Sichere Messenger - 5 WhatsApp Alternativen im Vergleich

Julia P. Manzau

Ob Fotos von der Familienfeier, eine Verabredung zum Essen oder eine Absprache mit den Arbeitskollegen: Messenger erleichtern heute den kommunikativen Alltag. Ganz vorne auf der Favoritenliste steht der Messengerdienst WhatsApp, der laut Statista im Februar 2020 erstmals die Zwei-Milliarden-Marke bei seinen Nutzerzahlen erreichte.

So beliebt aber der Platzhirsch aus dem Hause Facebook ist, so umstritten ist er mittlerweile auch. Kritik wird vor allem an den laschen Datenschutzrichtlinien laut, besonders seit dem jüngsten Update. Facebook versichert zwar, dass Nachrichten, Bilder und Videos vor neugierigen Blicken geschützt seien. Die neue Datenschutzerklärung zeigt jedoch, dass dafür unzählige andere Informationen ausgewertet werden dürfen. Dazu zählen unter anderem Geräte- und Verbindungsdaten, Nutzung und Protokollinformationen sowie Standortdetails.

Suche nach Alternativen

Es überrascht daher nicht, dass immer mehr Menschen nach Alternativen zu WhatsApp suchen. Fünf davon haben wir uns genauer angesehen. Die Wettbewerber bieten meist dieselben Features und Standards wie der Favorit, doch gewisse Sicherheits- und Sonderfunktionen machen oft den entscheidenden Unterschied.

Was bedeutet sicher?

Was bedeutet Sicherheit bei einer Messenger-App? Auf jeden Fall mehr als nur interessante Anwendungen und massenweise Emojis. Eine wirklich vertrauenswürdige App bietet ihren Nutzern Funktionen, die im Hintergrund unauffällig für mehr Sicherheit sorgen und respektiert die Privatsphäre ihrer Nutzer. Zu den Mindestanforderungen zählen:

End-to-End-Encryption: So ziemlich alle namhaften Anbieter werben mit der sogenannten „End-to-End-Encryption“ (E2E). Diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert, dass nichts, was Sie senden oder empfangen, von Dritten eingesehen werden kann. Alle Daten werden beim Absender ver- und beim Empfänger entschlüsselt. Manche Apps bieten diese E2E zwar an, haben sie aber nicht voreingestellt, was Sie dann auf jeden Fall manuell in den Einstellungen vornehmen sollten.

Open-Source-Code: Besonderes Vertrauen genießen Anbieter, die mit quelloffenem Code arbeiten. Fachleute können so jederzeit prüfen, wie der Dienst funktioniert, was im Hintergrund abläuft und was sich verbessern lässt. Im Gegensatz dazu bleiben bei unternehmenseigener Software die Quelltexte geheim. Niemand weiß, wie die Anwendung auf dem Mobiltelefon in der Praxis wirklich arbeitet.

Keine Erhebung von Daten: Die beste Verschlüsselung hilft nichts, wenn dennoch Metadaten von den Nutzern gesammelt und verkauft werden können. Diese Metadaten beinhalten Daten über die Kontaktpersonen, die Kommunikationszeiten, Informationen über das Gerät, das Sie nutzen, Ihre IP-Adresse und vieles mehr.

Automatisches löschen und Schreddern von Nachrichten: Bei vielen Messengern können die User ein automatisches "Verfallsdatum" der Nachrichten einstellen. Das bedeutet, dass gesendete Informationen entweder nach Zustellung oder zu einem bestimmten Termin gelöscht werden. Löschen ist aber nicht gleich löschen: Damit eliminierte Nachrichten nicht mit Spezialtools wiederhergestellt werden können, bieten manche Anbieter eine Schredder-Funktion an, die gesendete Texte, Bilder, Videos oder Sprachnachrichten nachhaltig vernichtet.

Signal

Edward Snowden adelte ihn mit einer Empfehlung und viele Experten halten Signal auch aktuell immer noch für den besten Messengerdienst auf dem Markt: Er bietet alle Features und Sicherheitsvorkehrungen, die man von einem modernen Nachrichtenservice erwartet.

Signal wurde 2018 von der gemeinnützigen Stiftung Signal Foundation als Open-Source entwickelt und finanziert sich aus Spendengeldern. Offizielle Nutzerzahlen hat Signal bisher nicht veröffentlicht, doch gegenüber The Verge bestätigte jemand aus dem Unternehmen, dass Stand Januar 2021 mehr als 40 Millionen Menschen den Dienst nutzten.

Signal ist für Edward Snowden der Messenger der Wahl.

Das Thema Sicherheit bei Signal

Sicherheit hat bei Signal Priorität. Die Nachrichten werden per End-to-End-Verschlüsselung versendet und selbst Sticker sind codiert. Zusätzlich kann man ein Passwort festlegen, was Nachrichten auch dann schützt, wenn man sein Mobiltelefon verliert.

Signal speichert im Gegensatz zu zahlreichen anderen Messenger-Apps nur Metadaten, die für die Funktionalität der App erforderlich sind. Dazu zählen Telefonnummer, Zufallsschlüssel und Profilinformationen.

Wer schon einmal WhatsApp benutzt hat, fühlt sich auch bei Signal sofort zu Hause

Funktionen bei Signal

Signal kann alles, was auch WhatsApp kann – außer Storys einstellen und automatische Cloud-Backups durchführen. Dafür kann man bei Signal mit Emojis auf Nachrichten reagieren, Gesichter auf Bildern automatisch verpixeln und Nachrichten nach einer gewissen Zeit verschwinden lassen. Außerdem kann man Signal mit einem Account auf einem mobilen und bis zu fünf Desktop-Geräten nutzen.

Etwas aufwendiger ist es, wenn man bei Signal seine Telefonnummer wechselt, da nicht alle Kontakte automatisch benachrichtigt werden und man manuell zu seinen alten Gruppen wieder hinzugefügt werden muss.

Risiken bei Signal

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein, aber bei Signal gibt es bis heute praktisch keine Sicherheitsrisiken. Auch sammelt Signal keine Daten: Die gemeinnützige Stiftung, die hinter dem Messengerdienst steht, hat es einfach nicht nötig, Profite zu machen.

End-to-End-Verschlüsselung

Passwortschutz für Nachrichten

keine Speicherung der User-Daten

keine automatische Aktualisierung beim Wechsel der Telefonnummer

Telegram

Ursprünglich stammt der Messaging-Dienst Telegram aus Russland und wurde 2013 als Open-Source-Software von den Brüdern Nikolai und Pawel Durow entwickelt. Die beiden digitalen Nomaden hatten zuvor bereits das russische soziale Netzwerk Vk.com gegründet. Das nach eigenen Angaben unabhängige Non-Profit-Unternehmen selbst möchte weitgehend anonym agieren und ist nicht eindeutig ausfindig zu machen. Laut Unternehmensaussagen befinde sich das Entwickler-Team in Dubai.

Nach der kontroversen AGB-Ankündigung von WhatsApp erlebte der russische Dienst einen regelrechten User-Ansturm. Aktuell nutzen mehr als 500 Millionen Nutzer Telegram – Tendenz steigend.

Verspielt und mit vielen Möglichkeiten zeigt sich Telegram

Das Thema Sicherheit bei Telegram

In seiner Heimat ist Telegram seit 2018 verboten, da sich die App-Hersteller geweigert hatten, der Regierung die Verschlüsselungscodes preiszugeben. Das nahmen viele als Beweis, wie sehr Telegram auf die Privatsphäre seiner User bedacht sei. Die End-to-End-Verschlüsselung muss allerdings erst in den Einstellungen manuell aktiviert werden.

Wie bei Signal auch, kann man seine Nachrichten per Passwort sperren, was besonders beim Verlust des Handys sehr nützlich ist. Ergänzt wird das Sicherheitssystem durch eine optionale zweistufige Verifizierung, die bei der Anmeldung zur App einen SMS-Code und ein Passwort abfragt.

Ein wichtiger Punkt: Während man bei WhatsApp seine reale Telefonnummer angeben muss, ist diese bei Telegram optional.

Funktionen bei Telegram

Telegram steht bei den Funktionen WhatsApp in nichts nach, im Gegenteil, es kann noch einiges mehr. Beispielsweise sind bei Telegram Gruppen mit bis zu 200.000 Mitgliedern sowie unbegrenzt vielen Abonnenten möglich. Wie bei einigen anderen Messengern gibt es auch hier einen Selbstzerstörungs-Timer für Nachrichten – und sogar für das Konto inklusive aller Nachrichten und Medien, wenn der Account über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird. Der Dienst lässt sich an mehreren Endgeräten gleichzeitig verwenden.

Risiken bei Telegram

Wie bereits erwähnt muss die E2E-Verschlüsselung manuell aktiviert werden, andernfalls ist die Kommunikation lediglich zwischen dem eigenen Gerät und dem Telegram-Server verschlüsselt. Telegram begründet diesen Umstand damit, dass anders Nachrichten im Falle eines Geräteverlustes nicht wiederherstellbar seien. Sicherheitstechnisch ist das allerdings alles andere als optimal.

Skepsis ist auch bezüglich des Telegram-eigenen MTProto-Protokolls angebracht. Statt auf ein bewährtes Protokoll wie das von Signal zurückzugreifen, entwickelte das Unternehmen sein eigenes, dessen Sicherheit einfach weniger getestet und etabliert ist.

End-to-End-Verschlüsselung

Passwortschutz für Nachrichten

zweistufige Authentifizierung

Gruppen mit bis zu 200.000 Mitgliedern möglich

Versand großer Daten möglich

End-to-End-Verschlüsselung muss manuell aktiviert werden

kein Standardprotokoll, sondern unternehmenseigenes MTProto-Protokoll

Threema

Im Gegensatz zu den meisten anderen Messenger-Diensten ist Threema nicht gratis erhältlich. Die Schweizer Nachrichten-App verspricht dafür, besonders viel in das Thema Sicherheit zu investieren. Immerhin erfüllt die Open-Source-Software im Gegensatz zu WhatsApp alle gesetzlichen Datenschutz-Anforderungen.

Entwickelt wurde das System 2012 von Manuel Kasper. Die Server, die ihren Standort laut eigenen Aussagen alle in der Schweiz, haben, betreibt die Threema GmbH. Der Kreis der Threema-Nutzer ist übersichtlich: Ende des vergangenen Jahres kommunizierten weltweit neun Millionen Nutzer mit dem Dienst des Schweizer Anbieters.

Threema ist ähnlich aufgebaut wie WhatsApp, aber nicht gratis erhältlich.

Das Thema Sicherheit bei Threema

E2E-Verschlüsselung ist auch bei Threema Standard. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, völlig anonym zu kommunizieren. So erhält man als Nutzer eine zufällig generierte ID, unter der man für andere sichtbar ist. Die Angabe eines individuellen Namens ist optional. Ebenfalls nur auf Wunsch und streng verschlüsselt gleicht Threema Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Nutzer ab, damit man die eigenen Kontakte leichter findet und umgekehrt.

Allerdings: Die Daten werden nicht dauerhaft gespeichert. Im Gegenteil, Gruppen und Kontaktlisten liegen generell auf dem jeweiligen Smartphone, nicht auf dem Schweizer Server. Und selbst Nachrichten werden nach der Zustellung sofort vernichtet, damit es erst gar keine Datenspur gibt, auf der jemand schnüffeln könnte. Metadaten speichert Threema nur so viele wie für den reibungslosen Betrieb der App notwendig sind.

Funktionen bei Threema

Die Kommunikation bei Threema ähnelt der bei WhatsApp und bietet annähernd die gleichen Standardfunktionen. Seit dem jüngsten Update haben die Schweizer aber noch einmal aufgerüstet. So kann man sämtliche Chatverläufe jetzt nach Schlagworten filtern. Auch der Versand von Medien wurde vereinfacht und ebenfalls mit einer komfortablen Suchfunktion ausgestattet, die Motive nach Suchbegriffen auflistet.

Bisher kann man seinen Account wie bei WhatsApp nur auf dem Smartphone und per Web-Koppelung nutzen. Nach eigenen Angaben aber arbeiten die Schweizer aktuell an einer Multi-Device-Lösung. Interessant für Unternehmen: Für berufliche Zwecke gibt es den separaten Threema-Work-Messenger.

Risiken bei Threema

Risiken sind uns nicht bekannt. Das Unternehmen legt Wert auf Sicherheit und stellt die eigene Software regelmäßig in Audits auf den Prüfstein. Die Schweizer bieten größtmögliche Anonymität und verschlüsseln sorgfältig alle Nutzerdaten. Threema verkauft eine App, keine Kundendaten.

End-to-End-Verschlüsselung

keine Datenspeicherung

minimale Metadatenspeicherung

keine Gratisversion

Wire

Im Kampf der Messenger-Titanen nimmt Wire eine Nischenrolle ein. Die App hat ihren Ursprung im Hause Wire Swiss mit Sitz im Schweizer Zug und kam erst 2014 auf den Markt. Mitte 2019 verlegte das Unternehmen den Hauptsitz des Konzerns, die Wire Group Holdings Inc., von Luxemburg in die USA.

Nutzerzahlen will Wire nicht preisgeben. Die Schätzungen schwanken zwischen einer halben und fünf Millionen Privat-Usern. Allerdings sind private Anwender auch nicht die vorrangige Zielgruppe von Wire. Das Unternehmen möchte viel mehr Businesskunden ansprechen und bietet diesen eine leistungsstärkere, aber kostenpflichtige Pro-Version, in der dann auch Telefon- und Videokonferenzen enthalten sind. Für größere Unternehmen gibt es den Tarif Wire Enterprise, der zusätzlich unter anderem eine eigene Cloud und individuelles Branding beinhaltet. Interessant an Wire ist, dass man es im Gegensatz zu anderen Messenger-Apps auch ohne Smartphone nutzen kann.

Wire setzt mit seiner Pro-Version auf zahlungswillige Businesskunden

Das Thema Sicherheit bei Wire

Wire hat sich auf die Fahnen geschrieben, so schick wie WhatsApp und so sicher wie Signal zu sein. Immerhin ist die Kommunikation E2E verschlüsselt und das Programm Open Source. Auch hat Wire bereits zwei Audits erfolgreich absolviert, den letzten 2017.

Komplett anonym kann man Wire allerdings nicht nutzen, man benötigt zumindest eine E-Mail-Adresse. Bei der Anmeldung kann man allerdings entscheiden, ob man seine Kontakte abgleichen möchte. Stimmt man dem zu, versichert das Unternehmen, diese und alle anderen Daten für die Bearbeitung zu anonymisieren, nicht dauerhaft zu speichern und nicht zu verknüpfen. Metadaten erfasst Wire grundsätzlich nur solche, die zwingend für den Betrieb notwendig sind. Diese allerdings im Klartext, gespeichert auf den Wire-Servern, was überhaupt nicht im Sinne des Datenschutzes ist.

Funktionen bei Wire

In der privaten Version kommt Wire übersichtlich daher und bietet einige klassische Standardleistungen wie WhatsApp. Dazu gehören Chat, Anrufe und Dateiversand, Audio- und Videoanrufe, darüber hinaus sich selbst löschende Nachrichten und die Nutzung auf bis zu acht verschiedenen Geräten. Die Pro-Version glänzt mit zusätzlichen Features wie einem Gästebereich für Partner sowie Video- und Telefonkonferenzen.

Risiken bei Wire

Gerade die Klartext-Speicherung der sensiblen Metadaten, also wer wann mit wem kommuniziert hat, bringt dem Anbieter deutliche Abzüge. Unklar ist auch noch, wie sich die Verlagerung des Mutterkonzerns in die Vereinigten Staaten auf die datenschutzsensiblen europäischen Nutzer auswirken wird.

End-to-End-Verschlüsselung

kaum Speicherung der Daten

Metadaten in Klartext gespeichert

kostenpflichtig, will man alle Funktionen nutzen

Viber

Vom Regen in die Traufe kommt – zumindest in Sachen Datenschutz – wer auf Viber statt auf WhatsApp setzt. Der stärkste Konkurrent wurde ursprünglich als App für Anrufe übers Internet konzipiert, entwickelte sich aber recht bald schon zu einem vollfunktionsfähigen Messenger.

Im Frühjahr 2014 wurde Viber vom japanischen Unternehmen Rakuten übernommen. Heute nutzen den Dienst mit dem violetten Logo nach unternehmenseigenen Angaben mehr als eine Milliarde Nutzer. Besonders beliebt ist der Messengerdienst in Asien.

Sicherheit bei Viber

Auch Viber erfüllt zumindest den Mindeststandard und verschlüsselt die gesamte Kommunikation zwischen Absender und Empfänger via E2E und bietet in geheimen Chats Nachrichten mit Selbstzerstörungs-Timer an. Das war es aber schon mit den guten Nachrichten in Sachen Privatsphäre.

Beim Blick in die Datenschutzbestimmungen wird schnell deutlich, dass Rakuten wenig hält vom Thema Privatsphäre. Dort berichtet das Unternehmen unverblümt, dass es eine Kopie der Kontakte seiner User (mit Namen und Nummern) anfertigt und auf den eigenen Servern speichert. Unabhängig davon, ob diese Kontakte selbst Viber nutzen oder nicht. Nicht-Viber-Nutzer haben dem weder zugestimmt, noch werden sie darüber informiert.

Das Krönchen setzen sie aber mit ihren Informationen zur Nutzung der sozialen Medien auf. Wer Viber nutzt, muss einverstanden sein, den lila Datenschnüffler permanent auf den Fersen zu haben –  und diesem gleich auch noch die Daten der Freunde frei Haus zu liefern.

Kurz gesagt: Viber nutzt alle Metadaten aus, derer sie habhaft werden können. Und das sind viele.

Der Alptraum eines jeden Datenschützers: Viber bietet zwar viele Features, ist aber ein besonders neugieriger Schnüffler.

Funktionen bei Viber

Man kann mit Viber alles, was auch mit WhatsApp möglich ist. Zusätzlich kann man gegen Gebühr Kontakte auch auf dem Festnetz anrufen. Für verspielte Naturen bietet Viber eine schier unendliche Auswahl an Stickern und Emojis, sogar einen eigenen Shop, in dem man besonders hippe Kreationen kaufen kann. Wem langweilig ist, der kann gegen Freunde in verschiedenen Spielen antreten.

Risiken bei Viber

Es gibt zu viele Risiken, die in keinem Verhältnis zu dem stehen, was die Messenger App bietet. Wer Viber nutzt, wird zum gläsernen User und erteilt dem Unternehmen die Erlaubnis, alles über einen selbst, seine Gewohnheiten und – und das ist der kritischste Punkt – über seine Freunde (unerlaubt) zu verwerten.

End-to-End-Verschlüsselung

viele Spielereien

sammelt Daten über User und deren Kontakte

Datenkrake folgt auch bis in die sozialen Medien

Fazit

Schnüffler mag keiner. Weder den Lauscher an der Wand noch den Unternehmensriesen im eigenen Smartphone. In einer Zeit, in der persönliche Daten zur handfesten Währung geworden sind, ist Diskretion eine der wichtigsten Eigenschaften eines Messengers.

Wenngleich WhatsApp und Viber mit Nutzermassen prahlen und bei den Mindeststandards nachgebessert haben, so gehören sie bei Datenschutz und Sicherheit aufs Sünderbänkchen. Auch Telegram zählt wegen seiner Intransparenz nicht zu den Kandidaten erster Güte, punktet dafür aber mit viel Flexibilität bei der Nutzung.

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte Snowdens Rat befolgen und zu Signal wechseln oder, solange man bereit ist, ein wenig in den Kauf einer App zu investieren, mit Threema auf Schweizer Diskretion setzen.

Autor: Julia P. Manzau
Julia P. Manzau verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung in leitenden Positionen in Redaktion und Marketing, unter anderem für Unternehmen aus dem Bereich Premium-Automotiv, Maschinenbau und Medizin. Sie hat Politik und Geschichte in Bonn sowie Marketing an der St. Galler Business School studiert und einen Abschluss als Bachelor of Media Engineering (CCI). Seit 2015 arbeitet sie als freie Autorin. Auf EXPERTE.de schreibt sie über die Themen Software, Internet und Marketing.
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