WordPress Hosting

WordPress Hosting vs. Webhosting: Wo liegen die Unterschiede?

Letzte Aktualisierung
30. Jan. 2026
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Wenn Sie eine Website mit WordPress erstellen möchten, stellt sich schnell die Frage nach dem passenden Hosting. Genügt ein klassischer Webhosting-Tarif – oder lohnt sich ein spezialisiertes WordPress Hosting? Die Unterschiede bei Leistung, Wartung, Sicherheit und Support sind oft größer als gedacht.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, was beide Webhosting-Varianten ausmacht, worin sie sich konkret unterscheiden und welche Lösung besser zu Ihren Anforderungen passt.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Webhosting ist der allgemeine Begriff für Speicherplatz und Serverleistung im Internet. Darüber lassen sich Websites aller Art betreiben – auch WordPress-Seiten.

  • WordPress Hosting ist eine spezialisierte Hosting-Variante, die technisch auf WordPress abgestimmt ist. Der Anbieter übernimmt viele Aufgaben rund um Betrieb, Wartung und Updates.

  • Bei der Leistung schneidet WordPress Hosting häufig besser ab. Die gezielte Optimierung auf WordPress sorgt für kürzere Ladezeiten und eine stabilere Performance.

  • Auch bei der Sicherheit bietet WordPress Hosting Vorteile. Schutzmechanismen sind speziell auf typische WordPress-Angriffe ausgelegt.

  • Beim Preis liegt klassisches Webhosting meist vorn. WordPress Hosting enthält dafür viele Leistungen bereits, die Sie sonst selbst einrichten oder zusätzlich bezahlen müssten.

Webhosting und WordPress Hosting: Wo liegt der Unterschied?

Starten wir mit den Grundlagen: Webhosting ist der allgemeine Begriff für Dienste, die Speicherplatz und Serverressourcen bereitstellen. Damit lässt sich eine Website im Internet betreiben – unabhängig davon, ob Sie ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress oder reines HTML verwenden.

WordPress Hosting ist eine spezielle Form des Webhostings, die gezielt auf WordPress abgestimmt ist. Beim sogenannten Managed WordPress Hosting übernimmt der Anbieter viele Aufgaben, etwa automatisches Caching, regelmäßige Updates und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. In klassischen Webhosting-Tarifen sind diese Funktionen meist nicht enthalten und müssen selbst eingerichtet oder ergänzt werden.

Klassisch oder optimiert?

Beim herkömmlichen Webhosting erhalten Sie Webspace, eine Datenbank und oft eine 1-Klick-Installation für WordPress. Um die Wartung, Sicherheit und technische Betreuung kümmern Sie sich selbst.

Anders beim WordPress Hosting: Anbieter wie Kinsta oder Raidboxes stellen dagegen eine für WordPress optimierte Umgebung bereit und nehmen Ihnen viele Aufgaben ab.

Im weiteren Verlauf erfahren Sie, wie sich beide Hosting-Arten konkret unterscheiden – bei Leistung, Wartung, Sicherheit und Kosten. So können Sie fundiert entscheiden, welche Lösung besser zu Ihrem Projekt passt.

Video
WordPress Hosting Vergleich: Meine 3 Favoriten für 2026
1.

Performance und Ladezeiten

Klassisches Webhosting und WordPress Hosting basieren auf unterschiedlichen technischen Konzepten. Besonders bei Geschwindigkeit und Stabilität zeigen sich die Unterschiede deutlich.

Webhosting

Beim klassischen Webhosting kommt meist ein standardisiertes Server-Setup zum Einsatz, das für viele verschiedene Systeme ausgelegt ist. Eine gezielte Optimierung für WordPress findet in der Regel nicht statt.

Häufig handelt es sich zudem um Shared Hosting. Dabei teilen sich mehrere Websites die Ressourcen eines Servers. Steigt die Auslastung durch andere Projekte, kann sich das spürbar auf die Ladezeiten und die Stabilität Ihrer eigenen Website auswirken.

Beim Shared Hosting teilen Sie sich die Serverressourcen mit anderen.

WordPress Hosting

WordPress Hosting ist technisch konsequent auf die Anforderungen von WordPress abgestimmt. Anbieter setzen dafür auf spezialisierte Technologien wie:

  • NGINX, LiteSpeed, HTTP/2,

  • objektbasiertes Caching

  • oder Content Delivery Networks.

Dadurch erreichen so gehostete WordPress-Seiten im Vergleich oft schnellere Ladezeiten.

LiteSpeed-Einstellungen für eine WP-Installation.

Beim Managed WordPress Hosting sind VPS oder Dedicated Server die Regel. Ihnen steht entweder ein eigener virtueller Bereich oder ein kompletter physischer Server zur Verfügung. Dadurch bleibt die Performance selbst bei hoher Last stabil.

Kriterium

VPS

Dedicated Server

Performance

Hoch

Maximal

Skalierbarkeit

Flexibel

Flexibel, ggf. physisch limitiert

Isolations-Level

Hoch

Maximal

Zielgruppe

Agenturen, wachsende Projekte

Große Unternehmen, High‑Traffic

Monatliche Kosten

Mittelklasse

Hochpreisig

Anpassbarkeit

Sehr flexibel

Voll flexibel

Wenn Sie eine Website betreiben, bei der kurze Ladezeiten und eine hohe Verfügbarkeit wichtig sind, profitieren Sie von der spezialisierten technischen Basis eines WordPress Hostings. Das gilt nicht nur für Online-Shops, sondern ebenso für Unternehmensseiten, Content-Plattformen oder stark wachsende Projekte.

Vorsicht ist dennoch geboten: Auch wenn viele Anbieter mit optimierten Ladezeiten werben, hängt die tatsächliche Performance von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Tarifstufe und die Serverarchitektur. Manche günstigeren Managed-Tarife setzen auf geteilte Ressourcen, was zu ähnlichen Einschränkungen führen kann wie beim Shared Hosting.

2.

Wartung und Updates

Die laufende Pflege Ihrer WordPress-Website ist entscheidend für Sicherheit und Stabilität. Dazu gehören regelmäßige Updates für den WordPress-Core, Plugins (Erweiterungen) und Themes (Templates), tägliche Backups sowie grundlegende Wartungsaufgaben wie die Datenbankoptimierung oder die Überprüfung der Seitenleistung.

Webhosting

Bei klassischen Webhosting-Tarifen sind Sie für alle Wartungsarbeiten selbst verantwortlich. Das bedeutet:

  • Sie führen Updates für WordPress, Plugins und Themes manuell durch

  • Sie erstellen und verwalten Ihre WordPress-Backups eigenständig

  • Sie kümmern sich selbst um die technische Stabilität und Systempflege

Wenn Sie ein Update übersehen, riskieren Sie schnell Inkompatibilitäten oder Sicherheitslücken. Auch Fehler beim Update-Vorgang oder ein Datenverlust können ohne Backup schnell eine Herausforderung sein. Vor allem für Einsteiger ist dieser Aufwand zeitintensiv und fehleranfällig.

WordPress Hosting

Managed WordPress Hosting nimmt Ihnen viele dieser Aufgaben ab. Je nach Anbieter und Tarif gehören folgende Leistungen zum Standard:

  • automatische Updates für den WordPress-Core

  • teilweise auch automatische Updates für Plugins und Themes

  • tägliche Backups mit komfortabler Wiederherstellung

  • technische Überwachung im Hintergrund

Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit, sondern senken auch das Risiko von Ausfällen oder Sicherheitsproblemen. Sie konzentrieren sich auf Ihre Inhalte, während sich der Hoster um die technische Basis kümmert.

3.

Sicherheit und Support

Sobald Probleme auftreten, zeigt sich schnell, wie viel Unterstützung Sie vom Hosting-Anbieter tatsächlich erhalten. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Hosting-Arten:

Webhosting

Standard-Hosting-Pakete bieten meist nur grundlegende Schutzfunktionen: Firewalls, automatische Serverupdates und ein SSL-Zertifikat. Ein gezielter Schutz vor WordPress-spezifischen Schwachstellen fehlt in vielen Fällen.

Wenn Ihre Website gehackt wird, müssen Sie in der Regel selbst aktiv werden – etwa mit Sicherheits-Plugins oder durch manuelle Bereinigung. Der Support hilft in solchen Fällen häufig nur mit allgemeinen Hinweisen, nicht mit konkreter Problemlösung auf WordPress-Ebene.

WordPress Hosting

Ein spezialisiertes WordPress Hosting baut auf einem gezielten Sicherheitskonzept auf. Dazu gehören u. a.:

  • Schutz vor Brute-Force-Angriffen auf den Login

  • regelmäßige Malware-Scans Ihrer Installation

  • automatische Sperrung unsicherer Plugins

  • Überwachung bekannter Sicherheitslücken im WordPress-Kern und in Erweiterungen

Zudem profitieren Sie von einem Support, der sich gezielt mit WordPress auskennt. Die Mitarbeiter verstehen typische Fehlerbilder, Plugin-Konflikte und CMS-spezifische Probleme und bieten direkte Hilfe, statt nur auf Backups zu verweisen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein mittelständisches Unternehmen nutzt ein veraltetes Kontaktformular-Plugin. Angreifer schleusen Schadcode ein und leiten Besucher auf eine gefälschte Login-Seite um. Erst durch Hinweise von Kunden wird der Vorfall bemerkt.

Der klassische Webhoster stellt zwar ein Backup zur Verfügung, leistet aber keine konkrete Hilfe. Ein externer Dienstleister bereinigt die Website, mit zusätzlichem Aufwand und Kosten.

Bei einem spezialisierten WordPress Hosting erkennt das integrierte Sicherheitssystem die Bedrohung frühzeitig. Das unsichere Plugin wird automatisch blockiert, ein Malware-Scan schlägt sofort Alarm. So bleibt die Seite online und der Schaden wird verhindert, bevor er entsteht.

Der Malware-Scanner von Hostinger.

Ein spezialisiertes Sicherheitssystem bietet viele Vorteile. Allerdings greifen manche Anbieter bei verdächtigen Aktivitäten automatisch ein, etwa durch Sperren von Plugins oder Zugängen. Das kann im Einzelfall zu Einschränkungen führen, ohne dass Sie direkt Einfluss nehmen können.

4.

Kosten

Auch bei den laufenden Kosten unterscheiden sich klassisches Webhosting und WordPress Hosting deutlich. Hier ist Webhosting auf den ersten Blick klar im Vorteil – allerdings sollten Sie auch bedenken, dass am Ende nicht nur der Grundpreis zählt.

Webhosting

Ein einfaches Shared Hosting erhalten Sie oft schon für wenige Euro im Monat. Das klingt attraktiv, bringt aber selten alle Funktionen mit, die Sie für den sicheren und stabilen Betrieb einer WordPress-Website benötigen. Zusätzliche Ausgaben entstehen unter anderem für:

  • kostenpflichtige Plugins zur Performance- oder Sicherheitsverbesserung

  • externe Dienste für automatische Backups oder Malware-Schutz

  • Ihre eigene Arbeitszeit für Wartung und Fehlerbehebung

  • eventuell beauftragte Dienstleister bei technischen Problemen

Diese Zusatzkosten lassen sich zu Beginn leicht übersehen. Wenn Sie alle notwendigen Leistungen selbst organisieren, zahlen Sie am Ende unter Umständen mehr als bei einem Komplettpaket. Das gilt vor allem dann, wenn Probleme auftreten, die Sie nicht selbst lösen können.

WordPress Hosting

Managed WordPress Hosting kostet in der Regel mehr als klassisches Webhosting – meist zwischen 10 und 30 € pro Monat. Dafür sind viele zentrale Leistungen, für die Sie beim Webhosting zusätzlich bezahlen müssten, bereits enthalten.

Sie sparen also beim Grundpreis, vermeiden aber zusätzliche Ausgaben für Drittanbieter-Tools und senken gleichzeitig das Risiko für Ausfälle oder Sicherheitsprobleme. Auch Ihr eigener Zeitaufwand ist geringer, weil Sie sich nicht selbst um technische Details kümmern müssen.

WP-Hosting-Preise bei Raidboxes.

Bei geschäftlich genutzten Websites oder dem Betrieb mehrerer Seiten kann sich der höhere Grundpreis schnell lohnen. Das gilt nicht nur finanziell, sondern auch durch die gewonnene Sicherheit und Planbarkeit.

Wenn Sie nur aber eine kleine, wenig besuchte Website betreiben, zahlen Sie unter Umständen für Leistungen, die Sie gar nicht brauchen.

Was ist besser: Webhosting oder WordPress-Hosting?

Ob klassisches Webhosting oder spezialisiertes WordPress Hosting besser zu Ihnen passt, hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Entscheidend ist, wie komplex Ihr Projekt ist, wie viel Arbeit Sie selbst übernehmen möchten und wo Ihre Prioritäten liegen.

Klassisches Webhosting ist die bessere Wahl, wenn Sie…

  • eine einfache oder private Website betreiben

  • möglichst günstig starten möchten

  • sich selbst um Technik, Updates und Sicherheit kümmern können

  • maximale Flexibilität bei der Wahl des Hosters brauchen

Sie suchen einen passenden Anbieter? Wir haben zahlreiche Webhosting-Angebote ausführlich geprüft und bewertet. Hier ist das Ranking der Anbieter, mit Links zu ausführlichen Testberichten:

1.
Mittwald
1,5
Testergebnis
sehr gut
2.
dogado
1,6
Testergebnis
gut
3.
ALL-INKL
1,6
Testergebnis
gut
4.
Alfahosting
1,6
Testergebnis
gut
6.
checkdomain
1,7
Testergebnis
gut
7.
netcup
1,8
Testergebnis
gut
10.
Hetzner
1,9
Testergebnis
gut
11.
goneo
2,0
Testergebnis
gut
12.
STRATO
2,1
Testergebnis
gut
13.
Host Europe
2,2
Testergebnis
gut
14.
DomainFactory
2,2
Testergebnis
gut
15.
Contabo
2,3
Testergebnis
gut

WordPress Hosting ist die bessere Wahl, wenn Sie…

  • eine professionelle WordPress-Website aufbauen oder betreiben

  • Wert auf hohe Geschwindigkeit, Sicherheit und Komfort legen

  • technische Aufgaben wie Updates und Backups lieber abgeben

  • Ihre Website geschäftlich nutzen und auf Zuverlässigkeit angewiesen sind

Sie sind noch auf der Suche nach einem guten WordPress Hoster? Diese Hosting-Anbieter haben bei uns am besten abgeschnitten:

1.
SiteGround
1,4
Testergebnis
sehr gut
2.
RAIDBOXES
1,5
Testergebnis
gut
3.
HostPress
1,6
Testergebnis
gut
4.
Kinsta
1,6
Testergebnis
gut
5.
dogado
1,7
Testergebnis
gut
6.
WP Engine
1,7
Testergebnis
gut
7.
Hostinger
1,7
Testergebnis
gut
8.
WordPress.com
1,8
Testergebnis
gut
9.
Cloudways
1,9
Testergebnis
gut
10.
Flywheel
1,9
Testergebnis
gut
11.
IONOS
2,1
Testergebnis
gut
12.
DomainFactory
2,3
Testergebnis
gut
13.
STRATO
2,4
Testergebnis
gut

Fazit: Eine Frage der Anforderungen

Wenn Sie eine WordPress-Website betreiben, ist die Wahl des Hostings vor allem eine Frage von Aufwand, Budget und Anspruch:

  • Klassisches Webhosting ist günstig und flexibel, setzt aber voraus, dass Sie sich selbst um Updates, Sicherheit und Performance kümmern.

  • Managed WordPress Hosting nimmt Ihnen viele dieser Aufgaben ab. Die Umgebung ist technisch auf WordPress optimiert, Updates und Backups laufen automatisiert und Sicherheitsmechanismen greifen gezielt dort, wo WordPress angreifbar ist. Das sorgt für mehr Stabilität, bessere Ladezeiten und weniger Wartungsaufwand.

Glücklicherweise muss die Entscheidung für eine Hosting-Lösung nicht dauerhaft sein. Sie können mit einem einfachen Webhosting starten und später zu einem spezialisierten WordPress Hosting wechseln, wenn Ihr Projekt wächst. Entscheidend ist, dass Ihr Hosting-Anbieter zu Ihren aktuellen Anforderungen passt. Nur so sorgen Sie dafür, dass Ihre Website dauerhaft stabil, schnell und sicher läuft.

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Simon Stich arbeitet als IT-Journalist und Webentwickler mit Schwerpunkt WordPress. Sein eigenes Unternehmen hat er 2009 gegründet. Nach mehreren Stationen im In- und Ausland lebt er heute in Freiburg im Breisgau.
Geprüft durch: Janis von Bleichert
Janis von Bleichert hat Wirtschaftsinformatik an der TU München und Informatik an der TU Berlin studiert. Er ist seit 2006 selbständig und ist der Gründer von EXPERTE.de. Er schreibt zu den Themen Hosting, Software und IT-Security.
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