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vServer (VPS) vs. Dedicated Server: Das sind die wichtigsten Unterschiede

Letzte Aktualisierung
23. Jan. 2026
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Ein flexibler VPS oder doch ein starker Dedicated Server? Beide Hosting-Lösungen bieten Ihnen viele Möglichkeiten. Sie unterscheiden sich aber deutlich bei Leistung, Kosten und der Verantwortung, die Sie übernehmen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Variante besser zu Ihren Anforderungen passt. Sie finden heraus, ob die geteilte Power eines VPS oder doch die exklusive Hardware eines Dedicated Servers die bessere Basis für Ihr Projekt ist.

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Das Wichtigste in Kürze
  • VPS und Dedicated Server sind ähnliche Hosting-Produkte. Der Unterschied liegt darin, ob die Server-Hardware exklusiv oder gemeinsam genutzt wird.

  • Bei einem vServer teilen Sie sich die Server-Hardware mit anderen Kunden eines Hosting-Unternehmens. Ein Dedicated Server gehört während der Mietzeit komplett Ihnen.

  • Ein VPS ist oft flexibler, schneller eingerichtet und günstiger. Ein dedizierter Server bietet mehr Leistung, Stabilität und Konfigurationsmöglichkeiten, ist aber auch teurer.

  • Beide Hosting-Varianten gibt es selbstverwaltet oder als Managed-Version, bei der der Anbieter Updates, Wartung und Sicherheit für Sie übernimmt.

VPS und Dedicated Server im Überblick

Wenn Sie einen Server mieten, reservieren Sie im Prinzip Rechenleistung in einem Rechenzentrum. Ein wichtiger Unterschied liegt darin, ob Sie sich die Hardware mit anderen teilen oder alles exklusiv nutzen. Genau darin liegt die Abgrenzung zwischen VPS und Dedicated Server.

1.

VPS: Geteilte Hardware, isolierte Umgebung

Ein Virtual Private Server (VPS oder vServer) ist eine virtuelle Maschine auf einem physischen Server. Der Anbieter teilt einen Host-Server in mehrere voneinander isolierte Umgebungen auf. Jede dieser Umgebungen verhält sich wie ein eigener Server mit eigenem Betriebssystem, eigener IP-Adresse und eigenen Ressourcen:

Bei einem VPS läuft jede Instanz getrennt.

Auf dem physischen Server läuft eine spezielle Software, der sogenannte Hypervisor. Dieser erzeugt nicht nur die virtuellen Maschinen, sondern verteilt auch CPU-Kerne, Arbeitsspeicher und Speicherplatz. Er sorgt zudem dafür, dass sich die einzelnen VPS-Instanzen nicht in die Quere kommen.

Für Sie als Kunde fühlt sich ein VPS deshalb an wie ein eigenständiger Server, obwohl er nur ein Teil eines größeren Systems ist. Sie können eigene Software installieren, Dienste starten, Ports öffnen und vieles mehr.

Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von vServern:

  • Geringe Einstiegskosten
    Ein vServer ist bereits mit vergleichsweise geringem Budget nutzbar und lässt sich bei Bedarf später erweitern.

  • Schnelle Bereitstellung
    VPS-Instanzen werden von vielen Hostern automatisiert innerhalb weniger Minuten eingerichtet, sodass Sie direkt starten können.

  • Feine Skalierung möglich
    Statt direkt einen größeren Server zu buchen, können Sie RAM, CPU und Speicher nach Bedarf in mehreren Stufen erhöhen.

  • Kontrolle und Komfort
    Sie erhalten Root-Zugriff und können Software frei wählen, ohne die Komplexität eines ganzen physischen Servers tragen zu müssen.

  • Performance-Planbarkeit nur begrenzt
    Sie teilen sich die Hardware mit anderen Kunden und müssen damit rechnen, dass Ihre „Nachbarn“ die Performance Ihres VPS zeitweise indirekt beeinflussen können.

  • Weniger wirtschaftlich bei Dauerlast
    Wenn Ihr Projekt dauerhaft hohe Ressourcen benötigt, zahlen Sie bei einem VPS auf lange Sicht oft mehr pro Leistungseinheit als bei einem vergleichbaren Dedicated Server.

2.

Dedicated Server: Ein Server nur für Sie

Ein Dedicated Server ist ein kompletter physischer Server, der ausschließlich für Sie reserviert ist. Sie teilen sich weder CPU noch RAM noch Speicher mit anderen Kunden. Somit erhalten Sie die volle Hardwareleistung und können das System sehr tiefgehend konfigurieren.

Auch ein dedizierter Server hat mehrere Vor- und Nachteile:

  • Volle Hardware-Kontrolle
    Sie können CPU-Generationen, RAM-Menge, RAID-Level und Netzwerkanbindung gezielt auswählen.

  • Konstante Performance möglich
    Ohne andere Kunden auf derselben Maschine sind Antwortzeiten und Durchsatz optimal planbar.

  • Hohes Sicherheits- und Compliance-Potenzial
    Physische Isolation und individuelle Sicherheitskonzepte machen Dedicated Server attraktiv für regulierte Branchen.

  • Platz für Spezialanforderungen
    Dedicated Server eignen sich für spezielle Anforderungen wie GPU-Beschleunigung, sehr große Speicherpools oder maßgeschneiderte Netzwerktopologien. VPS bieten diese Möglichkeiten nur eingeschränkt oder gar nicht.

  • Höhere Grundkosten
    Ein Dedicated Server kostet im Vergleich zu VPS-Tarifen deutlich mehr und bindet so einen größeren Teil Ihres Budgets.

  • Mehr Verantwortung
    Um Updates, Hardware-Einstellungen, Monitoring und Notfallkonzepte müssen Sie sich selbst kümmern, sofern Sie kein Managed-Angebot buchen.

  • Weniger flexibel
    Steigt der Leistungsbedarf, ist häufig ein Wechsel auf ein anderes Server-Modell oder der Einsatz zusätzlicher Server nötig, statt einzelne Ressourcen wie CPU oder RAM einfach nachzubuchen.

Bei einem Dedicated Server entfällt die Virtualisierung und Aufteilung über einen Hypervisor. Hosting-Anbieter bewerben ihn deshalb als Lösung für leistungsintensive, geschäftskritische Anwendungen. Dazu gehören etwa große Datenbanken, E-Commerce-Plattformen, Streaming-Dienste oder spezialisierte Unternehmensanwendungen.

Hier sehen Sie noch einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen VPS und Dedicated Server im Vergleich:

Eigenschaft

VPS

Dedicated Server

Hardwarebasis

gemeinsame Hardware mit mehreren Kunden

exklusive physische Maschine

Kontrolle

hohe Kontrolle über Software, begrenzter Einfluss auf Hardware

hohe Kontrolle über Software, große Einflussmöglichkeiten auf Hardware

Performanceprofil

gute Leistung, aber abhängig von Last auf dem Hostsystem

konstante, gut planbare Leistung

Einstiegskosten

niedrig bis moderat

höher, oft für anspruchsvollere Projekte gedacht

Skalierung

meist schnell und flexibel

über neue Hardware oder weitere Systeme

VPS oder Dedicated: Was ist besser?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn beide Modelle bedienen unterschiedliche Zielgruppen.

  • VPS richten sich vor allem an Projekte, die sich im Wachstum befinden und bei denen mehr Kontrolle als beim einfachen Shared Hosting benötigt wird.

  • Dedicated Server zielen eher auf Anwendungen mit hoher oder kritischer Last, bei denen Leistung und Stabilität wichtiger sind als die Minimierung der Kosten.

Für wen eignen sich VPS und Dedicated Server?

Wenn Sie nicht voraussehen können, wie sich Ihr Projekt entwickelt und wie schnell Ihre Nutzerzahlen wachsen, profitieren Sie bei VPS von der Möglichkeit, Ressourcen in relativ kleinen Schritten zuzukaufen. Sie starten mit einem günstigen Paket und reagieren später auf steigende Anforderungen, ohne die Plattform wechseln zu müssen.

Ein vServer eignet sich deshalb in der Regel für:

  • Webprojekte mittlerer Größe wie Unternehmenswebsites, Blogs mit ordentlichen Zugriffszahlen, Landingpages oder Communitys.

  • Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress, TYPO3 oder Joomla, die mehr Ressourcen benötigen, als Shared Hosting bietet.

  • Entwicklungs- und Test-Umgebungen, in denen Teams mehrere VPS parallel betreiben, um neue Funktionen getrennt vom Live-System zu prüfen.

  • Kleinere Online-Shops oder SaaS-Tools, solange die Nutzerzahlen überschaubar bleiben und Lastspitzen nicht dauerhaft auftreten.

  • Projekte mit unsicherem Wachstum, bei denen ein kostengünstiger Einstieg und die Möglichkeit der Skalierung wichtig sind.

Ein Dedicated Server kommt ins Spiel, wenn Ihre Anforderungen über die Komfortzone eines VPS hinausgehen. Er eignet sich in der Regel für:

  • Große E-Commerce-Plattformen, hochfrequentierte Portale, Seiten mit vielen gleichzeitigen Zugriffen oder Streaming-Angebote.

  • Anspruchsvolle Datenbank- und Analyseanwendungen, bei denen dauerhaft hohe Lasten oder komplexe Auswertungen anfallen.

  • Echtzeit-Anwendungen wie Online-Games, Voice-Chat oder andere Dienste mit möglichst niedriger Latenz.

  • Sensible Anwendungen und Compliance-Anforderungen, etwa im Finanz- oder Gesundheitswesen oder im öffentlichen Sektor. Hier sind dedizierte Server geeignet, um eine physische Trennung und klare Verantwortlichkeiten sicherzustellen.

  • Spezielle Hardwareanforderungen wie GPU-Server für KI/ML, viel Storage oder eigene RAID-Konfigurationen, die auf einem Standard-VPS so nicht abbildbar sind.

Unterschiede bei Aufwand und Verantwortung

Was Verwaltung und Sicherheit angeht, unterscheiden sich VPS und Dedicated Server weniger in den Aufgaben, sondern vor allem in der Tiefe. Sie erledigen in beiden Fällen vieles selbst, aber beim Dedicated Server tragen Sie mehr Verantwortung und haben mehr Stellschrauben.

Auf einem VPS kümmern Sie sich in erster Linie um das Gastsystem. Sie richten Benutzer und Rechte ein, konfigurieren Webserver und Datenbanken, setzen Firewall-Regeln und spielen Updates ein. Die physische Hardware, das RAID und viele Low-Level-Einstellungen liegen komplett beim Anbieter. Hier sind die Vor- und Nachteile:

  • Sie müssen kein Hardware- und Kernel-Management betreiben.

  • Sie können neue Instanzen oder Recoverys schnell aufsetzen, weil der Hoster Standardprozesse automatisiert.

  • Sie profitieren von Sicherheitsmaßnahmen des Hosters, etwa bei Hypervisor-Updates.

  • Sie haben wenig Einblick in das Hostsystem und müssen auf die Umsetzung des Anbieters vertrauen.

  • Sie können systemnahe Einstellungen nicht anpassen, etwa eigene Kernel oder spezielle Treiber nutzen.

  • Sie tragen trotzdem die Verantwortung für Patches, Verschlüsselung und Zugriffsregeln innerhalb Ihres VPS.

Beim Dedicated Server verschiebt sich die Verantwortung deutlich stärker zu Ihnen. Sie entscheiden, wie das System aufgebaut ist, und passen den Server exakt an Ihre Anforderungen an. Das hat ebenfalls Vor- und Nachteile:

  • Sie können die System- und Sicherheitsarchitektur nach Ihren eigenen Vorgaben gestalten.

  • Sie können Dienste und Daten so trennen, wie es für Ihre Compliance- und Sicherheitsziele optimal ist.

  • Sie reduzieren Abhängigkeiten von anderen Server-Kunden, da keine fremden Workloads auf der Hardware laufen.

  • Sie tragen die volle Verantwortung, wenn Sicherheitslücken oder Fehlkonfigurationen bestehen bleiben.

  • Sie müssen mehr Zeit in Dokumentation, Notfallkonzepte und regelmäßige Überprüfungen der Systeme investieren.

  • Sie müssen Hardware-nahes Monitoring, Log-Auswertung und Patch-Management konsequent selbst betreiben.

Ganz gleich, ob VPS oder Dedicated: Betriebssysteme, Webserver, Datenbanken und Programmbibliotheken erhalten regelmäßig Sicherheitsupdates. Diese Updates müssen Sie rechtzeitig einspielen, sonst bleiben bekannte Schwachstellen offen. Wer das vernachlässigt, riskiert Angriffe und Datenverlust.

Kosten von VPS und Dedicated Servern im Vergleich

Bei VPS und dedizierten Servern ist es ratsam, nicht nur auf den Monatspreis zu schauen, sondern die gesamte Kostenstruktur zu betrachten. Dazu gehören neben den direkten Serverkosten oft noch versteckte Aufwände für Betrieb und Verwaltung.

Zusatzkosten sollten Sie in beiden Fällen nicht unterschätzen. Viele Anbieter rechnen Backups, zusätzliche IP-Adressen, Monitoring-Dienste oder erweiterte Sicherheitsfunktionen separat ab. Auch können Lizenzen für Betriebssysteme oder weitere Control-Panels hinzukommen.

Ein kurzer Vergleich der generellen Kostenlogik zwischen VPS und Dedicated Servern macht den Unterschied zwischen beiden Hosting-Arten deutlich:

Aspekt

VPS

Dedicated Server

Einstiegspreis

sehr niedrig möglich

moderat bis hoch

Tarifabstufungen

feine Schritte, viele Größen

gröbere Stufen, weniger Varianten

Abrechnung

häufig monatlich, manchmal stundenbasiert

meist monatlich oder jährlich

Kosten bei Wachstum

zunächst sehr flexibel, später eventuell teurer im Verhältnis

höherer Einstieg, dafür günstiger bei großer Dauerlast

VPS-Tarife fangen oft günstig an. Sie erhalten für einen überschaubaren Betrag eine virtuelle Maschine mit festgelegtem RAM, CPU-Kontingent und Speicherplatz. Stärkere Pakete mit mehr Leistung kosten entsprechend mehr.

Hier ist eine Übersicht der günstigsten vServer aus unserem Vergleich:

1.
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Preis pro Jahr
3.
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4.
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5.
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Preis pro Jahr
6.
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51,36 €
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7.
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54,60 €
Preis pro Jahr
8.
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Preis pro Jahr
9.
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83,88 €
Preis pro Jahr
10.
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89,88 €
Preis pro Jahr
11.
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1 vCPU / 2GB RAM
121,32 €
Preis pro Jahr

Dedicated Server starten preislich höher. Die kleinsten Modelle liegen oft nur etwas über größeren VPS-Paketen. Leistungsstarke Systeme mit vielen Kernen, sehr großem Arbeitsspeicher und viel Festplattenplatz können schnell in den mittleren bis hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Monatsbereich steigen.

Wirtschaftlich betrachtet kann ein Dedicated Server langfristig günstiger sein, wenn Sie die Ressourcen konstant auslasten und mehrere Aufgaben auf einer Maschine bündeln. Umgekehrt ist ein VPS preiswerter, wenn Sie noch nicht wissen, wie sich Ihr Projekt entwickelt, und Sie lieber schrittweise in Leistung investieren.

Für eine sinnvolle Entscheidung lohnt ein Blick über den aktuellen Monat hinaus. Planen Sie am besten grob ein bis drei Jahre und fragen Sie sich, wie sich Nutzerzahlen und Datenvolumen voraussichtlich entwickeln werden. So vermeiden Sie, kurzfristig Geld zu sparen, nur um später doch teuer nachrüsten oder umziehen zu müssen.

Beliebte Option: Erst VPS, dann Umstieg auf Dedicated Server

Ein wesentliches Argument für VPS ist, dass Sie nicht für die maximale Zielgröße bezahlen müssen, bevor Sie sie wirklich brauchen. Ein typischer Zyklus kann deshalb so aussehen:

  • 1.

    Idee & MVP: Sie starten Ihr Projekt auf einem kleinen oder mittleren VPS, um Eindrücke und Feedback zu sammeln.

  • 2.

    Wachstum: Die Nutzerzahlen steigen, Sie erhöhen schrittweise RAM, CPU und Speicher. Vielleicht verteilen Sie Dienste auf mehrere VPS oder nutzen erste Zusatzangebote des Hosters.

  • 3.

    Reife & Skalierung: Die Auslastung ist hoch und konstant. Die Kosten für mehrere starke VPS nähern sich den Kosten eines Dedicated Servers an. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach mehr Kontrolle und Performance.

  • 4.

    Migration: Sie ziehen auf einen Dedicated Server oder ein Cluster aus dedizierten Maschinen um, optimieren die Architektur und nutzen die exklusive Hardware voll aus.

Aus dieser Vorgehensweise ergeben sich mehrere Vorteile, die Sie bei einem direkten Sprung vom einfachen Shared Hosting zu einem dedizierten Server nicht haben:

  • Schrittweiser Ressourcenaufbau
    Sie beginnen klein und erweitern Leistung und Speicher erst dann, wenn Ihr Projekt wächst und die Nachfrage klar erkennbar ist.

  • Bessere Kostenkontrolle
    Sie vermeiden unnötige Investitionen in teure Hardware, bevor sie sich lohnt.

  • Geplante Migration
    Sie strukturieren Ihr Projekt von Anfang an auf einer flexiblen Umgebung und erleichtern damit den späteren Umzug.

Den richtigen VPS oder Dedicated Server finden

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, müssen Sie Ihre Anforderungen genau kennen. Sie treffen nicht nur die Wahl zwischen VPS und Dedicated Server, sondern auch zwischen sehr unterschiedlichen Hostern und Tarifmodellen.

Beantworten Sie deshalb vorab diese Fragen:

Die Antworten auf diese Fragen ergeben meist von selbst eine Tendenz. Für Projekte mit unbekanntem Wachstum und wenig internem Know-how sind VPS- und Managed-Server-Angebote oft besser geeignet. Anders sieht es bei Projekten mit bereits feststehender Dauerlast oder strengen Compliance-Vorgaben aus.

Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Entscheidungskriterien:

Kriterium

Eher VPS

Eher Dedicated Server

Budget

stark begrenzt

größerer Spielraum vorhanden

Lastprofil

schwankend, phasenweise höher

dauerhaft hoch oder sehr anspruchsvoll

Flexibilität

schnelle, feine Skalierung wichtig

langfristig stabile Plattform wichtig

Team-Know-how

wenig Admin-Erfahrung, Fokus auf Produkt

eigenes Technikteam oder Managed-Partner

Sicherheitsniveau

solide Sicherheit ausreichend

strenge Vorgaben und Audits

Es geht also nicht nur um Technik – auch Organisation und Budget spielen eine wichtige Rolle. Außerdem schließen sich die beiden Welten nicht aus: Sie können einen Teil Ihrer Infrastruktur auf VPS betreiben und gleichzeitig einzelne Kernkomponenten auf Dedicated Server auslagern.

Auswahlkriterien für VPS-Tarife

Wenn Ihre Entscheidung in Richtung VPS fällt, kommt es auf die Details des Tarifs an. Zwei Angebote mit gleichem Preis können sich stark unterscheiden, etwa bei CPU-Leistung, Speichertechnik oder Supportumfang.

Achten Sie bei VPS-Tarifen auf:

  • CPU und RAM
    Planen Sie genügend Reserven ein, damit das System auch unter Last nicht dauerhaft am Limit läuft.

  • Speichertechnik
    Setzen Sie auf SSDs oder NVMe, wenn schnelle Datenzugriffe für Ihr Projekt wichtig sind.

  • Traffic und Bandbreite
    Prüfen Sie, ob es harte Limits oder Drosselungen gibt und wie hoch der inkludierte Traffic ist.

  • Standort
    Wählen Sie möglichst ein Rechenzentrum nahe an Ihren Hauptnutzern, um Latenzen zu reduzieren.

  • Backup-Optionen
    Klären Sie, ob automatische Backups enthalten sind und wie lange Daten vorgehalten werden.

  • Sicherheit
    Schauen Sie, welche Firewall-, DDoS- oder Schutzmechanismen der Hoster zusätzlich bereitstellt.

Auswahlkriterien für Dedicated Server-Pakete

Bei einem Dedicated Server sollten Sie Hardware und Zusatzleistungen noch bewusster auswählen, da ein Wechsel auf ein anderes Modell mehr Aufwand bedeutet als ein simples VPS-Upgrade.

Achten Sie zusätzlich auf diese Punkte:

  • Prozessor
    Prüfen Sie Generation, Anzahl der Kerne und Taktfrequenz und gleichen Sie diese Werte mit Ihrem Anwendungstyp ab.

  • Netzwerk
    Achten Sie auf die Größe des dedizierten Ports und auf eventuelle Traffic-Limits oder Fair-Use-Regeln.

  • Erweiterbarkeit
    Fragen Sie nach der Möglichkeit, RAM, Festplatten oder Netzwerkkarten später aufzurüsten.

  • Remote-Management
    Prüfen Sie, ob Sie über ein Management-Interface auch bei Systemfehlern auf die Maschine zugreifen können.

Managed vs. selbstverwaltete Server

Neben der Hardware spielt die Frage eine Rolle, ob Sie einen Managed- oder einen Unmanaged-Tarif wählen. Diese Entscheidung betrifft sowohl VPS als auch Dedicated Server und bestimmt, wer sich um den laufenden Betrieb kümmert.

Der wichtigste Unterschied: Bei Unmanaged-Angeboten verwalten Sie das System selbst. Sie installieren Betriebssystem und Software, spielen Updates ein und richten Sicherheitsmaßnahmen ein. Dafür behalten Sie maximale Kontrolle und sparen laufende Kosten, zahlen aber mit Zeit und technischem Aufwand.

Bei Managed Hosting übernimmt der Anbieter viele dieser Aufgaben. Er sorgt für Updates, überwacht den Server, richtet Backups ein und unterstützt bei Störungen. Das kostet mehr, nimmt Ihnen aber erheblich Arbeit ab und reduziert das Risiko, dass Sicherheitslücken lange unentdeckt bleiben.

Wenn Sie wenig interne Serverexpertise haben, ist ein Managed-Angebot oft günstiger, als später Ausfälle, Sicherheitsprobleme oder Notfälle mit externer Hilfe beheben zu müssen. Haben Sie dagegen ein erfahrenes Admin-Team, kann ein selbstverwaltetes Modell mehr Freiheit und Kostenvorteile bieten.

Den richtigen Hoster auswählen

Die beste Hardware nützt wenig, wenn der Hoster unzuverlässig arbeitet oder der Support schwer erreichbar ist. Deshalb sollten Sie neben technischen Aspekten immer auch den Anbieter selbst in den Blick nehmen.

Achten Sie bei der Hosterauswahl unbedingt auf diese Kriterien:

  • Verfügbarkeit und SLA
    Der Anbieter sollte eine hohe Verfügbarkeit garantieren und diese über ein klares SLA mit definierten Uptime-Werten und Regelungen für Ausfälle absichern.

  • Guter Support
    Der Support sollte gut erreichbar sein, idealerweise rund um die Uhr, und bei Anfragen schnell reagieren, ohne dass dafür zusätzliche Kosten entstehen.

  • Transparenz
    Der Hoster sollte transparent über eingesetzte Hardware, technische Einschränkungen, Vertragsbedingungen und mögliche Zusatzkosten informieren.

  • Passendes Rechenzentrum
    Das Rechenzentrum sollte hinsichtlich Standort, Redundanz, physischer Sicherheit und relevanter Zertifizierungen zu Ihren Anforderungen passen.

  • Skalierungsoptionen
    Es sollte möglich sein, den Server später unkompliziert aufzurüsten oder zusätzliche Systeme hinzuzubuchen, wenn der Bedarf steigt.

  • Vertragslaufzeit
    Die Vertragslaufzeit sollte fair gestaltet sein, mit überschaubaren Mindestlaufzeiten und klaren Kündigungsfristen.

Lesen Sie zudem Erfahrungsberichte, prüfen Sie Referenzen und testen Sie den Support ruhig vor Vertragsabschluss mit konkreten Fragen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie der Hoster im Alltag reagiert und ob die Zusammenarbeit zu Ihrem Stil passt.

Diese Hosting-Anbieter haben von Kunden die besten Bewertungen erhalten:

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Fazit: VPS und Dedicated Server haben unterschiedliche Stärken

VPS und Dedicated Server sind keine Gegensätze, sondern zwei unterschiedliche Werkzeuge. Wenn Sie mit begrenztem Budget starten, flexibel wachsen und Risiken niedrig halten wollen, ist ein vServer meist die passende Lösung. Wenn aber Verfügbarkeit, konstante Spitzenleistung und Sicherheit bereits geschäftskritisch sind, ist ein Dedicated Server die richtige Wahl.

Managed Hosting kann in beiden Fällen sinnvoll sein, um den administrativen Aufwand zu reduzieren und technische Risiken auszulagern. Unabhängig davon, ob Sie einen VPS oder einen Dedicated Server einsetzen, bleibt Ihr Fokus auf Produkt, Betrieb und Kunden.

Entscheidend ist, dass Sie Ihr Projekt richtig einordnen. Haben Sie heute eher sporadische Lastspitzen und eine unsichere Wachstumsprognose, spricht vieles für einen gut dimensionierten VPS, den Sie bei Bedarf hochskalieren. Arbeiten Sie hingegen mit sehr sensiblen Daten oder hängt Ihr Umsatz direkt an schnellen Antwortzeiten, passt ein Dedicated Server besser.

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Simon Stich arbeitet als IT-Journalist und Webentwickler mit Schwerpunkt WordPress. Sein eigenes Unternehmen hat er 2009 gegründet. Nach mehreren Stationen im In- und Ausland lebt er heute in Freiburg im Breisgau.
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