
GoDaddy VPS Test: Was leisten die vServer wirklich?
GoDaddy zählt zu den größten Hosting-Unternehmen der Welt. Neben Domains und Webhosting bietet der Anbieter auch virtuelle Server an. Doch halten die vServer-Angebote auch, was sie versprechen?
Einrichtung, Verwaltung, Performance: Wir zeigen im Praxistest, ob sich das Angebot für alltägliche Anforderungen eignet – und wo seine Schwächen liegen.
GoDaddy* ist ein amerikanischer Anbieter von Domain- und Webhosting-Diensten. Das Unternehmen zählt zu den größten Domain-Registraren weltweit und betreibt unter anderem auch in Deutschland Rechenzentren für Einsteiger, Unternehmen und Selbstständige.
Zu den Hosting-Diensten gehören neben einfachem Webhosting auch vServer- und Managed-WordPress-Angebote (Dedicated Server gibt es hingegen nicht mehr). Ergänzt wird das Angebot durch Services rund um E-Mail, Marketing und Website-Sicherheit.
GoDaddy Server Test
Große Tarifauswahl
GoDaddy bietet acht vServer-Tarife mit Linux oder Windows an. Die Laufzeit ist flexibel wählbar und reicht von einem bis zu 36 Monaten.Schneller Support
Der Kundendienst reagiert zügig – sowohl per Chat als auch telefonisch. Lange Wartezeiten, wie sie bei vielen anderen Hostern vorkommen, sind hier die Ausnahme.
Sehr hohe Preise
GoDaddy lässt sich seine vServer gut bezahlen. Der Anbieter zählt zu den teuersten aus unserem Vergleich. Nach Ablauf der ersten Laufzeit steigen die Kosten häufig noch einmal deutlich.Teils schwache Server-Leistung
In mehreren wichtigen Performance-Kategorien – insbesondere bei CPU- und RAM-Performance – schneidet GoDaddy unterdurchschnittlich ab. Im Multi-Core-Test landet der Anbieter sogar auf dem drittletzten Platz.Kein deutsches Rechenzentrum
Bei der Standortwahl stehen nur die Regionen Europa, USA und Asien zur Verfügung. Ein deutsches Rechenzentrum betreibt GoDaddy nicht.
Server-Einrichtung & Verwaltung
| Interface & Bedienung | Langsam, aber einfach | 1/2 |
| Server‑Einrichtung | Wenige Optionen | 4/8 |
| Server-Verwaltung | Basis-Funktionen vorhanden | 6/8 |
| Sonstige Features | Keine vorhanden | 0/2 |
Die Registrierung erledigen Sie bei GoDaddy direkt im Rahmen des Bestellvorgangs. Sie geben dabei Name, E-Mail-Adresse, Anschrift und die gewünschte Zahlungsmethode an.
Die Bereitstellung erfolgt automatisch nach Zahlungseingang. GoDaddy verlangt beim Kauf eines vServers weder Ausweisdokumente noch andere Nachweise. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei bestimmten Domainendungen oder Zusatzdiensten, kann eine zusätzliche Identitätsprüfung notwendig sein.
Das GoDaddy-Dashboard
GoDaddy bündelt Konto, Produkte und Verwaltung in einem zentralen Dashboard. Die moderne, übersichtlich strukturierte Oberfläche wirkt aufgeräumt und nutzt viel Weißraum. Etwas mehr farbliche Differenzierung hätte der Orientierung allerdings gutgetan – viele Bereiche sehen sehr ähnlich aus, was das monotone Design zusätzlich betont.

Die Kontostartseite von GoDaddy.
Beim Blick auf die Produktverwaltung wird schnell klar, worauf GoDaddy den Fokus legt: auf Domains. Das große Suchfeld auf der Startseite dient ausschließlich der Domainsuche, und auch der prominent platzierte Button oben rechts führt direkt zur Website-Erstellung. Die Serververwaltung wirkt dagegen eher wie ein Zusatzangebot.
Die Serververwaltung selbst ist aber angenehm einfach aufgebaut. Es gibt nur vier Menüpunkte. Selbst wenn Sie zum ersten Mal einen vServer verwenden, sollten Sie sich hier schnell zurechtfinden.

Das unkomplizierte vServer-Verwaltungs-Menü von GoDaddy.
Leider ist die Performance des Dashboards recht träge. In der Produktübersicht und Kontoverwaltung kommt es teils zu spürbaren Verzögerungen. Der Seitenaufbau dauert im Test bis zu fünf Sekunden. Auch das Nachladen einzelner Elemente geht stellenweise nur schleppend. Besser läuft es in der Serververwaltung. Dort reagiert die Oberfläche schneller und oft ohne Verzögerungen.
Die Spracheinstellung nehmen Sie ausschließlich global über den Footer der GoDaddy-Website vor. Einen Dark Mode gibt es nicht: Die Oberfläche steht ausschließlich im hellen Design zur Verfügung.

Das GoDaddy-Dashboard ist modern gestaltet, aber klar auf die Domainverwaltung ausgerichtet. Die Serververwaltung spielt eher eine Nebenrolle – ist dafür aber übersichtlich und leicht zu bedienen, sodass auch Einsteiger schnell zurechtkommen.
Weniger überzeugend ist die Performance: Im Test reagierte das Dashboard häufig träge, Seiten luden spürbar langsam und einzelne Elemente verzögert. Gerade für ein Hosting-Unternehmen ist das schlicht inakzeptabel.
Server-Einrichtung bei GoDaddy: Langsamer als versprochen
Die Einrichtung eines vServers bei GoDaddy läuft grundsätzlich unkompliziert ab. Während des Bestellvorgangs wählen Sie das gewünschte Betriebssystem (Linux oder gegen Aufpreis Windows), die Laufzeit sowie optionale Zusatzsoftware wie cPanel/WHM oder Plesk. Bei den Vertragslaufzeiten haben Sie viel Auswahl – von einem Monat bis hin zu drei Jahren.
Achten Sie beim Preis auf die Laufzeit: Die besonders niedrigen Einstiegspreise gelten nur für die erste Abrechnungsperiode. Danach steigen die Kosten spürbar an, vor allem bei längeren Vertragsbindungen. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an.

Viel Auswahl bei der Vertragslaufzeit.
Bei der Standortwahl beschränkt sich GoDaddy auf drei Regionen: Europa, USA und Asien. Eine feinere Auswahl innerhalb dieser Regionen ist nicht möglich. In unserem Test wurde der Server automatisch einem französischen Rechenzentrum zugewiesen.

Standort- und OS-Wahl bei der vServer-Einrichtung.
Bei Linux-Tarifen wählen Sie zwischen den Distributionen AlmaLinux, Debian und Ubuntu. Ein eigenes Image erlaubt GoDaddy nicht, auch weitere Software bietet der Hoster nicht von selbst an. Anschließend dauert es im Test noch einmal acht Minuten, bis der Server vollständig einsatzbereit ist. Dazu erhalten Sie eine E-Mail-Benachrichtigung.
GoDaddy gibt an, dass neue vServer in wenigen Minuten bereitstehen. Im Test dauerte es jedoch deutlich länger: Erst am nächsten Tag war der Server im Dashboard als aktiv markiert – eine Benachrichtigung darüber erhielten wir nicht.
Server‑Verwaltung: Potenzial ist da
Die Serververwaltung bei GoDaddy ist übersichtlich, aber funktional eher schlicht gehalten. Auf der Startseite sehen Sie die wichtigsten Eckdaten Ihres vServers – etwa IP-Adresse, Region, Betriebssystem und die aktuelle Auslastung von CPU, RAM und Speicher. Das sorgt für einen schnellen Überblick, auch wenn das Interface insgesamt recht leer wirkt.
Über den Aktionsbutton oben rechts lassen sich grundlegende Aufgaben direkt erledigen: Sie können den Server neu starten, stoppen, in den Notfallmodus versetzen oder komplett neu aufsetzen. Eine Wiederherstellungskonsole ist ebenfalls integriert und deckt den Großteil der verfügbaren Verwaltungsfunktionen ab.

Serveraktionen im GoDaddy-Dashboard.
Automatische tägliche Backups sind in jedem vServer-Tarif enthalten. Das ist erfreulich, denn manche Anbieter verlangen dafür einen Aufpreis.
Sie erhalten sieben Sicherungspunkte, die GoDaddy jeweils am späten Nachmittag erstellt. Laut Angaben des Supports legt GoDaddy die Backups „in einer sicheren Cloud“ in Europa an, sofern Sie sich für Europa als Serverregion entschieden haben.

Sieben tägliche Backups stehen bereit.
Zusätzlich können Sie manuelle Backups anlegen oder zeitgesteuerte Sicherungen planen. Diese Funktion ist nützlich, wenn Sie regelmäßige Sicherungen unabhängig vom automatischen Zyklus wünschen.

Backup-Erstellung zu einem selbst gewählten Zeitpunkt.
Das Benachrichtigungssystem bietet erfreulich viele Möglichkeiten: Sie können E-Mail-Warnungen aktivieren, die bei hoher Auslastung oder knappem Speicherplatz ausgelöst werden. Das ist kostenlos und sorgt für ein gutes Maß an Kontrolle.

Monitoring bei GoDaddy.
Wenig Flexibilität bei Skalierung und Konfiguration
Eine Neuinstallation des Betriebssystems ist ohne Schwierigkeiten möglich, allerdings stehen dabei erneut nur die anfänglich angebotenen drei Linux-Distributionen (AlmaLinux, Debian, Ubuntu) zur Auswahl. Eigene Images sind weiterhin nicht erlaubt, vorgefertigte Apps fehlen ebenfalls. Hier hat GoDaddy noch Nachholbedarf.
Auch die eingeschränkte Skalierbarkeit ist problematisch. Einzelne Ressourcen wie RAM oder CPU lassen sich nicht separat anpassen – ein Upgrade ist nur durch den Wechsel in einen höheren Tarif möglich. Ein Downgrade ist weder im Dashboard noch über den Support vorgesehen.

Ein vServer-Upgrade ist schnell durchgeführt.
Und auch beim sonstigen Funktionsumfang bleibt GoDaddy hinter der Konkurrenz zurück: Es gibt keine Snapshots als zusätzliche Sicherheitsoption, keine eigene Firewall-Verwaltung und kaum Möglichkeiten, Netzwerkeinstellungen individuell anzupassen.
Hier sehen Sie, wie die von GoDaddy gebotenen Server-Funktionen im Vergleich zu anderen Hostern abschneiden:
![]() GoDaddy | ![]() OVH | ![]() Hostinger | ![]() Hetzner | ![]() DigitalOcean | ![]() netcup | ![]() IONOS | ![]() dogado | ![]() STRATO | ![]() Contabo | ![]() Alfahosting | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rescue-System | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Web-Konsole | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Monitoring | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Backups | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ |
| Snapshots | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ |
| Skalierung | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✓ |
| Firewall | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Summe | 5 | 7 | 7 | 7 | 7 | 6 | 6 | 5 | 4 | 4 | 4 |

GoDaddy bietet eine stabile und übersichtliche Verwaltungsoberfläche für vServer, die auch Einsteiger problemlos bedienen können. Die Bedienung ist unkompliziert, wichtige Funktionen sind vorhanden, und Backups laufen automatisch im Hintergrund. Für gängige Hosting-Aufgaben oder kleinere Projekte reicht das vollkommen aus.
Sobald es jedoch individueller werden soll – etwa bei Skalierung, Sicherheit oder speziellen Einstellungen – stößt man schnell an Grenzen. GoDaddy liefert eine solide Grundlage, bietet in Sachen Serververwaltung aber letztlich zu wenig Spielraum.
Performance
| CPU‑Benchmark | Single-Core: 1.071 Multi-Core: 1.987 | 2/15 |
| RAM‑Benchmark | 56.064 MiB/sec | 2/5 |
| Disk‑Benchmark | 52.500 IOPS | 1/5 |
| Netzwerk‑Benchmark | 6.220 MBit/s | 5/5 |
Wie leistungsfähig ist ein vServer von GoDaddy im Alltag wirklich? Um das objektiv zu bewerten, führen wir standardisierte Benchmark-Tests durch, die verschiedene Leistungsbereiche abdecken. Dabei prüfen wir fünf zentrale Metriken:
- 1.
die CPU-Einzelleistung – also die Geschwindigkeit eines einzelnen CPU-Kerns
- 2.
die Multi-Core-Leistung – also die Zusammenarbeit mehrerer Kerne
- 3.
die RAM-Performance – also wie schnell Daten im Arbeitsspeicher verarbeitet werden
- 4.
die Festplattenleistung (IOPS), die für Datenbank- und Webzugriffe entscheidend ist
- 5.
die Netzwerkanbindung, die bestimmt, wie schnell Daten gesendet und empfangen werden können.
Alle Werte stammen aus standardisierten Tests (Benchmarks), die wir nicht nur bei GoDaddy, sondern bei vielen vergleichbar konfigurierten vServern durchführen. Die Ergebnisse helfen Ihnen dabei, die Angebote besser einzuordnen und am Ende die richtige Entscheidung zu treffen. Je höher die erreichte Punktzahl, desto besser.
Unsere Benchmark-Methodik für vServer erklären wir Ihnen hier im Detail:
Schwache CPU-Einzelleistung
Im Single-Core-Test erreicht GoDaddy nur 1.071 Punkte und landet damit auf Platz acht von elf. Die CPU-Einzelleistung zeigt, wie schnell ein Server einfachere Aufgaben abarbeitet – etwa bei Webanwendungen, die nicht stark parallelisiert sind, oder bei vielen kleineren PHP-Anfragen.
| Geekbench 6 (Single Core) | |
|---|---|
![]() | 1.771 |
![]() | 1.534 |
![]() | 1.468 |
![]() | 1.442 |
![]() | 1.169 |
![]() | 1.168 |
![]() | 1.105 |
![]() | 1.071 |
![]() | 954 |
![]() | 918 |
![]() | 482 |
Schwache Multi-Core-Leistung
Noch schwächer fällt das Ergebnis im Multi-Core-Test aus. GoDaddy erreicht hier nur 1.987 Punkte (zum Vergleich: der Median liegt bei 6.177). Das reicht nur für den neunten Platz.
Wenn Sie Anwendungen nutzen, die mehrere Kerne gleichzeitig auslasten, beispielsweise bei komplexen Berechnungen, Videoverarbeitung oder parallelen Serverprozessen, ist GoDaddy vielleicht nicht die richtige Wahl. Für einfache Aufgaben genügt die Leistung, für anspruchsvollere Projekte jedoch nicht.
| Geekbench 6 (Multi Core) | |
|---|---|
![]() | 9.827 |
![]() | 7.945 |
![]() | 7.514 |
![]() | 7.376 |
![]() | 7.159 |
![]() | 6.177 |
![]() | 5.476 |
![]() | 4.417 |
![]() | 1.987 |
![]() | 1.978 |
![]() | 1.652 |
Langsamer Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher von GoDaddy erreicht im Test 56.064 MiB/s und belegt damit Platz 7. Die geringere RAM-Geschwindigkeit fällt vor allem bei datenintensiven Anwendungen ins Gewicht.
Wenn Sie große Datenmengen zwischenspeichern oder speicherhungrige Prozesse ausführen, kann der Arbeitsspeicher schnell zum Engpass werden. Für einfache Websites oder kleinere Anwendungen sollte die Leistung dagegen ausreichen.
| stream copy | |
|---|---|
![]() | 144.878 MiB/sec |
![]() | 117.934 MiB/sec |
![]() | 105.374 MiB/sec |
![]() | 100.338 MiB/sec |
![]() | 86.477 MiB/sec |
![]() | 77.369 MiB/sec |
![]() | 56.064 MiB/sec |
![]() | 47.490 MiB/sec |
![]() | 39.328 MiB/sec |
![]() | 36.342 MiB/sec |
![]() | 18.921 MiB/sec |
SSD-Leistung unterdurchschnittlich
Auch bei der Festplattengeschwindigkeit ist GoDaddy alles andere als beeindruckend: Mit 52.500 IOPS erreicht der Anbieter erneut nur den siebten Platz im Vergleich.
Das bedeutet, dass es beim Lesen und Schreiben vieler kleiner Dateien – etwa bei Datenbankabfragen oder beim Laden vieler Webseitenelemente – zu Verzögerungen kommen kann. Für den normalen Einsatz sollte die Leistung in vielen Fällen aber ausreichen.
| fio (Total IOPS, Block Size 4k) | |
|---|---|
![]() | 120.300 IOPS |
![]() | 115.800 IOPS |
![]() | 105.800 IOPS |
![]() | 100.700 IOPS |
![]() | 78.200 IOPS |
![]() | 57.700 IOPS |
![]() | 52.500 IOPS |
![]() | 40.000 IOPS |
![]() | 40.000 IOPS |
![]() | 21.400 IOPS |
![]() | 1.300 IOPS |
Netzwerk gut angebunden
Wirklich überzeugen kann GoDaddy nur beim Netzwerk: Mit 6.220 MBit/s liegt die gemessene Geschwindigkeit über dem Median. Hier belegt GoDaddy Platz 4 im Vergleich.
Von dieser guten Netzwerkleistung profitieren Sie, wenn Sie häufig große Datenmengen übertragen oder Dienste mit starker Anbindung an externe Systeme betreiben.
| iperf (Receive Speed, IPv4, London) | |
|---|---|
![]() | 7.580 MBit/s |
![]() | 7.030 MBit/s |
![]() | 6.970 MBit/s |
![]() | 6.220 MBit/s |
![]() | 5.110 MBit/s |
![]() | 5.020 MBit/s |
![]() | 4.810 MBit/s |
![]() | 2.360 MBit/s |
![]() | 1.950 MBit/s |
![]() | 986 MBit/s |
![]() | 292 MBit/s |

Unterm Strich fällt das Ergebnis enttäuschend aus: Nur die Netzwerkanbindung überzeugt, in allen anderen Testkategorien liegt GoDaddy deutlich hinter der Konkurrenz. Die Gesamtperformance bewegt sich überwiegend im unteren Mittelfeld. Das ist einfach zu wenig – besonders mit Blick auf die Kosten des Anbieters.
GoDaddy kann eine Option sein, wenn Sie einen Server suchen, der zuverlässig einfache Aufgaben übernimmt und dabei eine starke Netzwerkanbindung bietet. Für anspruchsvollere Anwendungen empfehlen wir Ihnen, sich nach einer insgesamt leistungsstärkeren Lösung umzusehen.
Kosten
| Preis 8 vCPU | 71,39 € | 0/7 |
| Preis 16 GB RAM | 47,59 € | 0/7 |
| Preis 250 GB SSD | 71,39 € | 0/7 |
| Preis 50 TB Traffic | 19,03 € | 0/4 |
| Backup‑Kosten | 0,00 € | 3/3 |
| Abrechnung | höherer Preis nach erster Vertragslaufzeit | 0/2 |
Um die Preisgestaltung verschiedener VPS-Anbieter objektiv vergleichen zu können, verwenden wir ein einheitliches Punktesystem. Dabei bewerten wir die Kosten in fünf typischen Szenarien:
- 1.
den günstigsten VPS mit mindestens 8 vCPUs
- 2.
den günstigsten VPS mit mindestens 16 GB RAM
- 3.
den günstigsten VPS mit mindestens 250 GB SSD-Speicher
- 4.
die Kosten für 50 TB monatliches Datenvolumen
- 5.
den Preis für automatische Backups
Grundlage sind ausschließlich die dauerhaft gültigen Bruttopreise, wie sie auf den Websites der Anbieter ausgewiesen sind. Temporäre Rabatte, Neukundenaktionen oder Sonderangebote bleiben unberücksichtigt.
Hier sehen Sie die Kosten von GoDaddy im Vergleich mit anderen Anbietern:
| 8 vCPU | 16 GB RAM | 250 GB SSD | 50 TB Traffic | Backup | |
|---|---|---|---|---|---|
![]() | 9,00 € | 9,00 € | 9,00 € | 1,00 € | 7,00 € |
![]() | 10,79 € | 10,79 € | 10,40 € | 3,99 € | 1,50 € |
![]() | 14,16 € | 14,16 € | 25,29 € | 4,55 € | 0,00 € |
![]() | 14,86 € | 20,81 € | 20,81 € | 7,13 € | 5,88 € |
![]() | 17,63 € | 14,13 € | 11,00 € | 1,00 € | |
![]() | 21,99 € | 21,99 € | 21,99 € | 7,49 € | 5,99 € |
![]() | 23,79 € | 11,89 € | 23,79 € | 9,51 € | 0,00 € |
![]() | 23,80 € | 13,33 € | 4,28 € | 5,36 € | 7,14 € |
![]() | 27,99 € | 18,99 € | 10,99 € | 7,99 € | 0,00 € |
![]() | 71,39 € | 47,59 € | 71,39 € | 19,03 € | 0,00 € |
![]() | 82,22 € | 82,22 € | 82,22 € | 5,14 € | 4,11 € |
VPS‑Tarife von GoDaddy
Die vServer-Pakete von GoDaddy decken eine breite Leistungsspanne ab – von kompakten Einstiegsservern bis hin zu deutlich stärkeren Konfigurationen mit bis zu 32 vCPUs und 128 GB RAM. Hier sind die wichtigsten technischen Eckdaten im Überblick:
vCPUs: Je nach Tarif stellt GoDaddy zwischen 1 und 32 virtuelle CPU‑Kerne zur Verfügung.
Arbeitsspeicher: Die VPS‑Pakete bieten zwischen 2 und 128 GB RAM. Damit lassen sich sowohl kleinere Webdienste als auch speicherintensive Anwendungen betreiben.
Speicherplatz: Alle Tarife nutzen NVMe‑SSDs mit Kapazitäten von 40 GB bis 1,5 TB. Das bedeutet ausreichend Platz für Webprojekte, Datenbanken oder Backups.
Netzwerk & Traffic: GoDaddy erlaubt unbegrenzten Traffic. Die Anbindung erfolgt über Rechenzentren mit DDoS‑Schutz.
IP-Adressen & Funktionen: Jeder vServer enthält mindestens eine IPv4‑Adresse. Bis zu drei weitere IPs sind je nach Paket zubuchbar. IPv6 wird technisch unterstützt.
Eine Übersicht der VPS-Tarife von GoDaddy finden Sie hier:
| 1 vCPU / 2GB RAM | 2 vCPU / 4GB RAM | 2 vCPU / 4GB RAM (Windows) | |
|---|---|---|---|
| Monatlicher Effektivpreis | ab 10,11 € | ab 19,03 € | ab 29,74 € |
| Vertragslaufzeit (Monate) | 1 - 24 | 1 - 24 | 1 - 24 |
| Leistung | |||
| Speicher | 40 GB | 100 GB | 100 GB |
| RAM | 2 GB | 4 GB | 4 GB |
| CPU-Kerne | 1 | 2 | 2 |
| Dedizierte Kerne | ✗ | ✗ | ✗ |
| Features | |||
| Typ | vServer | vServer | vServer |
| OS | Linux | Linux | Windows |
| Managed | ✗ | ✗ | ✗ |
| SSD Speicher | ✓ | ✓ | ✓ |
Leistungsspanne und Skalierung
GoDaddys VPS‑Angebot deckt eine außergewöhnlich breite Leistungsspanne ab. Die folgende Übersicht zeigt typische Einsatzbereiche der jeweiligen Pakete (eigene Bezeichnungen für die Tarife verwendet GoDaddy nicht – stattdessen tragen sie hardwarebasierte Namen wie „2 vCPU / 4 GB RAM“ oder „16 vCPU / 64 GB RAM“).
Kategorie | Ausstattung | Empfehlung |
|---|---|---|
Einsteiger‑Tarife | 1 vCore, 2 GB RAM, 40 GB NVMe‑SSD | Für einfache Webseiten, Testumgebungen oder andere schlanke Services. |
2 vCores, 4 GB RAM, 100 GB NVMe‑SSD | Für kleinere CMS‑Installationen oder Hosting mehrerer Seiten. | |
Mittelklasse‑Tarife | 4 vCores, 8 GB RAM, 200 GB NVMe‑SSD | Für normale Webanwendungen oder datenbankgestützte Portale. |
4 vCores, 16 GB RAM, 200 GB NVMe‑SSD | Für kleine Shops oder mittelgroße Business‑Anwendungen. | |
Business‑Tarife | 8 vCores, 16 GB RAM, 400 GB NVMe‑SSD | Für CRM‑Lösungen oder containerisierte Umgebungen. |
8 vCores, 32 GB RAM, 400 GB NVMe‑SSD | Für medienintensive Projekte, Hochlastanwendungen oder SaaS‑Plattformen. | |
Enterprise‑Tarife | 16 vCores, 64 GB RAM, 800 GB NVMe‑SSD | Für maschinelles Lernen, Big‑Data‑Verarbeitung oder interne Cloud‑Dienste. |
32 vCores, 128 GB RAM, 1,5 TB NVMe‑SSD | Für Cluster‑Systeme, Enterprise‑Deployments oder virtualisierte Umgebungen. |

GoDaddy gehört zu den teuersten Anbietern in unserem Vergleich. Selbst mit zeitlich begrenzten Rabatten liegen die Einstiegskosten deutlich über dem Durchschnitt. Nach Ablauf der ersten Laufzeit steigen die Preise meist noch einmal kräftig an – was das Angebot langfristig besonders teuer macht.
Angesichts der mäßigen Performance ist das Preis-Leistungs-Verhältnis trotz der auf dem Papier starken Hardware nicht überzeugend. Andere Anbieter liefern deutlich mehr Leistung für deutlich weniger Geld.
Zuverlässigkeit & Support
| Eigene Dokumentation & FAQ | Wenig, teils auto-übersetzt | 1/3 |
| E‑Mail‑Support | Nicht vorhanden | 0/3 |
| Telefon‑Support | Perfekt | 3/3 |
| Live‑Chat | Hohe Qualität | 3/3 |
| Kunden‑Feedback aus dem Web | Positiv | 6/8 |
Die Dokumentation von GoDaddy fällt für vServer-Kunden überschaubar aus. Im Helpdesk finden Sie nur 15 Beiträge zu diesem Thema, von denen viele auch noch kurz und oberflächlich sind. Nur wenige Artikel sind bebildert oder bieten eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Einige Texte sind automatisch aus dem Englischen übersetzt, was die Verständlichkeit nicht erhöht.

Für vServer-Kunden bietet die Dokumentation nur wenig.
Ergänzend bietet GoDaddy einige Video-Tutorials an, die etwa zehn Minuten lang sind. Diese sind zwar gut produziert, richten sich aber fast ausschließlich an Domain- und Marketing-Nutzer. Für vServer gibt es nur drei relevante Videos, und zwar einsteigerfreundliche Erklärungen von Plesk, cPanel und der grundlegenden Serververwaltung.

Bei Video-Tutorials sind vServer nicht besonders präsent.
Schnelle Antworten via Chat und Hotline
GoDaddy bietet direkte Kontaktmöglichkeiten über Telefon, Live-Chat und KI-Chat. Ein klassisches Ticketsystem oder eine Support-E-Mail-Adresse gibt es allerdings nicht – zumindest nicht für Kund:innen, die ihren vServer selbst verwalten.
Der Support-Chat von GoDaddy startet mit einem virtuellen Assistenten. Die KI begrüßt Sie auf Englisch, reagiert aber problemlos auf deutschsprachige Anfragen. Im Test lieferte sie sinnvolle Antworten und schlug bei Problemen von sich aus vor, den Kontakt zu einem Mitarbeiter herzustellen. In weniger als einer Minute meldete sich dann ein Support-Mitarbeiter, der unser Anliegen zügig bearbeitete. Die Kommunikation verlief professionell.

Der KI-Chat wird zum Mitarbeiter-Chat.
Noch etwas überzeugender präsentierte sich die Hotline: Im Test gab es praktisch keine Wartezeit – ein deutschsprachiger Mitarbeiter meldete sich sofort. Die Beratung war freundlich, kompetent und lösungsorientiert.
Einziger Nachteil: Die Hotline ist nur werktags zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar. Am Wochenende steht ausschließlich der Support-Chat (24/7) zur Verfügung.
Kunden loben Support-Schnelligkeit
Auch in den Kundenbewertungen schneidet der GoDaddy-Support insgesamt gut ab. Viele Nutzer:innen loben die schnelle Reaktionszeit und die hilfsbereite, kompetente Beratung per Telefon oder Live-Chat. Die meisten Probleme werden zügig und zuverlässig gelöst.
Doch natürlich gibt es auch Kritik. Manche empfinden die Antworten als oberflächlich oder zu stark an standardisierte Skripte gebunden, statt individuell auf die Situation einzugehen.

Der Kundenservice von GoDaddy ist gut erreichbar, reagiert schnell und hilft freundlich und zuverlässig weiter – genau so sollte es sein. Wenn Sie bei Problemen lieber direkt mit jemandem sprechen möchten, anstatt sich durch Anleitungen zu klicken, sind Sie beim US-Anbieter gut aufgehoben.
Weniger geeignet ist der Support hingegen für alle, die sich gerne selbstständig einarbeiten oder technische Hintergründe verstehen möchten. Die Dokumentation ist dafür zu oberflächlich, wichtige VPS-Themen reißt der Hoster nur kurz an.
Fazit
Das vServer-Angebot von GoDaddy erfüllt einfache Hosting-Anforderungen ohne große Hürden. Die Einrichtung ist unkompliziert, die Oberfläche übersichtlich, und die Netzwerkleistung solide. Wer einen stabilen Server für typische Webprojekte oder CMS-Installationen sucht, findet hier eine funktionale Lösung.
In technischer Hinsicht bleibt GoDaddy jedoch in mehreren Punkten hinter der Konkurrenz zurück. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind begrenzt, die Performance ist eher schwach, und eine freie Standortwahl gibt es nicht. Das zeigt, dass der Fokus des Unternehmens, das vorwiegend für seine Domain-Lösungen bekannt ist, nicht auf vServern liegt.
Dazu kommen die vergleichsweise hohen Preise: Für das, was GoDaddy bietet, ist der Anbieter schlicht zu teuer. Sie zahlen deutlich mehr als bei vergleichbaren Anbietern – und erhalten dafür faktisch weniger Leistung und Flexibilität.

GoDaddy Erfahrungen
Was halten Nutzer von GoDaddy? Wir haben uns Bewertungen auf mehreren Online-Plattformen angesehen und wiederkehrende Meinungen zusammengetragen:
Alles aus einer Hand
Kunden schätzen das breite Angebot von GoDaddy, von Website-Baukästen bis hin zu E-Mail und Webhosting. Viele Funktionen und Services sind gebündelt und sofort einsatzbereit.Einfache Bedienung
Die klar strukturierte Benutzeroberfläche erleichtert auch Einsteigern den Start. Einrichtung und Verwaltung laufen laut vielen Nutzerberichten unkompliziert ab.Schnelle Unterstützung
Die Support-Geschwindigkeit kommt gut an. Nutzer berichten häufig von zügigen Antworten im Chat und am Telefon.Rechenzentren in mehreren Regionen
Positiv hervorgehoben wird auch die Standortauswahl: Internationale Projekte profitieren von kürzeren Ladezeiten und niedrigeren Latenzen.
Schwankende Performance
Mehrere Kunden bemängeln, dass die Serverleistung nicht immer stabil ist. Vor allem bei wachsenden Projekten kommt es gelegentlich zu Leistungseinbrüchen.Ärger bei Abrechnungen
Einige Nutzer berichten von Problemen bei Vertragswechseln oder Kündigungen. Rechnungen wirken teilweise unübersichtlich, und die Abläufe seien nicht immer transparent.
Alternativen zu GoDaddy
GoDaddy ist doch nicht der richtige Anbieter für Sie? Vielleicht ist ja eine dieser Alternativen besser geeignet:
OVH ist in allen Kategorien günstiger als GoDaddy. Auch für automatische Backups fallen beim französischen Anbieter keine zusätzlichen Kosten an.
Hetzner bietet mehr Server-Funktionen und Möglichkeiten als GoDaddy, ist also deutlich flexibler.
STRATO lieferte in unseren Messungen eine deutlich stärkere Prozessor- und Arbeitsspeicherleistung als GoDaddy (dafür war GoDaddy bei der Netzwerkperformance überlegen).






























