Beste Vibe-Coding-Tools: 5 KI-Builder im Vergleich
Sie möchten Software entwickeln, haben aber keine Lust auf komplizierten Code? Dann ist Vibe Coding vielleicht genau das Richtige für Sie. Anstatt sich mit Syntax und Debugging herumzuschlagen, bauen Sie Ihre Anwendung einfach mit KI.
Alles, was Sie dafür brauchen, ist ein Vibe-Coding-Tool. Dieses verspricht eine ganz neue Art der Anwendungsentwicklung, bei der die Idee im Vordergrund steht und nicht der Code. In diesem Artikel stellen wir Ihnen fünf der derzeit besten KI-Builder vor.

Was ist Vibe Coding?
Vibe Coding ist eine neue Möglichkeit, um Software zu entwickeln. Sie unterscheidet sich vorwiegend in einem Punkt von der traditionellen Art: der direkten Interaktion mit einer KI. Anstatt selbst zu programmieren, formulieren Sie Ihre Anforderungen in natürlicher Sprache. Die KI wandelt diese dann in Code um.
Anders als bei No-Code-Plattformen wie Homepage-Baukästen steht auch nicht das Zusammenklicken von Komponenten im Vordergrund. Stattdessen gibt es einen dialogorientierten, intuitiven Entwicklungsprozess.
Typische Nutzergruppen sind Personen und Teams ohne ausgeprägten technischen Hintergrund, die dennoch digitale Lösungen entwickeln möchten. Dazu gehören etwa Selbstständige, die Web-Apps umsetzen möchten, oder Unternehmen ohne eigene Entwickler.
Designer und Produktmanager verwenden KI-Builder zur schnellen Erstellung von Prototypen, während auch Entwickler diese Tools zunehmend nutzen, um Ideen schneller umzusetzen und Prozesse zu beschleunigen.
Top 5 Vibe-Coding-Tools
Mittlerweile gibt es unzählige Vibe-Coding-Tools. Um Ihnen bei der Auswahl zu helfen, haben wir fünf davon genauer unter die Lupe genommen. Wir zeigen, wofür sich die einzelnen Tools besonders eignen, welche Funktionen direkt überzeugen und wo – zumindest aktuell – ihre Grenzen liegen. So können Sie das für Ihre Anforderungen passende Tool auswählen.
Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, haben alle Tools exakt dieselbe Aufgabe erhalten: Sie sollten einen Essensplaner mit Einkaufsliste als Web-App erstellen. Konkret lautete der Prompt:
Erstelle einen funktionierenden Web-App-Prototypen für: MealMate, Wochen-Essensplaner & Einkaufsliste.
Muss enthalten (Inhalt + Design):
3 Views: Plan, Rezepte, Einkaufsliste
Plan: Mo-So-Grid mit Frühstück, Mittag, Abend. Rezepte pro Slot hinzufügen + leeren. Woche leeren mit Bestätigung/Undo.
Rezepte: Liste mit 8 realistischen Rezepten + Suche + Filter (z. B. vegetarisch, < 30 Min), Rezeptdetails, Rezept anlegen/bearbeiten (Name, Tags, Zeit, Portionen, Zutaten, Schritte).
Einkaufsliste: Automatisch aus dem Plan generiert, gleiche Zutaten zusammenführen und Mengen summieren, wenn Einheiten passen. Checkboxen + Erledigte zurücksetzen, manuelles Hinzufügen eigener Items.
Persistenz: Plan, Rezepte, Liste in LocalStorage (oder gleichwertig) speichern.
Design-Anforderungen:
Modernes, cleanes Premium-UI: konsistentes Spacing, Cards, Buttons, Inputs, Tags/Chips.
Desktop: Sidebar + Topbar. Mobile: Topbar + Bottom-Navigation.
Light/Dark-Mode Toggle.
Schöne Empty States, kein Lorem ipsum.
Hier sind die fünf besten Vibe-Coding-Tools aus unserem Vergleich:
Base44: Starkes All-in-One-Tool
Qualität: Hochwertig
Ergebnis: MealMate bei Base44
Kostenfreie Version: Ja, mit Basis-Funktionen
Statt also nur UI‑Bausteine zu liefern, unterstützt Base44 Sie aktiv dabei, externe Systeme wie Datenbanken, APIs und Automationsdienste in Ihre App einzubinden und wiederzuverwenden. Das Tool ist deswegen auch für Projekte geeignet, bei denen mehrere Dienste zusammenarbeiten.

Externe Integrationen bei Base44.
Ein klarer Schwerpunkt liegt auf der Wiederverwendbarkeit. Integrationen werden nicht nur einmalig erstellt, sondern lassen sich als Bausteine im Projekt oder Team katalogisieren und erneut einsetzen. Das erleichtert den Aufbau wiederholbarer Abläufe deutlich.
Wie funktioniert Base44?
Der Einstieg erfolgt wie bei anderen KI-Buildern über eine textbasierte Anweisung. Auf Basis dieses Prompts erzeugt Base44 eine erste App-Struktur inklusive Seiten, Datenmodellen und initialen Integrationen.
Anschließend arbeiten Sie iterativ mit der KI weiter: Verhalten, Logik und Abläufe werden Schritt für Schritt verfeinert, bis die App den gewünschten Anforderungen entspricht. Im Unterschied zu UI‑Generatoren entscheiden Sie bei jedem Schritt auch, wie genau Daten fließen, welche Integrationen nötig sind und wie Aktionen zwischen Systemen ausgelöst werden.
Wie gut ist die Qualität bei Base44?
Kurz gesagt: ausgesprochen gut. Base44 versteht den Beispiel-Prompt sofort und setzt den Essensplaner MealMate schnell und vollständig um.
Die KI erstellt nicht nur acht realistische Rezepte, sondern ergänzt sie wie gefordert um Details wie Zubereitungsdauer, Portionen und Zutaten. Die Rezepte lassen sich durchsuchen, filtern, bearbeiten und erweitern.

Die KI hat 8 durchsuchbare Rezepte erstellt.
Auch der Wochenplaner funktioniert zuverlässig: Für jeden Tag stehen Slots für Frühstück, Mittag- und Abendessen zur Verfügung. Gerichte lassen sich einzeln hinzufügen oder entfernen.

Rezepte hinzufügen im Wochenplaner.
Die Einkaufsliste wird korrekt aus dem Wochenplan generiert. Zutaten werden zusammengeführt, Mengen sinnvoll summiert, und zusätzlich lassen sich eigene Einträge manuell ergänzen.

Die KI-generierte Einkaufsliste von Base44.
Positiv fällt außerdem auf, dass Base44 von sich aus Verbesserungsvorschläge macht – etwa Rezeptbewertungen, kategorisierte Einkaufslisten oder Sammlungen für Gerichte (z. B. „schnelles Mittagessen“ oder „großes Frühstück“).
Neben dem Frontend steht ein separates Backend-Dashboard zur Verfügung. Dort lassen sich unter anderem Nutzer, Sicherheitseinstellungen und externe Integrationen verwalten. Eine einfache Analytics-Übersicht ist ebenfalls enthalten.

App-Analytics im Backend von Base44.
Base44 erlaubt den direkten Zugriff auf den generierten Code. In der kostenlosen Variante des KI-Builders können Sie diesen jedoch nur einsehen. Um ihn zu bearbeiten, ist ein Premium-Plan nötig. Das gilt auch für einen ZIP-Export des Projekts.
Wie gut ist Base44 für geschäftliche Zwecke?
Laut den AGB dürfen Sie Base44 für geschäftliche Zwecke nutzen, allerdings nur im Rahmen einer weit gefassten „internen Nutzung“. Sie können Apps und Tools für Ihr eigenes Unternehmen entwickeln und einsetzen, dürfen die Plattform selbst jedoch nicht als Dienstleistung für Dritte betreiben.
Verboten sind bestimmte Einsatzbereiche wie Medizin, kritische Infrastruktur oder „jede rechtswidrige oder lizenzpflichtige Nutzung ohne passende Erlaubnis“. Sie haften selbst für das, was mit dem generierten Output geschieht.
Was sind die Kosten und Konditionen von Base44?
Base44 nutzt ein duales System aus Chat‑Credits für Interaktionen mit der KI und separaten Integrations‑Credits für die eigentlichen Abläufe in der erstellten App. Sie können so klar unterscheiden, ob Kosten aus der Entwicklungsarbeit oder der tatsächlichen Nutzung entstehen.
Der Free‑Plan von Base44 bietet Basisfunktionen und ein kleines Einstiegskontingent pro Monat. Die Premium‑Pläne erhöhen beide Arten von Credits deutlich und schalten Zusatzfunktionen wie Code-Edits in der App und GitHub-Integration frei. Bei Abschluss eines Jahresabos erhalten Sie einen Rabatt.
Was sind Vor‑ und Nachteile von Base44?
Starke externe Integrationen
Bei Base44 sind externe Dienste wie Datenbanken, APIs oder Automationen von Anfang an mitgedacht. Sie werden direkt in den App-Ablauf eingebunden und lassen sich einfacher verknüpfen als bei anderen Vibe-Coding-Tools.Getrennte Credit‑Arten
Base44 trennt zwischen Credits für die Entwicklung und Credits für die Nutzung der App. Das erleichtert die Budgetplanung, weil dadurch nachvollziehbar ist, wofür Kosten entstehen.Wiederverwendbare Bausteine
Von Ihnen erstellte Integrationen lassen sich im Team oder Projekt katalogisieren und mehrfach einsetzen. Das spart Zeit und Geld.
Workflows weniger standardisiert
Workflows sind nicht so stark vorkonfiguriert wie bei anderen Tools. Sie müssen selbst entscheiden, wie Integrationen und Abläufe konkret aufgebaut sind.Kein eigener Anmelde-Ablauf
Nutzer-Login und -Registrierung in Ihren Apps sind auch in den kostenpflichtigen Plänen klar vorgegeben. Eigene Anmelde-Abläufe oder ein individuelles Branding sind nicht möglich.
Lovable: Credits mit Rollovers
Qualität: Sehr gut
Ergebnis: MealMate bei Lovable
Kostenfreie Version: Ja, mit vielen Funktionen
Die schwedische Plattform Lovable kombiniert den klassischen KI-Builder-Ansatz mit einem flexiblen Credit-System. Besonderheit sind die sogenannten Rollovers: Ungenutzte Credits verfallen nicht, sondern werden automatisch in den nächsten Abrechnungszeitraum übernommen. Das ist vor allem bei unregelmäßiger Nutzung praktisch und hilft, Kosten besser zu steuern.
Zusätzlich legt Lovable mehr Gewicht auf Teamfunktionen wie Rollen, Berechtigungen und Workspace-Organisation. Diese Funktionen sind bei Vibe-Coding-Tools nicht überall integriert.

Viele optionale Templates stehen bei Lovable bereit.
Lovable generiert auf Basis von Textbeschreibungen komplette Apps inklusive Frontend, Backend und Deployment. Laut eigener Positionierung richtet sich das Tool an Nutzer, die eine gute Balance zwischen automatisierter Code-Erstellung und manueller Kontrolle suchen.
Wie funktioniert Lovable?
Sie beschreiben Ihre App oder Website im Chat, Lovable erstellt daraufhin eine erste lauffähige Version. Über weitere Prompts iterieren Sie das Projekt Schritt für Schritt weiter. Nach jeder Runde zeigt das Tool transparent an, wie viele Credits verbraucht und welche Teile der App zuletzt angepasst wurden.
Der separate Code‑Modus ermöglicht es, Änderungen direkt im Code vorzunehmen, ohne zusätzliche Runden im Chat. So sparen Sie Credits, da Sie für einfache Korrekturen oder Optimierungen nicht jedes Mal eine neue KI-Antwort auslösen müssen.
Wie gut ist die Qualität bei Lovable?
Sehr gut. Lovable erstellt in kurzer Zeit einen vollständig funktionierenden Prototyp, der dem Ergebnis von Base44 stark ähnelt.
Neue Rezepte sind schnell hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht. Anstelle von Bild-Platzhaltern zeigt Lovable eine Beschreibung des Gerichts an. Die KI hat sich zudem zehn passende Tags ausgedacht.

Die Rezepte-Ansicht der von Lovable generierten Web-App.
Den Wochenplaner hat das Tool wie gewünscht umgesetzt, mit Frühstück, Mittag- und Abendessen von Montag bis Sonntag. Gerichte können Sie schnell einzeln hinzufügen und wieder entfernen. Lovable zeigt die Zubereitungszeit gleich in der Wochenübersicht an.

Es ist einfach, dem Wochenplaner Gerichte hinzuzufügen.
Auch die Einkaufsliste ähnelt stark der von Base44. Hier fügen Sie Elemente gleich in der Standardansicht hinzu, mitsamt nicht vorgegebener Mengenangabe. Die Einkaufsliste basiert wie gewünscht nur auf den Gerichten, die bereits im Wochenplaner eingetragen sind.

Die von Lovable erstellte Einkaufsliste ähnelt der von Base44.
Das Design können Sie ohne zusätzlichen Credit-Verbrauch anpassen. Neben einzelnen UI-Elementen lässt sich auch ein komplett anderes Theme für die App auswählen.

Sie können das Design anpassen, ohne Credits zu verbrauchen.
Der Code ist nur in der kostenlosen Variante nicht veränderbar. Die Free-Version erlaubt zudem nur den Download einzelner Dateien statt des gesamten Projekts.
Wie gut ist Lovable für geschäftliche Zwecke?
Lovable räumt Ihnen ein Nutzungsrecht zur „persönlichen oder internen geschäftlichen Nutzung“ der Services ein. Der Code gehört laut AGB Ihnen, allerdings unter dem Vorbehalt, dass Sie dadurch keine Rechte Dritter verletzen.
Ein wichtiger Punkt: Lovable darf Ihre Projekte nach eigenem Ermessen zur Modellverbesserung verwenden. Wenn Sie das nicht wünschen, müssen Sie dem explizit widersprechen – das ist erst im Business-Plan mit Opt-out möglich.
Was sind die Kosten und Konditionen von Lovable?
Lovable nutzt monatliche Credits, kombiniert mit täglichen Kontingenten. Das schafft eine größere Flexibilität für gelegentliche Nutzer. Premium‑Pläne erweitern Credits, erlauben private Projekte, Custom Domains und Teamfunktionen.
Enterprise-Kunden erhalten auf Wunsch einen auf sie zugeschnittenen Plan. Studenten erhalten Rabatt auf die Pro-Variante.
Was sind Vor‑ und Nachteile von Lovable?
Credit‑Rollovers
Ungenutzte Credits verfallen nicht, sondern werden automatisch übertragen, was gerade bei unregelmäßiger Nutzung vorteilhaft ist.Tägliche Bonus-Credits
Sie erhalten jeden Tag neue Credits, die immer zuerst verbraucht werden. Ihr eigentliches Monatsbudget bleibt dadurch länger unangetastet.Viele Team‑Funktionen integriert
Sie können gemeinsam in Workspaces arbeiten, Rollen und Berechtigungen vergeben und so den Zugriff auf Projekte, Code oder Deployment gezielt steuern.
Zusatzkosten über Cloud
Cloud‑Komponenten rechnet Lovable zusätzlich zum Credit‑Budget ab. Sie können je nach Nutzung stark variieren.Nur gemeinsamer Credit-Pool
Bei Teams ohne klares Credit‑Management kann Konkurrenz um Ressourcen entstehen. Wer viel verbraucht, limitiert automatisch andere.
Bolt.new: Browser‑IDE für Vibe-Profis
Qualität: Hoch, aber Nachjustierung nötig
Ergebnis: MealMate bei Bolt.new
Kostenfreie Version: Ja, aber nur mit wenigen Credits
Bolt.new ist ein KI-Builder vom Entwickler StackBlitz. Von anderen Vibe-Coding-Tools unterscheidet er sich vor allem dadurch, dass er eine echte Entwicklungsumgebung im Browser bieten will, die Sie per Chat steuern. Sie arbeiten also an realen Projektdateien und sehen Quellcode, Vorschau und Dateistruktur ohne lokale Installation.
Damit richtet sich Bolt.new vor allem an Anwender, die KI-Unterstützung nutzen möchten, gleichzeitig aber die Kontrolle über den erzeugten Code behalten wollen.

Eine Auswahl von Inhalten, die mit Bolt.new erstellt wurden.
Besonders sinnvoll ist Bolt.new, wenn der generierte Code später weiterentwickelt, versioniert oder im Team genutzt werden soll. Dank Git-Integration lässt sich das Tool direkt in bestehende Entwickler-Workflows einbinden.
Wie funktioniert Bolt.new?
Der Einstieg ähnelt anderen Vibe-Coding-Tools: Sie beschreiben Ihre Idee im Chat, und die KI erstellt eine erste Projektbasis. Je nach Prompt gehören dazu bereits Dateien, Ordnerstruktur und erste Formulare. Danach geben Sie Änderungswünsche ein, die das System umsetzt. Der komplette Projektkontext bleibt sichtbar, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, was geändert wurde und wie der aktuelle Stand aussieht.
Bolt.new arbeitet nicht nur auf UI-Ebene, sondern erzeugt echten, editierbaren Full-Stack-Code, direkt im Browser. Sie sehen live, wie sich das Projekt entwickelt, können jederzeit in Dateien hineinschauen, manuell ändern oder sogar exportieren.
Wie gut ist die Qualität bei Bolt.new?
Grundsätzlich hoch, im konkreten Test aber nicht ganz auf dem Niveau von Base44. Bei uns wird MealMate zunächst nicht korrekt angezeigt. Selbst nach einem Reload bleibt die Vorschau leer. Erst nach einem erneuten Login erscheint die App.
Die Rezepte selbst sind genau wie durch den Prompt vorgegeben. Sie lassen sich durchsuchen, bearbeiten und sind kategorisiert. Auch das Hinzufügen neuer Rezepte ist ohne Probleme möglich.

Die Rezepte-Ansicht bei Bolt.new.
Bei der Wochenplanung fehlt jedoch zunächst die vielleicht wichtigste Funktion: Es ist nicht möglich, Gerichte hinzuzufügen. Bolt.new hat keinen „Add“-Button erstellt, obwohl dieser Teil des Prompts war. Es ist ein zweiter Anlauf nötig, bevor der MealMate tatsächlich funktioniert.

Der Wochenplaner funktioniert nicht auf Anhieb.
Auch die Einkaufsliste wirkt weniger ausgereift als bei Base44. Bei manuell hinzugefügten Produkten sind Einheiten nicht vorgegeben und müssen selbst eingetragen werden. Nach dem ersten Prompt fehlt außerdem die Möglichkeit, Einträge als erledigt zu markieren.

Auch die Einkaufsliste hatte in unserem Test Schwächen.
Bolt.new erzeugt zwar automatisch ein Control-Panel für die App, dieses bietet zunächst aber wenig Mehrwert. Die KI muss erst angewiesen werden, eine Datenbank zu erstellen. Nur dann stehen Funktionen wie Nutzer- und Datei-Verwaltung bereit.
Wie gut ist Bolt.new für geschäftliche Zwecke?
Sie dürfen den mit Bolt.new erzeugten Code kommerziell verwenden, auch in Produkten oder Kundenprojekten. Die offizielle Dokumentation besagt, dass der generierte Code Ihnen gehört und Sie ihn für jeden legalen Zweck nutzen dürfen.
Sie müssen aber selbst sicherstellen, dass der Code keine Lizenzen von Drittanbietern verletzt, und keine Sicherheitsrisiken enthält. Die Plattform nimmt Ihnen diese Verantwortung nicht ab.
Was sind die Kosten und Konditionen von Bolt.new?
Auch Bolt.new nutzt ein tokenbasiertes Modell. Jeder Schritt im Projektkontext verbraucht Token, die in Ihrem Plan enthalten sind. Je größer Ihr Projekt im Laufe der Zeit wird, desto mehr Tokens fallen pro Änderung an.
Ein Free‑Plan mit täglichem und monatlichem Token-Limit eignet sich zum Einstieg, Premium‑Pläne erhöhen das Token‑Budget enorm und schalten Zusatzfunktionen wie Git‑Sync und Projektmanagement frei.
Was sind Vor‑ und Nachteile von Bolt.new?
Dev-Umgebung im Browser
Bolt.new nutzt WebContainer für eine echte Node.js-Umgebung direkt im Browser, inklusive Terminal, Dateisystemzugriff und Serverausführung.Git‑Integration
Änderungen am Code lassen sich sauber nachverfolgen und bei Bedarf rückgängig machen. Das passt gut zu bestehenden Entwickler-Workflows.Token‑Feintuning möglich
Sie können den Kontext bei Bedarf auch bewusst schlanker halten, um Kosten zu steuern.
Kontext‑Reset kostet Überblick
Bei bewusster Reduzierung des Projektkontexts gehen Teile der vorherigen KI-generierten Arbeit verloren.Nachjustierung nötig
Im Vergleich zur Konkurrenz ist im konkreten Anwendungsfall mehr manuelles Feintuning nötig gewesen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
v0: UI‑Generator für React‑Stacks
Qualität: Hoch für Design
Ergebnis: MealMate bei v0
Kostenfreie Version: Ja, aber nur wenige Nachrichten pro Tag
v0 von Vercel konzentriert sich gezielt auf die Erstellung von React-UI-Komponenten und Frontend-Strukturen. Der KI-Builder richtet sich an Entwickler und Teams, die bereits mit modernen Frontend-Stacks arbeiten und keine komplette App-Plattform benötigen. v0 versteht sich eher als Co-Designer denn als vollwertiger App-Builder.
Ein Vorteil ist die enge Verbindung zu Git‑Workflows: Sie können von v0 generierten Code direkt in Repositories speichern, versionieren und von dort weiterbearbeiten.
Wie funktioniert v0?
Sie beschreiben in natürlicher Sprache, welche UI-Komponente, welches Layout oder welche Seite Sie benötigen. v0 generiert daraufhin passenden React-Code inklusive Struktur und Styles. Über weitere Prompts verfeinern Sie das Ergebnis schrittweise, bis es Ihren Vorstellungen entspricht.
Falls Sie nicht bei null anfangen wollen, können Sie auf bestehende Templates zurückgreifen. Diese stehen in zwölf Kategorien wie E-Commerce, Games und Landing Pages bereit.

Eine Auswahl von Templates, die von anderen v0-Nutzern erstellt wurden.
v0 konzentriert sich auf die UI‑Ebene. Die weitere Verantwortung für Backend‑Logik oder Datenflüsse bleibt bei Ihnen als Entwickler. Das Tool liefert also statt fertiger Apps eher Design-Komponenten mit funktionalem Code, die Sie in Projekte übernehmen.
Wie gut ist die Qualität bei v0?
Sehr hoch – vorausgesetzt, man erwartet keine All-in-one-Lösung. Das Design des Essensplaners entsteht schnell, der MealMate ist nach einem einzigen Prompt funktional nutzbar.
Bei den durchsuch- und bearbeitbaren Rezepten fällt auf, dass der KI-Builder mehr Filter erstellt hat als andere. Auch das UI beim Hinzufügen neuer Rezepte ist ansehnlicher umgesetzt als bei der Konkurrenz.

Die Rezeptansicht beim von der v0-KI erstellten Prototypen.
Beim Wochenplaner hätte sich v0 etwas mehr ins Zeug legen können. Anstelle einer ansprechenden Rezepte-Übersicht hat die KI lediglich ein Dropdown-Menü mit wenigen Informationen erstellt. Funktional ist der Wochenplaner dennoch: Für jeden Tag stehen Slots für drei Gerichte bereit.

Im Wochenplaner gibt es nur ein Dropdown-Menü.
Richtig gut gelungen ist hingegen die Shopping List. Sie sieht tatsächlich aus wie eine Einkaufsliste. Beim manuellen Hinzufügen von Produkten fehlen allerdings vorgegebene Einheiten.

Die Einkaufsliste wirkt schon auf Anhieb realistisch.
Der Fokus des KI-Builders auf UI macht sich im separaten Design-Modus bemerkbar. Farben, Schriftarten und mehr legen Sie ohne Credit-Verbrauch fest. Neben allgemeinen Vorgaben zum Aussehen designen Sie hier auch einzelne Elemente nach eigener Vorstellung.

Design-Änderungen ohne Credit-Verbrauch.
Der KI-generierte Code fällt vergleichsweise dünn aus, da sich v0 im Grunde auf das Frontend-Design beschränkt. Ein Download einzelner Dateien ist möglich, eine ZIP-Datei bietet das Tool aber nicht an.
Wie gut ist v0 für geschäftliche Zwecke?
Code von v0 können Sie ohne Weiteres geschäftlich verwenden. Sie müssen sich dabei an die Nutzungsbedingungen von Vercel (dem Anbieter von v0) und zusätzlich an die speziellen Regeln für KI‑Produkte halten.
Bei Datenschutz, Vertraulichkeit und Haftung gibt es je nach gewähltem Plan Einschränkungen. Wenn Sie mit sensiblen Daten arbeiten oder branchenspezifische Anforderungen befolgen müssen, ist laut Vercel ein Business‑ oder Enterprise‑Plan empfehlenswert.
Was sind die Kosten und Konditionen von v0?
v0 nutzt ein Creditsystem mit monatlichem Guthaben. Je nach Plan stehen mehr Credits für UI-Generierungen zur Verfügung. Der kostenlose Einstieg eignet sich für kleinere Prototypen, höhere Tarife bieten größere Kontingente sowie Team-Funktionen wie Figma-Import oder API-Zugriff. Ein GitHub-Sync ist bereits in der kostenlosen Variante enthalten.
Was sind Vor‑ und Nachteile von v0?
Fokus auf React
Der Output passt direkt in React‑Projekte. Das kann die Entwicklungsarbeit im Design- und Prototyping‑Prozess erheblich reduzieren.Git‑Workflow‑Integration
Code-Generierung bleibt Teil bestehender Entwicklungsprozesse und lässt sich sauber versionieren.Figma‑Import möglich
Der Design‑zu‑Code‑Weg ist kurz. Statt Designs manuell nachzubauen, können Entwickler mit bestehenden Designs weiterarbeiten.
Sehr Frontend‑zentriert
Backend‑Logik oder Datendienste müssen Sie weiterhin selbst einbauen, v0 kümmert sich nur um das Frontend.Import-Probleme möglich
Nutzer berichten teils von Schwierigkeiten, generierten Code in v0 zu importieren.
Hostinger Horizons: KI‑Builder mit Hosting
Qualität: Hoch
Ergebnis: MealMate bei Hostinger Horizons
Kostenfreie Version: Ja, aber nur für sieben Tage
Hostinger Horizons verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Vibe-Coding-Tools. Der KI-Builder ist direkt mit den Hosting-Angeboten von Hostinger verzahnt.
Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, SEO- und E-Commerce-Funktionen sind also bereits Teil des Gesamtpakets. Dadurch lässt sich der Weg von der Idee bis zur veröffentlichten Web-App deutlich verkürzen.

Die Funktionen von Hostinger Horizons in der Übersicht.
Das Angebot richtet sich klar an den No-Code-Bereich. Der Fokus liegt auf schnellen, sichtbaren Ergebnissen – zulasten tiefer App-Logik oder komplexer Datenmodelle.
Wie funktioniert Hostinger Horizons?
Sie beschreiben Ihre Idee im Chat, Horizons erstellt eine erste lauffähige Version der Website oder Web-App. Änderungen nehmen Sie ebenfalls per Chat vor. Alternativ wählen Sie eines von 15 Templates und passen es mithilfe der KI an.
Sie können den von der KI generierten Code bei Bedarf exportieren und außerhalb der Plattform hosten. Für komplexere Anforderungen wie Datenbanken oder Payment‑Anbindungen führt Hostinger erst schrittweise externe Integrationen ein.
Wie gut ist die Qualität bei Hostinger Horizons?
Die Ergebnisse sind insgesamt solide und entstehen sehr schnell. Im Test korrigiert die KI nach dem ersten Durchlauf sogar selbst eine Stelle, um den Wochenplaner funktional zu verbessern.
Als einziges Tool in unserer Top 5 hat Horizons auch gleich KI-Bilder zu Rezepten erstellt, obwohl das in unserem Prompt gar nicht gefordert war. Die Bilder passen meist gut zum Inhalt, und auch die Rezepte selbst machen einen guten Eindruck. Man kann Rezepte filtern, bearbeiten, löschen und neu hinzufügen.

Die KI generiert auch gleich passende Bilder für die Rezepte.
Im Wochenplaner setzt Hostinger auf eine Ansicht, die stärker nach Tagen getrennt ist, was sinnvoll ist. Man kann schnell Gerichte für morgens, mittags und abends hinzufügen oder wieder entfernen. Die generierten Bilder tauchen auch bei der Auswahl der Gerichte auf.

Das Hinzufügen von Gerichten ist unkompliziert.
Die Einkaufsliste erlaubt eigene Einträge mit Mengenangaben. Leider gibt es keine Unterteilung danach, ob ein Produkt bereits gekauft wurde oder nicht. Andere KI-Builder haben das besser gelöst.

Die von Hostinger generierte Einkaufsliste gefällt uns weniger gut.
Design-Anpassungen sind nur über den Chat möglich und verbrauchen Credits. Nur bei wenigen Elementen wie Überschriften ist es möglich, den Inhalt ohne KI direkt zu verändern.
Auch in der kostenlosen Variante von Hostinger Horizons können Sie den generierten Code einsehen und bearbeiten. Ein Export, selbst von einzelnen Dateien, ist aber nur mit einem kostenpflichtigen Plan möglich.
Wie gut ist Hostinger Horizons für geschäftliche Zwecke?
Sie dürfen die mit Horizons generierten Inhalte kommerziell nutzen, monetarisieren und auch über Ihre eigenen Domains veröffentlichen.
Einschränkungen ergeben sich ausschließlich aus den allgemeinen AGB von Hostinger. Solange keine illegalen Inhalte erstellt und Serverressourcen fair genutzt werden, ist der geschäftliche Einsatz problemlos möglich.
Was sind die Kosten und Konditionen von Hostinger Horizons?
Horizons vergibt pro Monat ein Credit‑Budget. Es gibt keine Token‑Abrechnung, sondern eine klare Zahl an Interaktionen. Premium‑Pläne beinhalten auch Prompts über Bilder und Stimme, zusätzliche Interaktionen und Sicherheits‑Bausteine.
Eine dauerhaft nutzbare Gratisversion gibt es nicht. Der kostenlose Testzugang ist stark begrenzt und nur sieben Tage verwendbar. Bei den Premium-Plänen bietet Hostinger eine Geld-zurück-Garantie über 30 Tage an.
Was sind Vor‑ und Nachteile von Hostinger Horizons?
Hosting und Domain inklusive
Sie müssen sich nicht separat um Server, Domain oder SSL kümmern, da alles im Paket enthalten ist.Geld-zurück-Garantie
Bei allen kostenpflichtigen Plänen bietet Hostinger eine Geld-zurück-Garantie über 30 Tage.
Kein nativer App‑Export
Sie können nur Web‑Apps erstellen; eine direkte Veröffentlichung in App‑Stores von Google und Apple ist nicht vorgesehen.Export kann Nacharbeit erfordern
Der vom KI-Builder bereitgestellte Code ist laut Nutzerberichten nicht immer Plug‑and‑Play, sondern kann zusätzliche Anpassungen erfordern.
Alternativen für Programmierer und andere Nutzergruppen
Das für Sie passende Tool ist in unserer Top 5 nicht dabei? Kein Problem – glücklicherweise gibt es noch unzählige andere Vibe Coding-Werkzeuge auf dem Markt. Vielleicht ist ja eine der folgenden Alternativen interessant für Sie:
- 1.
Auch Anbieter wie Locofy, Builder.io und Plasmic setzen auf KI-gestützte UI-Generierung und verbinden Design mit sauberem Code. Sie übersetzen z. B. Figma-Designs in produktionsreife Komponenten.
- 2.
Für Entwickler, die direkt im Code arbeiten, sind Cursor, Claude Code oder Codeium (Qodo) interessante Optionen. Diese Tools bringen KI in Ihre IDE, analysieren Projekte, schlagen Funktionen vor und unterstützen Sie bei Refactoring oder Tests.
- 3.
Wer kollaborativ in der Cloud entwickeln möchte, ist mit Replit oder GitHub Codespaces besser beraten. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn Sie schnell testen oder gemeinsam an Code arbeiten möchten, ohne lokale Setups zu benötigen.
Fazit
Den perfekten KI-Builder gibt es nicht. Entscheidend ist, wofür Sie das Tool einsetzen. Wenn Sie eher komplexe Prozesse mit vielen Integrationen und Automationen abbilden möchten, ist Base44 am besten geeignet.
Wenn Sie hingegen echten Code bearbeiten und in Git-Workflows einbinden, ist Bolt.new eine gute Wahl. Für reines UI-Design mit Fokus auf React eignet sich v0 – vorausgesetzt, Sie kümmern sich selbst um das Backend und die Daten.
Wenn Sie nur gelegentlich (oder im Team) mit Vibe-Coding-Tools arbeiten, bietet Ihnen Lovable flexible Modelle mit täglichen Credits, Rollovers und Rollenverwaltung. Falls Sie Ihre App direkt veröffentlichen und sich nicht um das Hosting kümmern wollen, ist Hostinger Horizons einen Blick wert.
Beachten Sie in jedem Fall die Nutzungsbedingungen genau. Die Tools rechnen zudem immer nach Tokens, Nachrichten oder Credits ab. Bei größeren Projekten können die Kosten schnell steigen.











