Projekt​management

Was macht ein Scrum Master? Die Rolle, die alles zusammenhält

Autor
Anastasia Wranek
Letzte Aktualisierung
6. Juni 2023

Was macht eigentlich ein Scrum Master? Manche bezeichnen ihn abwertend als „Moderator“ oder „Saftschubser“ – doch Kenner agiler Methoden wissen, dass es sich um eine entscheidende Rolle im Team handelt, die alles zusammenhält. Wie genau das in der Praxis aussieht, ist aber auch Projektmanagement-Profis nicht immer klar.

Daher nehmen wir uns mit diesem Artikel den Raum, um die Aufgaben und Verantwortungen eines Scrum Masters genauer zu beleuchten. Wir grenzen die Rolle von anderen Rollen im Scrum-Team ab, werfen einen Blick in den Praxisalltag und geben ein paar hilfreiche Tipps und Best Practices mit auf den Weg.

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Die Rolle des Scrum Masters

In unserem Guide zum agilen Projektmanagement mit Scrum haben wir bereits einen kurzen Blick auf die drei Rollen im Scrum-Prozess geworfen. Bei diesen handelt es sich um folgende Rollen:

  • Product Owner

  • Development-Team

  • Scrum Master

Die Rolle des Scrum Masters ist vielschichtig und lässt sich als Schnittstelle zu den anderen beiden Rollen sowie zum Unternehmen beschreiben. Scrum Master nehmen einen wichtigen Stellenwert bei der Umsetzung von Scrum ein und wirken in besonderer Form auf die anderen ein.

Daher wollen wir nachfolgend mit Ihnen betrachten, welche Aufgaben ein Scrum Master übernimmt und wo seine Verantwortung endet.

Aufgabengebiete und Verantwortlichkeiten des Scrum Masters

Die Position des Scrum Masters wird häufig als Schlüsselrolle definiert, da er mehrere Aufgaben ineinander vereint.

1.

Scrum Master als Servant Leader

Als Servant Leader versteht der Scrum Master seine Aufgabe darin, das Team zu befähigen, selbständig Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen. Der Fokus liegt dabei immer auf den Bedürfnissen des Teams, das im Mittelpunkt steht.

Scrum Master sind also keine Chefs oder Vorgesetzten, sondern Begleiter und Unterstützer auf dem Weg zum Erfolg. Vielleicht hat dieser Aspekt dazu geführt, dass der Begriff Servant Leader im Scrum Guide seit 2020 nicht mehr zu finden ist, denn in der Praxis zogen viele einen Rückschluss auf eine Führungsposition.

Der Scrum Master führt das Team nicht, sondern übt eine Schnittstellenfunktion aus:

Scrum Master als Unterstützer für Product Owner, Entwicklerteam und Organisation

Ein Scrum Master sorgt dafür, dass Stakeholder und Teilnehmer der Organisation ein Verständnis für Agilität entwickeln und hilft, dieses zu implementieren. Durch seine Schnittstellenfunktion bringt er alle Positionen zusammen. Dadurch kann er nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Arbeitsprozesse verbessern, um die Effektivität und die Effizienz zu steigern.

2.

Scrum Master als Vermittler

Eine wichtige Aufgabe des Scum Masters besteht darin, das Team zu unterstützen, Kommunikationsbarrieren zu überwinden und Konflikte zu lösen. Dies fördert eine starke Teamdynamik, die für den Erfolg eines Projektes unerlässlich ist. Zusätzlich muss ein Scrum Master die Interessengruppen im Blick behalten und jegliche Gespräche auf ein positives Niveau bringen.

Durch konstruktive Dialoge kann er helfen, Spannungen abzubauen, effektivere Entscheidungen zu treffen und zwischen den Parteien zu vermitteln. Das bedeutet, dass er notwendige Informationen sammelt und weitergibt, damit alle Projektbeteiligten auf dem gleichen Wissensstand sind und keine Missverständnisse entstehen können.

3.

Scrum Master als Problemlöser

Die Produktivität stockt und das Team kann die Entwicklung nicht fortsetzen, weil etwa wichtige Ressourcen fehlen? Auch hier kommt der Scrum Master ins Spiel. Er beseitigt Hindernisse, die den Fortschritt des Projektes behindern und sorgt dafür, dass das Team reibungslos arbeiten kann – und das möglichst ohne Störungen von außen.

Einen relevanten Aspekt stellt auch die kontinuierliche Verbesserung des Entwicklungsprozesses dar. Er identifiziert mögliche Hindernisse im Voraus, findet Lösungen und sorgt dafür, dass die Verantwortlichen diese umsetzen. So können Prozesse und die Teamzusammenarbeit schrittweise optimiert werden und neue Best Practices können entstehen.

4.

Scrum Master als Moderator

Für viele Unternehmen stellt ein Scrum Master „nur“ einen Moderator dar. Zwar ist die Moderation eine seiner Aufgaben, aber nicht sein Hauptfokus. In der Regel organisiert sich ein Scrum-Team eigenständig und ist in der Lage, die Moderation der Events selbst in die Hand zu nehmen. In der Praxis bitten Product Owner und das Development Team jedoch häufig um seine Unterstützung und Moderation.

Regelmäßige Scrum-Ereignisse

Es gibt 4 Scrum-Ereignisse oder Events, die in regelmäßigen Zeiträumen eintreten:

  • Sprint Planning

  • Daily

  • Sprint-Review

  • Sprint Retrospektive

Der Scrum Master kann sowohl bei der Vorbereitung der Ereignisse helfen, als auch die Moderation übernehmen. Wenn er sich damit befasst, sollte er darauf achten, dass das Team selbstständig bleibt und nicht von ihm abhängig wird. Eine gute Moderation zeichnet sich dadurch aus, dass sie Teilnehmer aktiv einbezieht und eine offene Kommunikation fördert.

Hilfe bei Entscheidungen

Wenn eine Entscheidungsfindung ansteht, kann er mit seinem Know-how auf verschiedene Techniken zurückgreifen, welche bei der aktuellen Situation helfen können. Beliebt sind unter anderem Brainstorming oder Priorisierungstechniken.

Rolle des Scrum Masters beim Daily

Beim Daily hingegen achtet er darauf, dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, seine Fortschritte und Probleme zu teilen und wirklich alle drei Standardfragen beantworten:

  • Was habe ist seit dem letzten Daily gemacht

  • Was werde ich bis zum nächsten Daily erledigen?

  • Welche Hindernisse gibt es?

Im übertragenen Sinne stellt er damit sicher, dass alle nach Scrum arbeiten und das agile Manifest und die Scrum-Werte im Arbeitsalltag Einsatz finden.

5.

Scrum Master als Coach und Mentor

In seiner Funktion als Coach übernimmt der Scrum Master zwei Aufgaben. Zum einen sorgt er dafür, dass alle beteiligten Parteien hinsichtlich Agilität, agilen Methoden, Grundlagen und Tools geschult sind und diese anwenden können. Dies beinhaltet etwa regelmäßige Workshops und Trainings.

Zum anderen unterstützt er Teammitglieder dabei, ihre Ziele zu erreichen, sich weiterzuentwickeln und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Er ermutigt aber auch dazu, neue Ideen auszuprobieren und gibt bei Bedarf konstruktives Feedback.

6.

Scrum Master als Improvisator

Nicht immer läuft bei Projekten alles so, wie geplant. Der Scrum Master ist allerdings ein Improvisationstalent und hilft dem Team dabei, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren und innovative Lösungswege freizuschaufeln.

Sei es während des Sprints, bei Änderungen im Projektumfeld oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen, der Scrum Master behält stets einen kühlen Kopf und behält das große Ganze vor Augen.

Was ist der Scrum Master nicht?

Bei den vielen Aufgaben, die ein Scrum Master übernimmt, stellt sich die Frage, wo sein Aufgabengebiet endet. Daher eine kurze Übersicht dazu, wie die Grenzen gesteckt sind:

  • Er ist keine Führungskraft, sondern ein Facilitator, der das Team bei ihrer Selbstorganisation unterstützt.

  • Er ist kein Feel-Good-Manager.

  • Er ist kein Projektleiter.

  • Er hat keine Weisungsbefugnis und keine Entscheidungsgewalt.

  • Er übernimmt keine Doppelfunktionen, kann also nicht auch Product Owner oder Teil des Entwickler-Teams sein.

  • Er kann keine Aufgaben vorschreiben.

  • Er trägt nicht die alleinige Projektverantwortung.

Doch wo liegen die Unterschiede zu anderen Projektmanagement-Rollen?

Abgrenzung zu anderen Scrum- und Projektmanagement-Rollen

Sind einige der Aufgaben des Scrum Masters nicht mit denen eines Projektmanagers oder eines Agile Coaches gleichzusetzen? Nicht ganz. Zwischen den Rollen mögen zwar Aufgaben Überschneidungen bestehen, Sie müssen diese aber dennoch unterscheiden! Wir zeigen Ihnen, woran Sie die jeweilige Rolle erkennen.

  • Abgrenzung zum Product Owner
    Während der Product Owner den Fokus auf die Produktvision legt, sorgt der Scrum Master dafür, dass der Prozess reibungslos läuft und beseitigt Hindernisse. Der Fokus des Product Owners liegt also auf dem Produkt und den Kundenerwartungen.

    Beim Scrum Master hingegen liegt der Fokus auf dem Team, der Zusammenarbeit und der Prozessoptimierung. Außerdem ist der Product Owner für das Product Backlog zuständig, während der Scrum Master dabei unterstützen kann, Techniken zu finden, um dieses zu optimieren.

  • Abgrenzung zum Development Team
    Das Team ist für die Umsetzung der Aufgaben und damit der eigentlichen Produktentwicklung verantwortlich. Der Scrum Master ist nicht Teil dieses Entwicklerteams und besitzt nicht die Kompetenz, in dessen Arbeit einzugreifen. Stattdessen unterstützt er es dadurch, dem Team zu ermöglichen, reibungslos zu arbeiten.

  • Abgrenzung zum Agile Coach
    In der Praxis verwenden einige Menschen den Begriff „Agile Coach” fälschlicherweise als Synonym zum Scrum Master. Der Scrum Master ist Teil des Scrum-Teams, für die Umsetzung von Scrum innerhalb eines Teams verantwortlich und gilt als Experte für die Implementierung des Frameworks. Auch wenn er einige Coaching Aufgaben übernimmt und die agile Weiterentwicklung unterstützt, liegt sein Fokus auf der Teamebene.

    Der Agile Coach hingegen arbeitet auf einer höheren Ebene und konzentriert sich auf die Entwicklung einer agilen Kultur in der gesamten Organisation, ohne einem Scrum-Team anzugehören. Er arbeitet für eine befristete Zeit mit dem höheren Management zusammen und setzt agile Transformationen in Gang, auch in Hinblick auf Scrum-unabhängige agile Frameworks.

  • Abgrenzung zum Projektmanager oder Projektleiter
    In Scrum ist die Projektverantwortung auf den Scrum Master, den Product Owner und das Development Team verteilt. Im klassischen Projektmanagement trägt üblicherweise der Projektleiter die volle Verantwortung. Ein Scrum Master könnte diesen nicht ersetzen, da er nicht das volle Aufgabenspektrum abbildet.

    Ein Projektleiter hat zudem Weisungs- und Entscheidungsbefugnisse, welche dem Scrum Master fehlen. In Scrum-Projekten gibt es zwar gar keine Projektleiter, dennoch sollte man einen Scrum-Master nicht fälschlicherweise mit jenem gleichsetzen.

Hier nochmal eine kurze Übersicht, welche die Unterschiede der Rollen auf den Punkt bringt:

Der Scrum Master im Vergleich mit anderen Rollen.

Die Rollen im Scrum sind also nicht mit denen eines klassischen Projektes vergleichbar. Doch was bedeutet es in der Praxis und mit welchen Herausforderungen sehen sich einige konfrontiert?

Herausforderungen in der Praxis – und wie Sie damit umgehen

Es gibt eine Reihe von Fallstricken im Praxisalltag, mit denen Scrum Master rechnen müssen. Sie können dafür sorgen, dass die Rolle eine Richtung einnimmt, die laut Scrum-Guide eigentlich nicht vorgesehen war. Um das zu vermeiden und das meiste aus dem Arbeitsalltag herauszuholen, gibt es zahlreiche Praktiken und Tipps, die sich über die Jahre hinweg bewährt haben.

Wir stellen einige der gängigen Herausforderungen vor und verraten, wie Sie damit umgehen können:

  • Methodik zu sehr im Fokus
    Der Scrum Master muss natürlich sicherstellen, dass sein Team die Scrum-Methoden versteht und diese effizient einsetzen kann. Da kann es schon mal passieren, dass der Fokus so sehr auf dieser Umsetzung liegt, dass ein weiterer Aspekt zunehmend unter den Tisch rutscht: die Unterstützung des Teams!

    Das Team sollte immer im Fokus bleiben und der Scrum Master muss daher eine gute Balance finden, seine Aufgaben auszubalancieren.

  • Team zu sehr im Fokus
    Auf der anderen Seite kann es zu einer weiteren Fehlwahrnehmung kommen: Wenn der Scrum Master zu sehr das Team in den Fokus nimmt, ohne die weitere Projekt- und Organisationslandschaft zu beachten, kann es zu einem ungleichen Verhältnis kommen.

    Die Beteiligten sollten nie vergessen, dass auch andere Teams von ihren Fortschritten und Prozessoptimierungen profitieren können. Wer Wissen aktiv teilt, sorgt dafür, dass die Organisation als Ganzes wachsen kann.

  • Das Team lehnt Scrum-Richtlinien oder Events ab
    Nicht immer werden alle Scrum-Grundsätze und Regelungen diskussionslos akzeptiert. Fragen wie: „Warum soll ich jeden Tag diese drei Fragen beantworten?“ Oder Aussagen wie „Eine Retrospektive brauchen wir doch nicht“ können sowohl aus dem Team als auch aus dem Management heraus kommen.

    Wie können Scrum Master damit umgehen? Hier hilft nur, eine offene Kommunikation zu pflegen und das Team in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Oftmals verstehen sie die Notwendigkeit nicht oder aber es herrscht der Wunsch danach, Prozesse zu vereinfachen. Eine Diskussion kann dazu führen, dass die Events zwar stattfinden und erforderliche Fragen und Punkte beinhalten, aber im Prozess schlanker sind.

  • Fehlende Außenwahrnehmung
    Besonders zu Beginn von Scrum haben Führungskräfte einer Organisation die Rolle eher als Assistenten oder Moderatoren wahrgenommen. Und auch heute noch erkennen einige Führungskräfte nicht den Wert dieser Rolle. Eine mögliche Ursache? Fehlende Außenkommunikation und Transparenz. Eine klare Rollendefinition und Schulungen sowie Workshops können für ein neues Verständnis sorgen.

  • Nicht voll verfügbare Teammitglieder
    Eigentlich sieht das Scrum-Framework vor, dass Teammitglieder nur dem Projekt zur Verfügung stehen. Die Praxis? Oft arbeiten diese parallel in anderen Projekten und können nicht voll in die Planung integriert werden.

    Hier kann ein Workshop mit dem Management angebracht sein, um ein Verständnis für die Vorgänge und Prozesse im Scrum zu schaffen. Denn meist reicht es nicht aus, dass die Teammitglieder mit der Methodik vertraut sind, auch die Organisation muss sich mit entwickeln.

Oftmals liegt die Ursache für Herausforderungen in einer unzureichenden Schulung der Organisation, fehlendem Wissen oder Informationen. Dies zeigt aber zugleich die Wichtigkeit einer Rolle, die bestens mit Scrum vertraut ist und diese im Unternehmen vertreten kann.

10 Tipps für erfolgreiche Scrum Master

Sie möchten wissen, was erfolgreiche Scrum Master richtig machen? Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, die erfahrene Facilitators befolgen:

  • 1.

    Experte sein: Scrum Master sollten besser als jeder andere mit dem agilen Manifest, den Scrum Prozessen und dem Scrum Guide vertraut sein. So können sie jederzeit den richtigen Weg finden und anderen diesen Weg aufzeigen.

  • 2.

    Besserwisserei vermeiden: Experten wissen, dass sie jederzeit etwas Neues lernen können. Daher gilt auch hier: Immer aufmerksam zuhören, wenn das Team neue Vorschläge unterbreitet und überlegen, ob dies zu einer Optimierung der Prozesse führen kann. Außerdem gilt: Das Team steht über dem Manifest!

  • 3.

    Dem Team Raum für Kreativität lassen: Erfahrene Scrum Master geben nicht immer eine fertige Lösung vor, sondern lassen das Team gemeinsam eine Lösung finden. Das fördert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die Lösungskompetenz und die Selbstständigkeit des Teams.

  • 4.

    Auf Augenhöhe zusammenarbeiten: Um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten, ist es wichtig, dass alle Teammitglieder auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Das bedeutet nicht nur, dass ein Scrum Master jedes Teammitglied respektieren und wertschätzen sollte, sondern auch, dass er aktiv daran arbeiten muss, ein offenes und vertrauensvolles Klima zu schaffen – insbesondere bei Retrospektiven!

  • 5.

    Experimentieren ist erwünscht: Agile Prozesse leben von Veränderung. Einige Ideen lassen sich zwar gut in der Theorie skizzieren, aber welche Auswirkungen hat dies auf die Praxis und bestehende Prozesse tatsächlich? Scrum lädt zum Experimentieren ein. Erfolgreiche Teams probieren die Idee einfach aus und sehen, was passiert. Einen Schritt zurück können sie notfalls immer machen, aber vielleicht ist genau diese Änderung das, was das Team gebraucht hat.

  • 6.

    Nicht ohne Zustimmung handeln: Ein Scrum Master sollte Entscheidungen nur in Abstimmung mit dem Scrum-Team treffen, dann stehen alle gemeinsam für diese ein.

  • 7.

    Wissensaustausch fördern: Wissenssilos, in denen jeder sein Wissen hortet? Schnee von gestern! Heute weiß jeder, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man Wissen teilt. Scrum Master lernen daher voneinander und fördern den Austausch mit anderen Scrum-Teams.

  • 8.

    Teammitglieder ermutigen: Ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Teams ist die Motivation jedes einzelnen. Das macht die Mitglieder eigenständiger und verantwortungsbewusster, was sich auch in der Produktivität und einer geringeren Fehlerquote widerspiegelt.

  • 9.

    Moderation rotieren lassen: Jedes Teammitglied sollte die Möglichkeit haben, als Moderator zu agieren und somit Verantwortung zu übernehmen. Dies fördert nicht nur das Verständnis für alle Aufgaben innerhalb des Teams, sondern auch eine bessere Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander. Daher nehmen einige Scrum Master zwischendurch einfach eine passivere Rolle ein oder helfen Teammitgliedern dabei, ihre Moderations-Skills zu verbessern.

  • 10.

    Unterstützer sein: Ein Experte versucht nicht, das Team zu managen, sondern unterstützt es. Er vermittelt zwar bei Konflikten oder bei Problemen, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass sein Team Verantwortung übernehmen kann.

Welche Voraussetzungen sind notwendig, um Scrum Master zu werden?

Es gibt keine direkte Ausbildung oder gar einen Studiengang, der einen zum Scrum Master macht. Dafür gibt es bestimmte Kurse und Zertifizierungen, die Ihre Tauglichkeit als Scrum Master bescheinigen.

Über Scrum.org können Interessenten beispielsweise unterschiedliche Zertifikate erlangen, angefangen beim Professional Scrum Master 1 (PSM I) hin zum dritten Level. Mit dem Level steigt auch die Detailtiefe und Teilnehmer können Expertenkenntnisse ausbauen und erweitern. Während es die Vorbereitungskurse meist als Online-Kurse und in deutscher Sprache gibt, gab es die anschließenden Multiple-Choice-Prüfungen lange Zeit nur auf Englisch.

Auf Scrum.org finden Sie passende Zertifikate.

Mittlerweile gibt es jedoch auch Anbieter wie Maxpert oder TÜV Süd, welche die Prüfungen auch auf Deutsch anbieten. Im Hinblick auf die zukünftigen Aufgaben sollten sich angehende Scrum Master jedoch immer fragen, ob sie die benötigten Skills mitbringen. Schließlich müssen sie sich in Konfliktsituationen behaupten und durch die Schnittstellenfunktion außerordentliche Kommunikationsfähigkeiten mitbringen.

Weitere Voraussetzungen wie beispielsweise ein bestimmter Studien- oder Berufsschulabschluss sind nicht gefordert. Jeder kann sich für den Online-Kurs anmelden. In der Praxis bevorzugen Unternehmen vornehmlich Kandidaten mit einem Zertifikat, die aus dem Bereich der IT oder des Projektmanagements kommen.

Fazit: Eine vielschichtige Rolle mit viel Verantwortung

Ein Scrum-Team ohne Scrum Master? Unmöglich! Die Rolle des Scrum Masters ist sehr vielschichtig und wird im Firmenalltag oftmals unterschätzt. Er unterstützt das Team bei der Umsetzung des Projektes, schafft Hindernisse aus dem Weg, eröffnet notwendige Rahmenbedingungen und achtet auf die Einhaltung der Scrum-Prinzipien. Als Schnittstelle arbeitet er jedoch nicht nur mit dem Development-Team, sondern auch mit dem Product Owner und der Organisation zusammen.

Es ist jedoch auch wichtig zu verstehen, dass es sich bei dieser Rolle weder um einen Projektmanager, noch um einen agilen Coach handelt. Mit einigen einfachen Tipps können Scrum Master erfolgreich den Herausforderungen und Fallstricken des Praxisalltages begegnen und dem Team helfen, ein Projekt erfolgreich ins Trockene zu bringen!

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Anastasia Wranek hat Wirtschaftspsychologie studiert und mehrere Jahre als Projekt und Prozessmanagerin gearbeitet. Ihre Spezialgebiete liegen in der Organisations- und Personalentwicklung sowie im IT-Projektmanagement. Als freiberufliche Autorin schreibt sie hauptsächlich über die Themen Projektmanagement, Agilität und New Work.
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