Geschäftskonto für Stiftung: 3 Stiftungskonten im Test

Letzte Aktualisierung
30. Juni 2026

Stiftungen verwalten viel Geld. Dieses Geld muss sicher angelegt und verwaltet werden. Ein Stiftungskonto ist dafür unverzichtbar. Doch welche Banken haben passende Konten – und worauf kommt es an?

Wir erklären, welche Konten für Stiftungen infrage kommen und was bei der Auswahl wichtig ist.

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Braucht eine Stiftung ein Geschäftskonto?

Ja: Wenn Sie eine Stiftung gründen, benötigen Sie ein eigenes Konto, um das Stiftungsvermögen zu verwalten. Darauf zahlen Sie bei der Gründung das Stiftungskapital ein. Später wickeln Sie darüber Erträge, Spenden und alle laufenden Ausgaben Ihrer Stiftung ab.

Eine ausdrückliche gesetzliche Pflicht, ein Bankkonto zu führen, gibt es zwar nicht. Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt jedoch vor, dass das Stiftungsvermögen „getrennt von fremdem Vermögen zu verwalten“ ist (§ 83b BGB). Ein eigenes Stiftungskonto ist dafür in der Praxis unverzichtbar.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Stiftungskontos achten?

Ein Stiftungskonto ist im Prinzip ein ganz normales Geschäftskonto. Entsprechend sollten Sie auf viele der gleichen Kriterien achten wie bei jedem anderen Geschäftskonto – etwa auf Gebühren, Funktionen und den Service der Bank.

Viele Stiftungen brauchen ihre Bank aber nicht nur fürs Geschäftskonto, sondern nutzen auch weitere Finanzdienstleistungen. Denn neben dem Zahlungsverkehr geht es häufig auch um die langfristige Anlage und den Erhalt des Stiftungsvermögens. Folgende Aspekte können deshalb besonders wichtig sein:

  • Vermögensverwaltung und Finanzdienstleistungen
    Viele Banken bieten neben dem Konto weitere Leistungen wie Wertpapierdepots, Vermögensverwaltung oder spezielle Anlagelösungen für Stiftungen an. Es kann sinnvoll sein, all diese Leistungen aus einer Hand zu beziehen.

  • Beratung und Stiftungsexpertise
    Nicht jede Bank hat Erfahrung mit Stiftungen. Gerade bei größeren Vermögen oder gemeinnützigen Stiftungen kann ein persönlicher Ansprechpartner mit Fachwissen einen echten Mehrwert bieten.

  • Nachhaltigkeit und Werte
    Viele Stiftungen verfolgen gemeinnützige oder gesellschaftliche Ziele. In diesem Fall lohnt sich auch ein Blick auf die Werte der Bank und deren Anlagestrategie. Manche Banken haben sich auf nachhaltige oder soziale Finanzierungen spezialisiert und passen deshalb besonders gut zu bestimmten Stiftungen.

Welche Banken bieten Geschäftskonten für Stiftungen an?

Grundsätzlich kommen drei Banktypen infrage: regionale Filialbanken, überregionale Geschäfts-, Online- und Direktbanken sowie spezialisierte Banken für gemeinnützige Organisationen.

1.

Regionale Banken

Die erste Anlaufstelle ist oft eine Bank in Ihrer Region. Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken bieten oft spezielle Geschäftskonten für Stiftungen und verfügen häufig über Erfahrung mit regionalen Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen.

Viele Banken bieten spezielle Stiftungskonten an.

Der größte Vorteil ist die persönliche Betreuung: Sie haben einen festen Ansprechpartner vor Ort und können bei Bedarf auch weitere Leistungen wie Vermögensverwaltung oder Stiftungsberatung in Anspruch nehmen. Dafür sind die Kontoführungsgebühren meist höher als bei Online-Banken.

2.

Überregionale Geschäftsbanken und Online-Banken

Natürlich müssen Sie sich bei der Wahl Ihres Stiftungskontos nicht auf Banken in Ihrer Region beschränken. Auch überregionale Geschäftsbanken wie die Commerzbank bieten Geschäftskonten für Stiftungen an. Sie verbinden ein bundesweites Filialnetz mit einem breiten Angebot an Finanzdienstleistungen.

Wenn Sie auf Filialen und persönliche Beratung komplett verzichten können, kommen auch Online-Banken und Fintechs wie FYRST oder Vivid Money infrage. Sie sind besonders günstig und modern, konzentrieren sich aber in der Regel rein auf die Banking-Basics. Stiftungsexpertise, Vermögensverwaltung oder eine persönliche Betreuung gehören in der Regel nicht zum Angebot.

Wir haben 13 Geschäftskonten getestet. Hier finden Sie unser Ranking, mit Links zu unseren ausführlichen Testberichten:

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3.

Spezialbanken für den gemeinnützigen Bereich

Dann gibt es noch sozial-ökologische Banken, die ihr Angebot gezielt an Stiftungen, Vereine, Kirchen und andere Non-Profit-Organisationen richten. Sie können eine gute Wahl sein, wenn Sie mit Ihrer Stiftung gemeinnützige oder gesellschaftliche Ziele verfolgen und eine Bank suchen, die diese Werte teilt.

Die EthikBank beispielsweise legt einen besonderen Schwerpunkt auf nachhaltiges Banking und Transparenz (Stichwort Gläserne Bank). Das Geschäftskonto der EthikBank kommt ausdrücklich auch für Stiftungen infrage:

Das Geschäftskonto der EthikBank.

Weitere Beispiele sind die GLS Bank oder die SozialBank, die ebenfalls langjährige Erfahrung mit gemeinnützigen Organisationen haben.

Hier profitieren Sie von einer hohen Stiftungsexpertise und häufig auch von weiteren Leistungen wie Vermögensverwaltung oder nachhaltigen Anlagelösungen. Dafür sind die Kontomodelle oft etwas teurer und die Prozesse weniger modern.

Fazit: Das beste Geschäftskonto für Ihre Stiftung

Wenn Sie eine Stiftung gründen, benötigen Sie ein Stiftungskonto. Dabei handelt es sich im Grunde um ein normales Geschäftskonto, auf das Sie das Stiftungskapital einzahlen und über das Sie später den gesamten Zahlungsverkehr Ihrer Stiftung abwickeln.

Dafür kommen ganz unterschiedliche Banken infrage. Regionale Filialbanken bieten persönliche Beratung und oft Erfahrung mit Stiftungen vor Ort. Überregionale Geschäftsbanken sowie Online-Banken und Fintechs punkten dagegen häufig mit günstigeren Gebühren und modernen Online-Funktionen. Wenn Ihnen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung besonders wichtig sind, können auch sozial-ökologische Spezialbanken eine gute Wahl sein.

Sie suchen noch nach dem passenden Geschäftskonto für Ihre Stiftung? Wir haben 13 Geschäftskonten getestet und die besten Anbieter in unserem Vergleich gegenübergestellt.

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Martin ist seit über acht Jahren freiberuflicher Texter im B2B-Bereich und spezialisiert sich auf technische Fallstudien für Tech-Unternehmen wie Google Cloud. Er lebt in London und betreibt dort seine eigene Firma, GSCRIBE, die sich auf Customer Success Stories und Employer Branding fokussiert. Bei EXPERTE.de teilt er sein Wissen über Software und Strategien, die Selbstständigen dabei helfen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und effizienter zu arbeiten.
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