeht, ist Jimdo mit seinem Basic-Tarif einer der günstigsten Anbieter im Vergleich. Allerdings ist dieser Tarif auch wirklich „basic“ – im Prinzip können Sie hier nur einfache Produkte verkaufen und Zahlungen annehmen; alle erweiterten Verkaufsfunktionen fehlen.
Im Business-Tarif ist das Preis-Leistungs-Verhältnis weniger berauschend: Viele Wettbewerber bieten hier für weniger oder gleich viel Geld mehr Funktionen, mehr Flexibilität und mehr Skalierbarkeit.

Jimdo bietet einen sehr günstigen Einstiegs-Tarif, der aber wirklich nur das absolute Minimum abdeckt. Sobald Sie etwas mehr brauchen – etwa Produktvarianten oder Rabatt-Funktionen – müssen Sie auf einen höheren Tarif ausweichen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte besser sein, denn viele Wettbewerber liefern in dieser Klasse mehr Funktionen bei vergleichbaren oder sogar niedrigeren Kosten.
Fazit zu Jimdo: Höchstens für kleine Shops
Es wäre unfair, Jimdo mit Shopify & Co. zu vergleichen: Der Website-Baukasten aus Hamburg richtet sich schließlich ganz bewusst an absolute Anfänger, die mit so wenig Aufwand wie möglich einen kleinen Online-Shop aufziehen möchten.
Wenn Sie nur wenige Produkte verkaufen, wenig konfigurieren müssen und vor allem eine einfache Lösung suchen, könnte Jimdo also einen Blick wert sein – vor allem, wenn Sie mit komplexeren Shop-Systemen einfach nicht zurechtkommen.
Allerdings sind die Grenzen des Systems schnell erreicht. Schon das Design ist größtenteils vorgegeben, und es gibt kaum Möglichkeiten, Ihren Shop zu individualisieren. Die Produkt- und Verkaufsfunktionen bleiben ebenfalls aufs absolute Minimum beschränkt. Weil es kein richtiges Shop-Backend gibt, sondern alles über den Website-Editor gesteuert wird, ist auch das Anlegen und Verwalten von Produkten etwas fummelig.
Jimdos Shop-Lösung ist also bestenfalls für kleine Solo-Projekte, Hobbyshops und erste Gehversuche im E-Commerce geeignet. Wenn Sie vorhaben, zu wachsen, wählen Sie besser gleich einen Baukasten, der dafür ausgelegt ist.

Jimdo Erfahrungen
Wie bewerten Jimdos Kunden die Plattform? Wir haben uns in den gängigen Bewertungsportalen umgehört und wiederkehrendes Feedback für Sie zusammengestellt:
Einfache Bedienung für Anfänger
Viele heben hervor, dass der Baukasten leicht verständlich ist und sich Websites schnell erstellen und einfach pflegen lassen – auch ohne Vorkenntnisse.Schnelle Ergebnisse mit wenig Aufwand
Nutzer berichten, dass sie in kurzer Zeit ansehnliche Seiten aufbauen konnten, die für kleine Projekte ausreichen.Hilfreicher Support in Einzelfällen
Einige Nutzer berichten von freundlichen, geduldigen und kompetenten Support-Mitarbeitern, die Probleme sauber lösen.
Schwer erreichbarer Support
Andere Nutzer klagen über lange Wartezeiten, fehlende Kontaktmöglichkeiten und Schwierigkeiten, bei dringenden Problemen jemanden zu erreichen.Starrer Baukasten mit begrenzten Funktionen
Häufig kritisiert werden fehlende Gestaltungsmöglichkeiten, begrenzte Shop-Funktionen und eingeschränkte SEO-Möglichkeiten.Probleme bei Kündigung und Abrechnung
Wiederholt wird von automatischen Verlängerungen, Mahnungen trotz Zahlung oder ausbleibenden Rückerstattungen berichtet.
Alternativen zu Jimdo
Jimdo ist doch nicht der richtige Shop-Baukasten für Sie? Vielleicht kommt ja eine dieser Alternativen für Sie infrage:
Besser für wachsende Shops
Sie meinen es wirklich ernst mit dem Verkaufen? Dann greifen Sie besser gleich zu einer ausgewachsenen Shop-Lösung, die mit Ihnen mitwachsen kann. Shopify und WooCommerce führen nicht umsonst die Bestenlisten an, sind aber natürlich deutlich komplexer.Besser für digitale Produkte
Sie suchen einen ähnlich einfachen Shop-Baukasten, der auch andere Produkttypen wie digitale Downloads oder Dienstleistungen unterstützt? Dann ist Hostinger einen Blick wert.Mehr Design-Freiheit
Sie benötigen einen anfängerfreundlichen Homepage-Baukasten, der Sie kreativ weniger einschränkt als Jimdo? Website-Builder wie Squarespace oder Wix haben gestalterisch deutlich mehr zu bieten.Deutsche Plattform mit mehr Shop-Funktionen
Sie möchten auf alle Fälle bei einem deutschen Anbieter bleiben, finden die Shop-Features von Jimdo aber zu eingeschränkt? IONOS hat einen ähnlich simplen Website-Editor, bietet aber eine deutlich umfangreichere E-Commerce-Plattform.
Die besten Alternativen zu Jimdo finden Sie hier:





Jimdo Online-Shop erstellen
Sie möchten Jimdo in Aktion sehen? In unserer Video-Erklärung zeigt Alex, wie Sie Ihren ersten Jimdo-Shop erstellen können:

























