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AdBlocker - so schützen Sie sich vor nerviger Werbung

Was wäre die Welt ohne Werbung? „Besser“, denken jetzt viele Menschen. Denn Tools, um nervigen Anzeigen aus dem Weg zu gehen, erfreuen sich größerer Beliebtheit als je zuvor.

Stellen Sie sich vor, der Fernseher würde Werbung automatisch überspringen, Ihr Briefkasten Werbezettel verschwinden lassen. Im Netz machen AdBlocker genau das möglich: Die Browser-Erweiterungen verhindern, dass Werbung Konsumenten wie Sie überhaupt erst erreicht.

Warum AdBlocker?

Die meisten Menschen legen sich einen AdBlocker aus Bequemlichkeit zu: Werbung nervt einfach. Die Vorteile des werbefreien Surfens liegen auf der Hand. Doch Adblocker haben noch viele andere Vorteile für Ihre Sicherheit im Netz.

Adblocker lohnen sich, denn sie

schützen Sie vor „Malwertising“, das schädliche Software über Ads und Werbebanner auf Ihre Geräte schmuggelt

machen Webseiten besser navigierbar und schneller, da ablenkende Informationen entfernt werden

sparen Datenvolumen, was gerade beim mobilen Surfen von Vorteil sein kann

schützen Daten – beispielsweise durch die Reduktion von HTTP-Cookies oder dem Verhindern von Web-Tracking (wenn auch nur eingeschränkt)

verhindern, dass Webseiten, die Sie lieber nicht unterstützen möchten, mit Ihrem Besuch Werbeeinnahmen machen

Gibt es Gründe, die gegen AdBlocker sprechen?

Das alles klingt, als wären AdBlocker essenziell für bequemes Surfen. Tatsächlich gibt es aber auch kritische Stimmen, die davor warnen, die Werbungs-Killer als reine Heilsbringer zu sehen. Die Probleme sind sowohl praktischer als auch moralischer Natur – denn AdBlocker könnten dafür verantwortlich sein, dass Ihre Lieblingsseiten eines Tages nicht mehr existieren werden.

AdBlocker sind problematisch, denn sie

rauben Webseiten wertvolle Einnahmequellen und schaden ihnen finanziell

sind nicht nur unzureichend für Ihren Datenschutz, sie können Daten (beispielsweise über Ihr Browsing-Verhalten) auch gezielt tracken und weiterverkaufen

können die Funktionalität von Webseiten einschränken und mehr als nur die Werbung blockieren

finanzieren sich manchmal selbst durch Werbung und können „unaufdringliche“ Ads zulassen

Fazit: Als Kunde und Konsument gibt es viele gute Gründe, einen AdBlocker zu verwenden. Über die Konsequenzen für die Seiten, die Sie besuchen, und mögliche Gefahren sollten Sie sich jedoch im Klaren sein.

Webseiten wehren sich

Viele Websites, vor allem Nachrichtenseiten, verlangen mittlerweile von Besuchern, ihren AdBlocker auszuschalten, um Zugriff auf die Inhalte zu bekommen. User können eine einmalige Ausnahme hinzufügen oder Werbung von bestimmten Domains dauerhaft zulassen, um Seiteninhalte zu sehen.

Doch nicht jeder AdBlocker ist gleich. Je nach Ihren Bedürfnissen können Sie aus einer Reihe von Programmen auswählen.

Welcher AdBlocker ist der beste für mich?

Unzählige AdBlocker sind nur ein paar Klicks entfernt. Die meisten davon sind kostenlos und mit allen gängigen Internet-Browsern kompatibel, kleine Unterschiede gibt es von Erweiterung zu Erweiterung dennoch. Hier eine kleine Auswahl der beliebtesten:

AdBlock

Mehr als 60 Millionen User nutzen AdBlock. Mit verschiedenen Filtern blockiert die Browser-Erweiterung Online-Ads und Videowerbung, wobei ganz einfach Ausnahmen hinzugefügt werden können. Ursprünglich für Google Chrome entwickelt, ist AdBlock nun für Safari, Microsoft Edge, Firefox und Opera erhältlich.

AdBlock Plus

Der Name klingt ähnlich, doch AdBlock Plus hat mit Adblock nichts zu tun und stammt von einem völlig anderen Entwicklerteam. AdBlock Plus ist Open Source und somit frei anpassbar, und verfügt über viele benutzerdefinierte Filter.

uBlock Origin

Auch uBlock Origins ist Open Source und erlaubt die freie Konfiguration der Anti-Ad-Filter. Individuelle Seiten lassen sich ganz unkompliziert mit einem einzigen Klick von der Schwarzen Liste nehmen, zudem ist das Programm für seine Flinkheit bekannt.

Ghostery

Ghostery ist kein AdBlocker im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein Datenschutz-Tool mit AdBlock-Fähigkeiten. Das Programm blockiert Web-Tracker und Analytics-Tools, die Ihre Nutzerdaten sammeln, und verfügt zusätzlich über Einstellungen zum Blockieren von Werbung.

Privacy Badger

Auch Privacy Badger schreibt vor allem den Datenschutz groß. Das Programm verlässt sich nicht wie gewöhnliche AdBlocker nur auf Filterlisten, sondern es lernt ständig dazu und blockiert Tracker und Ads, die Ihre Daten ausspionieren, effektiv.

Mobile AdBlocker

Auch fürs Surfen auf dem Smartphone gibt es mittlerweile viele Lösungen: Firefox Focus, AdLock, 1Blocker oder Brave Browser beispielsweise machen mobiles Surfen werbefreier.

Wie installiere ich einen AdBlocker?

Die Installation der meisten AdBlocker funktioniert wie die Installation jeder Browser-Erweiterung, und ist somit kinderleicht. Am Beispiel uBlock Origin erklären wir, wie’s geht:

Auf der offiziellen Webseite von uBlock Origin sehen Sie bereits, welche Browser die Erweiterung unterstützt.

Klicken Sie auf „Add uBlock“, um in den Webstore Ihres Browsers weitergeleitet zu werden.

Nun wurde uBlock Ihrem Browser hinzugefügt, und beim Surfen sind Sie fortan von nervigen Werbeanzeigen geschützt. Wenn Sie eine Ausnahme hinzufügen möchten, reicht ein Klick auf den großen, blauen Button.

Im Dashboard der Erweiterung haben Sie zudem die Möglichkeit, Ihre Whitelist zu verwalten, Filter zu überprüfen und individuell einzustellen und andere benutzerdefinierte Anpassungen vorzunehmen.

Keine Frage: AdBlocker machen Surfen angenehmer und sparen im Netz viel Frust. Sie können aus einer Reihe von Programmen auswählen und ganz nach Ihren Prioritäten – Geschwindigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Datenschutz und mehr – entscheiden, welcher AdBlocker für Sie am besten ist.

Dennoch sollten Sie in Erwägung ziehen, Webseiten, die Sie schätzen, von der Schwarzen Liste zu nehmen. So surfen Sie überwiegend ohne nervige Werbeanzeigen – und unterstützen dennoch die Webseiten, denen Sie vertrauen.