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LastPass bietet auf dem Papier alles, was einen guten Passwort-Manager ausmacht. Leider haben ein paar schwerwiegende Sicherheitsvorfälle unser Vertrauen in das Unternehmen stark geschwächt, weshalb wir es nicht länger empfehlen.
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Passwort Manager

LastPass Test 2023: Ist der Passwort Manager sicher genug?

Autor
Martin Gschwentner
Letzte Aktualisierung
9. März 2023
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Das Motto von LastPass steckt bereits im Namen: Der Passwort-Manager erfordert zur Anmeldung das letzte Passwort, das Sie je benötigen werden. Die Konkurrenz dominierte LastPass früher vor allem mit seiner Feature-starken Gratis-Version, die im März 2021 jedoch deutlich beschnitten wurde.

Nun muss sich LastPass also mit den Premium-Anbietern auf dem Markt messen – und wie sich der Passwort-Manager dabei schlägt, verraten wir im Test.

Was ist LastPass?

LastPass* ist ein Freemium Passwort-Manager, der Ihre Passwörter in einem gesicherten Tresor speichert und hinter einem sicher verschlüsselten Master-Passwort versteckt. Neben der Web-Anwendung bietet LastPass Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox, Edge, Opera, Safari und Internet Explorer sowie mobile Versionen für Android und iOS.

Wir testeten LastPass auf Windows und Android.

LastPass Testbericht

Testergebnis
2,5
gut
zum Anbieter*
Mobile Nutzung
Note 1,3
Features
Note 1,7
Einrichtung & Bedienung
Note 2,0
Support
Note 2,3
Sicherheit
Note 5,0
  • einfache und intuitive Bedienung

  • hervorragende Autofill-Leistung

  • Multifaktor-Authentisierung mit vielen kompatiblen Authenticator-Apps

  • schwerwiegender Leak von Kundendaten 2022

  • beschnittene Gratis-Version

  • gelegentliche Ladezeiten, die die Bedienung verlangsamen

  • keine Desktop-App

1.

Einrichtung & Benutzeroberfläche

Die Anmeldung und Einrichtung von LastPass geht schnell vonstatten. Zunächst müssen Sie einen Account erstellen und im Zuge dessen auch gleich Ihr Master-Passwort anlegen. Als Zugang zu Ihrem LastPass-Tresor ist es das einzige und letzte Passwort (das „LastPass“ also), das Sie je benötigen werden. Hier gibt das Programm genaue Vorgaben: Ihr Passwort muss mindestens 12 Zeichen lang sein und mindestens eine Zahl, einen Klein- und einen Großbuchstaben enthalten.

Wählen Sie ein Master-Passwort, das Sie sich merken können, und dennoch sicher ist

Während eine separate Desktop-Anwendung das Herzstück vieler anderer Passwort-Manager ist, spielt sich bei LastPass alles im Browser ab. Das hat Vor- und Nachteile: Ihr LastPass-Vault – also der Passwort-Tresor, in dem sich alle Ihre Einträge befinden – ist im Browser immer nur einen Klick entfernt und eine Installation oder Software-Updates müssen Sie nicht vornehmen. Auch das Betriebssystem spielt keine Rolle. Manchmal ist es jedoch bequemer, eine vom Browser unabhängige App zu öffnen, und der Offline-Zugriff ist bei LastPass etwas komplizierter.

LastPass ist nicht Ihr erster Passwort-Manager und Sie haben bereits Datensätze gespeichert? Unter Erweiterte Optionen > Importieren können Sie aus einer Reihe von Passwort-Managern auswählen und CSV-Dateien importieren.

Importieren Sie Einträge, die Sie bereits gespeichert haben

Insgesamt ist die Einrichtung von LastPass einfach und unkompliziert, doch manche Nutzer könnten eine Desktop-Version vermissen.

Alles im Browser

Zwei Komponenten der Bedienoberfläche von LastPass bilden Ihre Passwort-Zentrale: Vorrangig werden Sie die Browser-Erweiterung nutzen, die fürs Autofill zuständig ist und schnellen Zugriff auf Ihre Datensätze und wichtige Funktionen liefert. In Ihrem Vault, zu dem Sie über einen Link in der Erweiterung gelangen, können Sie Ihre Einträge verwalten und erweiterte Einstellungen vornehmen. Wir stellen beide Oberflächen kurz vor.

Browser-Erweiterung

Die Browser-Erweiterung von LastPass ist eine Art Mini-Version Ihres Web-Vaults und damit etwas umfangreicher als die Erweiterungen einiger anderer Passwort-Manager. Sie bietet nicht nur Schnellzugriff auf gespeicherte Datensätze der Website, auf der Sie sich gerade befinden, sondern führt auch zu allen anderen Einträgen. Eine praktische Suchfunktion macht die Navigation noch einfacher.

Die LastPass Browser-Erweiterung enthält alle Ihre Einträge und einen praktischen Passwort-Generator

Ihren Passwort-Generator, mit dem Sie sichere neue Passwörter automatisch erstellen, finden Sie hier ebenfalls. Wenn Sie zum Sicherheits-Dashboard möchten, werden Sie hingegen zum Web-Vault weitergeleitet.

Der LastPass-Vault

Über den Unterpunkt „Meinen Vault öffnen“ gelangen Sie zur zweiten LastPass-Komponente: Ihrem Tresor. Dort finden Sie neben detaillierten Account-Einstellungen auch Funktionen wie den Sicherheitstest, mit dem Sie Ihr Passwort-Portfolio auf Schwachstellen überprüfen können.

Der LastPass-Vault ist übersichtlich und intuitiv in der Bedienung. Die Navigation ist einfach: Links finden Sie eine Menüleiste, wo Sie zwischen den verschiedenen Datensatz-Typen und Funktionen wechseln. Einträge werden entweder in Listen- oder Kachelansicht angezeigt und sind in Kategorien eingeteilt, die Sie selbst festlegen können.

Im LastPass-Vault verwalten Sie alle Ihre Einträge

Optimal finden wir die Einteilungsoptionen von LastPass aber nicht: Unterordner können Sie beispielsweise nicht anlegen, und jede Kategorie gilt Datensatztyp-übergreifend – die Kategorien, die Sie für Passwörter anlegen, finden Sie also auch bei den Notizen, was etwas unnötig ist. Zusätzliche Kategorisierungsmöglichkeiten wie Tags gibt es zudem nicht. Außerdem könnte sich LastPass mehr Mühe geben, Logos zu den Einträgen anzuzeigen, was die Kachelansicht noch etwas zugänglicher machen würde.

Dafür bietet LastPass etwas Flexibilität, was die Einträge selbst angeht: Sie können für jeden Eintrag festlegen, ob Autofill greifen oder das Master-Passwort noch einmal gesondert abgefragt werden soll, außerdem können Sie benutzerdefinierte Formularfelder hinzufügen. In den Kontoeinstellungen können Sie das Programm weiter feinjustieren und URL-Regeln oder Ausnahmen sowie Multifaktor-Authentisierung hinzufügen.

Mit benutzerdefinierten Feldern können Sie Ihre Datensatz-Einträge beliebig anpassen

Insgesamt ist LastPass einfach in der Bedienung und übersichtlich organisiert, auch wenn die Einteilung und Kategorisierung der Datensätze etwas besser durchdacht sein könnte. Manche Nutzer dürften zudem eine Desktop-Anwendung vermissen. Weil es sich um eine Web-Anwendung handelt, kommt es zudem hin und wieder zu kurzen Ladezeiten.

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Einrichtung & Bedienung
Note 2,0
2.

Features

LastPass deckt alle Basics ab, liefert aber auch manche Extra-Funktionen, die längst nicht bei allen Passwort-Managern zum Standard geworden sind.

Passwort-Generator

Mit dem Passwort-Generator in der Browser-Erweiterung können Sie kinderleicht sichere Passwörter ganz nach Ihren Vorgaben in Bezug auf Länge, Zeichen und Komplexität erstellen. Befinden Sie sich bereits in einem Anmeldeformular, können Sie das erstellte Passwort zudem per Mausklick ins entsprechende Feld kopieren – und gleich in der App speichern. Ganze Passwort-Phrasen lassen sich mit dem Generator hingegen nicht erstellen.

Mit dem Passwort-Generator erstellen Sie maximalsichere Passwörter automatisch

Sicherheitstest

Mit dem Sicherheitstest können Sie Ihre allgemeine Passwort-Sicherheit überprüfen. Hier erfahren Sie, wie viele Passwörter gefährdet sind und welche Sie sofort ändern sollten. Beeinträchtigte Passwörter können Sie direkt im nächsten Schritt auswechseln – für ausgewählte Seiten wie Facebook und Reddit sogar mit einem Klick, ohne dass Sie LastPass verlassen müssen. Bei den meisten Einträgen müssen Sie aber dem Link zur entsprechenden Webseite folgen und Ihre Passwörter manuell updaten.

Behalten Sie Ihre allgemeine Passwort-Sicherheit im Blick und wechseln Sie unsichere Passwörter sofort

Autofill

Mit der Autofill-Funktion von LastPass füllen Sie Anmelde-, Kontakt- und Bezahlformulare automatisch aus. Wenn die Browser-Erweiterung ein entsprechendes Eingabefeld erkennt, erscheint darin das LastPass-Icon, und mit einem Klick darauf bringen Sie die gespeicherten Einträge zum Vorschein. LastPass macht dabei einen absolut zuverlässigen Job und leistete sich in unserem Test keine Aussetzer. Auch neue Login-Daten wurden stets automatisch gespeichert.

Autofill funktioniert bei LastPass hervorragend

Freigabecenter

Sie können Ihre Passwörter auch mit anderen LastPass-Nutzern teilen. Das Freigabecenter bietet die Möglichkeit, entweder einzelne Einträge oder ganze Ordner für andere zugänglich machen. Dabei können Sie auswählen, ob diese Nutzer das Passwort nur verwenden, oder es auch einsehen können. Ganze Ordner lassen sich allerdings nur im Familien-Tarif freigeben.

Gemeinsames Netflix-Konto? Sie können Ihre Einträge auch mit anderen Nutzern teilen

Notfallzugriff

Sie können Ihrem Konto einen Notfall-Kontakt zuweisen und somit einer Person Ihres Vertrauens Zugriff zu Ihrem Vault verschaffen, wenn Sie selbst dazu nicht in der Lage sind. Weil sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, was nach ihrem Tod mit ihrem digitalen Profil geschieht, können Sie für den Fall der Fälle auch ein digitales Testament anlegen. Ihr digitaler Erbe wird dann alle wichtigen Daten und Passwörter automatisch erhalten, und Sie können beruhigt sein, dass Ihre Informationen sicher, aber im Notfall doch abrufbar sind.

LastPass lenkt nicht mit allzu viel Schnickschnack ab, und besticht mit einfach zu bedienenden Tools, die hervorragend funktionieren und alles Wichtige abdecken.

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Features
Note 1,7
3.

Sicherheit

LastPass speichert Passwörter mit der extrem sicheren AES 256-bit Verschlüsselung. Das Sicherheitsmodell der Applikation basiert auf dem „Zero Knowledge-Prinzip“: Das Master-Passwort wird weder gespeichert noch übertragen. Wenn LastPass das Passwort nicht kennt und somit keinen Zugriff auf Ihre Daten hat, bekommt sie auch kein Hacker. Ihre Daten werden nur auf der Geräteebene ver- und entschlüsselt, ehe sie mit LastPass synchronisiert und sicher gespeichert werden.

Für zusätzlichen Schutz sorgt die Multifaktor-Authentisierung, die Sie bei LastPass mit vielen verschiedenen Authenticator-Apps und sogar mit USB- und Kartenlesegeräten absichern können.

Schützen Sie den Zugriff zu Ihrem LastPass-Vault mit MFA

Eine Sicherheitslücke besteht bei der Passwort-Wiederherstellung. Wenn Sie Ihr Master-Passwort vergessen haben, gibt es ein paar Möglichkeiten, den Zugriff auf Ihren Account zurückzugewinnen. Sie können bei der Account-Erstellung eine Sicherheitsfrage erstellen, die Sie bei einem Passwort-Verlust an Ihre E-Mail-Adresse senden können. Die Wiederherstellung per Einmalpasswort oder Gesichtserkennung und Fingerabdruck ist ebenfalls möglich.

Leak von Kundendaten 2022: LastPass verliert unser Vertrauen

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Doch weil Passwort-Manager mit äußerst sensiblen Daten arbeiten, dürfen sie sich keine allzu groben Schnitzer erlauben. Falls es doch einmal dazu kommen sollte, erwarten wir nicht nur eine umgehende Beseitigung des Problems, sondern auch eine ehrliche Kommunikation samt Eingeständnis der Fehler. Leider hat LastPass bewiesen, dass es diesen Ansprüchen nicht gerecht wird.

2022 kam es zu zwei Vorfällen, die dazu führten, dass Angreifer auf Kundendaten aus LastPass-Tresoren zugreifen konnten. Zunächst konnten Unbefugte im August LastPass-Quellcode von einem Geschäfts-Laptop eines Softwareingenieurs der Firma erbeuten. Im Dezember erfolgte der zweite Angriff, bei dem sich der oder die Hacker mithilfe der zuvor gestohlenen Informationen Zugriff auf Cloud-Backups von LastPass verschaffen konnten.

LastPass-CEO Karim Toubba meldete sich in einem Blogbeitrag zu Wort, bei dem er sich auch für die schwache Kommunikation entschuldigte.

Das Resultat: Die Angreifer erhielten Zugriff auf eine ganze Menge Kundendaten. Manche davon, beispielsweise Website-URLs, waren unverschlüsselt, die meisten hingegen waren nach den LastPass-Standards (AES 256-bit) verschlüsselt. Dazu zählen Passwörter, Benutzernamen oder sichere Notizen. Diese Daten können Hacker nur mithilfe des Master-Passworts entschlüsseln, das sie jedoch nicht erbeuten konnten (es wird schließlich auch nicht von LastPass gespeichert).

Das Master-Passwort steht also immer noch zwischen Hackern und LastPass-Kunden, doch mit den erbeuteten Kundendaten sind schwache Master-Passwörter deutlich anfälliger für Brute-Force-Attacken. Aktuelle LastPass-Kunden sollten also auf Nummer sicher gehen und ihre Master-Passwörter ändern.

Schwache Kommunikation der Fehler

Enttäuschend sind aber nicht nur die Sicherheitsvorfälle selbst, sondern auch die Art und Weise, wie LastPass damit umgegangen ist: LastPass-CEO Karim Toubba gab in einem Blogbeitrag im März 2023 selbst zu, dass Fehler nicht schnell, klar und ausführlich genug kommuniziert wurden.

Doch selbst in diesem zusammenfassenden Beitrag drückt LastPass die gemachten Fehler nicht explizit genug aus – dafür muss man die Detailseiten der Vorfälle besuchen. Besorgniserregend ist beispielsweise, dass sich Hacker Zugriff auf das Heimnetzwerk eines DevOps Engineers verschaffen konnten.

Unser Vertrauen hat LastPass also erstmal verspielt: LastPass muss viel wiedergutmachen, ehe wir den Passwort-Manager guten Gewissens als „sicher“ bezeichnen können.

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Sicherheit
Note 5,0
4.

Mobile Nutzung

Die LastPass-App gibt es für iOS und Android-Geräte. Bei der allerersten Anmeldung müssen Sie Ihr Gerät zunächst per E-Mail freischalten und Ihren Standort bestätigen, dann können Sie loslegen.

Die Menüstruktur der App ist jener der Browser-Erweiterung sehr ähnlich, weshalb Sie alle nötigen Funktionen schnell finden werden. Zudem verfügt die App über einen eigenen Browser, Sie können Websites mit einem Klick auf einen entsprechenden Eintrag also direkt in der Anwendung öffnen.

Autofill funktioniert am Smartphone (fast) genauso zuverlässig wie am Desktop, und das sowohl im integrierten Browser als auch unserem Standard-Android-Browser (Chrome). Bei unserem Test erschien das LastPass-Icon meist sofort, nur gelegentlich mussten wir wiederholt aufs Anmeldefeld tippen, um es zum Vorschein zu bringen.

Die LastPass-App gibt einen zuverlässigen mobilen Begleiter ab

Um die ständige Passwort-Eingabe zu vermeiden, können Sie die App auch per Fingerabdruck entsperren. Ob Sie dies mit Ihrem Sicherheitsprofil vereinbaren können, müssen Sie natürlich selbst entscheiden.

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Mobile Nutzung
Note 1,3
5.

Support

Im Support-Zentrum von LastPass finden Sie eine gut sortierte Auswahl an Hilfeartikeln mit Screenshots und weiterführenden Links. Eine Suchfunktion erleichtert dabei die Navigation. Gelegentliche Video-Anleitungen (auf Englisch) bietet LastPass ebenfalls, außerdem gibt es ein Forum.

Die direkte Kontaktaufnahme versteckt LastPass hingegen ein bisschen: Erst unter einem Hilfeartikel finden Sie die Möglichkeit, sich an den Support zu wenden. Eine praktische Chat-Funktion, die sofort Auskunft über Probleme bringt, gibt es leider nicht. Zwar finden Sie im Support-Bereich ein Chat-Fenster, dort erwartet Sie aber nur ein Chatbot, der Sie nicht zu menschlichen Mitarbeitenden weiterleitet.

Das Support-Zentrum von LastPass ist gut gefüllt, direkte Kontaktmöglichkeiten könnten aber ausführlicher sein

Die Antwortzeiten variieren je nach Auslastung. Wir erhielten eine Antwort auf unsere Frage nach etwa 28 Stunden. Unsere auf Deutsch gestellte Frage wurde dabei auf Englisch beantwortet, und leider nicht wirklich zufriedenstellend. Erst beim zweiten Anlauf (auf Englisch) fanden wir, wonach wir suchten.

Insgesamt punktet LastPass mit einem gut gefüllten Hilfezentrum, könnte sich aber beim Direktsupport noch etwas mehr Mühe geben.

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Support
Note 2,3
6.

Preis

Einst machte der großzügige Gratis-Tarif LastPass besonders attraktiv. Leider hat jener 2021 durch eine neue Einschränkung einiges an Anziehungskraft verloren: Zwar werden Daten weiterhin auch im Free-Tarif zwischen Ihren Geräten synchronisiert, aber Sie können nur noch einen aktiven Gerätetyp auswählen, von dem aus Sie LastPass nutzen können.

Heißt: LastPass Free-Nutzer können den Passwort-Manager entweder auf Computern nutzen, oder auf Smartphones. Den aktiven Gerätetyp können Sie zwar wechseln, doch eine bequeme Nutzung auf beiden Gerätetypen ist nicht möglich. Diese Unterscheidung ist etwas kompliziert und wird von LastPass im Tarif-Bereich nicht ausreichend gut kommuniziert.

Die Gratis-Version hat also an Glanz verloren, dafür ist LastPass Premium immerhin relativ erschwinglich. Für Privatanwender gibt es neben dem Premium-Tarif auch ein Familienpaket mit sechs Premium-Lizenzen. Darüber hinaus bietet LastPass zwei verschiedene Business-Abos, deren Kosten sich nach der Größe des Teams richten. Das Teams-Paket eignet sich für Teams mit bis zu 50 Köpfen, für größere Unternehmen gibt es LastPass Enterprise.

Eine aktuelle Tarifübersicht finden Sie hier:

FreePremiumFamilies
Einrichtungsgebühr 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Grundpreis pro Monat 0,00 € 2,90 € 3,90 €
Preis pro Nutzer 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vertragslaufzeit (Monate) 0 12 12
Limits
Anzahl Benutzer 1 1 6
Anzahl Passwörter unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt
Anzahl Geräte 1 unbegrenzt unbegrenzt
Features
Sync mehrerer Geräte
Passwörter teilen
Teams
Zero-Knowledge Encryption
Notfallkontakte
Zwei-Faktor-Authentisierung
Lokale Speicherung
Browser
Edge
Chrome
Firefox
Safari
Opera
Edge
Chrome
Firefox
Safari
Opera
Edge
Chrome
Firefox
Safari
Opera
Plattformen
Cloud / SaaS
Windows
macOS
Linux
iOS
Android
Cloud / SaaS
Windows
macOS
Linux
iOS
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Cloud / SaaS
Windows
macOS
Linux
iOS
Android

LastPass bietet eine 14-tägige kostenlose Testversion. Rückerstattungen sind nicht möglich.

Fazit

Testergebnis
2,5
gut
zum Anbieter*
Mobile Nutzung
Note 1,3
Features
Note 1,7
Einrichtung & Bedienung
Note 2,0
Support
Note 2,3
Sicherheit
Note 5,0

LastPass ist ein günstiger Passwort-Manager, der auf dem Papier fast alles richtig macht. Er enthält alle wichtigen Funktionen, auf Autofill ist in der Regel Verlass und die intuitive Browser-Erweiterung sorgt in Kombination mit dem Web-Vault für eine einfache Bedienung.

Leider kam es in der jüngeren Geschichte des Unternehmens zu einigen schwerwiegenden Vorfällen, die ernsthafte Bedenken über die Sicherheitsstandards des Anbieters aufwerfen. Auch von der Art und Weise, wie diese Vorfälle kommuniziert wurden, sind wir alles andere als begeistert.

Deshalb greifen wir bis auf Weiteres lieber zu weniger vorbelasteten Programmen, bis LastPass unser Vertrauen zurückgewonnen hat – wann auch immer das sein wird.

LastPass Passwort Manager
LastPass Passwort Manager
(244.975 )
LastPass bietet auf dem Papier alles, was einen guten Passwort-Manager ausmacht. Leider haben ein paar schwerwiegende Sicherheitsvorfälle unser Vertrauen in das Unternehmen stark geschwächt, weshalb wir es nicht länger empfehlen.
einfache und intuitive Bedienung
hervorragende Autofill-Leistung
schwere Sicherheitslücke in 2022
keine Desktop-App
beschnittene Gratis-Version
2,5
gut
Passwörter
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Geräte
1 - ∞
Nutzer
1 - ∞
Laufzeit
0 - 12 Monate
LastPass Free
+ 4 weitere Tarife
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Kundenbewertungen

Auch bei den Kunden genießt LastPass einen sehr guten Ruf. Das zeigt sich in den überwiegend positiven Kundenbewertungen:

Kundenbewertungen
3,8 / 5
244.975 Bewertungen
zum Anbieter*
Wir haben die Erfahrungsberichte und Bewertungen von verschiedenen Bewertungsportalen untersucht und dabei 244.975 Bewertungen mit einer Gesamtwertung 3,8 von 5 ermittelt.

Alternativen

Sie wünschen sich einen Passwort-Manager, der neben Web-Zugriff auch eine eigene Desktop-App zur Verfügung stellt? Fündig werden Sie beispielsweise bei 1Password oder RoboForm.

Wenn Sie die alte Gratis-Version von LastPass vermissen und einen Passwort-Manager benötigen, der sich ohne allzu nervige Einschränkungen auf mehreren Gerätetypen nutzen lässt, sollten Sie sich NordPass oder Bitwarden genauer ansehen.

Die besten Alternativen finden Sie hier:

Testsieger 2023
Dashlane Passwort Manager
Dashlane Passwort Manager
(209.581 )
Dashlane ist der Alleskönner unter den Passwort-Managern, der die Verwaltung Ihrer Logins mit vielen Features, hoher Sicherheit und einer unkomplizierten Bedienung zur Nebensache macht.
benutzerfreundlich und intuitiv
Zero-Knowledge Encryption
umfangreiches Sicherheitszentrum
automatischer Password-Changer
inklusive VPN
1,4
sehr gut
Passwörter
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Geräte
1 - ∞
Nutzer
1 - ∞
Laufzeit
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Dashlane Kostenlos
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1Password Passwort Manager
1Password Passwort Manager
(18.193 )
Der Passwort-Tresor von 1Password ist bis zum Rand gefüllt mit Features und punktet mit Extra-Funktionen wie dem Reise-Modus, aber auch mit exzellenter Sicherheit und einer soliden Bedienung.
Zero-Knowledge Encryption
zuverlässige Autofill-Funktion
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14 Tage kostenlos testen
keine kostenlose Version
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Keeper Passwort Manager
Keeper Passwort Manager
(264.239 )
Keeper zählt dank vieler Funktionen, hoher Zuverlässigkeit und umfangreichen Konfigurierungsmöglichkeiten zu den besten Passwort-Managern auf dem Markt.
personalisierbares Autofill
übersichtliche Ordner-Struktur
gute Unternehmenstarife
Autofill für Apps
keine Gratis-Version
1,7
gut
Passwörter
unbegrenzt
Geräte
unbegrenzt
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Laufzeit
12 - 36 Monate
Keeper Security Unlimited
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2,43 €
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Keeper herunterladen
NordPass Passwort Manager
NordPass Passwort Manager
(11.902 )
NordPass überzeugt mit schönem Design und kinderleichter Bedienung und punktet noch dazu mit einer vollwertigen Gratis-Version, mit der Sie unbegrenzt viele Einträge anlegen und synchronisieren können.
einfache Bedienung
makellose Benutzeroberfläche
verlässliches Autofill
vollwertige Gratis-Version
Datensätze wenig anpassbar
1,7
gut
Passwörter
unbegrenzt
Geräte
1 - ∞
Nutzer
1 - 250
Laufzeit
0 - 24 Monate
NordPass Free
+ 3 weitere Tarife
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mtl. Effektivpreis
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30 Tage Geld-zurück-Garantie
Bitwarden Passwort Manager
Bitwarden Passwort Manager
(51.034 )
Bitwarden gefällt mit intuitiven Apps, verlässlichem Autofill und ein paar praktischen Sicherheits-Features. Der günstige Preis – und eine funktionsstarke Gratis-Version – tun ihr Übriges.
benutzerfreundliche Anwendungen
gute Sicherheit, extern geprüft
Self-Hosting möglich
kleiner Preis
Bezahlschranken (z.B. Password-Sharing)
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Passwörter
unbegrenzt
Geräte
unbegrenzt
Nutzer
1 - ∞
Laufzeit
0 - 12 Monate
Bitwarden Free
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0,00 €
mtl. Effektivpreis
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Martin Gschwentner hat Amerikanistik und Medienwissenschaft in Deutschland, den USA und Frankreich studiert und arbeitet als freier Redakteur in Paris. Er forscht als Doktorand am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Paris Diderot zum Einfluss des Geldes auf die US-Politik. Auf EXPERTE.de schreibt er über IT-Sicherheit, Datenschutz und Software für Selbständige und Kleinunternehmen.
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