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Website verkaufen: Der ultimative Leitfaden

Autor
Janis von Bleichert
Letzte Aktualisierung
18. Dez. 2023

Keine Zeit mehr für die eigene Website – oder war der Plan von Anfang an, sie irgendwann gewinnbringend zu verkaufen? Wenn ein Verkauf ansteht, sollten Sie die nächsten Schritte genau planen, um den höchstmöglichen Preis für Ihre Website herauszuschlagen.

Unser Leitfaden führt Sie durch alle Schritte des Website-Verkaufs: von der Vorbereitung, inklusive Wertermittlung und Optimierung, über die Wahl der richtigen Verkaufsplattform bis zur Übertragung.

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Vor dem Verkauf: Das müssen Sie beachten

Sie haben (hoffentlich) bereits viel Zeit und Mühe in Ihre Website investiert – zu viel, um sie jetzt überstürzt zu verkaufen. Ehe Sie den eigentlichen Verkauf angehen, sollten Sie deshalb einen Schritt zurücktreten und sich auf einige wesentliche Vorbereitungen konzentrieren.

Ermitteln Sie den Wert Ihrer Website

Um einen angemessenen Angebotspreis festzulegen und selbstbewusst mit potenziellen Käufern zu verhandeln, müssen Sie eine ungefähre Vorstellung haben, wie viel Ihre Website wert ist. Dieser Wert sollte nicht auf Ihrem Bauchgefühl basieren, sondern gut begründet sein.

Glücklicherweise gibt es einige Formeln und Faustregeln, die dabei Hilfestellung leisten:

  • Gewinnmultiplikator
    Sie können den Verkaufswert Ihrer Website berechnen, indem Sie den monatlichen Nettogewinn mit einem Faktor (Multiple) multiplizieren. Das Multiple wird basierend auf Faktoren wie Website-Qualität, Traffic-Quellen und Einnahmequellen bestimmt. Üblicherweise variiert es zwischen 12 und 50.

  • Traffic-Wert
    Für Websites, die wenig oder keinen direkten Umsatz erzielen, können Sie den Wert auch durch Traffic-Zahlen einschätzen. Ermitteln Sie den Cost-per-Click-Wert (CPC) Ihrer wichtigsten Keywords und multiplizieren Sie diesen mit der Besucherzahl, die über diese Keywords kommt.

Mit dem Traffic Checker von ahrefs können Sie den Traffic-Wert von Websites herausfinden.

Viele Verkaufsplattformen, auf die wir später genauer eingehen, stellen Online-Wertrechner zur Verfügung. Sie müssen diese Berechnungen also nicht im Detail selbst anstellen, sollten aber auf jeden Fall ein Verständnis davon haben, wie diese Zahlen zustande kommen und was sie für den Wert Ihrer Website bedeuten.

Website-Wert: Eine Schätzung, keine Wissenschaft

Weil jede Website einzigartig ist, gibt es keine 100 % zuverlässige Methode zur Wertermittlung. Faustregeln und Online-Rechner sind nur Orientierungshilfen, denn der tatsächliche Wert wird letztlich vom Markt bestimmt: Ihre Website ist so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Und dabei spielen neben objektiven Daten auch subjektive Kriterien eine Rolle, die sich von Käufer zu Käufer unterscheiden.

Mehr zur Werteermittlung und den verschiedenen Methoden lesen Sie hier:

Steigern Sie den Wert Ihrer Website

Wenn Sie ein Auto verkaufen, polieren Sie es zuerst auf Hochglanz, bevor Sie es potenziellen Käufern zeigen, richtig? Beim Verkauf einer Website sollten Sie genauso vorgehen: Um den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen, sollten Sie Ihre Website in ihrer besten Form präsentieren.

Hier sind einige Tipps und Methoden, wie Sie den Wert Ihrer Website erhöhen können:

  • Verbessern Sie Inhalte und Design
    Werfen Sie einen ehrlichen Blick auf Ihre Website: Gefällt Ihnen, was Sie sehen? Wenn das Design seit 2004 nicht mehr aktualisiert wurde und bereits die Startseite mit Rechtschreibfehlern gespickt ist, sehen potenzielle Käufer eine Rundum-Renovierung, und das kann den Preis entsprechend nach unten treiben.

    Wenn Design und Content hingegen bereits ansprechend sind, ist Ihre Website in ihrer aktuellen Form eine bessere Investition – was Käufer dazu bewegen könnte, mehr zu bezahlen.

  • Beheben Sie technische Probleme
    Auch unter der Motorhaube gilt: Je weniger Probleme potenzielle Käufer bereits auf den ersten Blick sehen, desto geringer werden sie den Arbeitsaufwand einschätzen. Überprüfen Sie Aspekte wie die Ladezeiten, Verfügbarkeit, Mobilfreundlichkeit und Sicherheit Ihrer Website, um deren Verkaufswert zu steigern.

  • Diversifizieren Sie Traffic- und Einnahmequellen
    Eine Website mit nur einer Traffic-Quelle (z. B. Google) und nur einer Monetarisierungsform (z. B. Amazon-Affiliates) stellt ein größeres Risiko für potenzielle Käufer dar, weil die Besuche und Einnahmen jederzeit einbrechen könnten. Wenn Sie Ihre Einnahme- und Traffic-Quellen durch Werbung, Produktverkäufe, Affiliate-Partnerschaften oder Social-Media-Promotion erhöhen, können Sie einen höheren Preis verlangen.

  • Bringen Sie Form und Struktur in Ihre Prozesse
    Websites – vor allem größere Projekte mit mehreren Mitwirkenden – sind für Käufer deutlich attraktiver, wenn sie bereits etablierte Strukturen und dokumentierte Prozesse haben, die nach dem Kauf übernommen oder angepasst werden können. Wenn hingegen alles Wissen im Website-Betreiber gebündelt und keinerlei Projektmanagement vorhanden ist, ist der Arbeitsaufwand deutlich größer – und der Wert möglicherweise geringer.

  • Verhandeln Sie mit Affiliate-Partnern
    Wann haben Sie zuletzt Ihre Affiliate-Verträge verhandelt? Affiliate-Partner sind vielleicht bereit, die Preise anzupassen, wenn Sie wertvollen Traffic in ihre Richtung befördern. Einen Versuch ist es wert – denn Affiliate-Einnahmen sind ein wichtiger Hebel, um den Wert einer Website zu erhöhen.

  • Verbessern Sie Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen
    Prüfen Sie, ob Ihre Website alle Best Practices im Bereich SEO erfüllt und versuchen Sie, Ihren organischen Traffic mit gezielten SEO-Maßnahmen zu erhöhen.

  • Optimieren Sie Ihr E-Mail-Marketing
    Eine gut organisierte E-Mail-Liste zeigt, dass Sie nützliche Kundenbeziehungen aufgebaut haben. Jene können Ihre Website für potenzielle Käufer deutlich wertvoller machen.

Sie sehen schon: Es gibt zwar den einen oder anderen Quick Fix, doch ein paar Klicks können aus einem Esel kein Rennpferd machen: Der Verkaufswert Ihrer Website ist eng an deren generelle Qualität, Erfolg und Reputation geknüpft – und diese Stellschrauben erfordern beständiges Engagement, keine schnellen Tricks.

Falls Ihre Website ihr Potenzial aktuell noch nicht erfüllt, können Sie sie entweder trotzdem verkaufen – und dabei weniger Einnahmen in Kauf nehmen – oder noch einmal etwas mehr Zeit und Arbeit investieren, um sie vielleicht doch für mehr Geld weiterzubringen.

Bringen Sie Ordnung in Ihre Finanzen und Reports

Potenzielle Käufer werden Ihre Website sorgfältig überprüfen, ehe sie ein Angebot dafür abgeben. Dabei werden sie besonders auf Ihre Finanzen und die Performance-Daten Ihrer Website achten, die zu den wichtigsten Multiples der Wertbestimmung zählen. Sie sollten entsprechende Informationen und Daten also klar und transparent dokumentieren.

Wichtig sind dabei unter anderem folgende Aspekte:

  • Ein- und Ausgaben: Stellen Sie Ihre Einnahmequellen und laufenden Kosten übersichtlich zusammen. Dazu gehören Werbeeinnahmen, Affiliate-Einkünfte, Produktverkäufe, aber auch Ausgaben für Hosting, Wartung und eventuelle Mitarbeitende oder Freelancer. Eine klare Auflistung hilft potenziellen Käufern, die Rentabilität Ihrer Website einzuschätzen.

  • Traffic-Übersicht: Zeigen Sie, woher Ihr Traffic kommt und wie sich dieser über die Zeit entwickelt hat. Eine Aufschlüsselung nach Quellen wie direktem Zugriff, Suchmaschinen, Social Media und Referrals gibt Einblick in die Stärken und möglichen Risiken Ihrer Traffic-Struktur.

  • Web Analytics: Präsentieren Sie wichtige Kennzahlen aus Ihren Web-Analyse-Tools wie Google Analytics. Dazu gehören Besucherzahlen, Seitenaufrufe, Verweildauer, Absprungraten und Konversionsraten. Diese Daten geben Aufschluss über das Nutzerverhalten und die Effektivität Ihrer Inhalte.

Bereiten Sie die wichtigsten Google Analytics-Kennzahlen auf, denn die werden potenzielle Käufer besonders interessieren.

  • SEO-Performance: Gute SEO-Performance ist ein Indikator für nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Traffic. Deshalb sollten Sie darlegen, wie Ihre Website in Suchmaschinen abschneidet. Dazu gehören Rankings für Ihre Hauptkeywords, der organische Traffic und die Entwicklung Ihrer Domain-Autorität.

Wo und wie können Sie Ihre Website verkaufen?

Wenn Sie die nötige Vorarbeit geleistet haben, können Sie den eigentlichen Verkauf Ihrer Website einleiten. Hier haben Sie mehrere Möglichkeiten:

1.

Website eigenständig bei potenziellen Käufern vorstellen

Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie den Verkauf Ihrer Website komplett selbst in die Hand nehmen. Das heißt, Sie müssen potenzielle Käufer aktiv mit einem Pitch kontaktieren, selbst einen Verkaufspreis festlegen und eigenständig verhandeln. Das Ganze ist also ganz schön aufwändig – doch dafür müssen Sie am Ende keine Kommission an Broker oder Verkaufsplattformen zahlen.

Um Ihre Website zu pitchen, müssen Sie zunächst potenzielle Käufer identifizieren. Dafür kommen beispielsweise folgende Gruppen infrage:

  • Konkurrenten: Oft sind es gerade Ihre Mitbewerber, die ein starkes Interesse an Ihrer Website haben könnten, entweder um ihre Marktposition zu stärken oder um wertvolle Inhalte und Kundenbeziehungen zu übernehmen.

  • Portfolio-Besitzer: Dazu zählen Investoren und Unternehmen, die bereits mehrere Websites besitzen. Sie sind ständig auf der Suche nach relevanten Websites, um ihr Portfolio zu erweitern.

  • Start-ups: Für Start-ups, die eine Online-Plattform aufbauen möchten, ist es hilfreich, wenn sie nicht bei null anfangen müssen. Vielleicht könnte Ihre Website eine attraktive Grundlage für die Übernahme und den Ausbau durch motivierte, neue Besitzer sein.

Es kann hilfreich sein, eine Liste potenzieller Käufer anzulegen und deren mögliche Motivation für den Kauf Ihrer Website – oder die konkreten Benefits, die Ihre Website für deren Geschäft liefern könnte – zu notieren. Idealerweise legen Sie eine solche Liste bereits früh an, wenn Sie wissen, dass Sie Ihre Website eines Tages verkaufen möchten.

Wenn Sie potenzielle Käufer identifiziert haben, kommt erst der wirklich schwierige Teil: Nun müssen Sie sie davon überzeugen, dass Ihre Website den von Ihnen veranschlagten Preis wert ist. Hier kommen die bereits erwähnten Finanz- und Traffic-Berichte ins Spiel, doch die sind nur ein Teil eines guten Verkaufs-Pitches.

Am besten sollten Sie alles, was potenzielle Käufer zu Ihrer Website wissen müssen, in einem Dokument übersichtlich zusammenfassen. Dazu zählen:

  • eine kurze Vorstellung Ihrer Website

  • eine Auflistung der Gründe für den Verkauf der Website

  • eine Erklärung, warum Ihre Website eine gute Investition ist

  • die bereits erwähnten Finanz- und Traffic-Berichte und alle anderen relevanten Daten und Statistiken

  • eine Erklärung, wie und durch welche Kanäle Sie Ihre Website monetarisieren

Indem Sie die wichtigsten Fragen gleich vorwegnehmen, gehen Sie selbstbewusst in mögliche Verhandlungen und können potenzielle Käufer herausfiltern, die es auch wirklich ernst meinen. Sobald Sie einen Käufer gefunden haben, müssen Sie nur noch einen Vertrag aufsetzen und die Website übertragen (mehr dazu später).

Unerwartet von einem Käufer kontaktiert worden – und jetzt?

Es kann natürlich auch vorkommen, dass ein potenzieller Käufer die Initiative ergreift und Sie von sich aus kontaktiert. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass Sie nichts überstürzen:

  • Machen Sie sich Gedanken, ob ein Verkauf zum aktuellen Zeitpunkt wirklich die beste Wahl ist.

  • Versuchen Sie, den Preis nach oben zu verhandeln.

  • Identifizieren und kontaktieren Sie auf Basis des Angebotes andere mögliche Käufer, um vielleicht einen noch besseren Preis herauszuschlagen und/ oder mehrere Bietende für Ihre Website zu begeistern.

Ein solches Angebot ist immer eine gute Nachricht, weil jemand das Potenzial Ihrer Website erkannt hat. Denken Sie aber daran, dass Ihnen kein potenzieller Käufer aus heiterem Himmel etwas Gutes tun möchte, sondern einfach nur einen guten Deal wittert.

Lassen Sie sich also nicht von der Geldsumme eines unerwarteten Angebots blenden, sondern überlegen Sie, ob das gebotene Geld wirklich den Wert Ihrer Website – aktuell und künftig – einfängt.

2.

Eine Verkaufsplattform (Marktplatz oder Broker) nutzen

Die andere Möglichkeit, eine Website zu verkaufen, führt über professionelle Verkaufsplattformen. Hier unterscheidet man zwei Sorten:

  • 1.

    Marktplätze sind digitale Handelsplätze, ähnlich wie eBay oder Amazon, die sich auf den Verkauf von Websites und digitale Unternehmen spezialisieren. Hier können Sie Ihre Websites selbst einstellen und direkt mit potenziellen Käufern in Kontakt treten und verhandeln. Die Marktplätze erhalten dafür eine Provision vom Verkaufspreis.

  • 2.

    Broker gehen noch einen Schritt weiter als Marktplätze, indem sie den Verkaufsprozess Ihrer Website für Sie steuern. Sie kümmern sich um die Preisermittlung, das Listing, die Vermarktung und oft auch um die Verhandlung. Dafür kassieren sie eine höhere Provision als die einfachen Marktplätze.

Die richtige Verkaufsplattform wählen

Die Übergänge zwischen Marktplätzen und Brokern sind manchmal fließend und jede Plattform hat andere Funktionen, Bedingungen und Kostenmodelle. Wir haben einige der besten und beliebtesten Website-Verkaufsplattformen für Sie zusammengestellt:

1.

Empire Flippers: Rundum-Broker-Service für etablierte Websites und Online-Geschäfte

Empire Flippers ist einer der bekanntesten Website-Broker, der Online-Unternehmen und Websites jeder Art beim Verkauf unterstützt. Er eignet sich nur für etablierte Websites, die bereits einen soliden Umsatz generieren.

Wie funktioniert Empire Flippers?

Empire Flippers ist ein Rundum-Broker-Service, der sich um alle Aspekte des Website-Verkaufs kümmert.

Nach der Einschätzung und Überprüfung Ihrer Website wird ein Listing erstellt, das Empire Flippers dann selbst in seinem Netzwerk von Käufern vermarktet. Bei der Verhandlung und beim Feintuning der Verkaufs-Deals erhalten Sie ebenfalls Unterstützung. Und auch die Übertragung der Website zum neuen Besitzer wird übernommen.

Empire Flippers

Welche Websites kann man bei Empire Flippers verkaufen?

Empire Flippers hat ein ziemlich rigoroses Prüfungsverfahren. Hier sind einige der wichtigsten Anforderungen:

  • Ihr Online-Geschäft muss mindestens einen Nettobetrag von 2.000 USD im Monat erwirtschaften.

  • Sie müssen für mindestens 12 Monate Finanzdaten liefern können.

  • Google Analytics (oder alternativ Clicky) muss zum Zeitpunkt der Einstellung mindestens 3 Monate lang eingebunden gewesen sein.

  • Websites, die für die Monetarisierung Adsense, Amazon Associates, Affiliate-Marketing oder Werbung nutzen, müssen mindestens seit 12 Monaten auf derselben Domain gelagert sein.

  • Sie müssen mehr als 50 % Ihrer Einnahmen von unterschiedlichen Kunden beziehen. Websites, die von einem einzigen Kunden abhängig sind, werden also nicht akzeptiert.

  • Websites, die bestimmte, von Empire Flippers nicht gewollte Nischen bedienen oder Inhalte thematisieren (z. B. Glücksspiel, Pornografie, Waffen, Drogen, Wunderheilmittel, etc.) werden ebenso abgelehnt.

Wie viel kostet der Website-Verkauf bei Empire Flippers?

Wie viel Sie für den Broker-Service von Empire Flippers bezahlen, hängt vom Geschäftswert Ihrer Website – also dem Preis, für den sie gelistet wird – ab:

  • Für Listings unter 700.000 USD: Hier beträgt die Kommission pauschal 15 % des Verkaufspreises.

  • Für Listings zwischen 700.000 und 5 Millionen USD: Hier bezahlen Sie 15 % auf die ersten 700.000 USD und 8 % auf den Rest.

  • Für Listings über 5 Millionen USD: Für die Summe, die über den 5 Millionen liegt, sinkt die Kommission auf 2,5 %.

Wenn Ihre Website also für eine Million USD gelistet wird, liegt die Kommission bei 105.000 USD (15 % auf die ersten 700.000 USD) + 24.000 USD (8 % auf die verbleibenden 300.000 USD) = 120.000 USD.

2.

Flippa: Online-Marktplatz für Websites jeder Größe und digitale Assets jeder Art

Mehr als 12.000 erfolgreich verkaufte Websites pro Jahr machen Flippa zu einem der weltweit größten Online-Marktplätze. Egal ob Blog, SaaS-Firma, Online-Shop oder Social Media-Account: Bei Flippa lässt sich so ziemlich jedes digitale Asset verkaufen.

Wie funktioniert Flippa?

Flippa ist in erster Linie eine Peer-2-Peer-Plattform, über die Sie den Verkauf Ihrer Website oder anderer Online-Assets abwickeln können, vom Listing über die Verhandlungen bis zur Bezahlung. Dabei gibt es zwei Optionen: Sie können die Plattform im Self-Service nutzen oder einen Broker-Service von Flippa in Anspruch nehmen, bei dem Sie Unterstützung von professionellen Brokern erhalten.

Bei einem regulären Verkauf (ohne Broker-Service) können Sie Ihre Website entweder als Auktion oder zum Festpreis einstellen. Den Preis können Sie dabei selbst festlegen, bei der Preisbestimmung aber auch Unterstützung vom Flippa-Team in Anspruch nehmen. Den Transfer der Website müssen Sie selbst durchführen.

Welche Websites kann man bei Flippa verkaufen?

Sie können so ziemlich jede Art Website (und andere Assets wie Apps oder Domains) bei Flippa verkaufen. Die Anforderungen sind weniger streng als bei anderen Websites, was unter anderem daran liegt, dass Sie sich um mehr Aspekte selbst kümmern müssen (oder können) und Flippa lediglich die Technologieplattform stellt.

Sie müssen einige Fragen zu Ihrer Website beantworten und Ihre Antworten teilweise auch mit Dokumenten untermauern. Die werden aber nicht genauestens von Flippa geprüft, sondern können von potenziellen Käufern angeschaut werden. Wichtig ist vor allem, dass:

  • Sie das Recht haben, die ausgewählte Website zu verkaufen

  • Sie Ihre Behauptungen, was Einkünfte und Traffic angeht, mit Berichten rechtfertigen können

  • die Website während einer Auktion bei Flippa nicht andernorts gelistet ist

  • Sie nicht auf Ihre eigene Website bieten

Wie viel kostet der Website-Verkauf bei Flippa?

Die Gesamtkosten bei Flippa setzen sich aus einer Listing-Gebühr und einer Kommission bei einem erfolgreichen Verkauf zusammen. Beide Gebühren sind vom Angebotspreis der Website abhängig.

Die Kommission bewegt sich zwischen 10 % (Websites unter 50.000 USD) und 3 % (Websites über 10 Millionen USD). Der Listing-Preis ist entweder nur einmalig für eine zeitlich begrenzte Angebotsdauer fällig (Websites bis 250.000 USD) oder pro Monat (Websites ab 250.000 USD).

Ab einem Listing-Preis von 250.000 USD erhalten Sie umfangreichere Unterstützung von Flippa und zusätzliche Services von Flippa-Beratern.

Eine übersichtliche Zusammenstellung der Kosten finden Sie auf der Flippa-Website.

3.

Traderoo: Website-Verkaufsplattform für den deutschen Markt

Sie möchten Ihre Website lieber auf einer Plattform verkaufen, die speziell den deutschen Markt bedient? Dann ist Traderoo einen Blick wert: Hier können Sie Website-Projekte jeder Art zum Verkauf stellen.

Wie funktioniert Traderoo?

Traderoo funktioniert ähnlich wie Flippa: Die Plattform bietet Ihnen alle Werkzeuge, die Sie benötigen, um Ihre Website eigenhändig zu verkaufen. Sie können Ihre Website entweder zum Festpreis oder als Aktion einstellen, in Direktnachrichten mit potenziellen Käufern verhandeln und bei der Transkationsabwicklung auf Wunsch einen Treuhandservice nutzen.

Traderoo unterstützt Sie mit einem Fragekatalog bei der Listing-Erstellung und liefert Vertragsvorlagen und einen Website-Wert-Rechner, doch ansonsten müssen Sie sich selbst um den Verkauf kümmern.

Traderoo ist eine Website-Verkaufsplattform für den deutschen und europäischen Markt.

Welche Websites kann man bei Traderoo verkaufen?

Traderoo unterstützt grundsätzlich jedes Online-Geschäftsmodell, führt aber eine Qualitätskontolle durch, ehe ein Listing akzeptiert und veröffentlicht wird. Allzu streng sind die Anforderungen aber nicht. Wichtig ist unter anderem, dass:

  • Ihre Website in den letzten 12 Monaten Umsätze erzielt hat– deren Höhe ist jedoch egal.

  • Sie Traffic-Methoden, Linkbuilding etc. korrekt offenlegen.

  • Sie Einnahmen aus Ihrem Online-Projekt entsprechend verifizieren.

  • Sie transparent über die Chancen und Risiken des Projekts informieren.

  • Ihr Backlink-Profil sauber ist.

Zudem gibt es einige Website-Typen und Inhalte, die von Traderoo nicht unterstützt werden, wie z. B. Waffen, illegale Aktivitäten, vulgäre Sprache oder nicht-jugendfreie Inhalte.

Wie viel kostet der Website-Verkauf bei Traderoo?

Traderoo berechnet keine Listing-Gebühren, sondern streicht eine Provision ein, die vom Nettoverkaufspreis abhängig ist. Dabei gibt es nur drei Preisstufen:

  • Bis 100.000 €: 10 % des Nettoverkaufspreises

  • Von 100.001 € bis 200.000 €: 7,5 % des Nettoverkaufspreises

  • Über 200.000 €: 5 % des Nettoverkaufspreises

4.

Mabya: Simpler Marktplatz für kleinere Websites mit fixer Verkaufsprovision

Wo wir schon bei Deutschland-basierten Website-Marktplätzen sind: Mabya ist eine Verkaufsplattform für Online-Projekte, Social-Media-Kanäle und Domains, der besonders für Nutzer aus Deutschland, die kleinere Projekte verkaufen möchten, interessant ist. Sie ist auch für Investoren einen Blick wert, weil hier auch Unternehmensanteile zum Verkauf stehen.

Wie funktioniert Mabya?

Mabya belässt es beim Wesentlichen und sieht ein bisschen aus wie eBay Kleinanzeigen für Websites: Sie können eine Anzeige mit Beschreibung, angehängten Dateien und einem Wunsch-/Startpreis erstellen und Gebote abwarten. Jene können Sie ablehnen, akzeptieren oder einen Gegenvorschlag machen.

Sobald es zu einer Einigung kommt, erhält der Käufer eine Rechnung von Mabya. Dann übertragen Sie die Website an den Käufer und erhalten im Anschluss den Kaufpreis von Mabya überwiesen.

Nicht gerade modern, aber simpel: Das Verkaufs-Dashboard von Mabya.

Welche Websites kann man bei Mabya verkaufen?

Mabya hat keine strengen Vorgaben, was Projekte angeht: Es werden sowohl kleine Websites ohne Monetarisierung als auch etablierte Projekte mit Erfolgsbilanz unterstützt. Es liegt an Ihnen, die Website mit Ihrem Inserat potenziellen Käufern schmackhaft zu machen.

Neben regulären Websites und Online-Shops können Sie auch Social-Media-Kanäle (z. B. Instagram-Accounts, Facebook-Gruppen, …) oder Domains anbieten.

Wie viel kostet der Website-Verkauf bei Mabya?

Die Gebührenstruktur ist genauso einfach wie das Interface: Bei Mabya bezahlen Sie eine einmalige Listing-Gebühr, die bei Starter-Websites 19 € und bei etablierten Websites 39 € beträgt. Das Inserat bleibt dafür so lange online, wie Sie möchten, ohne monatliche Gebühr. Bei einem erfolgreichen Verkauf wird eine Verkaufsprovision von 8 % fällig.

5.

Motion Invest: Auktions-Marktplatz für kleinere, englischsprachige Content-Websites

Motion Invest ist ein Online-Marktplatz, der sich besonders auf den Verkauf von Content-Websites im Affiliate-Bereich konzentriert, aber auch werbefinanzierte Websites, die Adsense, Ezoic & Co. nutzen, akzeptiert.

Wie funktioniert Motion Invest?

Motion Invest bietet Ihre Website auf seinem Marktplatz zur Auktion und nutzt dabei konkret das Modell der „Niederländischen Auktion“. Dabei wird die Website zu einem höheren als dem eigentlich gewünschten Verkaufspreis eingestellt, woraufhin der Listing-Preis nach und nach abwärts korrigiert wird, bis jemand anbeißt.

Sobald Motion Invest Ihre Website überprüft und akzeptiert hat, erhalten Sie ein Angebot mit einem Startpreis. Nach einem erfolgreichen Verkauf erhalten Sie Support vom Transfer-Team bei der Übertragung Ihrer Website zum Käufer. In manchen Fällen kauft Motion Invest Websites auch direkt, also ohne Auktion. Dann fallen keinerlei Gebühren an.

Motion Invest ist eine Auktions-Plattform für Content-Websites.

Welche Websites kann man bei Motion Invest verkaufen?

Um für ein Listing bei Motion Invest zugelassen zu werden, müssen Websites unter anderem folgende Kriterien erfüllen:

  • Es muss sich um Content-Websites (z. B. Blogs, Review-Seiten, Informationsportale, etc.) handeln.

  • Der gesamte Content muss auf Englisch verfügbar sein.

  • Mehr als 80 % des Traffics mus organisch sein.

  • Einkünfte müssen bei mindestens 20 USD pro Monat liegen.

  • Der Traffic muss überwiegend aus den USA kommen (mögliche Ausnahmen: co.uk.- und .ca-Websites).

Wie viel kostet der Website-Verkauf bei Motion Invest?

Die Höhe der Kommission hängt bei Motion Invest vom Verkaufspreis ab:

  • Unter 20.000 USD: 20 %

  • 20.000 - 50.000 USD: 15 %

  • 50.000 - 100.000 USD: 10 %

  • 100.000 - 500.000 USD: 7 %

  • Mehr als 500.000 USD: 5 %

Website übertragen

Wenn Sie ein Angebot akzeptiert und einen Kaufvertrag abgeschlossen haben, müssen Sie die Website nur noch an den Käufer übertragen. Das ist bei manchen Brokern (z. B. Empire Flippers) im Preis inbegriffen, doch bei den meisten Marktplätzen müssen Sie sich selbst darum kümmern.

Die Details der Übertragung können von Fall zu Fall variieren, aber hier sind die grundlegenden Schritte, die Sie in der Regel durchführen müssen:

  • 1.

    Übertragung der Domain
    Der erste und wichtigste Schritt ist die Übertragung der Domain. Kontaktieren Sie dafür Ihren Domain-Registrar und leiten Sie die notwendigen Schritte zur Übertragung der Domain auf den Käufer ein. Dabei müssen Sie in der Regel einen Authentifizierungscode anfordern und an den neuen Besitzer der Domain übergeben.

  • 2.

    Übertragung von Hosting und Inhalten
    Wenn die Website bei einem Hosting-Provider gehostet wird, müssen Sie die Hosting-Daten an den Käufer übertragen. Dies kann entweder durch die Übertragung des gesamten Hosting-Kontos oder durch die Migration der Website-Daten auf ein neues Hosting-Konto des Käufers erfolgen. Bei der Übertragung müssen Sie sicherstellen, dass alle Daten der Website, einschließlich Datenbanken, Dateien, Bilder und sonstige Inhalte, korrekt auf den neuen Besitzer übertragen werden. Dabei können, je nach Anbieter, Migrations-Tools oder Plugins helfen.

  • 3.

    Übertragung verbundener Konten
    Websites nutzen in der Regel noch zahlreiche weitere Dienste, beispielsweise für Analytics, Monetarisierung oder E-Mail-Newsletter. Stellen Sie sicher, dass auch die Zugänge zu all diesen Diensten an den neuen Eigentümer übertragen werden.

Fazit

Wenn Sie Ihre Website verkaufen und den bestmöglichen Preis herausschlagen möchten, müssen Sie einiges beachten. Zunächst sollten Sie versuchen, den ungefähren Wert Ihrer Website zu ermitteln und ihn mit entsprechenden Reports und Analysen zu untermauern. Dann können Sie Ihre Website eigenständig bei potenziellen Käufern pitchen und verkaufen – oder einen Marktplatz bzw. Broker wie Empire Flippers, Flippa oder Traderoo nutzen.

Verkaufen Sie sich und Ihre Website dabei nicht unter Wert: Akzeptieren Sie nur ein Angebot, mit dem Sie sich auch wirklich wohlfühlen, und versuchen Sie, Ihre Website vor dem Verkauf bestmöglich in Form zu bringen. Mehr dazu, wie Sie den Wert Ihrer Website ermitteln und steigern können, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann ich meine Webseite verkaufen?

Sie können Ihre Website über dedizierte Marktplätze oder Broker wie Empire Flippers, Flippa, Traderoo, Mabya oder Motion Invest verkaufen. Alternativ können Sie sie natürlich auch selbst verkaufen, müssen sich dabei aber um alles (Pitch, Kommunikation, Kaufvertrag, Verhandlung, Übertragung, etc.) selbst kümmern.

Wie viel ist eine Website wert?

Wie viel eine Website wert ist, hängt von vielen Faktoren ab – beispielsweise vom Nettogewinn, den Traffic-Zahlen und der Bekanntheit der Marke. Zur Wertermittlung können Sie Online-Wertrechner verwenden, die es häufig bei Verkaufsplattformen und Brokern gibt, oder Methoden wie die Gewinnmultiplikator-Methode oder die Traffic-Wert-Methode nutzen, um den Wert manuell zu errechnen. Es handelt sich aber stets nur um ungefähre Schätzungen.

Wie viel kostet es eine Website zu verkaufen?

Die Kosten des Website-Verkaufs sind von Marktplatz zu Marktplatz unterschiedlich. Die meisten verlangen eine Listing-Gebühr für das Einstellen der Website und eine prozentuale Provision, falls es zu einem erfolgreichen Verkauf kommt. Jene fällt in der Regel geringer aus, je höher der Verkaufspreis ist. Bei den uns bekannten Marktplätzen liegt die Provision zwischen 3 und 15 %.

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Janis von Bleichert hat Wirtschaftsinformatik an der TU München und Informatik an der TU Berlin studiert. Er ist seit 2006 selbständig und ist der Gründer von EXPERTE.de. Er schreibt zu den Themen Hosting, Software und IT-Security.
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