Shop Baukästen

Shopify vs. Wix 2026: Welcher Shop-Baukasten ist besser?

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Shopify und Wix sind beide führend auf ihrem Gebiet: der eine als E-Commerce-Plattform, der andere als Homepage-Baukasten. Doch mit Wix lassen sich auch Online-Shops basteln, und Shopify hat natürlich auch einen klassischen Baukasten-Editor im Gepäck. Deshalb die Frage: Welcher Anbieter ist besser?

In unserem Vergleich der besten Shop-Baukästen haben wir Shopify und Wix ausführlich getestet. Beide Anbieter schafften es in die Top 3, spielen aber trotzdem in unterschiedlichen Ligen. Wir verraten, wo die Unterschiede liegen – und warum Shopify für ambitionierte Händler meist die bessere Wahl ist.

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Shopify oder Wix? 2 Marktführer im Vergleich 2026!

Shopify vs. Wix

Sie sollten sich nicht aus dem Bauch heraus für ein Shopsystem entscheiden, sondern Ihre Wahl an klaren Kriterien festmachen. Wenn Sie von Anfang an auf eine Plattform setzen, die Ihre Anforderungen abdeckt und mit Ihrem Shop mitwächst, sparen Sie sich später einen aufwendigen Wechsel.

So haben wir die Shop-Baukästen getestet

Wir haben Shopify und Wix – genau wie alle anderen Shop-Baukästen aus unserem Vergleich – in sechs Kategorien getestet:

  • 1.

    Einrichtung & Bedienung

  • 2.

    Templates & Design

  • 3.

    Produktverwaltung

  • 4.

    Verkaufsoptionen

  • 5.

    Support

  • 6.

    Kosten

In jeder Kategorie vergeben wir Punkte, aus denen sich am Ende eine Gesamtnote errechnet. Shopify liegt mit 79,5 von 100 Punkten auf dem ersten Platz – Wix mit 74,75 Punkten auf Platz 3.

Shopify sichert sich also einen relativ komfortablen Sieg, und das nicht ohne Grund. Doch auch Wix liegt im Gesamtvergleich ziemlich weit vorn. Um die Unterschiede besser einzuordnen, schauen wir uns die einzelnen Kategorien nochmal genauer an:

1.

Einrichtung & Bedienung

Sowohl Shopify als auch Wix sind No-Code-Plattformen, die darauf ausgelegt sind, dass auch Einsteiger ohne Programmierkenntnisse oder Design-Erfahrung ihren eigenen Shop aufbauen und verwalten können. Um die technische Infrastruktur müssen Sie sich auch nicht kümmern: Domain und Hosting sind bereits integriert, sodass Sie sich ganz auf Ihren Shop konzentrieren können.

Ganz so selbsterklärend, wie oft beworben, ist der Einstieg aber nicht: Beide Plattformen bringen eine gewisse Lernkurve mit sich. Und weil Wix sich im Laufe der Jahre ganz schön aufgebläht hat, bietet Shopify für uns die insgesamt fokussiertere, angenehmere Benutzererfahrung.

Shopify
Wix
Einrichtung & Bedienung (15 %)
Einrichtung ?
3/4
  • schnelle Account-Erstellung ohne Zahlungsdaten
  • Checklisten & hilfreiche Starthilfe-Elemente
  • KI-Assistent „Sidekick“ hilft bei ersten Schritten
  • Testphase etwas kurz
2.5/4
  • schneller Account-Start ohne Zahlungsdaten
  • hilfreiche Checklisten und Einrichtungs-Assistent
  • verwirrendes Produktangebot (unterschiedliche Editoren und Einrichtungswege)
Qualität der Benutzeroberfläche ?
6/8
  • klares, funktionales Dashboard mit guter Navigation
  • nicht immer klare Trennung zwischen Verwaltung und Shop-Design
  • moderne, aber eher zweckmäßige Optik
5/8
  • logisch aufgebautes Dashboard mit klarer Navigation
  • Produkte, Bestellungen und Einstellungen sind sauber strukturiert
  • etwas komplex und vollgepackt, steile Lernkurve für Anfänger
Performance ?
3/3
  • leichtgewichtige Bedienung trotz vieler Funktionen
  • flüssige Navigation ohne lange Verzögerungen
  • kurze Ladezeiten bei Menüwechseln
1.5/3
  • Oberfläche etwas schwerfällig
  • viele Ladezeiten und Ruckler
  12 / 15 Punkte 9 / 15 Punkte

Wix: Visuell und flexibel, aber etwas schwerfällig und überladen

Wix tut einiges, um neue Nutzer Schritt für Schritt an die Möglichkeiten der Plattform heranzuführen. Der Account ist in wenigen Minuten eingerichtet und dank Gratis-Tarif können Sie den Shop-Baukasten in aller Ruhe ausprobieren, ohne Zahlungsdaten hinterlegen zu müssen. Es gibt eine praktische Setup-Checkliste und kurze Assistenten, die durch die wichtigsten Schritte führen.

Auch der Website-Builder ist an sich verständlich aufgebaut: Wix setzt konsequent auf Drag-and-drop – hier können Sie wirklich jedes Element frei platzieren und verschieben, was bei Baukästen keine Selbstverständlichkeit ist. Das kommt vor allem visuell orientierten Nutzern entgegen, die sich mit den etwas technischeren Page-Buildern schwertun.

Das Shop-Dashboard von Wix.

Eins ist Wix aber nicht: minimalistisch. Die Fülle an Funktionen und die mit Optionen und Einstellungen vollgepackten Dashboards bringen eine gewisse Komplexität mit sich, die gerade bei Anfängern für Frust sorgen kann.

Auch das Produktangebot ist teilweise etwas verwirrend: Mittlerweile bietet Wix mehrere Editoren und Plattformen (Wix Editor, Wix Studio, Wix Harmony), deren Unterschiede klarer kommuniziert werden könnten.

Zudem wirkt die Oberfläche stellenweise ziemlich schwerfällig: Man hat beim Arbeiten oft das Gefühl, die Plattform ächzt und kämpft unter der Last der vielen Funktionen.

Shopify: Klar strukturiert und auf E-Commerce fokussiert

Im Vergleich zu Wix wirkt Shopify deutlich geradliniger. Der Einstieg ist ähnlich unkompliziert, aber nicht ganz so unverbindlich: Die Testphase ist mit drei Tagen knapp bemessen, schon danach werden Sie zur Kasse gebeten.

Nach dem Login landen Sie direkt im Shopify-Dashboard, das klar strukturiert und aufs Wesentliche reduziert ist. Produkte, Bestellungen, Kunden und Marketing sind sauber getrennt und schnell erreichbar. Statt vieler paralleler Wege gibt es hier eine klare Struktur, an der Sie sich entlanghangeln können.

Beim Einstieg hilft zusätzlich der KI-Assistent „Sidekick“, der Sie durch die ersten Schritte führt und einfache Aufgaben direkt im System anstoßen kann.

Das Shopify-Dashboard mit integriertem KI-Sidekick.

Dass Shopify kein Allrounder-Baukasten, sondern eine spezialisierte E-Commerce-Plattform ist, merkt man auch an der Struktur der Oberfläche: Verwaltung und Shop-Design sind hier sehr klar voneinander getrennt. Der Page-Editor ist klar der Verwaltung untergeordnet. Diese Struktur macht die Verwaltung übersichtlicher, wenn die Shop-Website einmal eingerichtet ist.

Auch bei der Performance hat Shopify die Nase vorn: Die Oberfläche reagiert schnell, Menüs laden zügig, und trotz der vielen Funktionen wirkt das System insgesamt leichtgewichtig.

Sieger: Shopify

Spezialisierte Lösungen haben gegenüber „Alleskönnern“ meist den Vorteil, dass sie sich besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. So auch bei Shopify: Weil die Plattform konsequent auf den Online-Verkauf ausgerichtet ist, wirkt die Benutzeroberfläche insgesamt aufgeräumter und fokussierter.

Auch Wix ist grundsätzlich logisch aufgebaut. Der pixelgenaue Drag-and-drop-Builder kann zudem für visuell orientierte Nutzer zugänglicher sein als der etwas technischere Page-Builder von Shopify. Insgesamt ist Shopify trotzdem die benutzerfreundlichere Lösung, die zudem auch im Alltag besser performt.

2.

Templates & Design

Mit beiden Shop-Baukästen können Sie ohne Coding-Skills eine ansehnliche Shop-Website für Ihre Produkte basteln. Shopify bietet mehr Vorlagen und klar auf E-Commerce zugeschnittene Designs, dafür setzt Wix mit seinem Drag-and-drop-Editor stärker auf visuelles Gestalten.

Shopify
Wix
Templates & Design (15 %)
Template-Anzahl ?
2/2
1.000
2/2
500
Template-Qualität ?
2.5/3
  • hochwertige, moderne, verkaufsorientierte Shop-Designs
  • aber: nur 24 kostenlose Themes, Auswahl überwiegend ähnlich
2.5/3
  • moderne, professionell gestaltete Designs mit klarer Struktur
  • hohe Designqualität, große Vielfalt
Editor ?
3.5/4
  • simpler No-Code-Editor
  • einfache Layouts mit Abschnitten und Blöcken
  • keine völlige Drag-and-drop-Freiheit
3/4
  • sehr flexibler Drag-and-drop-Editor mit pixelgenauer Platzierung
  • große Auswahl an Elementen, Widgets und Seitensvorlagen
  • Vibe-Coding-Editor und Dev-Modus (Velo)
Anpassbarkeit der Shop-Seiten ?
4/4
  • globale Design-Einstellungen (Farben, Schriften, Buttons etc.)
  • Templates je Seitentyp (Produkte, Kollektionen, Startseite, …)
  • nahezu unbegrenzte Anpassung über Code (Liquid, CSS, JS)
  • alle Themes responsiv, mobile Vorschau + Anpassungen
3/4
  • Produkt-, Kategorie-, Warenkorb- und Checkout-Seiten individuell gestaltbar
  • viele Shop-Widgets und Layoutoptionen für Produkt- und Content-Seiten
  • mobile Ansicht separat anpassbar
  • teilweise eingeschränkte Freiheit bei systemseitigen Shop-Layouts
Eigener Code ?
2/2
  • kompletter Zugriff auf den Theme-Code (Liquid, HTML, CSS, JavaScript)
  • eigene Templates und Abschnitte können erstellt oder erweitert werden
2/2
  • Dev-Modus ermöglicht Code-Zugriff
  • eigene Datenbanken, dynamische Inhalte und individuelle Funktionen möglich
  14 / 15 Punkte 12.5 / 15 Punkte

Template-Auswahl: Mehr als genug bei beiden Plattfomen

Die Auswahl an Designvorlagen ist bei beiden Anbietern beachtlich. Im Theme-Store von Shopify warten mehr als 1.000 Themes für unterschiedliche Branchen und Shop-Konzepte (allerdings sind nur 24 davon kostenlos).

Bei Wix gibt es mehrere Tausend Vorlagen, wobei „nur“ 500 davon für Shop-Websites ausgelegt sind. Die sind dafür aber alle kostenlos nutzbar (bzw. im Tarif integriert).

Generell sind beide Anbieter hier gut aufgestellt: Sie bieten deutlich mehr und hochwertigere Designvorlagen als andere Plattformen:

Anzahl Templates
WooCommerce
3.000
Shopify
1.000
Wix
500
BigCommerce
225
Squarespace
190
Hostinger
170
Ecwid
70
IONOS
47
Square
34
STRATO
23
Jimdo
12
Sellfy
11
Gambio
6

Designen bei Wix: Visuelle No-Code-Gestaltung

Was die Personalisierung Ihres Templates und Ihrer Website allgemein angeht, haben Sie bei Wix mehr Möglichkeiten, wenn Sie rein visuell arbeiten möchten.

Im Drag-and-drop-Editor der Plattform können Sie Elemente völlig frei anordnen und platzieren. Die Auswahl an Elementen ist dabei riesig und deckt mehr als nur die Standardinhalte (z. B. Bildergalerien, Testimonials oder Produktgalerien) ab.

Sie können auch komplette Seitenstrukturen flexibel umbauen oder neu aufsetzen, sind also nicht an vorgegebene Layouts gebunden wie bei manchen Anfänger-Baukästen.

Der No-Code-Editor von Wix ist der Star der Show.

Diese Freiheit hat aber auch ihre Kehrseite: Ohne gestalterisches Know-how wird es bei Wix schnell unübersichtlich. Anders als bei stärker geführten Baukästen gibt es weniger klare Leitplanken, an denen Sie sich orientieren können. Gerade Einsteiger brauchen vermutlich etwas Zeit, um ein stimmiges Layout hinzubekommen.

Zudem hat die Gestaltungsfreiheit auch Grenzen, insbesondere bei Shop-Seiten wie Produkt- oder Warenkorbseiten: Diese lassen sich zwar anpassen, folgen aber einer vorgegebenen Struktur und sind nicht komplett frei gestaltbar.

Designen bei Shopify: Weniger Freiheit, festere Strukturen

Shopify geht beim Thema Design einen anderen Weg. Der integrierte Page-Builder ist bewusst einfacher gehalten und arbeitet mit festen Strukturen aus Abschnitten und Blöcken. Sie können Inhalte verschieben und anpassen, aber nicht völlig frei auf der Seite platzieren wie bei Wix.

Das macht die visuelle Gestaltung im Vergleich zum Wix-Builder etwas eingeschränkter, sorgt aber dafür, dass Layouts konsistent bleiben und keine Elemente aus der Reihe tanzen. Für Einsteiger ist es oft einfacher, schnell ein sauberes Ergebnis zu bekommen, ohne sich in Design-Details zu verlieren wie bei Wix.

Bei Shopify bauen Sie Ihre Website mit Abschnitten und Blöcken auf.

Umso wichtiger ist bei Shopify die Wahl des Themes: Weil die Struktur stärker vorgegeben ist, bestimmt die Designvorlage zu einem großen Teil, wie Ihr Shop am Ende aussieht. Die kostenlosen Themes sind solide, aber recht ähnlich aufgebaut. Für mehr Individualität müssen Sie meist auf kostenpflichtige Themes ausweichen.

Wenn Sie selbst im Code arbeiten oder mit Entwicklern zusammenarbeiten, sind die Einschränkungen des Baukastens natürlich weniger wichtig.

Hier bieten beide Plattformen umfangreiche Möglichkeiten: Bei Shopify können Sie jederzeit in den Code-Editor wechseln, um Themes individuell anzupassen oder eigene Layouts zu entwickeln. Auch bei Wix gibt es mit dem Dev-Modus Zugriff auf Code und erweiterte Funktionen. Eigene Template-Uploads sind aber nur bei der Profi-Plattform Wix Studio möglich.

Sieger: Unentschieden

Hier gibt es für uns keinen klaren Sieger. Wix hat den für visuell orientierte Nutzer flexibleren Homepage-Baukasten, dafür ist der Page-Builder von Shopify strukturierter und liefert konsistentere Ergebnisse. Shopify hat insgesamt mehr Vorlagen, Wix dafür mehr kostenlose.

Wenn Sie selbst im Code arbeiten oder mit Entwicklern zusammenarbeiten, sind die Unterschiede der Baukästen weniger entscheidend: Dann lassen sich beide Systeme nahezu beliebig anpassen, wobei Shopify technisch noch etwas offener aufgestellt ist.

3.

Produktverwaltung

Die Produktverwaltung entscheidet darüber, wie gut Sie Ihr Sortiment abbilden können – und wie einfach sich Produkte im Alltag pflegen und organisieren lassen.

Beide Plattformen bieten eine solide Grundlage für kleinere und mittlere Shops. Shopify ist aber insgesamt deutlich tiefer aufgestellt und stärker auf komplexere Setups ausgelegt, während Wix in der Breite überzeugt, aber bei individuellen Anforderungen schneller an Grenzen stößt.

Shopify
Wix
Produktverwaltung (20 %)
Produkttypen ?
3/4
  • Produkt-Bundles
  • Digitale Produkte
  • Physische Produkte
  • Geschenkkarten
  • Mitgliedschaft
  • Produkt-Abos
4/4
  • Produkt-Bundles
  • Digitale Produkte
  • Dienstleistungen
  • Physische Produkte
  • Geschenkkarten
  • Mitgliedschaft
  • Individualisierbare Produkte
  • Produkt-Abos
Produkteigenschaften ?
3/3
  • alle wichtigen Produktattribute im Formular
  • zusätzliche individuelle Attribute über Metafelder
  • Massenbearbeitung im Produkt-Backend möglich
2/3
  • übersichtlicher Produkte-Editor mit allen wichtigen Feldern
  • zusätzliche Informationsfelder und Personalisierungsoptionen möglich
  • keine echten benutzerdefinierten Produktattribute
Produktvarianten ?
4/6
  • 3 Optionen
  • 2.048 Varianten
  • Individuelle SKU je Variante
  • Individuelles Bild je Variante
  • Individueller Preis je Variante
  • Individueller Bestand je Variante
3.5/6
  • 6 Optionen
  • 1.000 Varianten
  • Individuelle SKU je Variante
  • Individueller Preis je Variante
  • Individueller Bestand je Variante
Preisgestaltung ?
3/3
  • variabler Preis & Streichpreis pro Variante
  • automatische Grundpreis-/Einheitspreisberechnung
  • Mengenrabatte
2.5/3
  • Sale-Preise mit automatischem Vergleichspreis
  • gesetzliche Grundpreisangaben möglich
Kategorisierung ?
2/2
  • Shop-Struktur über Kollektionen & Produktkategorien
  • flexible Organisation mit Tags
  • Metafelder für intelligente Filter
1.5/2
  • flexible Produktzuweisung zu mehreren Kategorien
  • Filter nach Variantenoptionen möglich
  • keine Tags oder Filter für individuelle Attribute
Inventar ?
2/2
  • umfangreiche Bestandsverwaltung über alle Kanäle
  • Unterstützung mehrerer Lagerstandorte
1/2
  • automatische Bestandsanpassung bei Bestellungen
  • Variantenbestände werden separat verwaltet
  • keine native Multi-Lagerverwaltung
  • keine Warnungen bei niedrigem Bestand
  17 / 20 Punkte 14.5 / 20 Punkte

Unterstützte Produkttypen: Wix hat mehr Bordmittel

Wix unterstützt eine große Bandbreite an Produkttypen. Neben physischen und digitalen Produkten können Sie auch Dienstleistungen, Abos, Mitgliedschaften oder personalisierbare Produkte anbieten. Die meisten Produkttypen werden out-of-the-box unterstützt, für manche gibt es entsprechende Apps – oft direkt von Wix selbst.

Auch bei Shopify können Sie alle gängigen Produkttypen verkaufen, allerdings ist die Plattform etwas stärker auf Erweiterungen angewiesen. Digitale Produkte, Abos oder Mitgliedschaften lassen sich zwar problemlos umsetzen, erfordern aber zusätzliche Apps.

Wix
Shopify
Physische Produkte
Digitale Produkte
Dienstleistungen
Mitgliedschaft
Geschenkkarten
Individualisierbare Produkte
Produkt-Abos
Produkt-Bundles
Summe
8
6

Produkte verwalten: Shopify ist strukturierter

Das Anlegen und die Pflege von Produkten gehen in beiden Systemen gut von der Hand. Wix bietet ein übersichtliches Produktformular mit allen wichtigen Feldern und zusätzlichen Inhaltsbereichen für individuelle Informationen oder Personalisierungen.

Die Produktmaske von Wix.

Auch Shopify hat einen übersichtlichen Produkt-Editor, in dem alle zentralen Produktdaten – von Preisen über Varianten bis hin zu Medien und Versand – sauber gebündelt sind. Zusätzlich bieten die mächtigen Metafelder die Möglichkeit, eigene Produktinformationen systematisch zu hinterlegen und als Basis für Filter zu nutzen.

Die Produktmaske von Shopify.

Produktvarianten: Wix ist flexibler

Bei beiden Anbietern können Sie Ihre Produkte in unterschiedlichen Varianten anbieten.

Shopify ist hier leider – gerade für einen Marktführer – ärgerlich unflexibel: Das Limit für Varianten ist mit 2.048 zwar großzügig, aber durch die Beschränkung auf drei Optionen lässt sich dieses Potenzial nicht wirklich ausnutzen. Sie können also höchstens drei Merkmale definieren, z. B. „Farbe“, „Größe“ und „Material“.

Bei Wix können Sie zwar „nur“ 1.000 Varianten eines Produkts anlegen, dafür aber mit jeweils bis zu sechs Optionen. Wix ist somit etwas flexibler aufgestellt.

Shopify
Wix
Max. Anzahl Optionen
3
6
Max. Anzahl Varianten
2048
1000
Individuelles Bild
Individueller Preis
Individuelle SKU
Individueller Bestand

Organisation & Struktur: Shopify klar im Vorteil

Bei der Organisation des Sortiments bietet Shopify deutlich mehr Tiefe. Produkte lassen sich über Kollektionen, Tags und die bereits erwähnten Metafelder strukturieren, die auch für dynamische Filter genutzt werden können. Ebenfalls praktisch sind automatisierte Kollektionen, die Produkte anhand definierter Regeln selbst zuordnen.

Mit Metafeldern können Sie strukturierte Daten zu Ihren Produkten speichern.

Wix setzt hier primär auf Kategorien und einfache Filterfunktionen. Das reicht für kleinere Shops sicher aus, wird bei größeren Sortimenten aber schnell unübersichtlich. Es fehlen flexible, systemweite Attribute und regelbasierte Strukturen wie bei Shopify.

Wenn Sie ein größeres oder komplexeres Sortiment verwalten, ist Shopify also deutlich besser aufgestellt.

Sieger: Shopify

Beide Plattformen machen es einfach, Produkte anzulegen, Varianten zu verwalten und Bestände zu pflegen.

Für Shops mit größeren und komplexeren Produktkatalogen ist Shopify aber klar im Vorteil: Hier können Sie Produkte strukturierter organisieren, automatisiert zuordnen und auch bei vielen Artikeln noch sauber verwalten. Nervig ist nur, dass die Varianten durch das Drei-Optionen-Limit unnötig eingeschränkt sind.

4.

Verkaufsoptionen

Beide Plattformen stellen alle wichtigen Werkzeuge und Schnittstellen bereit, die für einen rechtssicheren Verkauf nötig sind. Shopify ist als spezialisierte E-Commerce-Plattform aber auch hier wieder tiefer aufgestellt.

Shopify
Wix
Verkaufsoptionen (20 %)
Steuerberechnung ?
3/3
  • automatische Steuerberechnung, auch für Deutschland & EU
  • OSS-Unterstützung für EU-Weitverkauf
  • steuerliche Regeln je nach Produktkategorie
2/3
  • unterschiedliche Steuersätze je nach Produktkategorie definierbar
  • unterschiedliche Steuersätze je nach Produktkategorie definierbar
  • automatische Steuerberechnung möglich (via Drittanbieter-App Avalara)
Versandoptionen ?
3/3
  • Versandzonen global & national definierbar
  • flexible Versandtarife flexibel (pauschal, preis- oder gewichtsabhängig)
  • lokaler Versand & Abholung im Geschäft möglich
  • Integration von Versanddienstleistern (z. B. DHL, DPD, Sendcloud)
2.5/3
  • flexible Versandmodelle (pauschal, preis- oder gewichtsabhängig)
  • lokaler Versand und Abholung im Geschäft möglich
  • keine nativen Live-Tarife in Deutschland
  • Integration von Versand- und Fulfillment-Dienstleistern
Rabatte ?
3/3
  • 4 Rabatt-Typen: Produkt-Rabatt, Warenkorb-Rabatt, Buy X Get Y, Gratis-Versand
  • umfangreiche Bedingungen & Einschränkungen
  • zielgruppenspezifische Rabatte
2.5/3
  • umfangreiche Rabattoptionen (Rabattcodes, Warenkorb-Rabatte, Buy-X-Get-Y, Gratisversand)
  • flexible Regeln mit Bedingungen, Limits und Zeiträumen
  • Rabatte können gezielt auf Produkte oder Kategorien angewendet werden
Zahlungsdienstleister ?
3/3
  • 100 insgesamt
  • Paypal
  • Stripe
  • Klarna
  • Mollie
  • Eigener Zahlungsdienstleister
  • Manuell
  • Amazon Pay
2.75/3
  • 80 insgesamt
  • Paypal
  • Stripe
  • Klarna
  • Mollie
  • Eigener Zahlungsdienstleister
  • Manuell
Bestellverwaltung ?
2/2
  • umfangreiche Bestellverwaltung mit vielen Filtern
  • kanalübergreifende Bestellübersicht (Online-Shop, Social, POS)
1.5/2
  • übersichtliche Bestellverwaltung mit Status, Filtern und Detailansicht
  • Bearbeitung von Versandstatus, Rückerstattungen und Tracking direkt im System
Erweiterte Funktionen ?
6/6
  • Mehrere Sprachen
  • Mehrere Währungen
  • Martkplatz-Anbindung
  • Point of Sale
  • Dropshipping
  • E-Mail Marketing
  • App-Store
  • API
5/6
  • Mehrsprachigkeit und Anzeige mehrerer Währungen möglich
  • Multichannel-Verkauf (Social Media, Marktplätze)
  • POS-System für stationären Verkauf
  • Dropshipping über Apps
  • integriertes E-Mail-Marketing
  • großer App-Store und API für Erweiterungen
  20 / 20 Punkte 16.25 / 20 Punkte

Shopify ist die mächtigere Verkaufsmaschine

Shopify punktet mit mächtigen Verkaufsfunktionen, die allesamt sauber ineinandergreifen. Schon bei den Zahlungsanbietern haben Sie eine riesige Auswahl. Neben dem eigenen Gateway „Shopify Payments“ stehen über 100 externe Anbieter zur Verfügung, darunter PayPal, Klarna, Stripe oder Mollie. Auch manuelle Zahlungsarten lassen sich problemlos einrichten.

Hier ist auch Wix gut aufgestellt: Es gibt ebenfalls ein eigenes Payment-Gateway („Wix Payments“) und auch die Auswahl an externen Schnittstellen ist groß, aber eben nicht ganz so groß wie bei Shopify.

Shopify
Wix
Anzahl Zahlungsdienstleister
100
80
PayPal
Stripe
Square
Amazon Pay
Klarna
Mollie
Eigener Zahlungsdienstleister
Manuell

Shopify unterstützt automatische Steuersätze, auch für Deutschland und die EU. Wenn Sie Ihre Steuerdaten einmal hinterlegt haben, werden die passenden Steuern je nach Land automatisch angewendet. Auch unterschiedliche Steuersätze je nach Produktkategorie sind möglich.

Bei Wix müssen Sie Steuern standardmäßig manuell für unterschiedliche Steuerregionen anlegen und verwalten. Eine automatische Berechnung ist zwar möglich, läuft aber über eine externe Lösung (Avalara), die erst ab dem Business-Tarif integriert und auf eine bestimmte Zahl an Transaktionen begrenzt ist.

Steuereinstellungen bei Wix.

Bei den Versand-, Rabatt- und Bestellverwaltungsfunktionen sieht es ähnlich aus: Wix ist breit aufgestellt, kommt aber in der Tiefe nicht an Shopify heran, das schließlich von Grund auf für den Verkauf entwickelt wurde.

Sieger: Shopify

Beide Plattformen decken die wichtigsten Verkaufsfunktionen ab. Was Automatisierung und Skalierung angeht, spielt Shopify aber eine Liga höher als Wix.

In so ziemlich allen Bereichen, von den Zahlungs- über die Versand- bis zu den Steuerfunktionen, ist Shopify breiter und tiefer aufgestellt – und auch für die Anforderungen größerer, komplexerer Shops ausgelegt, für die Wix einfach nicht flexibel genug ist.

5.

Kundensupport

Guter Support hat zwei Ebenen: Hilfeinhalte wie Tutorials, mit denen Sie sich selbst weiterhelfen können, und direkter Support, der bei konkreten Problemen unterstützt. Während die Dokumentation sowohl bei Shopify als auch bei Wix auf einem hohen Niveau ist, sollten Sie bei keinem der Anbieter exzellenten Direktsupport erwarten.

Shopify
Wix
Support (10 %)
Dokumentation & Tutorials ?
1.5/2
  • umfangreiches Hilfezentrum mit vielen praxisnahen Artikeln
  • Video-Tutorials
  • verschachtelte Navigation
2/2
  • umfangreiches Hilfe-Center mit vielen gut strukturierten Support-Artikeln
  • zusätzliche Videokurse über E-Learning-Plattform Wix Learn
Support-Kanäle ?
1/2
  • Live-Chat 24/7
  • Telefonsupport nur im teuersten Tarif
1/2
  • Support über Live-Chat und Ticketsystem verfügbar
  • kein klassischer Telefonsupport, Kontakt erfolgt zunächst über Chatbot
Geschwindigkeit und Qualität ?
1/3
  • schnelle Reaktionszeiten im Chat
  • Antworten oft nur generische Floskeln
  • kaum individuelle Problemlösung
1/3
  • Antworten im Chat erst nach KI-Vorqualifizierung
  • komplexere Anliegen werden teilweise verzögert oder nur oberflächlich beantwortet
Bewertungen auf Review-Portalen ?
0/3
  • auffällig viel Kritik am Support
  • insgesamt überwiegend negative Erfahrungsberichte
1/3
  • gemischte bis eher negative Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot
  • häufige Kritik: lange Antwortzeiten und vorgeschaltete Chatbots
  3.5 / 10 Punkte 5 / 10 Punkte

Support bei Shopify: Starke Dokumentation, schwacher Direktsupport

Das Hilfezentrum von Shopify ist solide: Hier fanden wir meist schnell Antworten auf unsere wichtigsten Fragen zum Funktionsumfang der Plattform; die Inhalte sind verständlich geschrieben und oft praxisnah aufgebaut. Teilweise gibt es auch ergänzende Videos.

Das Hilfezentrum von Shopify.

Wenn Sie persönliche Hilfe brauchen, können Sie den 24/7-Live-Chat nutzen. Die Wartezeiten sind erfahrungsgemäß kurz – in unseren Tests waren wir meist innerhalb weniger Minuten mit einem Ansprechpartner verbunden. Telefon-Support gibt es allerdings nur im Enterprise-Tarif.

Inhaltlich ist der Support aber durchwachsen: Häufig bleiben die Antworten ziemlich allgemein und gehen nicht wirklich auf das konkrete Problem ein. Statt individueller Lösungen bekommt man öfter Standardantworten. Das spiegelt sich auch in vielen, größtenteils negativen Nutzerbewertungen wider, in denen gerade der Support massiv in der Kritik steht.

Support bei Wix: Auch hier gibt’s viel Kritik

Auch Wix liefert ein umfangreiches Hilfe-Center, in dem Sie für die meisten Funktionen konkrete Anleitungen finden – von der Shop-Einrichtung über Design-Anpassungen bis zu Detail-Einstellungen im Backend. Die Artikel sind sauber aufgebaut, verständlich geschrieben und oft mit Screenshots oder Videos ergänzt. Die integrierte Suche liefert zusätzlich kurze KI-Zusammenfassungen.

Mit „Wix Learn“ gibt es außerdem eine eigene Lernplattform mit Videokursen zu Website-Erstellung, Shop und Marketing.

Der Hilfebereich zur Shop-Plattform von Wix.

Leider zeigt sich beim direkten Support ein ähnliches Bild wie bei Shopify: Persönliche Unterstützung gibt es generell nur per Live-Chat und Ticket, und die Antworten sind oft etwas langsam und unpersönlich. Und auch bei Wix kommt der Kundensupport in den Bewertungsportalen nicht sonderlich gut weg.

Sieger: Wix

Kundensupport ist bei keinem der Anbieter eine echte Stärke. Die Hilfezentren sind ziemlich gut, doch sobald man persönliche Hilfe braucht, wird es sowohl bei Shopify als auch bei Wix schnell zäh. Stellen Sie sich darauf ein, mit Floskeln und Standardantworten abgespeist zu werden.

Shopify und Wix geben sich hier also nicht viel. Weil Wix in den Nutzerbewertungen insgesamt (ein klein wenig) besser wegkommt und mit „Wix Learn“ die etwas stärkere Lernplattform bietet, geht dieser Punkt knapp an Wix.

6.

Preisgestaltung

Die Preise von Shop-Baukästen lassen sich nur schwer direkt vergleichen. Zu unterschiedlich sind Tarife, Gebührenmodelle und Zusatzkosten. Wix ist zwar grundsätzlich günstiger als Shopify, was die monatlichen Abo-Kosten angeht, doch Shopify kann trotzdem die preislich effizientere Option sein.

Shopify
Wix
Kosten (20 %)
Kosten für kleinen Shop ?
2/6
27,00 €
5/6
11,25 €
Kosten für mittleren Shop ?
5/6
27,00 €
6/6
11,25 €
Kosten für großen Shop ?
3/3
27,00 €
3/3
11,25 €
Preisgestaltung ?
2/3
  • vier Tarife: Basic, Grow, Advanced, Plus
  • bereits im Basic alle wichtigen Funktionen enthalten
  • Transaktionsgebühren variieren je nach Tarif (2,1 % → 1,6 % + 0,30 €)
1.5/3
  • starke Rabatte auf die erste Vertragslaufzeit
  • Transaktionsgebühren von Payment-Gateway und Zahlungsmethode abhängig
  • Zusatzkosten durch Apps und Erweiterungen (z.B. Tokens für Übersetzungen oder automatische Steuern)
Testversion ?
1/2
  • kostenlose Testphase, aber nur 3 Tage
  • keine Geld-zurück-Garantie
2/2
  • kostenlose Testversion
  13 / 20 Punkte 17.5 / 20 Punkte

Tarife bei Shopify: Ab 27 € monatlich

Shopify bietet drei Haupttarife: Basic, Grow und Advanced. Der Einstieg liegt bei rund 27 € pro Monat und ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei Wix.

Dafür ist schon im Basic-Tarif fast alles enthalten, was Sie für einen funktionierenden Shop brauchen. Es gibt keine Produktlimits, und auch zentrale Funktionen wie Mehrsprachigkeit, Steuern oder Versandregeln sind bereits integriert.

Unterschiede zwischen den Tarifen zeigen sich vor allem bei den Gebühren und Zusatzfunktionen: Je höher der Tarif, desto niedriger sind die Zahlungsgebühren (mehr dazu gleich). Wenn Sie externe Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzen, fallen zusätzlich Transaktionsgebühren an.

Eine Übersicht der Tarife von Shopify finden Sie hier:

BasicGrowAdvanced
Monatlicher Effektivpreis
ab 27,00 €
ab 79,00 €
ab 289,00 €
Transaktionsgebühr
-
-
-
Vertragslaufzeit (Monate)
1 - 12
1 - 12
1 - 12
Produktverwaltung
Anzahl Produkte
unbegrenzt
unbegrenzt
unbegrenzt
Produktfilter
Produktvarianten
Produktbestand
Produktrezensionen
Internationalisierung
Mehrsprachigkeit
Mehrere Währungen
Automatische Steuerberechnung

Tarife bei Wix: Ab 11,25 € monatlich

Wix ist dank häufiger Aktionspreise beim Einstieg deutlich günstiger. Der günstigste E-Commerce-Tarif (Core) lag zum Testzeitpunkt bei 11,25 € pro Monat – zumindest bei der Wahl einer längeren Vertragslaufzeit.

Schon im günstigsten Tarif sind die wichtigsten Shop-Funktionen enthalten, und es gibt keine strengen Produktlimits. Einige für größere Shops wichtige Features – z. B. die automatische Steuerberechnung – sind aber erst in höheren Tarifen enthalten.

Hier finden Sie die Preise von Wix in der Übersicht:

CoreBusinessBusiness Elite
Monatlicher Effektivpreis
ab 11,25 €
ab 15,50 €
ab 52,50 €
Transaktionsgebühr
-
-
-
Vertragslaufzeit (Monate)
1 - 24
1 - 24
1 - 24
Produktverwaltung
Anzahl Produkte
50.000
unbegrenzt
unbegrenzt
Produktfilter
Produktvarianten
Produktbestand
Produktrezensionen
Internationalisierung
Mehrsprachigkeit
Mehrere Währungen
Automatische Steuerberechnung

Zahlungsgebühren: Shopify Payments vs. Wix Payments

Bei den Zahlungsgebühren liegen beide Plattformen grundsätzlich nah beieinander. Wix verlangt für Standard-Kartenzahlungen in der EU 1,9 % + 0,30 €, während Shopify im Basic-Tarif bei etwa 2,1 % + 0,30 € startet und in höheren Tarifen auf 1,6 % sinkt. Damit ist Wix beim Einstieg leicht günstiger, Shopify zieht mit steigenden Tarifen aber nach.

Wix erhebt bei internationalen Zahlungen oft zusätzliche Gebühren, etwa 1 % für grenzüberschreitende Transaktionen und 2 % für Währungsumrechnung. Diese kommen on top zur normalen Transaktionsgebühr und können die effektiven Kosten deutlich erhöhen.

Umgekehrt verlangt Shopify zusätzliche Gebühren, wenn Sie externe Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzen – je nach Tarif zwischen 2 % und 0,6 %. Das entfällt bei Wix.

Shopify und Wix im Preisvergleich

Welche Plattform am Ende preislich effizienter für Ihren Shop ist, lässt sich nicht pauschal sagen: Die Praxiskosten sind stark vom Setup, dem Umsatz Ihres Shops und vielen weiteren Faktoren abhängig.

Um dennoch eine vergleichbare Basis zu schaffen, haben wir drei simple Szenarien definiert und die Plattformkosten der Anbieter berechnet:

  • Kleiner Shop: 10 Produkte, bis 10.000 € Umsatz pro Jahr, mit eigener Domain

  • Mittlerer Shop: 500 Produkte, bis 200.000 € Umsatz pro Jahr, mit Produktvarianten

  • Großer Shop: 10.000 Produkte, bis 2 Mio. € Umsatz pro Jahr, mit Varianten, Produktfiltern und Mehrsprachigkeit

Hier ist die Vergleichstabelle:

Kleiner ShopMittlerer ShopGroßer Shop
Wix
11,25 €
11,25 €
11,25 €
Shopify
27,00 €
27,00 €
27,00 €

Im Einstieg ist Wix also günstiger: Der Core-Tarif kostet im Vergleich zum Basic-Tarif von Shopify weniger als die Hälfte, wenn Sie sich für ein längerfristiges Abo entscheiden. Shopify kostet von Anfang an mehr, deckt aber auch viele Funktionen direkt ab, für die Sie bei Wix entweder einen höheren Tarif oder zusätzliche Tools brauchen.

Die höheren Tarife sind bei Shopify deutlich teurer als bei Wix. Gleichzeitig sind die Transaktionsgebühren bei Shopify Payments in den höheren Tarifen niedriger als bei Wix Payments, was sich bei größeren Umsätzen schnell bemerkbar macht.

Zudem gelten die Aktionspreise von Wix natürlich nur temporär. Wenn sie auslaufen, springen die Kosten ganz schön nach oben – besonders dann ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von Shopify deutlich besser.

Sieger: Unentschieden

Wix ist im Einstieg deutlich günstiger und bleibt auch in den höheren Tarifen preiswerter. Shopify kostet mehr, kann aber auch mehr – und wird bei steigenden Umsätzen durch die in den höheren Tarifen niedrigeren Zahlungsgebühren attraktiver. Die Gesamtkosten hängen am Ende stark davon ab, wie Ihr Shop aufgebaut ist und wie viel Sie verkaufen.

Fazit: Shopify ist die bessere Verkaufsplattform

Shopify und Wix trennen in unserem Ranking der besten Shop-Baukästen nur zwei Plätze – in der Ausrichtung und im Anspruch liegen aber Welten dazwischen.

Wix ist ein guter Allrounder-Baukasten. Sie können damit schnell starten, flexibel Ihre Shop-Website designen und gerade am Anfang Geld sparen. Für kleinere Shops oder Projekte, bei denen der Fokus eher auf Content und Website liegt, könnte das absolut ausreichen.

Sobald der Shop aber mehr als nur ein Nebenprojekt ist, ist Shopify die klar bessere Wahl. Die Plattform ist von Grund auf für den Verkauf gebaut: Die Oberfläche ist fokussierter, die Produkt- und Verkaufsfunktionen sind deutlich tiefer, und die einzelnen Bereiche greifen sauberer ineinander.

Wenn Sie es mit dem Verkaufen wirklich ernst meinen und eine Plattform suchen, die mit Ihrem Shop mitwächst und auch bei komplexer werdenden Produktkatalogen und individuellen Anforderungen stabil bleibt, ist Shopify also die deutlich bessere Wahl.

Shopify ist doch nicht die richtige Lösung für Sie? Wir haben die besten Shopify-Alternativen für Sie zusammengestellt.

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Martin ist seit über acht Jahren freiberuflicher Texter im B2B-Bereich und spezialisiert sich auf technische Fallstudien für Tech-Unternehmen wie Google Cloud. Er lebt in London und betreibt dort seine eigene Firma, GSCRIBE, die sich auf Customer Success Stories und Employer Branding fokussiert. Bei EXPERTE.de teilt er sein Wissen über Software und Strategien, die Selbstständigen dabei helfen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und effizienter zu arbeiten.
Geprüft durch: Janis von Bleichert
Janis von Bleichert hat Wirtschaftsinformatik an der TU München und Informatik an der TU Berlin studiert. Er ist seit 2006 selbständig und ist der Gründer von EXPERTE.de. Er schreibt zu den Themen Hosting, Software und IT-Security.
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