CMS Vergleich - Beliebteste CMS 2021 (Statistik)

Martin Gschwentner

Um Besucher auf Ihre Website zu locken und sie nicht wieder loszulassen, müssen Sie ihnen Content mit Mehrwert bieten: Egal ob Texte, Videos oder Bilder, Ihre Inhalte sollten hochwertig, ansprechend und von den Suchmaschinen auffindbar sein. Weil das Internet schnelllebig ist, können Sie sich auch auf gutem Content nicht ausruhen, sondern müssen bestehende Inhalte stets aktualisieren und Ihr Content-Imperium effektiv verwalten. Das ermöglicht ein Content-Management-System (CMS).

Ein CMS ist ein Verwaltungssystem für Ihre Website, mit dem Sie auch ohne Programmierkenntnisse Inhalte erstellen, bearbeiten und veröffentlichen können. Ein überaus praktisches Tool also, und die CMS-Auswahl ist dementsprechend groß. Wir stellen die meistgenutzten CMS-Anbieter vor und verraten, welche Systeme gerade einen Beliebtheitsschub erleben.

Statistik - Die beliebtesten CMS 2021

Die meistgenutzten Anbieter sind zwar nicht immer die besten, doch völlig unbegründet ist eine hohe Beliebtheit bei den Nutzern selten. Wir haben die 5 Millionen größten Websites der Welt analysiert und dabei 887.130 Internetauftritte mit CMS-Integrationen entdeckt, unter denen die überwältigende Mehrheit auf die unangefochtene Nr. 1 unter den CMS-Anbietern setzt: WordPress.

1.

WordPress

WordPress ist das Universalwerkzeug unter den Content-Management-Systemen – kein Wunder also, dass mehr als 75% der Websites, deren CMS-Integrationen uns bekannt sind, auf die Plattform setzten. Ursprünglich entstand WordPress als Blog-Software, die im Laufe der Zeit immer mehr Funktionen dazugewann und sich schließlich zum vollwertigen CMS entwickelte.

WordPress ist vielseitig und lässt sich mit unzähligen Plug-ins erweitern

Nach wie vor setzen heutzutage viele Blogger auf WordPress, doch die Vielseitigkeit der Plattform macht sie auch für unzählige andere Projekte zur beliebten Wahl, ob für Kleinunternehmen oder Fortune-500-Firmen. Dass WordPress Open Source und somit grundsätzlich kostenlos ist, trägt sicherlich auch zur Beliebtheit bei.

WordPress dominiert also, doch die Konkurrenz schläft nicht: Besonders weniger erfahrene Zielgruppen greifen heute oft bevorzugt zu Homepage-Baukästen, die die Website-Erstellung noch einfacher machen als ein selbst gehostetes CMS wie WordPress, bei dem sich Nutzer um Aspekte wie das Hosting selbst kümmern müssen.

benutzerfreundliche Verwaltung von Inhalten

Open Source und somit grundsätzlich kostenlos

unzählige Erweiterungsmöglichkeiten

große Community und viele Support-Inhalte

für kleine bis große Projekte geeignet

Lernkurve etwas steiler als bei vielen jüngeren, noch einfacheren CMS

möglicherweise zu komplex für kleine Projekte

durch die hohe Nutzerzahl auch bei Hackern beliebt

2.

Drupal

Genau wie WordPress ist Drupal ein vielseitiges Open Source-CMS, mit dem einfache Blogs, komplexe Websites oder sogar soziale Netzwerke erstellt werden können. Mit einem Anteil von 5,6% der von uns gefundenen CMS-Integrationen liegt Drupal dabei auf dem zweiten Platz, was natürlich noch einmal die Beliebtheit von WordPress untermauert.

Die Einrichtung von Drupal ist etwas komplexer als bei WordPress und die Standardinstallation erfordert zusätzliche Anpassungen. Dementsprechend eignet sich Drupal vor allem für erfahrene Entwickler, die etwas komplexere Websites verwirklichen möchten.

Drupal belegt hinter WordPress weit abgeschlagen den zweiten Platz

Als Open Source-CMS ist auch Drupal kostenlos, grundsätzlich werden also keine Lizenz- oder andere Gebühren fällig. Weil es sich um ein selbst gehostetes CMS handelt, müssen Sie sich dafür natürlich um Dinge wie das Hosting, die Sicherheit Ihrer Website und mehr selbst kümmern.

als Open Source-Lösung kostenlos

vielseitig, entwicklerfreundlich und für komplexe Projekte geeignet

mit zahlreichen Modulen erweiterbar

komplex und eher für erfahrene Entwickler geeignet

Standardinstallation weniger einfach als WordPress

viele Module kostenpflichtig

3.

Joomla

Mit einem Anteil von 3,7% der von uns analysierten Websites mit CMS-System liegt Joomla hinter WordPress und Drupal auf Platz 3. Das dritte Open Source-CMS im Bunde ist etwas weniger komplex als Drupal und in mancher Hinsicht etwas flexibler als WordPress, ermöglicht die Erstellung vielseitiger Websites damit auch Nutzern ohne umfangreiche Programmier-Erfahrung.

Auch Joomla ist Open Source und grundsätzlich kostenlos

Besonders vorteilhaft an Joomla sehen viele Nutzer beispielsweise die integrierte Mehrsprachigkeit: Während andere Systeme wie WordPress dafür Drittanbieter-Plugins erfordern, können Sie mit Joomla schon gebrauchsfertig mehrsprachige Websites erstellen. Außerdem können Sie Templates vielseitiger gestalten, und beispielsweise innerhalb desselben Projekts unterschiedliche Templates für einzelne Seiten auswählen.

weniger komplex als Drupal, in mancher Hinsicht flexibler als WordPress

mehrsprachige Websites ohne Plug-In möglich

keine fortgeschrittenen Programmier-Kenntnisse notwendig

steilere Lernkurve als WordPress

Drittanbieter-Marktplatz weniger ausgereift

Die Barrieren der Website-Erstellung schrumpfen und immer mehr Menschen möchten sich auch ganz ohne Programmier-Talente ihr digitales Zuhause mit einer eigenen Website, einem Blog oder einem Online-Shop aufbauen.

Dementsprechend werden besonders anfängerfreundliche Content-Management-Systeme von Jahr zu Jahr beliebter, und der Marktanteil von Homepage-Baukästen wächst. Sie kümmern sich vom Hosting bis zur Sicherheit um alle wichtigen "Nebensorgen" von Website-Betreibern und vereinfachen zugleich die Gestaltung mit simplen Drag-and-Drop-Editoren, die auch von Anfängern genutzt werden können.

Während die Nutzerzahlen für Drupal und Joomla in letzter Zeit eher stagnieren oder sich sogar negativ entwickeln (WordPress wächst weiterhin), zeigen die Trends vor allem bei Baukästen wie Squarespace, Wix, Weebly oder Tilda nach oben. Auch Headless CMS wie Contentful, die die Content-Verwaltung für eine Vielzahl an Endgeräten weit über den Web-Browser hinaus vereinfachen, werden immer populärer.

1.

Contentful

Contentful ist ein "Headless CMS", das im letzten Jahr ein starkes Wachstum verbuchen konnte. Bei Headless CMS handelt es sich um eine neue Generation von Content-Management-Systemen, die die Content- und Frontend-Ebenen strikt voneinander trennen.

Während bei einem klassischen Content-Management-System die Ausgabe der Inhalte, beispielsweise als Webseite in Browser-Darstellung, zentral in der Software integriert ist, rückt ein Headless CMS die Content-Erstellung und -Verwaltung in den Mittelpunkt. Die Ausgabe dieser Inhalte wird durch vielseitige API-Schnittstellen geregelt.

Der Vorteil ist, dass sich Redakteure im CMS nur um den Content sorgen müssen, dessen Ausgabe auf vielen unterschiedlichen Endgeräten – von der klassischen Website bis zur Smartphone-App, Smart-Speakern, VR-Brillen usw. – möglich ist.

Contentful vereinfacht die Ausgabe von Inhalten per API

Die Erstellung und Verwaltung von Content bei Contentful erfordert keine Programmierkenntnisse, Redakteure beispielsweise können die Plattform also problemlos eigenständig verwenden. Um die Gestaltung der Apps und Websites selbst, auf denen diese Inhalte ausgegeben werden, müssen sich aber Entwickler kümmern.

2.

Wix

In unserem Test der besten Homepage-Baukästen konnte sich die Plattform Wix den ersten Platz sichern, und auch bei Nutzern erfreut sich der Anbieter immer größerer Beliebtheit: Ein Wachstum von 45% in unserer Nutzungsstatistik spricht dafür, dass immer mehr Kunden das "Wixen" für sich entdecken.

Wix ist unser Testsieger unter den Homepage-Baukästen

Wir können die Beliebtheit verstehen: Wix bietet eine intuitive Benutzeroberfläche und punktet neben dem Standard-Editor auch mit einem benutzerfreundlichen Editor für Anfänger, der das Gestalten noch einfacher macht. Mit einer großen Anzahl an Features, vielen Gestaltungsmöglichkeiten und einem vielseitigen App-Marktplatz, auf dem zahlreiche Erweiterungen zur Verfügung stehen, können Nutzer aller Erfahrungsstufen ihre Webprojekte verwirklichen.

3.

Squarespace

Auch Squarespace verzeichnet wachsende Nutzerzahlen, und wieder können wir die Beliebtheit verstehen, denn in unserem Test sicherte sich die Plattform die Note "sehr gut".

Besonders gut gefielen uns die elegant-hochwertigen Squarespace-Designs, mit denen sich der Anbieter schon seit Jahren einen Namen macht. Darüber hinaus überzeugte uns auch die intuitive Bedienung des Programms, denn auch Squarespace richtet sich ganz klar an Nutzer jeder Erfahrungsstufe.

Squarespace besticht mit makellosen Designs

Etwas weniger Vielfalt gibt es bei den Erweiterungen: Jene stellt Squarespace zwar mittlerweile zur Verfügung, im geschlossenen System gibt es aber nur eine geringe Anzahl ausgewählter Plug-Ins. Der App-Store von Wix ist beispielsweise weitaus besser bestückt. Preislich ist Squarespace zudem ein Premium-Anbieter und in allen Tarifen etwas teurer als die Konkurrenz.

Gesamtergebnis

WordPress ist nach wie vor der CMS-Champion und unter den selbst gehosteten Systemen ein guter Alleskönner, der für Anfänger noch vergleichsweise benutzerfreundlich ist und fortgeschrittene Nutzer dabei in ihrer Gestaltungsfreiheit kaum einschränkt. Wer eine etwas steilere Lernkurve in Kauf nimmt, kann aber auch mit Drupal oder Joomla vielseitige Projekte verwirklichen.

Abseits der Top 3 der meistgenutzten Anbieter liegt jedoch noch eine viel größere CMS-Welt – und gerade hier entwickeln sich Trends momentan in eine Richtung, die selbst WordPress gefährlich werden könnte.

Fazit

Wenn man auf die Statistiken blickt, gibt es unter den CMS einen unangefochtenen König: WordPress. Der Alleskönner dominiert die Website-Welt nicht nur nach wie vor, sondern breitet seinen Vorsprung durch konstantes Wachstum sogar weiter aus, währende andere Content-Management-Systeme rückläufig sind.

Schafft man es, den Blick der Sogwirkung des Marktführers zu entreißen und auf die "niederen" Ränge zu blicken, sieht man jedoch, dass sich auch abseits von WordPress in der CMS-Welt ganz schön viel tut. Besonders die intuitiven Website-Baukästen und Headless-CMS freuen sich wachsender Beliebtheit, was zeigt, dass der Trend bei der Verwaltung und Erstellung von Content in Richtung Einfachheit führt.

Im großen EXPERTE.de-Test haben wir 13 beliebte Homepage-Baukästen auf den Prüfstand gestellt und verraten, welche uns beeindrucken konnten.

Häufige Fragen & Antworten

Was sind die beliebtesten CMS?
WordPress ist das mit Abstand beliebteste CMS und betreibt 77,9% der Websites, bei denen wir CMS-Integrationen entdeckt haben. Von den 5 Millionen größten Websites nutzen 691.237 WordPress.

Welches CMS sollte ich wählen?
Die Wahl des richtigen CMS hängt von Ihrem Erfahrungsgrad und Ihren Anforderungen ab. Open-Source-Systeme wie WordPress, Drupal oder Joomla ermöglichen besonders vielseitige Projekte, erfordern für deren Realisierung jedoch oft Programmier-Kenntnisse, und um Aspekte wie das Hosting müssen sich Nutzer selbst kümmern. WordPress ist besonders beliebt und im klassischen CMS-Bereich eine sichere Wahl. Homepage-Baukästen vereinfachen die Website-Erstellung, sind allerdings meist etwas weniger flexibel. Testsieger im EXPERTE.de-Test ist die Plattform Wix, die mit einer großen Funktionsvielfalt und einer einfachen Bedienung überzeugt.

Welches CMS verwendet eine bestimme Webseite?
Mit dem Technologie-Check von EXPERTE.de können Sie anhand einer eingegebenen Domain feststellen, welche Technologien die entsprechende Website nutzt.

Autor: Martin Gschwentner
Martin Gschwentner hat Amerikanistik und Medienwissenschaft in Deutschland, den USA und Frankreich studiert und arbeitet als freier Redakteur in Paris. Er forscht als Doktorand am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Paris Diderot zum Einfluss des Geldes auf die US-Politik. Auf EXPERTE.de schreibt er über IT-Sicherheit, Datenschutz und Software für Selbständige und Kleinunternehmen.
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