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Server

webgo vServer Test: Wie gut ist die Performance und Bedienbarkeit?

Letzte Aktualisierung
2. Nov. 2023
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Je teurer, desto besser: Diese (umstrittene) Weisheit gibt es auch im Webhosting. Und da ist was dran: Je mehr Power Sie für Ihre Web-Projekte benötigen, desto tiefer müssen Sie in der Regel auch in die Tasche greifen. Doch wie so oft erzählt die Faustregel nur die halbe Wahrheit.

vServer, bei denen sich mehrere Anbieter dieselben Hardware-Ressourcen teilen, sind beispielsweise eine beliebte Kompromisslösung, die Leistung erschwinglich macht. Sie sind mittlerweile fast überall erhältlich, wo es Server-Lösungen gibt - auch bei webgo*.

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Was ist webgo?

webgo ist ein deutscher Anbieter von Webhosting-Lösungen mit Hauptquartier in Hamburg. Im Sortiment der Hosting-Produkte befinden sich Shared Hosting-Pakete, Managed Server-Lösungen und mittlerweile sogar ein Homepage-Baukasten. Erstere dominierten in unserem Test mit einer hervorragenden Performance über die Konkurrenz, zeigten bei der Einrichtung und Bedienung aber noch Nachholbedarf. Ob webgo im VPS-Bereich auch an der Performance-Spitze steht, verrät unser Test.

webgo vServer Test

Testergebnis
2,6
befriedigend
zum Anbieter*
Support
Note 1,3
Einrichtung
Note 2,0
Performance
Note 3,3
Bedienung & Features
Note 3,7
  • schnelle Einrichtung

  • einfache Bedienung

  • vorbildlicher Support mit Chat-Funktion

  • wesentliche Funktionen (Rettungssystem, Backups) fehlen

  • vServer-Admin-Panel nur auf Englisch

  • schwache Performance

  • OS-Auswahl rückständig

1.

Einrichtung

Die Ersteinrichtung unseres webgo-Accounts erforderte nicht viel Geduld: Direkt nach unserer Bestellung erfolgte die Freischaltung und wir konnten im Kundenportal unsere Hosting-Pakete einsehen. Neue Verträge können Sie direkt hier bestellen.

Bei der Bestellung eines VPS-Pakets müssen Sie dabei nur das Betriebssystem auswählen und können den Vertrag kostenpflichtig hinzufügen.

Die OS-Auswahl ist leider nicht auf dem neuesten Stand und lässt bei den Standard-Betriebssystemen neuere Versionen vermissen. Zum Review-Zeitpunkt umfasste die Liste Debian 7 und 8, CentOS 6 und 7, sowie Suse 13.2. Ubuntu ist nicht erhältlich.

Auch die vServer-Einrichtung ist bei webgo nicht mit Wartezeit verbunden: Direkt nach der Bestellung war unser VPS-Paket live und wir konnten uns ins vServer-Admin-Panel einloggen.

webgo macht die Einrichtung noch schneller und unkomplizierter als viele andere Webhosting-Dienste, doch für eine aktuellere OS-Auswahl würden wir auch ein paar Minuten Wartezeit in Kauf nehmen.

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Einrichtung
Note 2,0
2.

Bedienung & Features

Bei webgo verwalten Sie Ihren vServer in einem gesonderten Bereich abseits der Vertragsverwaltung. Dieses VPS Control Panel ist aufs Nötigste reduziert, unter seinem Dach finden Sie also nur die wesentlichen Funktionen. Nicht einmal ein Untermenü für allgemeine Einstellungen gibt es. Wir hatten es gesucht, um die Sprache zu ändern - denn unerklärlicherweise ist der Admin-Bereich nur in englischer Sprache verfügbar. Ein Support-Mitarbeiter bestätigte, dass eine Umstellung tatsächlich nicht möglich ist.

Wenn die sprachliche Barriere kein Dealbreaker ist, gestaltet sich die Bedienung allerdings ganz einfach. Im Dropdown-Menü oben rechts können Sie Ihr VSP-Paket auswählen. In einer stets sichtbaren Infobox finden Sie alle wichtigen Informationen zum Status des vServers: Neben IP-Adresse und Hostname finden Sie hier auch die Auslastung Ihrer Ressourcen.

Die Bedienung Ihres vServers spielt sich unterhalb der Infobox im Bereich "Controls" ab. Hier finden Sie die Buttons "General", "Hostname", "Root/Admin Password", "Console Password", Network", "API" und "Statistics".

Unter "General" können Sie Ihren vServer booten, rebooten und ausschalten. Neu installieren, also mit einem anderen Betriebssystem neu aufsetzen, können Sie ihn hier ebenfalls. Dabei wählen Sie nur das Betriebssystem aus und klicken auf "Reinstall".

Die nächsten drei Buttons sind selbsterklärend: Sie können Ihren Hostnamen, das Root-Password oder Konsolen-Passwort ändern. Im Bereich "Network" können Sie Ihre IP-Adresse einsehen und den Reverse DNS-Eintrag bearbeiten (falls verfügbar). Unter "API" können Sie API Key und API Hash erstellen. Diese Funktion, teilte uns ein freundlicher Support-Mitarbeiter mit, habe für Endkunden bisher allerdings keinerlei Nutzen. Was webgo damit plant, konnte man uns ebenfalls nicht mitteilen.

Zu guter Letzt gibt es noch einen Bereich für Statistiken. Hier können Sie im Dropdown-Menü eine Zeitspanne auswählen - zwischen einer Stunde und einem Jahr - und erhalten eine Übersicht zur Auslastung Ihres vServers.

Backups, Snapshots, Rettungssystem: Fehlanzeige

Leider ist die Liste der Features, die webgo bisher nicht bereitstellt, lang. Ein Rettungssystem, in das Sie Ihren vServer bei Problemen booten können, um in einer sicheren Umgebung Fehler zu beheben, gibt es bisher nicht. Es sei zwar geplant, aber ein Zeitfenster gebe es bisher laut Support nicht.

Priorität habe zunächst die Behebung eines anderen Mangels: Denn auch für Snapshots und Backups gibt es bisher kein integriertes System; Kunden müssen sie also selbst anfertigen. Nur bei den Managed-vServern werden diese Funktionen unterstützt, Root-Kunden sind bisher noch auf sich allein gestellt. Einen Zeitpunkt, wann dieses Feature seinen Weg ins Control Panel finden soll, konnte man uns nicht nennen.

Auch die Skalierung Ihres vServers ist bei webgo nicht möglich. Sie müssen mit den Ressourcen Ihres Tarifs leben oder entsprechend up- oder downgraden, wenn Sie mehr Bandbreite oder Speicher benötigen. Diese Möglichkeit bieten bisher allerdings ohnehin nur wenige Anbieter - Hetzner Online beispielsweise.

Das vServer-Paket von webgo wirkt leider noch etwas unfertig. Das beginnt schon beim Ersteindruck mit der vergeblichen Suche nach einer Möglichkeit, die Sprache zu wechseln, und zieht sich von "im Bau" befindlichen Menüpunkten wie "API" bis zu völlig fehlenden Features wie dem Rettungssystem oder Snapshots und Backups. Hier hat webgo noch viel zu tun.

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Bedienung & Features
Note 3,7
3.

Performance

Für einen repräsentativen Performance-Test haben wir bei jedem Anbieter einen vServer bestellt und dessen Leistung anhand von vier Kriterien geprüft: CPU-Geschwindigkeit, RAM-Geschwindigkeit, Festplatten-Geschwindigkeit und ein Datenbank-Benchmark für das Zusammenspiel der Komponenten. Die Gesamtwertung setzt sich aus den vier Teilnoten zusammen.

Damit unsere Benchmark-Ergebnisse trotz der großen Tarifvielfalt bei den Anbietern aussagekräftig sind, haben wir einen Richtwert von 20 € festgelegt und jeweils den Tarif bestellt, der diesem Wert am nächsten kommt. Bei webgo handelt es sich dabei um den Tarif SSD vServer Starter für 19,95 € monatlich (+ 19,90 € Setup-Gebühr bei einer Vertragslaufzeit von einem Monat) mit den folgenden Spezifikationen:

  • 2 Cores

  • 8 GB Ram

  • 50 GB SSD

  • Unlimited Traffic

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse aus dem Benchmark-Test:

AnbieterCPURAMDISKOLTPGesamt
1blu100729685100 %
Contabo1006388100100 %
STRATO37751007882 %
netcup3941356451 %
Host Europe3146138750 %
dogado419763149 %
IONOS277725847 %
Hetzner266745944 %
Alfahosting431000241 %
DomainFactory243812024 %
webgo103392221 %

webgo ist das traurige Schlusslicht unseres Performance-Tests und muss sich mit wenig rühmlichen Leistungen in allen vier Kategorien gegen alle anderen VPS-Anbieter im Rennen geschlagen geben. Dass es damit in unserem Notenschlüssel immerhin (gerade) noch für ein "befriedigend" reicht, liegt auch daran, dass 1blu und Contabo so gut vorgelegt haben.

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Performance
Note 3,3
4.

Support

In der vServer-Admin-Zentrale selbst finden Sie keine Support-Funktionen. Dafür müssen Sie ins allgemeine Kundenportal wechseln,wo alle Kontaktmöglichkeiten übersichtlich aufgelistet werden. Sie können sich per E-Mail, Telefon und sogar Live-Chat an webgo-Mitarbeiter wenden. Jene stehen montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr zur Verfügung. Im Chat erreichten wir fast immer bereits nach wenigen Sekunden jemanden (nur einmal wurden wir zum Kontaktformular weitergeleitet, weil kein Mitarbeiter zur Verfügung stand). Unsere Frage per Support-Ticket wurde nach etwa 20 Stunden beantwortet.

Wer lieber allein eine Lösung findet, kann sich im Hilfe-Center von webgo umsehen. Hier finden Sie zahlreiche FAQ-Beiträge, die Sie per Suchfunktion auf Antworten abklappern können. Insgesamt ist der webgo-Support vorbildlich und überzeugt besonders mit dem unkomplizierten Chat-Support, mit dem Sie ohne Griff zum Telefon nebenbei Fragen klären können.

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Support
Note 1,3
5.

Preis

webgo unterteilt sein vServer-Angebot in vier Tarife: Starter, Profi, Business und Power. Die einzelnen Pakete enthalten dabei zunehmend mehr CPU-Kerne, RAM und SSD-Speicher, sind ansonsten aber identisch. In jedem Fall wird eine Einrichtungsgebühr fällig, ein günstigeres Jahresabo gibt es nicht.

Insgesamt ist die preisliche Flexibilität bei webgo nicht besonders hoch und bereits der Einstiegspreis ist vergleichsweise teuer. Eine komplette Auflistung der Tarife und ihrer Features finden Sie hier:

Managed vServer Starter SSDManaged vServer Profi SSDManaged vServer Business SSD
Monatlicher Effektivpreis 40,78 € 50,78 € 60,78 €
Vertragslaufzeit (Monate) 1 1 1
Inklusive
Speicher 50 GB 100 GB 200 GB
RAM 4 GB 8 GB 16 GB
CPU-Kerne 2 4 8
Features
Typ vServer vServer vServer
OS Linux Linux Linux
Managed
SSD Speicher

Fazit

Testergebnis
2,6
befriedigend
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Support
Note 1,3
Einrichtung
Note 2,0
Performance
Note 3,3
Bedienung & Features
Note 3,7

Das vServer-Angebot von webgo dümpelt in fast jeder Hinsicht ein paar Schritte hinter der Konkurrenz. Die Verwaltungskonsole wirkt unfertig und lässt wesentliche Funktionen - wie Backups, Snapshots oder ein Rettungssystem - vermissen. Bei der Performance ist der Test-vServer allen anderen Mitstreitern klar unterlegen. All dies wäre bei einem VPS-Schnäppchen vielleicht zu verschmerzen, doch auch preislich kann webgo mit den anderen Anbietern nicht mithalten. Ein Lichtblick ist der Support, wo webgo mit einem praktischen Live-Chat mit gutem Beispiel vorangeht. Mit gutem Support allein kann man jedoch keine Website betreiben.

Einige der fehlenden Funktionen, insbesondere Backups und Snapshots, seien zwar schon geplant, doch schon jetzt muss sich webgo den Vergleich mit anderen Anbietern gefallen lassen - und der offenbart ein unvollständiges vServer-Angebot mit schwacher Leistung.

webgo Server
webgo Server
(2.866 )
alle Server als Root oder managed
alle Server mit SSD oder HDD
Managed Server mit Let's Encrypt
mit DDoS Protection
2,6
befriedigend
Server-Art
2 Server-Arten
Kerne
2 - 16
RAM
4 - 128 GB
HDD / SDD
50 - 4.000 GB
webgo Managed vServer Starter SSD
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Erfahrungen

webgo kommt bei Kunden insgesamt "sehr gut" weg. Viel Lob findet man in den Bewertungsportalen erwarteterweise besonders für den exzellenten Support, und auch der Live-Chat scheint bei den Nutzern beliebt zu sein. Kritik ist in den von uns erfassten Bewertungsportalen die absolute Ausnahme.

Kundenbewertungen
4,8 / 5
2.866 Bewertungen
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Wir haben die Erfahrungsberichte und Bewertungen von verschiedenen Bewertungsportalen untersucht und dabei 2.866 Bewertungen mit einer Gesamtwertung 4,8 von 5 ermittelt.

Alternativen

Wichtige Features, die bei webgo fehlen, finden Sie bei den meisten anderen Anbietern. 1blu und STRATO liefern beispielsweise einen guten Mix aus Leistung, Features und Benutzerfreundlichkeit, auch wenn beide in Sachen Support nicht mit webgo mithalten können. Live-Chat gibt es auch bei 1&1 IONOS, und ist dort in ein wesentlich attraktiveres Gesamtpaket gebettet.

Weitere Alternativen finden Sie hier:

IONOS Server
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