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Finom liefert grundlegende Banking-Features in einer benutzerfreundlichen, digitalen Verpackung, die ein paar nette Extras im Bereich Rechnungen und Buchhaltungen einschließt. So richtig ausgereift ist das Angebot bisher allerdings nicht.
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Service & Support
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Konditionen & Gebühren
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Geschäfts​konto

Finom Geschäftskonto Test: Gut für Gründer?

Letzte Aktualisierung
25. Sept. 2023
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Gründer sind heute jung, digital und mobil. Alte Banking-Lösungen, die sich nicht an die Herausforderungen des modernen Unternehmertums angepasst haben, kommen da nicht mehr infrage. Finom zählt zu einer neuen Fintech-Generation, die Finanzen für eine moderne Geschäftswelt versprechen. Doch was steckt dahinter?

Wir haben das Finom-Geschäftskonto ausgiebig getestet und verraten, ob es eine gute Wahl für Gründer und andere Unternehmer ist.

Gesponsert
Finom Geschäftskonto
Kostenloser Tarif
Kostenlose virtuelle & physische Karten
Fakturierung & Buchhaltung
Deutsche IBAN und Cashback bis zu 3%
Mobile First-Ansatz
2,3
Testergebnis
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Was ist Finom?

Finom* hat den Anspruch, „mehr als ein gewöhnliches Geschäftskonto“ zu sein. Vielmehr handelt es sich um eine digitale Plattform, die Finanzmanagement, Bankfunktionen und Buchhaltung vereint – und zwar in einem intuitiven Mobile-First-Produkt, das für den modernen Geschäftsalltag entwickelt wurde.

Finom wurde 2019 von russischen Gründern in den Niederlanden gestartet, 2020 folgte der Launch in Deutschland. Mittlerweile sind die Banking-Lösungen der Firma mit Sitz in Amsterdam, bei der es sich laut Gründern um ein „100 Prozent europäisches Unternehmen“ handelt, auch in Frankreich, Italien, Belgien, Spanien und Polen verfügbar.

Wie im Fintech-Bereich üblich ist Finom selbst keine Bank, sondern eine digitale Plattform für Finanzen, die sich die Banklizenz anderswo borgt. In Deutschland kooperiert Finom dafür mit der Solarisbank, in Frankreich mit Treezor.

Wenn Sie ein Konto bei Finom eröffnen, läuft die Zahlungsabwicklung also über die Solarisbank, die Ihnen auch eine deutsche IBAN erteilt. Ihr Geld ist damit durch den europäischen Einlagensicherungsfonds geschützt.

Finom kombiniert somit die Sicherheit eines echten Kreditinstituts mit der Agilität eines Tech-Startups. Wie das Ganze in der Praxis aussieht, lesen Sie in unserem Test.

Finom Geschäftskonto Test

Testergebnis
2,3
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Kontoeröffnung & Bedienung
Note 2,0
Service & Support
Note 2,3
Konditionen & Gebühren
Note 2,3
Banking & Funktionen
Note 2,7
  • 100 % digitale Kontoeröffnung
    Um ein Konto bei Finom zu eröffnen, müssen Sie nicht zur Post gehen, auf Post warten oder händisch Formulare ausfüllen. Alles findet komplett digital statt.

  • Unterkonten mit eigener IBAN
    Je nach Tarif können Sie bis zu vier Unterkonten („Wallets“) anlegen, von denen jedes eine eigene IBAN hat und damit unabhängig vom Hauptkonto verwendet werden kann.

  • Integrierte Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen
    Sie können mit Finom auch Rechnungen schreiben und wichtige Dokumente für die Buchhaltung sammeln.

  • Kostenloser Tarif
    Es gibt einen komplett kostenlosen Tarif für Freiberufler und Einzelunternehmer

  • Lange Wartezeit bis zur Freischaltung
    Wir mussten drei Wochen auf die Freischaltung unseres Kontos warten. Der Grund: Probleme bei der Solarisbank, von der sich Finom die Banklizenz borgt.

  • Keine Auslandsüberweisungen im Fremdwährungen
    Finom unterstützt bisher keine SWIFT-Überweisungen ins Ausland.

  • Bargeldeinzahlung nicht möglich
    Bei Finom gibt es keine Möglichkeit, Bargeld aufs Geschäftskonto einzuzahlen.

  • Keine Kreditkarten enthalten
    Finom bietet nur Debit-, keine Kreditkarten. Einen Kontokorrentkredit gibt es auch nicht.

  • Komplizierte Tarifstruktur mit versteckten Kosten
    Die Tarifstruktur von Finom könnte etwas einfacher und geradliniger sein. Zudem gibt es versteckte Kosten, beispielsweise in Form der Gebühren für nicht aktive Karten.

1.

Kontoeröffnung & Bedienung

Die Eröffnung eines Geschäftskontos war einst mit viel Papierkram, Unterschriften und sogar dem Gang zur Post oder einer Bankfiliale verbunden. Formulare müssen Sie natürlich auch bei Finom ausfüllen, doch glücklicherweise findet der gesamte Antragsprozess digital statt.

Deshalb können wir auch verkraften, dass Finom zunächst vergleichsweise viele Fragen stellt: Während der Registrierung müssen Sie beispielsweise auch Informationen zu Ihrem Geschäftsmodell, potenziellen Geschäftspartnern und dem Jahresabschluss angeben. Weil alles digital abläuft, war die Ersteinrichtung trotzdem schnell abgeschlossen.

Klicken Sie auf der Finom-Homepage auf „Konto eröffnen“ und folgen Sie den Anweisungen, um Ihr Geschäftskonto einzurichten.

3 Wochen bis zur Freischaltung

Finom verspricht eine Kontoeröffnung innerhalb von 48 Stunden. Von Finom-Seite lief bei der Einrichtung dabei auch alles wie geschmiert. Dass wir von den 48 Stunden am Ende weit entfernt waren, lag daran, dass es beim „Fin“-Part der Fintech-Lösung zu Verzögerungen kam: Aufgrund von Problemen bei der Solarisbank mussten wir uns ganze drei Wochen bis zur Freischaltung unseres Kontos gedulden.

Die Schuld lag zwar nicht bei Finom selbst, sondern der Partnerbank, doch hier erwarten wir uns von einem digitalen Konto, das für agile Gründer ausgelegt ist, einfach mehr.

Minimalistische Finanzverwaltung im Finom-Dashboard

Wenn Ihr Konto freigeschaltet ist, können Sie sich im Browser oder am Smartphone bei Finom anmelden und mit der digitalen Verwaltung Ihrer geschäftlichen Finanzen beginnen.

Starten wir am Desktop: Hier zeigt sich Finom elegant-minimalistisch. In der oberen Hauptmenüleiste finden Sie gerade einmal vier relevante Einträge – „Geld“, „Team“, „Karten“ und „Help Center“. Im Bereich „Geld“ werden Sie vermutlich am meisten Zeit verbringen, denn hier finden Sie alle wesentlichen Funktionen der Plattform, von Zahlungen bis zur Sammlung und Verwaltung von Rechnungen.

Das Finom-Dashboard ist in Anbetracht der vielen versprochenen Funktionen erstaunlich minimalistisch.

Personalisierbare Verwaltung mit Widgets

Das Geld-Dashboard besteht aus zwei Spalten: Rechts finden Sie eine Übersicht aller Rechnungen und Zahlungen, sowie aller gespeicherten Dokumente, inklusive Suchfunktion. Links finden Sie eine Reihe an Widgets, die Sie mit einem Klick auf „Dashboard anpassen“ frei anordnen und entfernen/ hinzufügen können.

Die Auswahl ist jedoch nicht besonders groß: Neben einem Kontostand- und einem Zahlungs-Widget gibt es auch ein Cashflow-Widget, das anstehende Transaktionen zeigt, einen Quick Link zur Dokumentensammlung und ein Team-Widget. Alle diese Funktionen erreicht man auch ohne Widget mit ein bis zwei Klicks.

Personalisierung ist immer gut, doch bei Finom ist sie bisher eher ein Gimmick, das nicht wirklich Mehrwert bietet.

Sie können die fünf Widgets von Finom frei anordnen, damit Sie die für Sie wichtigsten Funktionen schnell erreichen.

Insgesamt ist das Finom-Dashboard am Desktop trotz der etwas halbgaren Personalisierung recht benutzerfreundlich und verschafft schnellen Zugang zu allen wichtigen Banking-Features. Allerdings ist auch offensichtlich, dass der Desktop-Auftritt für Finom nicht Priorität hat.

Finom am Smartphone

Finoms Smartphone-App dürfte für viele Nutzer noch wichtiger sein als das Desktop-Dashboard, schließlich bezeichnet sich Finom als Mobile-First-Plattform. Alle oben genannten Banking- und Buchhaltungsfunktionen finden Sie deshalb auch hier.

Das Hauptmenü der Smartphone-App ist in vier Bereiche eingeteilt: „Home“, „Geld“, „Dokumente“ und „Mehr“. Der Home-Bereich, also die Startseite der App, enthält exakt die fünf bereits vom Desktop bekannten, personalisierbaren Widgets, die Sie auch hier frei anordnen können. Am Smartphone ist die Personalisierung sogar etwas sinnvoller, weil Sie damit tatsächlich schneller zu den für Sie wichtigen Funktionen gelangen.

Ihre Transaktionen und Dokumente finden Sie in den entsprechenden Menüs.

Sie finden am Smartphone und am Desktop die exakt selben Funktionen.

Alle sonstigen Einstellungen, Daten und Tarifinformationen warten im Bereich „Mehr“. Hier können Sie beispielsweise Firmendaten wie Ihre IBAN, Ihre USt-ID oder Ihre Geschäftsadresse einsehen, Ihre Teammitglieder verwalten und die Limits Ihres aktuellen Tarifs im Blick behalten.

Alle Einstellungen, die am Desktop möglich sind, können Sie auch mobil vornehmen.

Finom macht die Verwaltung von Finanzen und Dokumenten besonders am Smartphone simpel und elegant. Enttäuscht waren wir hingegen von der langen Freischaltdauer – die auf die Kappe der Solarisbank ging – und der nicht zu 100 % durchdachten Desktop-App.

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Kontoeröffnung & Bedienung
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2.

Banking & Funktionen

Finom verspricht, Ihnen Zugriff auf alle wichtigen Dienstleistungen zu geben, die auch ein traditionelles Bankkonto bietet. Stimmt das?

Starten wir mit Bargeldabhebungen: Weil Finom ein Fintech-Unternehmen und keine klassische Bank ist, gibt es natürlich keine eigenen Bankfilialen. Trotzdem sind je nach Tarif bis zu 20 kostenlose Bargeldabhebungen im Monat möglich (mehr dazu lesen Sie im Kapitel Konditionen & Gebühren).

Bargeldeinzahlungen sind bei Finom hingegen bisher nicht möglich: Nur per SEPA-Überweisung können Sie Geld auf Ihr Geschäftskonto einzahlen.

Karten bei Finom: Debit, nicht Kredit

Finom unterstützt sowohl physische als auch virtuelle VISA-Debitkarten. Die Anzahl der Karten ist vom Tarif abhängig: Sie können das Limit zwar überschreiten, müssen dann aber zusätzliche Gebühren bezahlen. Kreditkarten hat Finom bisher leider nicht im Angebot, einen Kontokorrentkredit gibt es ebenso wenig.

Neue Karten bestellten Sie direkt über das Finom-Dashboard. Hier sehen Sie auch direkt gelistet, wie viele physische und virtuelle Karten in Ihrem Tarif noch frei sind:

Die Anzahl der ohne Aufpreis verfügbaren Karten ist tarifabhängig.

Zahlen und überweisen

In jedem Finom-Tarif ist ein gewisses Kontingent an kostenlosen SEPA-Überweisungen enthalten. Sofortüberweisungen sind ebenfalls möglich – allerdings nur gegen eine Gebühr, die von der Höhe der Transaktion abhängig ist. Überweisungen zwischen Finom-Benutzern sind unbegrenzt kostenlos.

Um eine Überweisung zu tätigen, müssen Sie im Finom-Dashboard einfach nur die Höhe der Transaktion, das zu belastende Konto und die Daten des Kontoempfängers angeben. Dabei sind auch Daueraufträge (monatlich, vierteljährlich, jährlich) und Terminüberweisungen möglich.

SEPA-Überweisungen sind blitzschnell eingerichtet.

Die mobilen Zahlungsmethoden Google Pay und Apple Pay werden unterstützt.

Keine SWIFT-Überweisungen

Mit Fremdwährungen kann Finom leider bisher nichts anfangen: Eingehende SWIFT-Überweisungen werden nur in Euro unterstützt, ausgehende SWIFT-Überweisungen sind gar nicht möglich. Zum Testzeitpunkt waren die Informationen dazu außerdem widersprüchlich: Auf der Website behauptete Finom, SWIFT-Überweisungen ins EU-Ausland zu unterstützen, was jedoch nicht stimmt.

Der Finom-Support bestätigte, dass SWIFT-Überweisungen bisher nicht angeboten werden. Warum sie auf der Website versprochen werden, konnte man uns aber nicht sagen – möglicherweise hängt dies mit unterschiedlichen Angeboten der Solarisbank und des französischen Banking-Partners Treezor zusammen.

SEPA-Lastschrift: Ausgehend ja, eingehend nein

Sie können das SEPA-Lastschriftverfahren nutzen, um regelmäßige Zahlungen an Anbieter oder Geschäftskunden zu senden. Dafür müssen Sie das vom Zahlungsempfänger ausgefüllte B2B-Mandat an Finom weiterleiten. Eine ins Dashboard integrierte Funktion wie bei anderen Banking-Plattformen gibt es dafür allerdings nicht.

Auch können Sie das Lastschriftverfahren nicht nutzen, um direkt Geld bei Ihren Kunden abzubuchen. Dies ist nur über Umwege, beispielsweise Stripe, möglich. Andere Geschäftskonten – beispielsweise das der Commerzbank – unterstützen diese Funktion hingegen schon.

Was das Senden und Empfangen von Zahlungen angeht, wirkt der Funktionsumfang von Finom noch nicht ganz ausgereift: Klar, mit SEPA-Überweisungen (auch in Echtzeit) wird das wichtigste Instrument unterstützt, doch davon abgesehen befinden sich viele wichtige Zahlungs-Features entweder noch in Entwicklung oder sind unzureichend ins Finom-Dashboard integriert.

Finanzmanagement mit Wallets

Unterkonten heißen bei Finom „Wallets“. Je nach Tarif sind bis zu vier Wallets ohne zusätzlichen Aufpreis integriert. Praktischerweise handelt es sich bei jedem Wallet um ein vollwertiges Konto mit eigener IBAN, das Sie also unabhängig von Ihrem Hauptkonto verwenden können.

So können Sie beispielsweise eigene Wallets für Sparprojekte oder Steuerrücklagen anlegen und direkt über diese Konten Zahlungen senden, statt das Geld erst zurück aufs Hauptkonto zu überweisen.

Unterkonten haben bei Finom jeweils eine eigene IBAN.

Mehrere Leute sollen Zugriff aufs Geschätskonto haben? Das ist kein Problem: Im Team-Bereich können Sie Teammitglieder einladen und ihnen entsprechende Zugriffsrechte geben. Dabei stehen vier Rollen zur Auswahl:

  • Manager: Diese Rolle hat alle Berechtigungen des Administrators, kann das Konto aber nicht löschen.

  • Buchhaltung: Diese Rolle, die für Ihren Steuerberater bzw. Buchhalter bestimmt ist, kann Transaktionen downloaden, Ausgaben kategorisieren und Dokumente anfordern.

  • Assistent: Diese unterstützende Rolle kann Zahlungen veranlassen, Rechnungen verwalten und mehr.

  • Mitarbeiter: Diese Rolle hat etwas weniger Rechte als der Assistent. Sie kann ein begrenztes Budget verwalten und Zahlungen für gesendete Rechnungen anfordern.

Sie können Teammitglieder zu Finom einladen und ihnen eine von vier Rollen zuweisen.

Rechnungen, Angebote, Lieferscheine

Finom wäre natürlich keine All-in-One-Geschäftslösung, wenn nicht auch Rechnungsfunktionen integriert wären. Die können Sie sowohl im Browser als auch am Smartphone im Handumdrehen erstellen.

Die Rechnungsmaske ist simpel: Füllen Sie zunächst alle wichtigen Informationen aus, einschließlich Ausstellungsdatum, Fälligkeitsdatum, Währung und Empfänger. Sie können auch benutzerdefinierte Felder hinzufügen, um die Rechnung Ihren Bedürfnissen anzupassen.

Die Rechnungsmaske von Finom ist intuitiv und mit benutzerdefinierten Feldern erweiterbar.

Dann müssen Sie nur noch die erbrachten Leistungen hinzufügen. Jene werden praktischerweise gespeichert, sodass Sie sie bei der nächsten Rechnung in einem Dropdown-Menü auswählen können. Dasselbe gilt natürlich auch für Kunden, die Sie anlegen. Eine umfassendere Kunden- und Produktverwaltung mit Kategorien oder Tags gibt es aber nicht.

Praktisch ist, dass Sie Ihren Rechnungen einen PayPal-Link mitsamt QR-Code hinzufügen können, um die Bezahlung für Ihre Kunden noch schneller und einfacher zu machen.

Angebote und Lieferscheine lassen sich genauso einfach erstellen (allerdings nur am Desktop, nicht am Smartphone). Erstellte Angebote können Sie im Anschluss mit wenigen Klicks in Rechnungen umwandeln.

Sie können Angebote erstellen und anschließend in Rechnungen verwandeln.

Natürlich kann Finom mit vollwertigen Rechnungsprogrammen nicht mithalten. Erweiterte Rechnungsformen (z. B. XRechnungen oder wiederkehrende Rechnungen), ein Mahnwesen oder sonstige Extras sind beispielsweise nicht integriert. Die Rechnungs-Tools eignen sich somit vor allem für kleinere Unternehmen, deren Rechnungsaufkommen nicht allzu groß ist.

Dokumentensammlung für die Buchhaltung

Eine gesunde Buchhaltung erfordert gutes Dokumentenmanagement. Finom unterstützt Sie dabei mit einer umfassenden Dokumentensammlung. Sie können Dokumente entweder manuell hochladen oder sie an eine spezielle E-Mail-Adresse senden, die mit Ihrem Konto verknüpft ist. Im Finom-Dashboard können Sie dann jeder Transaktion ein passendes Dokument zuordnen.

Das Dokumentmanagement von Finom.

Natürlich gilt auch hier: Finom ist eine Banking-Plattform, kein vollwertiges Buchhaltungs-Tool. Die Fülle an Funktionen eines dedizierten Buchhaltungsprogramms finden Sie hier somit nicht. Immerhin gibt es einige praktische Integrationen und Schnittstellen, über die Sie Ihre Finom-Daten mit anderen Programmen verknüpfen können.

Integrationen und Erweiterungen

Die Anzahl der Integrationen von Finom ist bisher recht überschaubar: Neben einer DATEV-Schnittstelle, die für Steuerberater wichtig sein könnte, werden vor allem Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme wie lexoffice, sevDesk, FastBill und Billomat unterstützt. Darüber hinaus hat Finom auch eine eigene API zum Erstellen und Versenden von Rechnungen.

Finom

Finom unterstützt die wichtigsten Zahlungsfunktionen und hat grundsätzliche Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen integriert. Die Umsetzung der vorhandenen Funktionen ist größtenteils gelungen, wenn auch nicht so bahnbrechend, wie Finom gerne behauptet, und einige nützliche Banking-Features fehlen leider komplett.

Kreditkarten sind nicht integriert, Überweisungen ins EU-Ausland nicht möglich und auch auf Bargeldeinzahlungen oder eingehende SEPA-Lastschrift-Überweisungen müssen Sie verzichten. Darüber hinaus sind die Konditionen von Finom teils etwas konfus und die Angaben auf der Finom-Website nicht immer zuverlässig.

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3.

Konditionen & Gebühren

Zunächst ist wichtig, ob Finom rechtlich überhaupt für Sie infrage kommt. Für folgende Unternehmenstypen ist die Geschäftskonto-Lösung geeignet:

  • Freiberufler (Einzelunternehmer)

  • AG

  • eK

  • eG

  • GmbH

  • GbR

  • KG

  • KGaA

  • OHG

  • PartG

  • UG

  • GmbH & Co KG

Vier Tarife für Freelancer und KMUs

Bei Finom stehen Ihnen vier Tarife zur Auswahl: Solo, Start, Premium und Corporate.

Der Solo-Tarif ist nur für Freiberufler, Einzelunternehmer und Selbstständige geeignet, nicht für Unternehmen. Er ist grundsätzlich kostenlos, hat also keinen monatlichen Grundpreis. Er ist der einzige der vier Tarife, der um bestimmte Funktionen beschnitten ist – beispielsweise die Teamverwaltung, den Zugang zur Buchhaltung oder die Anpassung von Rechnungsvorlagen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen den Tarifen betreffen nicht die Features, sondern die Konditionen. Hier ein kleiner Überblick:

  • Bargeldabhebungen: Je nach Tarif sind 0, 5, 10 oder 20 kostenlose Bargeldabhebungen integriert, alle weiteren kosten 2 € pro Abhebung.

  • Bargeldabhebungen in Fremdwährungen: Wenn Sie Geld in anderen Währungen abheben, bezahlen Sie je nach Tarif eine Gebühr von 3 %, 2 % oder 1 % (Premium und Corporate).

  • Wallets/ Unterkonten: In den vier Tarifen sind aufsteigend 1, 2, 3 oder 4 Wallets inklusive. Jedes Extra-Wallet kostet pro Monat 4 €, 2 €, 1 € oder 0,50 €. Die maximale Wallet-Anzahl ist 15.

  • Kartengebühren (physische Karten): Je nach Tarif sind 0, 2, 5 oder 10 Karten inklusive, jede zusätzliche Karte kostet eine einmalige Ausstellungsgebühr von 5 €. Darüber hinaus fällt eine Gebühr von 2 € (Solo) bzw. 1 € bei jeder nicht aktiven Karte an, die in jedem Monat berechnet wird, in dem über die Karte kein Kauf stattfindet.

  • Kartengebühren (virtuelle Karten): Die Anzahl integrierter virtueller Karten liegt je nach Tarif bei 1, 2, 5 oder 30, jede zusätzliche Karte kostet 1 €. Die Monatsgebühr für nicht-aktive Karten liegt hier bei 1 € (Solo) bzw. 0,50 €.

  • SEPA-Sofortüberweisungen: Hier sind die Kosten für alle Tarife gleich und von der Höhe der Transaktion abhängig. Bis 500 € bezahlen Sie 1 €, bis 2.000 € bezahlen Sie 3 €, darüber 5 €.

Eine Übersicht der Finom-Tarife finden Sie hier:

SoloStartPremium
Monatlicher Effektivpreis 0,00 € 10,71 € 33,32 €
Vertragslaufzeit (Monate) 0 1 1
Buchungen
Preis pro Buchung 0,20 € 0,20 € 0,20 €
Buchungen inklusive 50 100 200
Abhebungen
Preis pro Abhebung (500 €) 2,00 € 2,00 € 2,00 €
Abhebungen inklusive 0 5 10
Einzahlungen
Einzahlungen möglich 0 0 0
Preis pro Einzahlung (500 €) 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Einzahlungen inklusive 0 0 0
Kreditkarten
Kreditkarten inklusive 1 2 5
Kreditkarten-Anbieter Visa Visa Visa
Features
Online Abschluss
Deutsche Einlagensicherung
Apple Pay
Google Pay
Echtzeitüberweisung
Lastschrifteinzug
Buchhaltungsschnittstelle
Mögliche Unternehmensformen
Freiberufler
Einzelunternehmen
Freiberufler
Einzelunternehmen
GbR
UG (haftungsbeschränkt)
UG in Gründung
GmbH
GmbH in Gründung
Kommanditgesellschaft (KG)
OHG
Partnerschaft (PartG)
Genossenschaft
Freiberufler
Einzelunternehmen
GbR
UG (haftungsbeschränkt)
UG in Gründung
GmbH
GmbH in Gründung
Kommanditgesellschaft (KG)
Aktiengesellschaft (AG)
OHG
Partnerschaft (PartG)
Genossenschaft

Finom-Kosten in der Praxis

Die Konditionen von Finom sind etwas kompliziert. Einige versteckte Kosten – beispielsweise die Kartengebühren bei nicht aktiven Karten – gibt es ebenso. Generell könnte die Tarifstruktur des Anbieters etwas übersichtlicher und geradliniger sein. Schauen Sie sich die Konditionen also vorab genau an, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Darüber hinaus hängen die monatlichen Effektivkosten nicht nur vom Tarif, sondern auch vom Nutzerprofil ab. Sprich: Wie viele Transaktionen finden statt? Wie häufig heben Sie Bargeld ab? In welchen Währungen arbeiten Sie?

Um Ihnen ein besseres Gefühl für die tatsächlich anfallenden Kosten bei Finom und anderen Geschäftskonten zu vermitteln, haben wir drei unterschiedliche Nutzungsszenarien entworfen und berechnet, wie die Kosten in diesen Szenarien ausfallen.

Hier sind die drei Szenarien (beachten Sie, dass Finom keine Bargeldeinzahlungen unterstützt, weshalb das Szenario „Cash“ nicht relevant ist):

  • Szenario „Klein“: wenige Buchungen, wenig Bargeldtransaktionen (z. B. Freiberufler, Kleinunternehmen)

  • Szenario „Groß“: viele Buchungen, wenige Abhebungen (z. B. Online-Shop)

  • Szenario „Cash“: viele Ein- und Auszahlungen (z. B. Einzelhändler)

Szenario KleinSzenario GroßSzenario Cash
Anzahl Buchungen501.000100
Bargeld-Einzahlungen0020
Bargeld-Auszahlungen2510
Kosten4,00 €130,90 €-

Im Szenario „Klein“ ist Finom ziemlich günstig: Kunden des Solo-Tarifs nutzen ihr Transaktions-Kontingent damit voll aus und bezahlen nur fürs Bargeld-Abgeben (allerdings kommt die einmalige 5 €-Gebühr für die Debitkarte noch dazu). Im Szenario „Groß“ liegt Finom hingegen preislich im Mittelfeld, ist also weder sonderlich günstig, noch das teuerste Geschäftskonto aus unserem Test:

Szenario KleinSzenario Groß Szenario Cash
Wise
0,00 €
27,75 €
-
N26
0,00 €
4,00 €
164,00 €
Fyrst
0,00 €
84,00 €
72,00 €
Finom
4,00 €
130,90 €
-
Kontist
10,00 €
158,50 €
-
bunq
15,47 €
141,94 €
279,89 €
Postbank
16,90 €
116,90 €
86,90 €
Vivid
17,00 €
104,00 €
-
Qonto
23,00 €
254,00 €
-
Deutsche Bank
25,40 €
94,90 €
80,90 €
Commerzbank
25,90 €
184,90 €
97,56 €
Revolut
29,00 €
129,00 €
-
Holvi
34,00 €
190,00 €
-

Sie möchten Finom kostenlos ausprobieren? Als Freelancer können Sie den Gratis Solo-Tarif nutzen. Falls der für Sie nicht infrage kommt, können Sie die anderen Tarife einen Monat lang kostenlos testen. Sie müssen aber gleich zu Beginn Zahlungsdaten angeben – vergessen Sie also nicht, rechtzeitig zu kündigen.

Gerade für Solo-Selbstständige könnte Finom durchaus eine günstige Option darstellen. Für Unternehmen mit mehr Transaktionen steigen die Preise hingegen schnell in die Höhe. Darüber hinaus könnte Finom seine Tarifstruktur etwas entschlacken, um versteckte Kosten zu vermeiden.

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Konditionen & Gebühren
Note 2,3
4.

Service & Support

Ihre erste Anlaufstelle bei Fragen und Problemen ist das Help Center von Finom. Hier finden Sie etwas mehr als 100 Artikel, die in Themengebiete wie „Kontoeröffnung“, „Tarife & Preise“ und „Überweisungen und Zahlungen“ unterteilt sind. Die bildlastigen Tutorials erklären die Funktionen von Finom recht anschaulich und sollten die meisten Fragen von Neukunden abdecken.

Eine Suchfunktion, mit der Sie die richtigen Artikel schnell aufspüren können, gibt es natürlich ebenfalls.

Das Hilfecenter von Finom.

Sie möchten lieber direkt mit dem Kundensupport von Finom sprechen? Dann haben Sie drei Optionen: Chat, WhatsApp oder E-Mail. Via Chat und WhatsApp verspricht Finom Antworten innerhalb von zwei Minuten. So schnell ging es bei uns nie: Mal dauerte es 12 Minuten, mal mehrere Stunden. So richtig unmittelbar fühlt sich der Chat also nicht an.

Unsere Frage via E-Mail beantwortete Finom nach wenigen Stunden. Insgesamt wurden wir nach etwas Wartezeit ganz gut beraten, sind aber nicht wirklich überzeugt, dass auf den Finom-Support im Ernstfall Verlass ist – zumal es keine telefonische Kontaktmöglichkeit gibt. Eine Notfall-Hotline scheint Finom auch nicht anzubieten.

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Note 2,3

Fazit

Testergebnis
2,3
gut
zum Anbieter*
Kontoeröffnung & Bedienung
Note 2,0
Service & Support
Note 2,3
Konditionen & Gebühren
Note 2,3
Banking & Funktionen
Note 2,7

Finom verspricht, mehr als ein „gewöhnliches“ Geschäftskonto zu sein, doch bisher ist die Plattform ausgerechnet das – ziemlich gewöhnlich. Der Funktionsumfang ist recht grundlegend und SWIFT-Überweisungen, Bargeldeinzahlungen oder Kreditkarten sucht man bisher vergeblich. Die Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen sind nett, mittlerweile aber auch Standard bei Finanzplattformen.

Dafür punktet Finom mit einer flotten Benutzeroberfläche, die fürs Smartphone wie geschaffen ist, nützlichen Unterkonten mit eigenen IBANs und einem Gratis-Tarif für Solo-Freelancer, der vor allem für Nutzer mit vergleichsweise wenigen Transaktionen pro Monat eine günstige Option darstellt.

Finom Geschäftskonto
Finom Geschäftskonto
(5.986 )
Finom liefert grundlegende Banking-Features in einer benutzerfreundlichen, digitalen Verpackung, die ein paar nette Extras im Bereich Rechnungen und Buchhaltungen einschließt. So richtig ausgereift ist das Angebot bisher allerdings nicht.
4 Unterkonten mit eigener IBAN
kostenloser Tarif
Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen
keine Bargeldeinzahlung
komplizierte Tarifstruktur
2,3
gut
Buchungen inkl.
50 - ∞
Kreditkarten
1 - 10
Unterkonten
1 - 4
Geeignet für
2 Rechtsformen
Finom Solo
+ 3 weitere Tarife
 0,00 €
mtl. Effektivpreis
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Finom Erfahrungen

Wie bewerten Finoms Kunden die Finanzplattform? Wir haben uns in den Review-Portalen umgehört - und dabei unter anderem folgendes Feedback immer wieder gesehen:

  • Kostenloser Tarif
    Der Gratis-Tarif für Freelancer scheint bei vielen preisbewussten Kunden gut anzukommen.

  • Einfache Bedienung
    Viele Kunden finden die Anwendungen von Finom gelungen und loben die Benutzerfreundlichkeit.

  • Versteckte Kosten
    Viele Finom-Kunden sind von der Tarifstruktur und den versteckten Kosten von Finom wenig begeistert. Besonders viel Kritik erntet die Einführung der Gebühren für nicht-aktive Debitkarten.

  • Unzuverlässiger Support
    Für den Support von Finom gibt es von vielen Rezensenten schlechte Noten: Es sei schwierig, Mitarbeitende direkt zu erreichen, und viele Fragen blieben unbeantwortet.

  • Lange Eröffnungszeit
    Es ging nicht nur uns so: Auch bei vielen anderen Kunden dauerte die Kontoeröffnung deutlich länger, als von Finom versprochen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Kundenrezensionen von Finom:

Kundenbewertungen
4,3 / 5
5.986 Bewertungen
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Wir haben die Erfahrungsberichte und Bewertungen von verschiedenen Bewertungsportalen untersucht und dabei 5.986 Bewertungen mit einer Gesamtwertung 4,3 von 5 ermittelt.

Alternativen

Sie suchen eine Digitalbank, die in den von uns besprochenen Nutzungsszenarien noch günstiger ist und auch Bargeldeinzahlungen ermöglicht? Dann könnten Sie es mit einem Geschäftskonto bei FYRST oder N26 ausprobieren.

Sie bleiben doch lieber bei einer Filialbank, die Sie im Notfall auch physisch besuchen können? Dann ist beispielsweise das Geschäftskonto der Postbank eine gute Option, das mit einem Netzwerk von 850 Filialen und ca. 4.000 Partner-Filialen der Deutschen Post daherkommt.

Die besten Alternativen zu Finom finden Sie hier:

Testsieger 2024 für Selbständige
N26 Geschäftskonto
N26 Geschäftskonto
(278.525 )
N26 punktet mit niedrigen Gebühren, einer schnellen Kontoeröffnung und einer unkomplizierten Handhabung. Weil es keine Transaktionsgebühren gibt, sind die monatlichen Kosten minimal – solange Sie nicht häufig Bargeld einzahlen.
keine Kosten pro Buchung
komplett kostenloser Tarif
0,1 % Cashback auf alle Käufe
10 Unterkonten mit eigener IBAN
nur für Selbständige und Freiberufler
2,1
gut
Buchungen inkl.
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Kreditkarten
1
Unterkonten
0 - 10
Geeignet für
2 Rechtsformen
N26 Business Standard
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Testsieger 2024 für Unternehmen
Qonto
Qonto
(29.108 )
Qonto bietet intuitives Online-Banking mit vielen Zahlungsfunktionen und praktischen Extras wie Buchhaltung und Ausgabenmanagement. Der Penta-Nachfolger macht die Kontoeröffnung für Neugründer zudem besonders einfach.