Was ist Vibe Coding? Das steckt hinter dem Trend
Software schreiben, ohne zu programmieren? Das ist mit Vibe Coding möglich. Sie beschreiben einfach, was Ihre Anwendung tun soll, und eine KI setzt Ihre Beschreibung automatisch um. Anstatt sich mit Syntax herumzuschlagen, konzentrieren Sie sich auf Ideen und Ziele.
Vibe Coding kann die Entwicklung beschleunigen und zugänglicher machen, hat aber auch seine Schattenseiten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie es funktioniert, welche KI-Tools Sie dafür verwenden können und worauf Sie sonst noch achten sollten.

Vibe Coding ist eine neue Form des Programmierens. Dabei formulieren Sie in natürlicher Sprache, was programmiert werden soll. Eine KI wandelt Ihre Beschreibung dann in Code um.
Die niedrigere Einstiegshürde macht Vibe Coding auch für Designer und andere Nicht-Programmierer interessant. Entwickler profitieren aber auch, weil sie damit schnell Prototypen und Code-Gerüste erstellen können.
Welches Vibe-KI-Tool für Sie passt, hängt vom Einsatzbereich ab. Das Spektrum reicht von UI-zentrierten Plattformen über KI-unterstützte IDEs bis hin zu CLI-Assistenten.
Vibe Coding ersetzt die klassische Entwicklung nicht, sondern erweitert sie. Im besten Fall verbinden Sie die Stärken von KI mit menschlicher Expertise.
Was ist Vibe Coding?
Vibe Coding beschreibt einen KI-gestützten Ansatz der Softwareentwicklung. Sie formulieren Anweisungen nicht in Code, sondern in natürlicher Sprache. Statt also Befehle manuell zu tippen, beschreiben Sie einfach Ihre Idee. Die künstliche Intelligenz erstellt daraus dann maschinenlesbaren Code.

Beim Vibe Coding verwenden Sie natürliche Sprache.
Das Ziel: Sie entwickeln Software ohne Umwege über Syntax, sondern direkt über Konzepte, Ziele und Anforderungen. Sie sagen, was die App können soll, die KI erledigt den Rest.
Anders als bei No-Code-Tools wie Homepage-Baukästen sind Sie beim Vibe Coding nicht auf feste Bausteine oder vorgegebene Strukturen beschränkt, sondern formulieren Ihre Anforderungen frei in natürlicher Sprache.
Ein einfaches Beispiel ist die Anweisung „Erstelle eine Webanwendung, die PDF-Dateien hochlädt, diese analysiert und die Anzahl der Wörter ausgibt“. Das Ergebnis der KI ist dann eine React-Komponente mit Datei-Upload, PDF-Parser, UI-Feedback und Ergebnisanzeige.
Die KI generiert nicht nur Quellcode, sondern auf Wunsch gleich die Benutzeroberfläche mit. Auch eine Anbindung an Datenbanken oder API-Schnittstellen ist möglich.
Der Begriff Vibe Coding wurde Anfang 2025 vom KI‑Forscher Andrej Karpathy geprägt. Damit wollte er eine Arbeitsweise beschreiben, bei der man sich voll auf die „Vibes“ einer Idee einlässt und vergisst, dass es Code überhaupt gibt.
Ein grundlegendes Verständnis von Programmabläufen, Architektur und technischer Logik bleibt dennoch wichtig, um der KI korrekte Anweisungen zu geben und ihre Resultate auf Qualität zu prüfen.
Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Vibe Coding:
Schnelle Umsetzung
Mit Vibe Coding setzen Sie Ihre Ideen deutlich schneller um. Anwendungen entstehen eher in Stunden als in Tagen oder Wochen.Geringe Einstiegshürde
Wenn Sie Ihre Anforderungen klar beschreiben, erstellt die KI daraus lauffähige Software – ganz ohne Programmierkenntnisse.Entlastung durch Automatisierung
Vibe Coding nimmt Ihnen viele Routinen ab. Sie konzentrieren sich auf Planung, Struktur und Qualität, die Maschine erledigt die Detailarbeit.
Begrenzte Codequalität
Ohne Nachbearbeitung können schnell unübersichtliche Strukturen entstehen, die später schwer zu warten sind. Sie sollten den generierten Code stets prüfen (lassen).Erschwerte Fehlersuche
Wenn etwas nicht funktioniert, finden Sie die Ursache nicht immer sofort. Die KI liefert Ihnen zwar gerne Neues, erklärt aber nicht, was schiefgelaufen sein könnte.Abhängigkeit von Plattformen
Die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern kann Sie im Ernstfall ausbremsen, etwa bei Preisänderungen oder Ausfällen.
Wie funktioniert Vibe Coding in der Praxis?
Der Ablauf beim Vibe Coding ähnelt einem Dialog zwischen Entwickler und KI. In iterativen Schritten entsteht aus einer groben Idee eine fertige Anwendung:

Vibe Coding ist ein iterativer Prozess.
- 1.
Beschreibung der Idee
Sie formulieren in normaler Sprache, was Sie bauen möchten. Das kann eine einfache Funktion oder eine umfangreiche App sein. Je detaillierter Ihre Vorgaben, desto besser reagiert die KI darauf. - 2.
KI generiert Code
Die KI interpretiert die Beschreibung und erzeugt daraus Codefragmente, Funktionen oder gleich komplette Komponenten. Bei den UI‑zentrierten Tools entstehen sofort klickbare Oberflächen, bei Backend‑Tools eher das Grundgerüst für die App-Logik. - 3.
Testen und Feedback
Sie testen das Ergebnis, führen den Code aus oder schauen sich die generierte Oberfläche an. Funktioniert alles wie gewünscht? Falls nicht, geben Sie der KI mittels natürlicher Sprache Feedback. Die KI passt daraufhin den Code entsprechend an.
Dieser Prozess wiederholt sich, bis das Resultat Ihren Erwartungen entspricht. Sie greifen ein, korrigieren Fehlentscheidungen der KI oder ergänzen spezielle Anforderungen. Große Teile der Detailarbeit übernimmt dabei weiterhin die Automatik.

Links ist die Antwort der KI, rechts eine Vorschau auf das Ergebnis.
Vorsicht: Nicht jedes Vibe Coding-Tool passt zu jeder Aufgabe, weil sie für unterschiedliche Einsatzzwecke optimiert sind. Manche Werkzeuge sind stark im Erzeugen von UI‑Oberflächen, andere eher beim Schreiben von Backend‑Logik. Deshalb braucht es je nach Problem das passende Tool (dazu später mehr).
Vibe Coding fühlt sich im besten Fall eher an wie ein kreatives Gespräch mit einem KI‑Partner – vergleichbar mit Brainstorming und sofortiger Umsetzung – und weniger wie klassisches, detailorientiertes Programmieren.
Viele Vibe Coding-Tools stellen Ihnen optionale Vorlagen für typische Anwendungen bereit. So starten Sie nicht bei null, sondern passen bestehende Templates an Ihre Anforderungen an.

Vorgefertigte Templates beim Anbieter Lovable.
Für wen eignet sich Vibe Coding?
Vibe Coding richtet sich prinzipiell an alle, die ohne lange Einarbeitung aus Ideen lauffähige Software erstellen möchten. Besonders folgende Zielgruppen profitieren von den KI-Code-Werkzeugen:
Ideengeber und Tüftler
Wer eine App-Idee schnell testen oder einen Prototyp bauen will, spart mit KI-Unterstützung Zeit. Sie beschreiben Ihre Vision und erhalten rasch ein erstes Ergebnis.Nicht-Programmierer
Designer, Produktmanager und andere ohne Tech-Background können erstmals eigenständig Software entwickeln. Die traditionellen Barrieren bestehen nicht mehr.Entwickler und IT-Profis
Auch Entwickler nutzen Vibe Coding, um schneller ans Ziel zu kommen. Das gilt u. a. für Boilerplate-Code oder wiederkehrende Muster.Teams und Startups
Wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als Perfektion, spielt Vibe Coding seine Stärken aus. Teams können in wenigen Stunden Funktionen implementieren und direkt Nutzerfeedback einholen.
Dabei gilt: Vibe Coding senkt Einstiegshürden und beschleunigt Entwicklungszyklen, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit eines durchdachten Softwaredesigns.
Ohne gute Architektur‑Entscheidungen führt der KI-erzeugte Code in der Folge zu Wartungsproblemen. Die Verantwortung für Struktur, Qualität und langfristige Wartbarkeit bleibt trotz KI-Hilfe beim Menschen.
Arten von Vibe Coding-Tools
Vibe‑Coding‑Tools und -Plattformen unterscheiden sich stark in Aufbau, Zielgruppe und Tiefe. Während manche Tools komplette Anwendungen aus einfachen Beschreibungen erzeugen, integrieren andere KI-Funktionen direkt in professionelle Entwicklerumgebungen.
Grundsätzlich lassen sich Vibe-Coding-Tools in drei Typen einteilen. Hier sind die wichtigsten Unterschiede:
Tool-Typ | Einsatzbereich | Typische Merkmale |
|---|---|---|
UI- und Frontend-orientierte Tools |
|
|
KI‑unterstützte IDEs |
|
|
Command Line Interfaces (CLIs) |
|
|
Die meisten Tools stehen in einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Variante bereit. Die Gratistarife sind in der Regel um einige Funktionen eingeschränkt, aber gut als Testversion geeignet. Sie können das Tool kennenlernen und prüfen, ob es für Ihre Anforderungen infragekommt.
UI- und Frontend-orientierte Tools
Diese Anwendungen konzentrieren sich auf die grafische Oberfläche und Interaktionslogik. Sie ermöglichen es, mit wenigen Beschreibungen funktionale Prototypen oder sogar vollständige Web‑Apps zu erstellen.
Fokus auf visuelle Umsetzung und Nutzerführung
gut für Entwürfe, Usability‑Tests und schnelle Iterationen
keine lokale Installation nötig
komplexe UI-Logik schwer umsetzbar
Code schwer weiterverwendbar
wenig Kontrolle über Struktur und Verhalten
Beispiele für UI‑ und frontend‑orientierte Tools gibt es viele. Hier ist eine Auswahl beliebter Lösungen:
Lovable erstellt im Dialog komplette Apps mit Frontend, Backend und Datenbank. Es bietet exportierbaren Code.
Bolt.new ist ebenfalls ein browserbasierter Generator mit sofort ausführbarer Entwicklungsumgebung (WebContainers).
v0 (Vercel) generiert React-Komponenten mit Tailwind-CSS. Es ist besonders für Entwickler mit Grundkenntnissen zu empfehlen.

Lovable ist ein Beispiel für ein UI-Tool.
Die Tools können sich auch u. a. für Designer, Produktmanager oder Startups eignen. Gleichzeitig profitieren auch Entwickler mitunter von der Geschwindigkeit, mit der sie Entwürfe erzeugen und testen können.
UI‑ und frontend‑orientierte Tools geraten an ihre Grenzen, wenn das Geforderte über Oberflächen hinausgeht. Sehr individuelle Anforderungen an die Nutzerführung lassen sich nur schwer oder gar nicht umsetzen.
KI‑unterstützte IDEs
Diese Kategorie richtet sich an professionelle Entwickler, die ihren Workflow durch KI‑Funktionen erweitern wollen. Hier bleibt der Mensch im Zentrum der Steuerung. Die KI liefert Vorschläge, übernimmt wiederholende Aufgaben und analysiert bestehenden Code.
tiefe Integration in bekannte Editoren wie VS Code
kontextbasierte Codeergänzungen, Tests, Optimierungen
unterstützt komplexe Projekte und größere Codebasen
Vorschläge teils unpräzise oder kontextfern
KI-Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar
oft Abhängigkeit von Cloud-Diensten
Hier sind einige Beispiele für KI‑unterstützte IDEs:
Cursor ist ein Editor mit integriertem KI‑Chat, der Dateien kontextsensitiv erkennt und verarbeitet.
Google Antigravity ist eine umfangreiche Plattform mit autonomen KI-Agenten zur automatisierten Codeerzeugung auf Abruf.
GitHub Copilot und Codeium unterstützen Entwickler mit Echtzeit‑Vervollständigungen und cleveren Codevorschlägen.

Cursor ist eine mächtige KI-IDE.
KI‑IDEs erleichtern vor allem Routinearbeiten und sparen so Zeit. Sie ersetzen keine Entwickler, sondern unterstützen bei Aufgaben wie Refactoring, Testing oder dem Aufbau neuer Module.
Bei komplexem oder schlecht dokumentiertem Code wirken die Vorschläge der KI teils ungenau oder unpassend. Die Systeme stützen sich immer auf Wahrscheinlichkeiten, nicht auf echtes Verständnis. Das kann für Sie zu unnötigen Korrekturschleifen führen.
Command Line Interfaces (CLIs)
Command Line Interfaces sprechen erfahrene Entwickler an, die lieber im Terminal arbeiten und KI‑Funktionalität in bestehende Skripte und Prozesse einbinden möchten.
KI‑Prompting ohne grafische Oberfläche
sehr flexibel, direkt in CI/CD‑Prozesse integrierbar
verarbeiten große Datenmengen und Projektkontexte
steile Lernkurve für Einsteiger
keine visuelle Unterstützung
Fehler schwerer nachvollziehbar
Beispiele für CLI‑basierte Tools sind:
Codex CLI, ein auf OpenAI basierendes Tool für Code-Generierung im Terminal.
Claude Code unterstützt Codekorrektur und Strukturvorschläge in der Kommandozeile.
Gemini CLI ist Googles starkes KI‑Tool für die Kommandozeile. Es hilft beim Verstehen von Code und beim Generieren von Funktionen.

Googles Gemini in der Kommandozeile.
CLI‑Tools eignen sich für automatisierte Workflows, strukturierte Codewartung und den Einsatz in Infrastrukturprojekten. Sie verbinden hohe Präzision mit schneller Bedienung – immer vorausgesetzt, dass Nutzer die Arbeit im Terminal beherrschen.
Sie müssen die richtigen Befehle kennen und mit Fehlermeldungen umgehen können. Für weniger erfahrene Nutzer sind CLI‑Tools daher meist ungeeignet.
Wie verändert Vibe Coding die Softwareentwicklung?
Vibe Coding wirkt sich nicht nur auf Tools und Abläufe aus. Es verändert grundlegende Prinzipien der Softwareentwicklung. Neue Rollen entstehen, gewohnte Prozesse verschieben sich, viele bisherige Selbstverständlichkeiten geraten ins Wanken.
Dieser Wandel bringt neue Risiken mit sich. Wenn KI‑Tools Entscheidungen übernehmen, die Sie früher selbst getroffen haben, geht das auf Kosten des Überblicks. KI-Vorschläge können Sie sich nicht immer nachvollziehen, Fehler bleiben länger unentdeckt. Für nachhaltige Projekte reicht es nicht, dass Code einfach nur funktioniert.
Entwickler als Regisseur
Durch Vibe Coding wandelt sich die Aufgabe des Entwicklers grundlegend. Anstatt jede Codezeile selbst zu schreiben, steuern Sie den Prozess auf höherer Ebene. Sie geben Instruktionen, beurteilen Outputs und entscheiden, was als Nächstes passiert.
Diese Rolle ähnelt eher der eines Regisseurs oder Editors. Die KI liefert den Code, die Feinarbeit und Endkontrolle bleiben beim Menschen. Programmierkenntnisse sind so nicht plötzlich überholt, sondern verschieben sich.
Entscheidend ist weniger das Auswendiglernen von Syntax, sondern vielmehr die Fähigkeit, die KI gezielt zu lenken und die generierten Ergebnisse kritisch einschätzen zu können.
Enormer Zeitgewinn
Ein klarer Vorteil von Vibe Coding ist das enorme Tempo. Funktionen, für die früher Tage oder Wochen nötig waren, entstehen heute mit KI‑Unterstützung in Minuten oder Stunden. Besonders für Prototypen und MVPs ist dieser Zeitvorteil wertvoll.
Diese Geschwindigkeit beeinflusst den Innovationsprozess. Iterationen sind kürzer, Fehler werden früher erkannt und behoben. Auch mutige Experimente sind viel leichter möglich, da der Aufwand für die Umsetzung geringer ist.
Gleichzeitig kann durch Vibe Coding der Druck steigen, ständig schnell Ergebnisse liefern zu müssen. Kompromisse bei Codequalität, Tests oder Dokumentation sind die Folge.
Mehr Zugänglichkeit
Vibe Coding demokratisiert die Softwareentwicklung. Personen können basierend auf ihrer Fachkenntnis auch ohne viel IT-Wissen zu Ergebnissen kommen. Damit verschwimmen klassische Rollen: Fachabteilungen, Designer und Entwickler arbeiten so im besten Fall früher und enger zusammen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Entwicklung trivial wird. Aspekte wie Wartung, Sicherheit und Langfristigkeit erfordern weiterhin fundiertes Verständnis und Sorgfalt.
Wo liegen die Grenzen von Vibe Coding?
Vibe Coding hat also viele Vorteile, bringt zugleich aber gänzlich neue Herausforderungen mit sich. Diese sollten Sie auch dann noch beachten, wenn Ihr KI-Tool bereits in Windeseile nahezu fertige Anwendungen hervorgebracht hat.
Codequalität und Wartbarkeit
KI‑generierter Code entspricht nicht automatisch professioneller Qualität. Uneinheitliche Formatierung, redundante Strukturen oder für Menschen gänzlich ungewöhnliche Konstrukte sind keine Seltenheit. Die Gefahr von „KI-Slop“ ist also groß.Fehlersuche
Debugging ist schwieriger, da die KI oft neuen Code generiert, anstatt gezielt eine Ursache zu adressieren. Menschliche Expertise bleibt notwendig.Sicherheit und Performance
KI‑Tools sind in der Regel nicht auf optimale Sicherheit oder Effizienz getrimmt. Es können schnell Unsicherheiten entstehen, wenn Sie den generierten Code ungeprüft übernehmen.Abhängigkeit von Plattformen
Vibe Coding setzt Verfügbarkeit der verwendeten KI‑Dienste voraus. Änderungen durch Anbieter beeinflussen Entwicklungsprozesse stark und können sie teurer machen.Verlust von Systemverständnis
Vibe Coding fördert schnelles Erzeugen statt bewusstes Entwerfen. Architektur- und Designentscheidungen entstehen implizit durch die KI und sind für Menschen oft nicht vollständig nachvollziehbar. Das erschwert spätere Anpassungen und kann zu einem Verlust technischer Kontrolle führen.Trügerische Effizienzgewinne
Vibe Coding kann die initiale Entwicklung beschleunigen, verlagert Aufwand jedoch häufig in spätere Phasen. Nacharbeit, Debugging und Refactoring können den Zeitgewinn teilweise oder vollständig aufheben.Begrenzt für Großprojekte geeignet
Für komplexe, skalierbare Systeme bleibt klassische Architekturplanung zentral. KI‑Unterstützung kann die menschliche Planungskompetenz bei Großprojekten ergänzen, aber nicht ersetzen.
Vibe Coding ist ein hilfreiches Werkzeug, aber kein Selbstläufer. Ohne Prüfung und Nacharbeit entstehen schnell Probleme bei Qualität, Sicherheit und Wartung. Je größer das Projekt, desto wichtiger bleibt klassische Entwicklungsarbeit.
Fazit: Vibe Coding hat Potenzial
Vibe Coding ergänzt die Softwareentwicklung und macht sie in vieler Hinsicht zugänglicher. Einstiegshürden sinken und Entwicklungszyklen beschleunigen sich erheblich. Das gilt besonders bei Prototypen und vergleichsweise einfachen Anwendungen.
Gleichzeitig bleibt die traditionelle Programmierung unverzichtbar, sobald es um komplexe, robuste Softwaresysteme geht. KI‑Tools liefern zwar durchaus beeindruckende Ergebnisse, erreichen aber bei weitem nicht die Präzision und Verlässlichkeit erfahrener Entwicklerteams – und bringen zudem ganz neue Probleme und Herausforderungen mit sich.
Der größte Mehrwert kann durch einen Hybrid‑Ansatz entstehen. Sie nutzen KI‑Unterstützung dort, wo sie Produktivität und Kreativität steigert, und setzen menschliches Fachwissen dort ein, wo es auf Architektur, Leistung und kritisches Denken ankommt. So wird Vibe Coding zu einem Zusatzwerkzeug im Entwickler‑Arsenal, das das Beste aus beiden Welten vereint.












