WordPress Hosting vs. Webhosting: Wo liegen die Unterschiede?
Wenn Sie eine Website mit WordPress erstellen möchten, stellt sich schnell die Frage nach dem passenden Hosting. Genügt ein klassischer Webhosting-Tarif – oder lohnt sich ein spezialisiertes WordPress Hosting? Die Unterschiede bei Leistung, Wartung, Sicherheit und Support sind oft größer als gedacht.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was beide Webhosting-Varianten ausmacht, worin sie sich konkret unterscheiden und welche Lösung besser zu Ihren Anforderungen passt.

Webhosting ist der allgemeine Begriff für Speicherplatz und Serverleistung im Internet. Darüber lassen sich Websites aller Art betreiben – auch WordPress-Seiten.
WordPress Hosting ist eine spezialisierte Hosting-Variante, die technisch auf WordPress abgestimmt ist. Der Anbieter übernimmt viele Aufgaben rund um Betrieb, Wartung und Updates.
Bei der Leistung schneidet WordPress Hosting häufig besser ab. Die gezielte Optimierung auf WordPress sorgt für kürzere Ladezeiten und eine stabilere Performance.
Auch bei der Sicherheit bietet WordPress Hosting Vorteile. Schutzmechanismen sind speziell auf typische WordPress-Angriffe ausgelegt.
Beim Preis liegt klassisches Webhosting meist vorn. WordPress Hosting enthält dafür viele Leistungen bereits, die Sie sonst selbst einrichten oder zusätzlich bezahlen müssten.
Webhosting und WordPress Hosting: Wo liegt der Unterschied?
Starten wir mit den Grundlagen: Webhosting ist der allgemeine Begriff für Dienste, die Speicherplatz und Serverressourcen bereitstellen. Damit lässt sich eine Website im Internet betreiben – unabhängig davon, ob Sie ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress oder reines HTML verwenden.
WordPress Hosting ist eine spezielle Form des Webhostings, die gezielt auf WordPress abgestimmt ist. Beim sogenannten Managed WordPress Hosting übernimmt der Anbieter viele Aufgaben, etwa automatisches Caching, regelmäßige Updates und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. In klassischen Webhosting-Tarifen sind diese Funktionen meist nicht enthalten und müssen selbst eingerichtet oder ergänzt werden.
Im weiteren Verlauf erfahren Sie, wie sich beide Hosting-Arten konkret unterscheiden – bei Leistung, Wartung, Sicherheit und Kosten. So können Sie fundiert entscheiden, welche Lösung besser zu Ihrem Projekt passt.
Performance und Ladezeiten
Klassisches Webhosting und WordPress Hosting basieren auf unterschiedlichen technischen Konzepten. Besonders bei Geschwindigkeit und Stabilität zeigen sich die Unterschiede deutlich.
Webhosting
Beim klassischen Webhosting kommt meist ein standardisiertes Server-Setup zum Einsatz, das für viele verschiedene Systeme ausgelegt ist. Eine gezielte Optimierung für WordPress findet in der Regel nicht statt.
Häufig handelt es sich zudem um Shared Hosting. Dabei teilen sich mehrere Websites die Ressourcen eines Servers. Steigt die Auslastung durch andere Projekte, kann sich das spürbar auf die Ladezeiten und die Stabilität Ihrer eigenen Website auswirken.

Beim Shared Hosting teilen Sie sich die Serverressourcen mit anderen.
WordPress Hosting
WordPress Hosting ist technisch konsequent auf die Anforderungen von WordPress abgestimmt. Anbieter setzen dafür auf spezialisierte Technologien wie:
NGINX, LiteSpeed, HTTP/2,
objektbasiertes Caching
oder Content Delivery Networks.
Dadurch erreichen so gehostete WordPress-Seiten im Vergleich oft schnellere Ladezeiten.

LiteSpeed-Einstellungen für eine WP-Installation.
Beim Managed WordPress Hosting sind VPS oder Dedicated Server die Regel. Ihnen steht entweder ein eigener virtueller Bereich oder ein kompletter physischer Server zur Verfügung. Dadurch bleibt die Performance selbst bei hoher Last stabil.
Kriterium | VPS | Dedicated Server |
|---|---|---|
Performance | Hoch | Maximal |
Skalierbarkeit | Flexibel | Flexibel, ggf. physisch limitiert |
Isolations-Level | Hoch | Maximal |
Zielgruppe | Agenturen, wachsende Projekte | Große Unternehmen, High‑Traffic |
Monatliche Kosten | Mittelklasse | Hochpreisig |
Anpassbarkeit | Sehr flexibel | Voll flexibel |
Wenn Sie eine Website betreiben, bei der kurze Ladezeiten und eine hohe Verfügbarkeit wichtig sind, profitieren Sie von der spezialisierten technischen Basis eines WordPress Hostings. Das gilt nicht nur für Online-Shops, sondern ebenso für Unternehmensseiten, Content-Plattformen oder stark wachsende Projekte.
Vorsicht ist dennoch geboten: Auch wenn viele Anbieter mit optimierten Ladezeiten werben, hängt die tatsächliche Performance von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Tarifstufe und die Serverarchitektur. Manche günstigeren Managed-Tarife setzen auf geteilte Ressourcen, was zu ähnlichen Einschränkungen führen kann wie beim Shared Hosting.
Wartung und Updates
Die laufende Pflege Ihrer WordPress-Website ist entscheidend für Sicherheit und Stabilität. Dazu gehören regelmäßige Updates für den WordPress-Core, Plugins (Erweiterungen) und Themes (Templates), tägliche Backups sowie grundlegende Wartungsaufgaben wie die Datenbankoptimierung oder die Überprüfung der Seitenleistung.
Webhosting
Bei klassischen Webhosting-Tarifen sind Sie für alle Wartungsarbeiten selbst verantwortlich. Das bedeutet:
Sie führen Updates für WordPress, Plugins und Themes manuell durch
Sie erstellen und verwalten Ihre WordPress-Backups eigenständig
Sie kümmern sich selbst um die technische Stabilität und Systempflege
Wenn Sie ein Update übersehen, riskieren Sie schnell Inkompatibilitäten oder Sicherheitslücken. Auch Fehler beim Update-Vorgang oder ein Datenverlust können ohne Backup schnell eine Herausforderung sein. Vor allem für Einsteiger ist dieser Aufwand zeitintensiv und fehleranfällig.
WordPress Hosting
Managed WordPress Hosting nimmt Ihnen viele dieser Aufgaben ab. Je nach Anbieter und Tarif gehören folgende Leistungen zum Standard:
automatische Updates für den WordPress-Core
teilweise auch automatische Updates für Plugins und Themes
tägliche Backups mit komfortabler Wiederherstellung
technische Überwachung im Hintergrund
Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit, sondern senken auch das Risiko von Ausfällen oder Sicherheitsproblemen. Sie konzentrieren sich auf Ihre Inhalte, während sich der Hoster um die technische Basis kümmert.
Sicherheit und Support
Sobald Probleme auftreten, zeigt sich schnell, wie viel Unterstützung Sie vom Hosting-Anbieter tatsächlich erhalten. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Hosting-Arten:
Webhosting
Standard-Hosting-Pakete bieten meist nur grundlegende Schutzfunktionen: Firewalls, automatische Serverupdates und ein SSL-Zertifikat. Ein gezielter Schutz vor WordPress-spezifischen Schwachstellen fehlt in vielen Fällen.
Wenn Ihre Website gehackt wird, müssen Sie in der Regel selbst aktiv werden – etwa mit Sicherheits-Plugins oder durch manuelle Bereinigung. Der Support hilft in solchen Fällen häufig nur mit allgemeinen Hinweisen, nicht mit konkreter Problemlösung auf WordPress-Ebene.
WordPress Hosting
Ein spezialisiertes WordPress Hosting baut auf einem gezielten Sicherheitskonzept auf. Dazu gehören u. a.:
Schutz vor Brute-Force-Angriffen auf den Login
regelmäßige Malware-Scans Ihrer Installation
automatische Sperrung unsicherer Plugins
Überwachung bekannter Sicherheitslücken im WordPress-Kern und in Erweiterungen
Zudem profitieren Sie von einem Support, der sich gezielt mit WordPress auskennt. Die Mitarbeiter verstehen typische Fehlerbilder, Plugin-Konflikte und CMS-spezifische Probleme und bieten direkte Hilfe, statt nur auf Backups zu verweisen.
Ein mittelständisches Unternehmen nutzt ein veraltetes Kontaktformular-Plugin. Angreifer schleusen Schadcode ein und leiten Besucher auf eine gefälschte Login-Seite um. Erst durch Hinweise von Kunden wird der Vorfall bemerkt.
Der klassische Webhoster stellt zwar ein Backup zur Verfügung, leistet aber keine konkrete Hilfe. Ein externer Dienstleister bereinigt die Website, mit zusätzlichem Aufwand und Kosten.
Bei einem spezialisierten WordPress Hosting erkennt das integrierte Sicherheitssystem die Bedrohung frühzeitig. Das unsichere Plugin wird automatisch blockiert, ein Malware-Scan schlägt sofort Alarm. So bleibt die Seite online und der Schaden wird verhindert, bevor er entsteht.

Der Malware-Scanner von Hostinger.
Ein spezialisiertes Sicherheitssystem bietet viele Vorteile. Allerdings greifen manche Anbieter bei verdächtigen Aktivitäten automatisch ein, etwa durch Sperren von Plugins oder Zugängen. Das kann im Einzelfall zu Einschränkungen führen, ohne dass Sie direkt Einfluss nehmen können.
Kosten
Auch bei den laufenden Kosten unterscheiden sich klassisches Webhosting und WordPress Hosting deutlich. Hier ist Webhosting auf den ersten Blick klar im Vorteil – allerdings sollten Sie auch bedenken, dass am Ende nicht nur der Grundpreis zählt.
Webhosting
Ein einfaches Shared Hosting erhalten Sie oft schon für wenige Euro im Monat. Das klingt attraktiv, bringt aber selten alle Funktionen mit, die Sie für den sicheren und stabilen Betrieb einer WordPress-Website benötigen. Zusätzliche Ausgaben entstehen unter anderem für:
kostenpflichtige Plugins zur Performance- oder Sicherheitsverbesserung
externe Dienste für automatische Backups oder Malware-Schutz
Ihre eigene Arbeitszeit für Wartung und Fehlerbehebung
eventuell beauftragte Dienstleister bei technischen Problemen
Diese Zusatzkosten lassen sich zu Beginn leicht übersehen. Wenn Sie alle notwendigen Leistungen selbst organisieren, zahlen Sie am Ende unter Umständen mehr als bei einem Komplettpaket. Das gilt vor allem dann, wenn Probleme auftreten, die Sie nicht selbst lösen können.
WordPress Hosting
Managed WordPress Hosting kostet in der Regel mehr als klassisches Webhosting – meist zwischen 10 und 30 € pro Monat. Dafür sind viele zentrale Leistungen, für die Sie beim Webhosting zusätzlich bezahlen müssten, bereits enthalten.
Sie sparen also beim Grundpreis, vermeiden aber zusätzliche Ausgaben für Drittanbieter-Tools und senken gleichzeitig das Risiko für Ausfälle oder Sicherheitsprobleme. Auch Ihr eigener Zeitaufwand ist geringer, weil Sie sich nicht selbst um technische Details kümmern müssen.

WP-Hosting-Preise bei Raidboxes.
Bei geschäftlich genutzten Websites oder dem Betrieb mehrerer Seiten kann sich der höhere Grundpreis schnell lohnen. Das gilt nicht nur finanziell, sondern auch durch die gewonnene Sicherheit und Planbarkeit.
Wenn Sie nur aber eine kleine, wenig besuchte Website betreiben, zahlen Sie unter Umständen für Leistungen, die Sie gar nicht brauchen.
Was ist besser: Webhosting oder WordPress-Hosting?
Ob klassisches Webhosting oder spezialisiertes WordPress Hosting besser zu Ihnen passt, hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Entscheidend ist, wie komplex Ihr Projekt ist, wie viel Arbeit Sie selbst übernehmen möchten und wo Ihre Prioritäten liegen.
Klassisches Webhosting ist die bessere Wahl, wenn Sie…
eine einfache oder private Website betreiben
möglichst günstig starten möchten
sich selbst um Technik, Updates und Sicherheit kümmern können
maximale Flexibilität bei der Wahl des Hosters brauchen
Sie suchen einen passenden Anbieter? Wir haben zahlreiche Webhosting-Angebote ausführlich geprüft und bewertet. Hier ist das Ranking der Anbieter, mit Links zu ausführlichen Testberichten:
WordPress Hosting ist die bessere Wahl, wenn Sie…
eine professionelle WordPress-Website aufbauen oder betreiben
Wert auf hohe Geschwindigkeit, Sicherheit und Komfort legen
technische Aufgaben wie Updates und Backups lieber abgeben
Ihre Website geschäftlich nutzen und auf Zuverlässigkeit angewiesen sind
Sie sind noch auf der Suche nach einem guten WordPress Hoster? Diese Hosting-Anbieter haben bei uns am besten abgeschnitten:
Fazit: Eine Frage der Anforderungen
Wenn Sie eine WordPress-Website betreiben, ist die Wahl des Hostings vor allem eine Frage von Aufwand, Budget und Anspruch:
Klassisches Webhosting ist günstig und flexibel, setzt aber voraus, dass Sie sich selbst um Updates, Sicherheit und Performance kümmern.
Managed WordPress Hosting nimmt Ihnen viele dieser Aufgaben ab. Die Umgebung ist technisch auf WordPress optimiert, Updates und Backups laufen automatisiert und Sicherheitsmechanismen greifen gezielt dort, wo WordPress angreifbar ist. Das sorgt für mehr Stabilität, bessere Ladezeiten und weniger Wartungsaufwand.
Glücklicherweise muss die Entscheidung für eine Hosting-Lösung nicht dauerhaft sein. Sie können mit einem einfachen Webhosting starten und später zu einem spezialisierten WordPress Hosting wechseln, wenn Ihr Projekt wächst. Entscheidend ist, dass Ihr Hosting-Anbieter zu Ihren aktuellen Anforderungen passt. Nur so sorgen Sie dafür, dass Ihre Website dauerhaft stabil, schnell und sicher läuft.






































